Himbeer-Schoko-Torrone

Herzlich willkommen zum ersten Rezept der KitchenAid-Themenwoche unter dem Motto "Pretty in Pink", heute: rosa Torrone!
Als ich mir überlegt habe, was ich Euch als erstes mit meiner nigelnagelneuen KitchenAid zeigen möchte, war ganz schnell klar, dass ich Eischnee oder Sahne in groooooßen Mengen schlagen wollte, das macht mir nämlich riesig viel Spaß, weil beides so großartig wird - viel besser als mit dem Mixer. 
Rosa war kein Muss, ich find's aber sehr passend, schließlich ist Kleinröschen rosa, da kann ich die ab sofort beginnende KitchenAid-Ära auch mit einem farblich passenden Rezept einläuten.
Keine Sorge, das Brot, dass ich Euch am Donnerstag vorstellen möchte, wird nicht rosa - auch ich hab irgendwo ne Grenze ;o)

Himbeer-Schoko-Torrone
Seit ich das erste Torrone-Rezept gebloggt habe, wollte ich unbedingt weitere Varianten ausprobieren. Klassisches Torrone ist ja schön und gut, es gibt aber noch so unendlich viele Möglichkeiten mehr daraus zu machen. Dies wird daher sicher nicht die letzte Torrone-Variante bleiben, ich hab da noch ein paar Ideen in petto. 

Himbeer-Schoko-Torrone


Der Geschmack und die Farbe dieses Himbeer-Torrone kommt nicht von frischen Himbeeren oder gar künstlichen Aroma- und Farbstoffen (Ihr wisst ja, was ich davon halte), sondern ich habe hier gefriergetrocknetes Fruchtpulver* verwendet. Diese Pulver gibt es in vielen verschiedenen Geschmacksvarianten, ich habe es unter anderem bereits im Mokka-Cassis-Konfekt und auch in der Cassis-Torte verwendet. 
Die Pulver verleihen den Cremes, Pralinenfüllungen, etc. nicht nur einen ganz wunderbaren Geschmack, sondern je nach Sorte auch eine tolle Farbe und sie haben den Vorteil, dass sie, im Gegensatz zu frischem Fruchtpüree, die Konsistenz der Creme, etc. nicht, bzw. kaum beeinflussen. Man muss also nicht umständlich die Rezepturen umrechnen, sondern kann schlichte Crèmes dadurch wunderbar aufpeppen - und das ohne Farb- und Aromastoffe. 

Karamellmasse

Im Gegensatz zum ersten Torrone-Rezept, hab ich die Grundmasse diesmal nicht über dem Wasserbad aufgeschlagen, bis sie deutlich eingedickt war, sondern einfach Kleinröschen arbeiten lassen - klappte genauso gut.
Es ist also augenscheinlich nicht die Temperatur, die für die Festigkeit verantwortlich ist, sondern das Rühren selbst und das kann ruhig die Küchenmaschine erledigen. In der Zeit könnt Ihr Euch dann schon einmal dem Abwasch widmen und klar Schiff machen. 

Eischnee mit Zucker aufgeschlagen

Zutaten
200 g weißer Zucker
250 g Rapshonig
2 Eiweiß (ca. 90 g)
1 großzügige Prise Salz
25 g Himbeerpulver, gefriergetocknet
100 g Pistazien, ganz
100 g Schokolade, 70%, grob gehackt
1 Handvoll gefriergetrocknete Johannisbeeren 

Zubereitung
Eine Form leicht ölen (dann hält die Folie besser) und mit Frischhaltefolie auslegen.
Den Zucker, Honig und Invertzuckersirup in einer Stielkasserole schmelzen und bei mittlerer Hitze bei gelegentlichem Rühren auf 150°C erhitzen, der Zucker soll sich während dieser Zeit komplett auflösen. 

Gegen Ende der Kochzeit das Eiweiß mit einer Prise Salz in der Küchenmaschine sehr steif aufschlagen und die Karamellmasse in einem dünnen Strahl unter stetigem Rühren einlaufen lassen. Den Schneebesen durch den Knethaken austauschen und rühren, bis die Masse richtig fest wird. Insgesamt kann dieser Vorgang bis zu 30 Minuten dauern, aber auch schon deutlich früher fertig sein. Das hängt davon ab, wie viel Feuchtigkeit der Karamell enthalten hat. Das Himbeerpulver dazugeben und gleichmäßig einkneten.
Zum Schluss die Pistazien und die gehackte Schokolade dazugeben und unterkneten. Die gefriergetrockneten Johannis- oder Himbeeren nur kurz unterheben.

Die Torronemasse in die vorbereitete Form drücken, glatt streichen und über Nacht (im Kühlschrank fest werden lassen. 
Am nächsten Tag den Torrone aus dem Papier wickeln und mit einem Wellenschliffmesser (ein Brotmesser funktioniert sehr gut), je nach Vorliebe in Scheiben oder Würfel schneiden.
*Affiliatelink

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Steph!
Das hört sich furchtbar lecker an und ich spiele dein Rezept schon in Gedanken durch. Ich verstehe den letzten Teil nicht ganz, steh da auf dem Schlauch..
Das Eiweiß in einer Metallschüssel aufschlagen, dann aber in die der Küchenmaschine umfüllen? Und den 2. Topf für das Wasserbad brauche ich für was? Ich lasse doch die KM rühren bis es fest wird, oder? Ich brauche doch kein Wasserbad, oder? Bin ich verwirrt???
Vielleicht kannst du mir helfen...
Liebe Grüße, Annika

Jens hat gesagt…

Torrone habe ich bisher noch nicht gehört. Mal wieder was gelernt bei Dir :-)
Klingt aber nach einer schön süßen Leckerei oder irre ich mich da?
Erinnert es hinsichtlich der Konsistenz ein bisschen an türkischen Honig oder ist eine Torrone noch festern?

Gruß,
Jens

Arctopholos hat gesagt…

Huhu Steph,

erst mal danke für das Rezept!!!

Wird das Eiweiß zweimal geschlagen, also erst "in einer großen Metallschüssel mit einer Prise Salz steif schlagen" und dann "Das Eiweiß in der Küchenmaschine aufschlagen und ..."???

GLG
Helga

Nadine Edel hat gesagt…

Och, ein rosa Brot wäre doch mal was Neues ;-)
Danke für das tolle Rezept - ich hoffe, dass ich es auch irgendwann mal ausprobieren werde. Hört sich gut an.
Liebe Grüße
Nadine

Restaurant am Ende des Universums hat gesagt…

Genau darauf habe ich gewartet, vielen Dank. Wird so bald es geht, nachgemacht!

Liebe Grüße
Armagan

Sabine hat gesagt…

Liebe Steph,
nachdem ich damals dein erstes Torrone-Rezept mit großem Erfolg ausprobiert habe, muss ich diese Geschmacksrichtung auch sofort mal testen. Sieht so schön und lecker aus!
Ich überlege aber, ob es nicht doch Sinn macht, die Masse zwischen Oblaten zu füllen wenn man es nicht ziemlich schnell verspeist. Nach einer Weile klebten die Stücke nämlich total zusammen, auch an jedem Teller und an der Verpackung. Kühlschrank nützte nichts und beim längeren trocknen an der Luft wurde es dann knochenhart. Wie hebst du es auf? Gar nicht...?:-)
LG Sabine

Anonym hat gesagt…

Hallo Steph,
ich hatte über 10 Jahre eine Kitchenaid - bis sie plötzlich ihren Geist aufgab …
Seitdem leide ich unter Entzugserscheinungen, muss aber noch sparen bis wieder eine neue kommen kann. In ROSA natürlich!!1
Liebe Grüße, Rosi EU

Arctopholos hat gesagt…

Hallo Steph,

ist mein Kommentar in den Weiten des www verlorengegagngen? Oder bin ich im Spam gelandet? :O

GLG
Helga

Hollie hat gesagt…

Das Rezept liest sich absolut köstlich! Und da ich endlich auch einen rührenden "Küchenknecht" habe, will ich mich der Herausforderung des "Nachkochens" gerne stellen. Zuckerkochen für Marshmallows klappt schon ganz hervorragend, dies wäre dann das nächste Level. Was ich allerdings nicht erfasst habe ist, wofür das Wasserbad gebraucht wird. Habe ich etwas überlesen? Vielen Dank für das Rezept und die Anregung und noch viel Spaß mit der Küchenhilfe in Rosé wünscht
Hollie

Steph hat gesagt…

Das kommt davon, wenn man ein bestehendes Rezept nur mal eben kurz abwandelt...

Ich danke Euch, dass Ihr so gut aufpasst! Der Zubereitungstext ist jetzt überarbeitet, nun sollte es klappen :o)

Kiki hat gesagt…

oh, so eine feine rosa Nascherei :) da juckt es mir doch gleich in den Fingern und der süße Zahn macht auf sich aufmerksam... auch wenn bei mir die Arbeit ein Handrührgerät erledigen müsste, aber iiiirgendwann kommt auch bei mir ein Röschen vorbei ;) Liebste Grüße, Kiki

Genoveva hat gesagt…

Liebe Steph,
ich hab' da mal eine kurze Frage zu Deinem Invertzuckersirup. Ich habe es letztens gemacht, um damit mein Eis cremiger zu bekommen. Das mit dem cremigen Eis hat auch geklappt (Danke!), allerdings habe ich glaube ich eher künstlichen Honig als Sirup produziert… Die Masse ist sehr, sehr zäh und ich muß sie am besten erwärmen, damit ich sie überhaupt dosieren kann…Woran kann das gelegen haben?
Danke schonmal vorab und weiter so mit Deinem tollen Blog!
Eva

Anonym hat gesagt…

Wer andern eine Bratwurst brät, hat ein Bratwurstbratgerät.

Johanna von My tasty little beauties hat gesagt…

Liebe Steph,
das ist jetzt das zweite Torrone, das ich bei dir anschmachte!
Ich muss mich also doch mal rantrauen!
Viele liebe Grüße
Johanna

Bine hat gesagt…

Hallo Steph,

ich habe gestern dein Torrone-Rezept ausprobiert.

Geschmacklich ist es genial, aber es klebt (trotz Nacht im Kühlschrank) ganz fürchterlich.

Ist das normal oder habe ich etwas falsch gemacht. Wenn ja, was?
Hast du einen Tipp für mich?

Liebe Grüße
Bine

kado hat gesagt…

Liebe Kuriosität!

Zu Hilf bitte!

Eigentlich ging das nachkochen sehr leicht.

Aber 1.: bei 150 grad war der Karamell schon sehr dunkel, kann das sein?
Ich hätte ihn vermutlich bei 130 schon vom Ofen genommen. Oder funktioniert das Thermometer nicht gut genug?

2. habe Ihre Original Himbeerpülverchen etc verwendet: die Torrone ist nun zwar geschmacklich sehr lecker, aber farblich eher schonobraun.

Was könnte hier falsch gelaufen sein?

Hätte das Pulver angefeuchtet gehört?
Habe ich etwas übersehen?

Nun kommt sie zum kühlen, mal gucken.

Über Ihre Tipps wäre ich sehr froh!

Herzlich

KaDo

 

Nachbarschaft

Auswärts

Nach oben