Umami Paste

Umami-Paste, was ist denn das nu schon wieder? Im Prinzip sowas wie hausgemachtes Glutamat, Geschmacksverstärker homemade. Kann man fertig in der Tube kaufen, ist aber auch simpel und schnell selbst gemacht.
Die Zutatenliste liest sich zugegeben eher so, als hätte man einmal alle Reste in der Küche zusammengefegt und püriert, tatsächlich ergeben diese Zutaten aber eine Paste, die selbst zwar erstaunlich lasch schmeckt, herzhaften Gerichten aber nochmal einen regelrechten Kick gibt - ein Geschmacksbooster also.
Im Kühlschrank aufbewahrt ist diese Paste nur wenige Wochen haltbar, man kann sie aber auch in Eiswürfelformen einfrieren und dann nur portionsweise auftauen.

Verwenden könnt Ihr diese Paste wie gesagt in allen herzhaften Gerichten, egal ob Saucen, Aufläufen, Hackfleischgerichten, Ketchup, usw. usf. Gerade jetzt zur Grillsaison könnt Ihr damit Kräuterbutter pimpen, Salaten den nötigen Pepp verleihen, lasst Eurer Fantasie einfach freien Lauf.
Tastet Euch erstmal mit einer wirklich kleinen Menge ran, die Paste selbst schmeckt wie gesagt unspektakulär, sie entwickelt aber im Zusammenspiel mit den anderen Zutaten ihre "Superkraft" ;o)
Vegetarier können natürlich die Anchovisfilets weglassen, das nimmt der Paste nicht soooviel.

Umami-Paste
Zutaten 
250 g aromatische Tomaten (Vierländer Platte)
50 g getrocknete Tomaten
50 g schwarze Oliven 
1 EL Kapern 
50 g Walnusskerne
4 Anchovisfilets
25 g gemahlene Steinpilze
50 g frisch geriebener Nordländer (alternativ Parmesan)
1 EL Tomatenmark
1 TL Sojasauce 
1 TL frisch gepresster Zitronensaft
1/4 TL Zucker

neutrales Öl

Zubereitung 
Die Tomaten waschen, die Stielansätze entfernen, in grobe Stücke schneiden und in einem Topf bei mittlerer Hitze einige Minuten weich dünsten. Die ausgetretene Kochflüssigkeit abgießen. 
Alle Zutaten (bis auf das Öl) in einen Zerkleinerer geben und zu einer möglichst glatten Paste pürieren. Nur soviel Öl dazugeben, dass sie sich pürieren lässt, sie soll aber so fest wie möglich bleiben. 
Die Paste durch ein sehr feines Sieb streichen und in ein sauberes Glas füllen. Mit Öl bedecken. 
Die fertige Paste ist mit Öl bedeckt einige Wochen im Kühlschrank haltbar.
Abgewandelt nach einem Rezept von Brigitte.de 

Kommentare:

Heike hat gesagt…

Mir wurde mal eine Umami-Paste aus der Tube geschenkt, lauter tolle Zutaten drin, hübsche Verpackung und ich hab richtig gefreut.
Aber einmal in einem Gericht eingesetzt und was war das für ein fürchterlicher Geruch und Geschmack und ich war nur noch entäuscht.
Deine selbst hergestellte ist da ganz gewiss die bessere Wahl :)

Irene Thut-Bangerter hat gesagt…

toll! Ich habe ebenfalls eine geschenkt bekommen, jedoch noch nicht mal probiert. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen das deine Variante doch viel besser schmeckt...
Liebs Grüessli
Irene

nadelundgabel hat gesagt…

Hah, ich bin auch bereits auf den Geschmack dieses Tausendsassas gekommen:
http://nadelundgabel.wordpress.com/2013/01/10/boost-of-flavour-umami-paste/

Das mit dem Einfrieren ist eine super Idee! Meine Paste ist nämlich leider schneller geschimmelt als ich sie aufbrauchen konnte :(

Dietmar hat gesagt…

Wer keinen Platz mehr im Kühlschrank hat, kann auch eine auf trockene Zutaten reduzierte Variante herstellen: getrocknete Tomaten und Pilze, Parmesan, Nüsse und Kräuter pürieren. Ist auch gut und hält im Glas ohne Kühlung sehr lange.
Liebe Grüße, Dietmar

Bonjour Alsace hat gesagt…

Nachdem ich schon meine Kräuter-Gewürz-Paste mit Meersalz zubereitet habe, kommt diese Paste als Ergänzung perfekt dazu. Vielen Dank.

Zoe hat gesagt…

Was für eine gute Idee! Das werde ich ganz sicher mal ausprobieren, ich bin schon sehr gespannt! Danke für den Tip!
xo Zoe

Moonie McLachlan hat gesagt…

Als ich das Rezept gelesen habe war ich erst mal skeptitsch da ich kein Freund von Anchovis und Karpern bin. Trotzdem habe ich mich drangemacht an die Paste.Da mir die Mengenangaben so wenig vorkam habe ich gleich die doppelte Menge gemacht. Ich habe in meinem Hintergrund auch immer Leute die sagen "Oh...da will ich auch was von abhaben.."
Aber liebe Steph .. Du hast nicht dabeigeschrieben was für ein kraftakt es ist die Paste zu passieren. Morgen habe ich mit Sicherheit Muskelkater ...weia.

 

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