Blogroll

Sandkuchen

Ihr wisst ja, die einfachen Dinge sind oftmals die besten - das gilt natürlich auch, bzw. besonders für Kuchen. Buttercreme- oder Sahnetorten schmecken ab und zu ganz gut, schlichte Napf-, Hefe- oder Blechkuchen ziehe ich einer opulenten Torte aber immer vor (es sei denn, es findet sich irgendwo eine Zitronenrolle, aber das wisst Ihr ja mittlerweile).
Besonders Napfkuchen finde ich nicht nur lecker, sondern auch praktisch, weil sie sich in den meisten Fällen einige Tage frisch halten und sich außerdem noch wunderbar transportieren lassen, das gestaltet sich mit einer mehrstöckigen Torte natürlich etwas schwieriger.

Der wahrscheinlich einfachste Kuchen von allen ist der Sandkuchen, so ganz ohne Schokolade, Creme und Früchte. Noch nicht einmal Vanille kommt rein. Mir schmeckt aber gerade dieser Kuchen besonders gut und deshalb ist es hohe Zeit, dass ich dieses Rezept in mein Archiv bekomme.

Sandkuchen

Damit der Kuchen eine besondere Frische bekommt, habe ich den Kuchen mit etwas Zitronensaft und Zitronenextrakt aromatisiert. Der Extrakt wirkt außerdem noch als Triebmittel und macht, genauso wie Vanilleextrakt oder der Schluck Rum, den Omma schon gerne verwendet hat, den Kuchen besonders fluffig. 
Da Vanilleschoten immer teurer werden und eine Besserung auch nicht in Sicht ist, gehe ich dazu über, Vanillemark oder -extrakt durch Zitronenextrakt oder auch einen Schluck Whisky, bzw. den erwähnten Rum zu ersetzen. Vanille verwende ich nur noch in Nachspeisen, in denen man es auch wirklich stark herausschmeckt - ansonsten habe ich meinen Vanillekonsum drastisch reduziert. Ich hab zwar einen kleinen Vorrat Schoten vakuumiert eingefroren und auch immer noch eine Flasche Vanilleextrakt auf Lager, beides wird aber sehr zurückhaltend dosiert. Es muss ja auch nicht alles immer nach Vanille schmecken, Zitrone ist mindestens genauso lecker.

Sandkuchen

Zutaten
250 g weiche Butter
200 g Rohrohrzucker
5 Eier, zimmertemperiert
2 EL Zitronenextrakt, hausgemacht
20 ml frisch gepresster Zitronensaft
¼ TL Salz
150 g Mehl, Type 405
150 g Kartoffelstärke
50 ml Milch

Außerdem
weiche Butter und Mehl zum Ausbuttern der Form
Puderzucker

Zubereitung
Die Butter mit dem Zucker in der Küchenmaschine mehrere Minuten schaumig schlagen, bis sie ganz hell wird. Die Eier nacheinander zu der Butter geben und jeweils unterrühren, erst dann das nächste Ei zufügen. Zitronenextrakt und Saft vermischen und ebenfalls unterrühren. Mehl, Kartoffelstärke, Backpulver und Salz trocken miteinander verrühren, dann unterheben bis ein glatter Teig entstanden ist. Abschließend die Milch unterrühren.
Den Teig in eine ausgebutterte und mehlierte Kastenform geben und bei 180°C (Ober- und Unterhitze) für 50-60 Minuten backen (Stäbchenprobe nicht vergessen!)
Für 5 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestreuen und servieren. 
*Abgewandelt nach einem Rezept aus Backen für Faule*, *Affiliatelink

Kommentare

  1. Bestimmt lecker mit dem Rohrzucker. Spendierst du ihm noch einen Zeilenumbruch? Und was ist ein Kuchenritter (ich weiß schon, wollte nur 'mal ein bißchen klugscheißen)? Ansonsten, weiter so. Toller, kreativer Blog mit schönen Ideen. T.N.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Niemand mag Klugscheißer ;o)
      Trotzdem danke für den Hinweis!

      Löschen
  2. Wie konnte ich nur den Zitronenextrakt vergessen??? Mir geht es wie dir mit den nicht-tortigen Kuchen, finde oft viel leckerer. An die Zitronenrolle hab ich mich noch nicht getraut. Da habe ich doch Angst vor dem Rollen des Biskuits ... der zerbröselt mir bestimmt.

    AntwortenLöschen

Seid bitte so nett und kommentiert nicht komplett anonym, sondern unterschreibt mit einem Namen, den ich zur Ansprache nutzen kann - vielen Dank!