Eggnog Eiscreme

Wer so ein richtiger Eis-Junkie ist wie wir, der schmeißt die Eismaschine auch gerne in der kalten Jahreszeit an - es gibt schließlich genug Rezepte, die besonders gut in den Winter passen. 
Knetwaffeln
Diese Eiscreme, die mal wieder aus The Perfect Scoop von David Lebovitz stammt, haben wir uns am Neujahrstag gegönnt, zusammen mit einer traditionellen norddeutschen Spezialität, den Rheiderländer Neujahrswaffeln (Rezept kommt demnächst natürlich auch noch) und dem dazu passenden Rheiderländer Hoppelpoppel Eppendorfer Art, den kennt Ihr ja schon. 
Damit es nicht zu süß wird, noch ne leckere Rote Grütze dazu und fertig ist das perfekte Dessert - cremig, knusprig, süß und säuerlich - genauso mag ich das, dann muss ich mir auch nicht direkt im Anschluss das obligatorische Käsebrot schmieren ;o)
Die großzügige Portion Muskatnuss verleiht dem Eis die typische Eggnog-Note, überhaupt ist Muskatnuss in Süßspeisen für mich eine DER Entdeckungen der letzten Jahre. In Deutschland wird die kleine Nuss ja eher zurückhaltend verwendet und bleibt, mal abgesehen von Kartoffelgerichten gerne im Gewürzregal stehen. Die Briten und Amerikaner sind da sehr viel experimentierfreudiger und so haben es einige Desserts und Süßspeisen mit Muskatnuss in meine persönliche Favoritenliste geschafft, die Hot Chocolate Deluxe und meine heißgeliebten Donutmuffins sind nur die Spitze des Eisberges
Verwendet Muskatnuss unbedingt nur im Ganzen, mahlt sie also immer frisch und kauft bloß kein Muskatnusspulver. Mal abgesehen davon, dass das Pulver ruckzuck sein Aroma verliert und nach nix mehr schmeckt, werden dafür oft Muskatnüsse minderer Qualität verwendet, die zu allem Überfluss auch Aflatoxine enthalten können und die will sicher Niemand in seinem Essen haben... 

Eggnog Eiscreme
Zutaten
250 ml Milch
60 g Puderzucker 
60 g Invertzuckersirup
eine großzügige Prise Salz
500 ml Sahne 
6 Eigelbe 
1 TL frisch gemahlene Muskatnuss
4 EL Cognac
2 TL Vanille-Extrakt

Zubereitung
Die Milch mit der Sahne und dem Invertzuckersirup zum Kochen bringen. Ca. 1 Minute köcheln lassen, dann von der Platte ziehen und beiseite stellen. 
Die Eigelbe mit der Prise Salz in einer Schüssel verquirlen und 5 Minuten stehen lassen, die Farbe der Eigelbe wird so intensiviert. Den Puderzucker zufügen und alles über dem Wasserbad weiß schaumig aufschlagen. 
Die Sahne-Milchmischung in einem dünnen Strahl unter stetigem Rühren in die Eimasse einrühren, dann den Cognac, Vanilleextrakt und die frisch geriebene Muskatnuss dazugeben und unterrühren. 
In ein verschließbares Gefäß umfüllen, abkühlen lassen und über Nacht im Kühlschrank runterkühlen.
Am nächsten Tag die Eismasse in die Eismaschine* geben und je nach Modell ca. 30 Minuten gefrieren lassen, dann in eine Edelstahlschüssel umfüllen und weitere 1-2 Stunden in den Gefrierschrank stellen. 
Quelle: David Lebovitz - The Perfect Scoop

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi,
zuviel Muskatnuß führt auf nen Trip.
Vorsicht.
Charlotte

Steph hat gesagt…

Das is schon klar, Charlotte - die hier verwendeten Mengen sind aber noch weit davon entfernt

Schlotti hat gesagt…

Hallo liebe Steph,

das schaut ja köstlichst aus!
Vermutlich wurdest du schon abertausende Male gefragt, aber: Mit welcher Kamera fotografierst du denn? Ich bin immer und immer wieder richtig "geflasht" von deiner wundertollen Food-Fotografie! Autodidakt? :)

Liebe Grüße,
Schlotti

Nadja hat gesagt…

Ach verdammt Steph, immer wenn ich ein Eisrezept von dir sehe, will ich auch eine Eismaschine. Ich liebe Eis. Ich verdrück es im Sommer kiloweise. Eis Eis Eis. U_U Aber jetzt will ich erst mal einen Food Processor (YAY!), und dann kümmer ich mich um all die anderem Kinkerlitzchen, die ich noch gern hätte.
Eierlikör ist natürlich immer super - viel Alkohol mag ich nicht, aber süß und Eier, und schon hat man mich!

Liebe Grüße

P.S.: Das Foto ist wieder atemberaubend...

Genoveva hat gesagt…

Liebe Steph,
probier' mal frisch geriebene Muskatnuss auf einer leckeren, reifen Papaya. Das habe ich in Jamaica kennengelernt und das ist, wie ich finde, echt der Knaller. Viel besser als die Variante mit frischem Limettensaft.

Liebe Grüße und vielen Dank für Deinen tollen Blog!

Eva

zumbackenverfuehrt hat gesagt…

letztes Jahr habe ich das erste mal Eggnog probiert... ich war hin und weg und nun auch noch als Eis ?
ein Grund die Eismaschine doch wieder auszupacken !

Christina hat gesagt…

Eis geht immer! Und das sieht so lecker aus und das Rezept sich ebenso gut. Ich muss doch wohl auch mal meinen Kühlakku von der Eismaschine einfrieren...
Liebe Grüße!

Steph hat gesagt…

@ Schlotti
Ich fotografiere mit einer Nikon D90, bin aber eine reine Autodidaktin. Zur Zeit findet gerade der Blog Event Food-O-Grafie bei zorra statt, ich werd in dem Rahmen auch meine Kamera und das komplette Equipment vorstellen. Vielleicht magst Du ja mal bei Zorra vorbeischauen, dort gibt es sicher viele interessante Informationen:

http://kochtopf.twoday.net/stories/food-o-grafie-ist-zurueck-1-kamera-ausruestung/

@ Nadja
So ein Foodprocessor is aber auch ne ganz feine Sache, vor allem vielseitiger einsetzbar.
Ich möchte meine Eismaschine aber auch nicht mehr missen - selbstgemachtes Eis is schon wirklich ganz großes Kino! :o)

@ Eva
Das klingt ja spannend! Wenn wir mal eine Papaya kaufen, werd ich das auf jeden Fall mal ausprobieren - vielen Dank für den Tipp :o)

@ zumbackenverfuehrt und Christina
Die Eismaschine sollte man nie wegstellen - immer schon in Reichweite lassen, so dass man bei einem akuten Eisjieper schnell für Abhilfe sorgen kann.

Britta hat gesagt…

Jetzt hab ich schon wieder ein neues Buch auf meiner Wunschliste ;-)
Hab ich zwar bei David schon mal gesehen, aber dann wieder vergessen.

Es wird ja irgendwann auch wieder Sommer... seufz.
Egg nogg mag ich so schon sehr gerne, als Eis ganz sicher auch.

 

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