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Darf ich Euch vorstellen? Senf Pauli!

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Regionalität und Saisonalität sind für mich die zwei wesentlichen Schlagworte, wenn ich mein persönliches Konsumverhalten beschreiben möchte. Ich lege zwar ebenfalls großen Wert auf biologisch produzierte Lebensmittel, noch wichtiger als das Biosiegel ist mir aber, dass die Produkte keine halbe Weltreise hinter sich gebracht haben, wenn ich sie ebenfalls aus der Nachbarschaft beziehen und damit zusätzlich lokale Produzenten unterstützen kann.
Natürlich bin auch ich nicht päpstlicher als der Papst und lasse mal Fünfe gerade sein, wenn mich der Jieper auf asiatische Küche oder einen Mangosalat überkommt. Produkte, die hier vor Ort angebaut werden, landen aber ausschließlich auf unseren Tellern, wenn sie hier auch Saison haben. Das wisst Ihr sicher, wenn Ihr meinen Blog schon länger verfolgt.

REWE Regional unterstützt Bauern aus der Region und bietet unter dieser Marke mittlerweile eine Vielfalt frischer Produkte an. Im Rahmen dieser Regionalitäts-kampagne vertieft REWE Regional dieses Engagement und bietet mir die Möglichkeit, Euch eine lokale Manufaktur vorzustellen, die ebenso viel Wert auf die Verwendung regionaler Produkte legt wie ich. Im Fokus dieser Kampagne steht der Apfel, der besonders in und um Hamburg in großem Stil angebaut wird. 
Wenn es um Äpfel geht, liegt das Portrait einer Senfmanufaktur sicher nicht für jeden auf der Hand, mir ist in diesem Zusammenhang aber sofort Senf Pauli eingefallen, denn es gibt in Hamburg kaum ein Unternehmen, das so konsequent regionale Produkte verarbeitet. Das bringt auch der Name zum Ausdruck, der nicht auf den wohl bekanntesten Hamburger Stadtteil bezogen ist, sondern für Produkte aus umweltbewusstem lokalem Idealismus steht.

Senf Pauli - Produkte aus umweltbewusstem lokalem Idealismus

Senf Pauli gibt es seit mittlerweile 9 Jahren. Ich selbst hab die Senfe 2012 auf dem Käsemarkt am Kiekeberg kennen- und lieben gelernt. Seitdem sind wir Stammkunden und eine meiner Lieblingssorten trägt den schönen Namen Nicht weit vom Stamm. Ihr liegt ganz richtig, dabei handelt es sich um einen herrlich fruchtigen Apfelsenf. Hier schließt sich also wieder der Kreis und wir sind zurück beim Ausgangsthema und dem Anlass dieses Porträts.

Ich durfte kürzlich einen Blick hinter die Kulissen der Manufaktur werfen und habe mich zu einem sehr interessanten Gespräch mit der Besitzerin Eva Osterholz getroffen.

Eva Osterholz
Der eigenen Senfmanufaktur ging für Eva bereits eine große Liebe zu regionalen und saisonalen Produkten voraus. Schon in der Kindheit hat sie einen starken Bezug zur Natur und Landwirtschaft mitbekommen und bereits auf dem Balkon ihrer Etagenwohnung Gemüse angebaut und in der Küche Frischkäse hergestellt. 
Senf ist mehr als der Farbklecks auf der Wurstpappe
"Ich liebe Senf", das ist die simple und doch sehr leidenschaftliche Antwort auf meine Frage, warum sie sich gerade der Senfproduktion verschrieben hat. Ich kann das gut nachvollziehen, denn guter Senf darf auch in meiner Küche nicht fehlen.
Sehr lachen muss ich, als Eva mir ihr liebstes "Rezept" mit Senf verrät, das auch bei mir zum Standardprogramm gehört. Ihr kennt es mittlerweile, weil ich es in meinen Beiträgen immer wieder erwähne: Käsebrot mit Senf. Wenn dann noch eine Gewürz- oder Honiggurke obendrauf liegt, lasse ich jedes Wurstbrot links liegen.

Senf Pauli ist nicht biozertifiziert, bezieht einen Großteil der Zutaten aber aus Überzeugung aus biologischem Anbau, die verwendeten konventionellen Produkte sind allesamt nicht behandelt. Soweit möglich, kommen die Zutaten aus der Region von Zulieferern, die Eva Osterholz gewissenhaft auswählt und mit denen sie in einem aktiven Austausch steht. 
Die Senfsaat bezieht sie beispielsweise größtenteils aus Niedersachsen, den Honig aus Mecklenburg-Vorpommern und der Apfelsaft für meinen Lieblingssenf kommt von einem Hof aus dem Hamburger Umland.

Ich habe sehr gestaunt, wie klein die Räume der Manufaktur im Reifekeller einer alten Käserei in Hamburg Eilbek sind. Das Team aus mittlerweile 5 Frauen muss teilweise ganz schön eng zusammenrücken, wenn die unterschiedlichen Senfsorten produziert werden. 13 Senfe, eine Senfcreme und 3 Saucen sind bereits im Sortiment, 5 weitere Sorten stehen aber kurz vor der Entwicklungsvollendung und werden wahrscheinlich demnächst auf den Markt kommen. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich darauf. 
Den Aufwand, der für die Entwicklung neuer Rezepturen notwendig ist, hätte ich so hoch gar nicht eingeschätzt, denn wenn ich selbst mir ein Rezept überlege, befinde ich es für gut, wenn der Senf schmeckt, sobald die Reifezeit abgeschlossen ist. Für Eva Osterholz geht es dann aber erst los, denn das Aroma des Naturproduktes Senf verändert sich natürlich im Laufe der Zeit und bleibt nicht konstant gleich - auch das ist der ausschließlichen Verwendung von naturbelassenen Zutaten und dem Verzicht auf Zusatz- und Aromastoffe geschuldet. Es spielt also ebenfalls eine wesentliche Rolle, wie sich der Senf nach 3, 6 oder 9 Monaten entwickelt hat. Während ich schon nach 2-4 Wochen festgestellt habe, ob mir der Senf schmeckt, den ich zusammengerührt habe, zieht sich die Rezeptentwicklung bei Senf Pauli über Monate und Jahre hinweg.

Es ist eine teilweise unendlich anstrengende Arbeit, diese Manufaktur zu führen, aber es gibt auch nichts, was mich glücklicher macht.
Wieviel Idealismus hinter Senf Pauli steckt, spüre ich, wenn Eva vom Austausch mit ihren Zulieferern, der Hochwertigkeit der verwendeten Produkte und dem Miteinander mit ihren Angestellten berichtet. Sie möchte nicht auf Teufel komm raus produzieren und wachsen, sondern ihren Grundsätzen treu bleiben und weiterhin mit ganz viel Herzblut und Leidenschaft den besten Senf Hamburgs (OT: Steph) produzieren. Ich wünsche ihr dabei viel Erfolg und werde auf jeden Fall auch weiterhin Stammkundin bleiben.

Diese Begegnung hat mir sehr viel Freude gemacht, so dass ich überlege, auch zukünftig kleine Manufakturen, Startups und Initiativen aus der Region vorzustellen - vorausgesetzt, Euch interessiert dieses Format. Ich danke REWE Regional für diese Möglichkeit und den Anstoß und Eva für den herzlichen Empfang und die Zeit, die sie sich für mich genommen hat. Natürlich findet Ihr Senf Pauli auch auf FB und Instagram und erfahrt auf der Homepage, wo Ihr die Produkte beziehen könnt. Wenn Ihr eine Schwäche für Senf habt, solltet Ihr die Sorten wirklich dringend probieren. 

Für REWE Regional und mich geht diese Regionalitätskampagne noch weiter, denn in genau einer Woche präsentiere ich Euch ein Rezept, das Apfel und Senf miteinander vereint. Habt Ihr schon eine Idee, was das sein könnte?

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit REWE Regional entstanden.

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