Hanseaten-Toast
Freitag, 26. Februar 2010
Der Käse ist nicht schwarz, das ist eine optische Täuschung ;o) Während im übrigen Deutschland in den 70er Jahren das weitaus bekanntere Hawaii-Toast serviert wurde, gab es bei uns immer Hanseaten-Toast (den Namen hab ich mir jetzt nachträglich ausgedacht, schließlich muss ich ja irgendwie mit den blumigen Rezeptnamen von Clemens Wilmenrodt mithalten ;o) )
Meine erste und einzige Hawaii-Toast-Erfahrung hatte ich, als ich mit meinen Eltern und meinem großen Bruder essen war und er sich enthusiastisch ein Hawaii-Toast bestellte. Ich hätte stutzig werden sollen, denn mein Bruder hatte schon immer einen komischen Geschmack, aber wie kleine Schwestern so sind, wollen sie natürlich alles haben, was der große Bruder auch hat, also musste es ein Hawaii-Toast sein.
Doofe Idee, ganz doofe Idee! Soweit ich mich erinnere (ist ja schon lange her, denn mittlerweile bin ich alt und weiß es besser), hab ich das Toast zwar aufgegessen, aber ein Vergnügen war es weiß Gott nicht.
Seit dieser unangenehmen Erfahrung bin ich wieder zu dem guten, altbewährten Hanseaten-Toast zurückgekehrt - das gibt es bei uns meistens, wenn ich so ganz und gar keine Lust zum Kochen habe, aber trotzdem irgendwas Warmes essen möchte (also eher selten). Ganz wichtig ist der Chester-Scheibli, nur er verleiht dem Hanseaten-Toast den richtigen Geschmack ;o)
Ein wesentlicher Bestandteil des Hanseaten-Toast-Essens ist das komplette Verbrennen des Gaumens und der Zunge. Die Tomaten unter dem Käse sind nämlich dermaßen heiß, dass man sich zwangsläufig verbrennt - ohne ist es kein richtiges Toast-Essen ;o)
Etwas abkühlen lassen und dann vorsichtig essen, die Tomaten unter dem Käse sind unglaublich heiß!
~ Darf's noch ein bisschen mehr sein? ~








































