Shortbread

Die weihnachtliche Kekssaison hab ich ja leider komplett verpasst, also starte ich das neue Jahr gleich mal mit einem Keksrezept, einem Ganzjahreskeks, bzw. für uns DEM Ganzjahreskeks, denn Shortbread ist unser absolutes Lieblingsteegebäck, da sind sich mein Mann und ich ausnahmsweise mal einig ;o)
Im Prinzip ist Shortbread ein klassisches Mürbeteiggebäck, das aber durch einen Anteil Reismehl eine besonders feine Struktur bekommt. Man kann das Reismehl natürlich im Asiashop oder mittlerweile sicher auch in Bioläden oder Reformhäusern kaufen, seit ich aber die Getreidemühle* für meine Küchenmaschine* habe, mahle ich das Mehl lieber selbst, so kann ich immer nur die benötigte Menge mahlen und muss keine ganze Packung Reismehl im Regal lagern.

Shortbread
Damit das Mehl wirklich ganz fein wird, mahle ich den Reis nicht nur einmal, sondern 2-3 x durch, da er beim ersten Durchgang auch beim Mahlen auf feinster Stufe noch relativ schrotig bleibt. Spätestens nach dem dritten Durchgang ist das Reismehl aber wunderbar fein und bereit für den Einsatz.

Reismehl in the Making
Der Teig ruht, wie ein normaler Mürbeteig, mindestens eine Stunde, besser aber über Nacht im Kühlschrank und wird dann auf ca. 1 cm Dicke ausgerollt. Ich verwende dafür sog. Teigstäbe*, die es in verschiedenen Dicken zu kaufen gibt, man kann sich aber natürlich auch Leisten unterschiedlicher Stärke im Baumarkt kaufen und auf Länge schneiden lassen. Der Teig, bzw. die späteren Kekse werden so ganz wunderbar gleichmäßig, was für ein optimales Backergebnis natürlich auch ganz entscheidend ist.
Rollt den Teig auf keinen Fall zu dünn aus, Shortbread sollte schon eine Dicke von ungefähr einem cm haben.

ausgerollter Shortbreadteig
Klassisches Shortbread wird entweder als sog. Fingers gebacken oder auch gerne in Form von Kuchenstücken, wie ich es hier schon einmal gezeigt habe. In diesem Fall sticht man mit einer Gabel ein Muster in die Teiglinge, um später ein Aufgehen der Kekse zu verhindern. Ich hab diesmal meine noch reativ neue Motivrolle verwendet und dann später mit einem Sconesausstecher* kleine Kekse ausgestochen.
Diese Katzen-Motivrolle (und viele andere Designs), bekommt Ihr bei Dawanda. Die Qualität ist ganz ausgezeichnet und der Versand geht auch sehr fix.
Damit das Muster auch nach dem Backen noch gut sichtbar ist, müssen die Teiglinge vor dem Backen im Kühlschrank wieder richtig fest werden und wandern dann direkt in den vorgeheizten Backofen. Bei diesem Shortbread ist das Ergebnis noch nicht ganz so perfekt, aber ich suche noch nach dem idealen Keksrezept - da kommt sicher noch etwas ;o)
Shortbreadteiglinge
Zutaten 
200 g Butter 
100 g Rohrohrzucker, zu Puderzucker gemahlen (alternativ normaler Puderzucker)
1/4 TL Salz
200 g Mehl, Type 405
100 g Reismehl 

Zubereitung
Die Butter mit dem Zucker und dem Salz in der Küchenmaschine schaumig rühren. Das Mehl dazugeben und nur solange unterrühren, bis keine Mehlnester mehr sichtbar sind. Den Teig in Klarsichtfolie gewickelt, mindestens eine Stunde, besser über Nacht ruhen lassen. 
Rechtzeitig vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und einmal durchkneten, so dass er sich gut ausrollen lässt. 
Auf 1 cm Dicke ausrollen, Kekse ausstechen und auf einem Backblech in ausreichendem Abstand auslegen. Nochmals für ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank kalt stellen, dann im auf 160°C vorgeheizten Backofen für ca. 18 Minuten backen, bis die Kekse nur ganz leicht gebräunt sind. Auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen und fest verschlossen in einer Keksdose aufbewahren. 
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Shortbread

Kommentare:

Diana Vrdrm hat gesagt…

Aaah, diese Teigrolle ist ja mal hammer! :) hab mir gleich alle Teigrollen angeschaut, sind wirklich hübsch!
und von der KitchenAid muss ich gar nicht anfangen, ich beneide dich seeeehr :) Liebe Grüsse, Diana

BerlinBine hat gesagt…

Liebe Steph,
danke für den schönen Beitrag! Mit diesen Rollen liebäugel ich schon lange :) Ich bin schon gespannt auf das ideale Rezept dafür.
Liebe Grüße, Bine

sammelhamster hat gesagt…

Also erstens brauche ich jetzt eine Keksmotivrolle, das ist ja was unheimlich nettes.
Und zweitens interessiert es mich, ob das Reismehl irgendwie anders schmeckt oder das Shortbread einfach nur bröseliger macht.
Und drittens: ich LIIIIIIEBE Shortbreadkekse auch so sehr wie ihr ;-)

Tonkabohne Sabine hat gesagt…

Liebe Steph,
Jetzt hast Du mich ganz heiß mit der Motivrolle gemacht!
Sowas von schön...
Reismehl kenne ich nicht, sehr interessant bei dir davon zu lesen.
Deine Shortbread sind genial!!!
Herzliche Grüße,
Sabine

Griinsekatze Franzi hat gesagt…

Wunderbares Rezept, das werde ich wohl mal ausprobieren <3
Ich liiiiiebe Shortbread!
Die Teigrolle ist aber mal wirklich der Hammer. Schau mir gleich mal die anderen an. Deine Küchenmaschine gefällt mir auch. Eine KitchenAid wird definitiv auch bei mir einziehen. Mal sehen, wann es soweit ist.
Liebe Grüße
Franzi

Daniela Sonders hat gesagt…

Shortbread geht IMMER :) Und diese Rolle ist ja herzallerliebst! In Indien wird dem urtypisch-britischen Rezept neben dem Reismehl (ist ja auch indischer Herkunft) gern ein "wönziger Schlock" Rosenwasser zugefügt. Vielleicht ist das der fehlende Geschmack?

LG,
Dani

Anonym hat gesagt…

Hallo Steph,
das Rezept klingt toll! Mit Reismehl habe ich Shortbread noch nie probiert, nur mir Maisstärke. Muss ich mal versuchen!
Der Teigroller ist süß :-) !
Liebe Grüße, Eva (ichmussbacken.com)

Erica Sta hat gesagt…

Danke für dieses tolle Rezept, samt den Tipps für die Zubereitung.
Eine Frage stellt sich mir dennoch: Gibt es das Reismehl auch fertig zu kaufen bzw. wo bekommt frau dies!?

Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

 

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