Hanseaten-Toast

Heut machen wir im Kuriositätenladen mal einen kleinen Ausflug in meine Kindheit, heut gibt es ein leckeres Hanseaten-Toast :o)

Der Käse ist nicht schwarz, das ist eine optische Täuschung ;o)

Während im übrigen Deutschland in den 70er Jahren das weitaus bekanntere Hawaii-Toast serviert wurde, gab es bei uns immer Hanseaten-Toast (den Namen hab ich mir jetzt nachträglich ausgedacht, schließlich muss ich ja irgendwie mit den blumigen Rezeptnamen von Clemens Wilmenrodt mithalten ;o) )

Ich hab in meinem Leben einmal ein Hawaii-Toast gegessen und es wird garantiert kein zweites Mal geben - nicht nur die warme Ananas, sondern auch die Kombination mit dem Schinken ... schon der Gedanke daran lässt mich gruseln. Noch grausliger als das Ananas-Original, ist aber die Variante mit Dosen-Pfirsich, schlimmer geht's nicht mehr - finde ich zumindest ;o) Wenn dann noch eine von diesen künstlich gefärbten Kirschen auf dem Käse thront, gibt es nur noch eins, die Flucht!
Meine erste und einzige Hawaii-Toast-Erfahrung hatte ich, als ich mit meinen Eltern und meinem großen Bruder essen war und er sich enthusiastisch ein Hawaii-Toast bestellte. Ich hätte stutzig werden sollen, denn mein Bruder hatte schon immer einen komischen Geschmack, aber wie kleine Schwestern so sind, wollen sie natürlich alles haben, was der große Bruder auch hat, also musste es ein Hawaii-Toast sein.
Doofe Idee, ganz doofe Idee! Soweit ich mich erinnere (ist ja schon lange her, denn mittlerweile bin ich alt und weiß es besser), hab ich das Toast zwar aufgegessen, aber ein Vergnügen war es weiß Gott nicht.  

Seit dieser unangenehmen Erfahrung bin ich wieder zu dem guten, altbewährten Hanseaten-Toast zurückgekehrt - das gibt es bei uns meistens, wenn ich so ganz und gar keine Lust zum Kochen habe, aber trotzdem irgendwas Warmes essen möchte (also eher selten). Ganz wichtig ist der Chester-Scheibli, nur er verleiht dem Hanseaten-Toast den richtigen Geschmack ;o)

Ein wesentlicher Bestandteil des Hanseaten-Toast-Essens ist das komplette Verbrennen des Gaumens und der Zunge. Die Tomaten unter dem Käse sind nämlich dermaßen heiß, dass man sich zwangsläufig verbrennt - ohne ist es kein richtiges Toast-Essen ;o)

Zutaten 
Toastbrot 
Fleischwurst
Tomaten 
Chester-Scheibli 
Senf 
Pfeffer

Zubereitung 
Den Grill des Backofens aufheizen.
Toastbrot nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und kurz von beiden Seiten unter dem Grill angrillen. 
Fleischwurst und Tomaten in Scheiben schneiden. Toastbrot mit Fleischwurst belegen und mit Senf bestreichen. Tomatenscheiben darüberlegen und pfeffern. Mit Chesterscheiben belegen und im Backofen unter dem Grill überbacken, bis der Chester Blasen schlägt. 

Etwas abkühlen lassen und dann vorsichtig essen, die Tomaten unter dem Käse sind unglaublich heiß!


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3. Hamburg kocht!-Treffen am 29.05.2010

Wir haben es ja schon angedroht: Beim zweiten Treffen entstand gleich die Idee zum dritten Treffen – inklusive Menü, das wir aber noch überarbeiten und ergänzen. Diesmal lautet das Motto „Viva Italia!“.
Es wird einen kleinen Pastakurs (den mach dann wohl ich ;o) ) geben und im Anschluss lassen wir es uns bei Antipasti, Ossobucco, Melonensorbet, Dessertvariationen und einer leckeren Käseauswahl so richtig gut gehen. 

Für weitere Details schaut bitte bei Hamburg kocht! vorbei, Kaoskoch hat dort alles sehr detailliert aufgeführt. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr mit dabei seid und wir zusammen einen gemütlichen und unterhaltsamen Tag verbringen können!


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Chinesische Gewürztee-Eier

Diese Eier sind mir in meinen Kochbüchern und im Internet schon häufiger über den Weg gelaufen und jedes Mal war ich begeistert von der Optik. Diese ungleichmäßige braune Marmorierung macht jedes Ei zu einem kleinen Kunstwerk, einem Kunstwerk, dass man auch noch essen kann - besser geht's doch nicht, oder? :o)

Damit diese Eier geschmacklich auch etwas von der Marinade annehmen, muss der Tee wirklich stark sein und die Eier lange genug ziehen. 3 Stunden sind, wie ich finde das Minimum, man kann sie auch gut über Nacht in der Marinade liegen lassen - trotzdem bleiben es hartgekochte Eier, erwartet also keine riesige Geschmacksbombe ;o)

 
Zutaten 
6 Eier
4 EL helle Sojasauce
4 EL dunkle Sojausauce 
3 TL starker schwarzer Tee
3 Scheiben Ingwer
1 Sternanis 
2 Nelken
Wasser

Zubereitung 
Eier 10 Minuten hart kochen. Gründlich abschrecken und mit dem TL mehrfach die Schale anknacken. Darauf achten, dass sich die Schale nicht vollständig löst. 
Alle Zutaten für die Marinade in einen kleinen Topf geben, die Eier hineinlegen und mit Wasser auffüllen, so dass die Eier fast bedeckt sind. 
Auf kleinster Stufe ca. 3 Stunden ziehen lassen.

Besonders gut schmecken die Eier mit einem leckeren Dip, beispielsweise einer asiatisch gewürzten Mayonnaise oder einem Sojasaucen-Ingwer-Dip. Sie sind ein idealer Snack für zwischendurch und lassen sich prima auf ein Picknick oder als Mahlzeit auf der Arbeit mitnehmen.



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Potetkaker - norwegische Kartoffelfladen

Es folgt eine offizielle Beschwerde beim Sender arte, bzw. den Verantwortlichen für die Programmgestaltung:

Ich bin wahrscheinlich einer der größten Fans der Sendung "zu Tisch in...", für mich war das Schauen dieser Sendung am Sonntagnachmittag ein festes Ritual, ich hab sie nur in absoluten Ausnahmefällen verpasst. Seit einiger Zeit hat "zu Tisch in..." nun aber einen neuen Sendeplatz, Samstags um 17.45 h ...

Das ist einfach nicht meine Zeit! Seit die Sendung auf diesem unmöglichen Sendeplatz läuft, hab ich noch keine einzige sehen können - so geht das nicht! Was war denn so schlecht an dem sonntäglichen Sendeplatz? Der war doch klasse :o(
Wenn ich hier jetzt keine Rezepte mehr aus dieser Sendung vorstellen kann, ist das ganz allein Eure Schuld, so!

Das wahrscheinlich letzte "zu Tisch in-Rezept", dass ich Euch heute hier präsentiere, stammt natürlich noch aus der guten alten Zeit, als  "zu Tisch in ..." noch sonntags lief ... Ja, damals war alles besser ;o)

Wenn man sich das Rezept mal anschaut, wird man feststellen, dass es sich bei der Grundmasse im Prinzip um einen Gnocchi-Teig handelt, der nicht gekocht, sondern in der Pfanne zu Fladen gebacken wird.
(Achtung, Monster-Satz!) Ich hatte mir zwar schon gedacht, dass wir diese Fladen gern mögen würden, dass ich aber derart begeistert sein würde, wie ich es schlussendlich war, hatte ich nicht erwartet. Durch das Backen der Fladen bekommen sie einen tollen, intensiven Kartoffelgeschmack, schmecken ganz ähnlich wie Kartoffeln aus dem Lagerfeuer. Sie sind leicht süßlich und sehr aromatisch. 
Wir haben die Fladen mit Salat, geräuchertem Heilbutt und dem bereits vor einer Weile gebloggten Räucherforellen-Aufstrich, diesmal mit Makrele anstelle von Forelle gegessen - wirklich eine absolute Delikatesse, die ich sehr bald wieder machen werde. 
Die Fladen lassen sich auf Vorrat herstellen und eignen sich daher auch prima für ein Picknick oder als "Pausenbrot".
  
Zutaten
1 kg mehlig kochende Kartoffeln
ca. 100 g Mehl
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung
Die Kartoffeln in Salzwasser gar kochen, abgießen und auf der ausgeschalteten Herdplatte sehr gründlich ausdampfen lassen. Je besser man die Kartoffeln ausdampfen lässt, desto weniger Mehl muss man später hinzufügen.
Noch warm pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und soviel Mehl unter die warmen Kartoffeln mischen, dass ein Teig entsteht, der gerade nicht mehr klebt. 
Mit den Händen aus dem Teig eine Rolle formen und Scheiben abschneiden. Die Scheiben mit einem Nudelholz auf der gut bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in einer ungefetten Crêpes- oder anderen gusseisernen Pfanne von beiden Seiten jeweils 3-4 Minuten backen. 

Die Fladen werden traditionell kalt mit gesalzener Butter und Zucker oder Marmelade, oder warm mit gebeiztem Lachs, Schinken oder anderen pikanten Beilagen gegessen.

Der Teig sollte recht zügig verarbeitet werden, da er schnell Feuchtigkeit zieht und sich dann nur noch schwer verarbeiten lässt. Im Zweifelsfall muss man noch etwas Mehl unterkneten, dann lässt er sich wieder leichter ausrollen und ausbacken.



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Kakao-Hefeschnecken

Ich geb's zu, in letzter Zeit ist es hier ein wenig schokolastig, aber diesmal kann ich nichts dafür, Anikó hat Schuld! Jawohl! 
Hätte sie nicht diese unglaublich leckeren Schnecken gebloggt, hätte ich nicht sofort in die Küche laufen und sie nachbacken müssen.

Glücklicherweise bin ich in solchen Dingen sehr leicht zu beeinflussen, sonst hätte ich wirklich etwas verpasst. Die Schnecken sind superfluffig, sehr saftig und richtig schön schokoladig.
Wie immer hab ich einige klitzekleine Kleinigkeiten am Rezept verändert (ich kann einfach nicht anders ;o) )

Zutaten

Hefeteig
500 g Mehl, Typ 405
250 ml lauwarme Milch
50 g Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
75 g zimmerwarme Butter
1 TL Salz
1 Ei
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
1 TL Vanilleextrakt

Füllung
8 EL Puderzucker
4 EL Kakaopulver

Guss
150 ml Milch
50 g zerlassene Butter

Zubereitung
Die Trockenhefe in der Milch verrühren und zusammen mit einem TL Zucker einige Minuten auflösen lassen.
Mehl, Zucker und Salz trocken miteinander verrrühren. Hefe/Milchmischung, Butter, Ei und Zitronenabrieb zufügen und alles mit dem Mixer oder der Küchenmaschine gründlich zu einem geschmeidigen, elastischen Teig verkneten.
Abgedeckt in einer Schüssel gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat, das kann je nach Zimmertemperatur bis zu 2 Stunden dauern, aber auch erheblich schneller gehen. Man kann den Teig auch am Vorabend zubereiten und bis zum nächsten Tag abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen.

Den aufgegangenen Teig abschlagen und nochmals durchkneten. Rund wirken und ca. 10 Minuten entspannen lassen. Den Hefeteig rechteckig ausrollen und großzügig mit der Zucker-Kakaomischung bestreuen. Von der Längsseite aufrollen und in ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden.
Die Schnecken in eine ca. 25x40 cm große Backform legen und nochmals abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen. In der Zwischenzeit die Butter in einem kleinen Topf zerlassen. 
Die Schnecken herausholen und mit der Milch begießen, sowie der flüssigen Butter bestreichen. Zurück in den Ofen schieben und weitere 15 Minuten fertig backen.

Barbara und Noémi haben es auch nicht lang ohne Schnecken ausgehalten und sie mittlerweile ebenfalls nachgebacken. Kakaoschnecken für alle! ;o)



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Schokoladen-Milchreis

Meine ausgeprägte Zimt-Aversion hat sich ja sicher schon rumgesprochen. Im Prinzip hab ich sie von meiner Mutter geerbt, schon ihr kam kein Zimt ins Haus, geschweige denn in die Küche.
Eine meiner gruseligsten Vorstellungen ist Milchreis mit Zimt, wahrscheinlich würd ich eher einen großen Teller Erbsensuppe essen, als nen Löffel Milchreis mit Zucker und Zimt, und das will was heißen ;o)
Weil Milchreis selbst ja durchaus was Leckeres ist und Schoki sowieso immer geht, mach ich mir (und ab und zu auch meinem Mitesser) gerne einen Schokoladenmilchreis. Am Besten schmeckt er mir mit Valrhona-Kakaopulver, aber natürlich kann man auch jedes andere ungesüßte, echte Kakaopulver oder eine gute, hochprozentige Schokolade verwenden.
Besonders unkompliziert kocht sich der Milchreis, wenn man die Temperatur nach einmaligem Aufkochen auf ein Minimum reduziert oder die Platte sogar komplett ausstellt und den geschlossenen Topf darauf oder unter der Bettdecke stehen lässt. Es dauert dann zwar ein wenig länger, der Reis setzt aber garantiert nicht an und kocht sich quasi von alleine.

Zutaten
600 ml Milch
100 ml Sahne
150 g Risotto- oder Milchreis 
50 g Valrhona-Kakaopulver
60 g Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille oder das Mark einer Vanilleschote

gehackte Valrhona-Bohnen zum Bestreuen

Zubereitung
Die Milch und die Sahne in einen Topf geben und Kakaopulver, Zucker und gemahlene Vanille unterrühren. Den Reis dazugeben und zum Kochen bringen. Regelmäßig Rühren, damit die Milch und der Reis nicht ansetzt.
Sobald die Milch kocht, die Platte auf kleinste Stufe schalten und ziehen lassen, bis der Reis gar ist.


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Räucherlachspizza mit Dillschmand

Wenn es bei uns Pizza gibt, mach ich meistens mehrere unterschiedliche Versionen, was übrig bleibt, wird dann am nächsten Tag kalt zum Frühstück gegessen - ich mag kalte Pizza! ;o)
Beim letzten Mal gab es die unglaublich leckere Kartoffelpizza mit Pancetta und eben diese Räucherlachspizza, eine sehr leckere Kombination. Mipi hat vor einer Weile bereits eine solche Pizza vorgestellt - ich mach meine ganz ähnlich, mit dem Unterschied, dass ich die Schmandcreme, ähnlich wie beim Flammkuchen, mitbacke und nicht nach dem Backen aufstreiche.

Zutaten für 4 Pizzen

Für den Teig
500 g Hartweizenmehl
1/2 Paket Trockenhefe
10 g Salz
50 g Olivenöl
320 g Wasser

Belag
Räucherlachs
1 rote Zwiebel, in sehr feine Streifen geschnitten
1 Becher Schmand
Salz und Pfeffer
1 Bund Dill
evtl. 1 Frühlingszwiebel, in Scheiben geschnitten

Zubereitung
Die Trockenhefe in das Wasser einrühren und etwas stehen lassen, so dass die Hefe vollständig auflöst.
Das Mehl mit dem Salz vermischen und Olivenöl und Wasser-Hefemischung dazugeben. Alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann ebenfalls abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Eine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, den Teig abschlagen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in vier gleich große Portionen teilen, diese ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen.

In der Zwischenzeit das Backblech direkt auf den Boden des Backofens legen und den Backofen auf höchster Stufe (Ober und Unterhitze) gründlich vorheizen - das Backblech muss richtig heiß sein. Man erreicht dadurch ein Backergebnis, das gar nicht sooo weit von der in einem Steinofen gebackenen Pizza entfernt ist.

Den Schmand mit Salz und Pfeffer würzen, 1/2 Bund Dill fein hacken und unterrühren.

Die Teigportionen gründlich bemehlen und mit dem Matterello sehr dünn ausrollen, der Teig sollte nicht dicker als ca. 3 mm sein. Die ausgerollten Teigfladen jeweils auf ein Stück Backpapier legen und wie folgt belegen:

Etwas Schmandcreme auf dem Boden verstreichen und mit roten Zwiebeln bestreuen. Die Pizzen mitsamt des Backpapiers auf das Backblech legen und einige Minuten anbacken lassen. Durch die extrem hohe Hitze wird das Backpapier schnell dunkel, ich ziehe es also nach einigen Minuten unter den Pizzen heraus, quasi sobald die Pizza nicht mehr am Backpapier klebt. Die Pizza nun ohne Backpapier zu Ende backen. Aus dem Backofen nehmen und jede Pizza mit Räucherlachs belegen und grob gezupften Dill oder fein geschnittene Frühlingszwiebel darüber streuen - Fertig.



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Macaroni & Cheese

Jetzt gab es hier fast 2 Wochen nichts zu Essen, da wird es so langsam wieder Zeit. Um die verlorenen Kalorien aufzuholen, und weil der Winter ja erneut voll zugeschlagen hat, nutze ich die Gelegenheit, Euch mal wieder eine kleine  Kaloriensünde unterzujubeln ;o).
Dieses Nudelgericht hab ich bisher 2x gemacht. Beim ersten mal die klassische Variante, also quasi überbackene Nudeln mit Käsesauce - lecker, aber kein Knaller.
Beim zweiten Mal war ich schlauer und hab unter die Käsesauce noch angebratenen Speck und Zwiebeln gemischt - eine gute Entscheidung ;o)

Dies ist absolut kein Essen für die schlanke Linie und bei 25° im Schatten würd ich es auch nicht gerade servieren, wenn aber draußen der Winter wütet und man die fiesen Kalorien mal außer Acht lässt, ist es ein absolutes Wohlfühlessen.
Der Auflauf kann komplett vorbereitet werden und zu einem späteren Zeitpunkt in den Ofen geschoben werden. Ich hab die Portionen immer auf mehrere kleine Auflaufformen verteilt, so hatte mein Mitesser noch eine Portion für den nächsten Tag. 

Was Ihr da oben auf dem Käse seht, ist natürlich mal wieder Panko, ich kann den kleinen Flocken einfach nicht widerstehen ;o). Sie geben dem Gericht noch ein wenig Crunch

Zutaten
500 g kurze Maccheroni oder andere kurze Nudeln wie Penne oder Hörnli
200 g durchwachsener Speck
4 Zwiebeln
etwas Zucker zum Karamellisieren der Zwiebeln
60 g Butter
40 g Mehl
500 ml kalte Milch
2 TL grober Senf
1 Ei, verkleppert
450 g frisch geriebener Cheddar, Gruyère (oder ein anderer würziger Käse)
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
je 1 gute Prise Chili- und Paprikapulver

Zubereitung
Die Nudeln in reichlich gesalzenem Wasser kochen, bis sie nicht ganz al dente sind, also noch deutlich Biss haben. Abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
Den Speck in Streifen schneiden und bei mittlerer Hitze in einer Pfanne auslassen, herausnehmen und beiseite stellen. In dem ausgelassenen Speckfett die Zwiebeln goldbraun braten, mit etwas Zucker bestreuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Beiseite stellen.
In einem großen Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl dazugeben und für 5 Minuten unter regelmäßigem Rühren köcheln lassen - dabei aufpassen, dass die Mischung nicht braun wird.
Die kalte Milch unter ständigem Rühren langsam einrühren. Den Senf dazugeben und alles ca. 5 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen, bis die Milch eingedickt ist. Vom Herd nehmen.
Das Ei in eine kleine Schüssel geben und mit einer Gabel oder einem kleinen Schneebesen verkleppern. Vorsichtig etwas von der Mehlschwitze dazugeben und gründlich verrühren.
Die Eimischung behutsam unter die Mehlschwitze rühren. Den Käse nach und nach unterrühren und die Käsesauce mit Salz, Pfeffer und den restlichen Gewürzen abschmecken.
Die gründlich abgetropften Nudeln mit der Speck-Zwiebel-Mischung vermischen und alles zu der Käsesauce geben und miteinander vermischen. In eine oder mehrere Auflaufformen geben und mit Panko bestreuen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 20 Minuten backen, bis die Oberfläche schön gebräunt ist.


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