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Lángosburger mit gegrillter Paprika

Meine Damen und Herren,
aufgemerkt, denn heute beginnt ein neues Zeitalter, der Burger an sich hat eine neue Evolutionsstufe erreicht. Ich darf vorstellen: Der Lángosburger!
"Normale" Burger sind ja schon enorm lecker und Lángos natürlich sowieso, aber beides zusammen kombiniert in einem Burger, das übertrifft einfach alles bisher Dagewesene.
Stellt Euch das mal bildlich vor, eine knusprig, leicht kartoffelige Außenhülle, die alles, was sich im Inneren verbirgt, so richtig saftig (und außerdem noch kochend heiß) hält, aber überhaupt nicht durchsippscht, sondern fast bis zum letzten Bissen mitknuspert. Innen drin der saftige Burger, gegrillte Paprika, geschmorte Zwiebeln und quietschender Halloumi. Das ist doch eine ordentliche Hausnummer, oder?


Auf die Idee zu diesem Burger bin ich gekommen, als ich vor ein paar Monaten auf einer amerikanischen Seite den deep fried burger des New Yorker Restaurants Korzo entdeckt habe. Sofort war klar, dass ich den oder etwas Ähnliches unbedingt nachbauen muss.
Zuerst wollte ich nur die normalen Buns gegen kleine Lángosfladen austauschen, weil ich mir dachte, dass der Patty frittiert evtl. nachträglich zu sehr gegart würde (da bin ich sehr pingelich, denn ich mag meine Burger höchstens medium, lieber noch medium-rare), hab es dann aber doch riskiert und die Originalidee nur mit anderen Zutaten umgesetzt.
Gut, dass ich es gewagt habe, denn die Zubereitung dieses Burgers ist wirklich kinderleicht.

Prinzipiell könnt Ihr diesen Lángosburger natürlich ganz nach Eurem persönlichen Geschmack füllen, da schmeckt garantiert alles gut. Ich hab mich zum Auftakt mehr oder weniger an der Region orientiert, aus der Lángos stammt, d.h., es sind gegrillte Paprika und außerdem auch noch wunderbare Schmorzwiebeln drin. Beim Käse hab ich mich für Halloumi und nicht Feta entschieden, wie ich es erst vorhatte, weil der zu viel Wasser enthält. Eine Sauce oder Mayonnaise gab es bei mir nur separat dazu, sonst wäre die Lángoshülle evtl. von innen durchgeweicht und das soll natürlich auf keinen Fall passieren.

Ganz wichtig ist, dass das Fleischpatty bereits vorgebraten wird, und zwar tatsächlich bis zum gewünschten Gargrad. Durch das Frittieren werden die Zwiebeln, Paprika und auch der Käse zwar kochend heiß, bis zum Fleisch dringt die Hitze aber nicht durch, der Lángosmantel ist bereits vorher fertig. Ich habe die Patties vorgebraten und dann abgedeckt ein paar Minuten ruhen gelassen, so dass sich die Fleischsäfte sammeln und nicht mehr austreten. So bleibt der Burger auch im Inneren perfekt, das Fleisch auf den Punkt und nach wie vor saftig.

Dieser Lángosburger ist mein Beitrag zu All you need is: Burger! und wie immer bin ich natürlich auch diesen Monat nicht alleine. Insgesamt sind 8 ganz unter-schiedliche Burger dabei rausgekommen, sogar für Vegetarier/Veganer ist etwas Leckeres dabei!

Cakes,Cookies and more ~ Hamburger Italiana
Kartoffelwerkstatt ~ Kartoffel-Zucchini Burger

Ich mag diese Art der Blogevents sehr, denn die Rezeptvielfalt, die dabei jedesmal herauskommt ist wirklich großartig. Auch diesmal möchte ich mich am liebsten einmal quer durch die Burgerkarte futtern. Viel Spaß beim Stöbern und Nachkochen, bzw. braten!
Wie man Lángos "richtig" isst, so mit Dip und allem Drum und dran, werde ich Euch demnächst auch noch zeigen. Ich hab nämlich noch Teig übrig gehabt und am "Tag danach" direkt noch einmal traditionelles Lángos zubereitet.

Lángos
Zutaten für 4 Langosburger
100 g mehligkochende Kartoffeln
250 g Mehl, Type 550
½ Würfel Hefe
1 TL flüssiger Honig
100 g Wasser
7 g Salz

Zubereitung
Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen, dann abgießen und auf der ausgeschalteten Herdplatte gründlich ausdampfen lassen. Noch warm durch eine Kartoffel- oder Spätzlepresse* drücken und vollständig abkühlen lassen.
Das Mehl mit den durchgedrückten Kartoffeln in eine Schüssel geben, eine Mulde in die Mitte drücken und die Hefe hineinbröseln. Honig dazugeben und mit Wasser aufgießen. Für 15 Minuten ruhen lassen, bis die Hefe beginnt zu arbeiten. Das Salz dazugeben und zu einem glatten Hefeteig verkneten.
Abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Gegrillte Paprika
Zutaten
1 gelbe Paprika
1 rote Paprika

Zubereitung
Die Paprika waschen, halbieren und den Stiel, sowie das Kerngehäuse und die weißen Membranen entfernen. Die Außenhaut ein wenig mit Öl bestreichen, dann die Paprikaschoten mit der Schnittfläche nach unten auf ein Backblech legen. Im auf 250°C vorgeheizten Backofen direkt unter dem Grill grillen, bis die Haut schwarz geworden ist. Herausnehmen und die Paprikaschoten sofort in eine große Schüssel geben und abdecken. Für eine halbe Stunde schwitzen lassen, dann lässt sich die Haut einfach entfernen.
Die Haut von den geschwitzten und abgekühlten Paprikaschoten abziehen und die Paprikaschoten beiseite stellen.

Geschmorte Zwiebeln
Zutaten
1 Gemüsezwiebel
Olivenöl
100 ml Weißwein
1 TL Honig
1 EL Cidreessig*
½ TL getrockneter Thymian
¼ TL Lemon Myrtle*
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Die Zwiebel schälen, längs halbieren und quer in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebelstreifen darin mehrere Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen.
Mit Weißwein ablöschen, dann mit Honig, Salz und Pfeffer würzen und für ca. 20 Minuten schmoren lassen, bis der Wein komplett verkocht ist. Zum Schluss den Essig zufügen, durchschwenken und nochmals verkochen lassen. In ein Glas umfüllen und komplett abkühlen lassen.

Lángosburger
Zutaten für 4 Burger
600 g Rinderhackfleisch
1 Halloumi
gegrillte Paprika, s.o.
geschmorte Zwiebeln, s.o.

Zubereitung
Den Hefeteig vierteln, rund wirken und abgedeckt für 15 Minuten ruhen lassen. Das Hackfleisch ebenfalls vierteln und zu 4 Patties formen, ich verwende dafür eine Burgerpresse*.
In der Zwischenzeit eine Grillpfanne langsam auf volle Temperatur aufheizen, dann die Temperatur wieder um ⅟₃ reduzieren. Ganz leicht mit neutralem Öl ausstreichen und die Patties von jeder Seite je nach persönlicher Vorliebe ungefähr 3-4 Minuten braten. Dabei unbedingt nur einmal wenden. Beiseite stellen und abgedeckt einige Minuten ruhen lassen.
Einen Hefeteigling kreisrund dünn ausrollen, dann jeweils ein gelbes und ein rotes Paprikaviertel mit der Außenseite nach unten in die Mitte legen. Drei Scheiben Halloumi darauf verteilen und den Patty daraufsetzen. Mit zwei EL Schmorzwiebeln abschließen, dann den Hefeteig um den Burger wickeln und oben zusammendrücken und gründlich verschließen.
Frittierfett auf 200°C aufheizen und den Burger mit dem Schluss nach unten vorsichtig hineingleiten lassen. Von allen Seiten frittieren bis der Lángosteig knusprig braun ausgebacken ist.
Den Lángosburger herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann einmal längs aufschneiden und mit Krautsalat servieren.
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Kommentare

  1. OAH, wie geil! Pardon my French, Steph, aber... ich krieg's gerade gar nicht klar! Voll gut!
    Und die EInkaufsliste wird länger und länger...
    Herzliche Grüße!

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    1. Ich sach Dir, bei dem lohnt es sich! :o)

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  2. Hallo Steph,

    so einen will ich auch haben! Das sieht ja mal wieder lecker aus. Wird morgen Abend sofort nachgekocht.

    Liebe Grüße

    Steffi

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    1. Wow, Du gibst ja ordentlich Gas! Ich wünsche gutes Gelingen :)

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  3. Hallo Steph, der Langosburger ist eine sehr nette Idee! Jetzt bräuchte ich nur noch eine Fritteuse um den Küchengeruch zu bändigen, dann könnte ich loslegen. LG Sylvia

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    1. Ordentlich lüften, dann klappt das auch ohne Fritteuse ;o)

      Freut mich, dass Dir mein Lángosburger gefällt!

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  4. Liebe Steph,
    das hört sich wirklich köstlich am und landet unbedingt auf der "Nachmachen"-Liste. Gibt es für die Zubereitung der Zwiebeln eine Alternative zum Weißwein? Wir verwenden zum Kochen nämlich keinerlei Alkohol, es wäre aber sehr schade auf die leckeren Zwiebelchen zu verzichten.
    Liebe Grüße
    Stephanie

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    1. Moin Namensvetterin!
      Anstelle des Weins kannst Du auch einen Schluck herben Traubensaft verwenden, bevorzugt einen hellen. Ansonsten ginge auch Apfelsaft, ein größerer Schluck Essig oder Du gehst einen ganz anderen Weg und verwendest einen Schuss Brühe - das schmeckt selbstverständlich auch.

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Moin!
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