Dolmas/Dolmades für die Ewigkeit

Heute gibt es zur Abwechslung mal kein neues Rezept, sondern nur eine neue, bzw. erweiterte Zubereitungsmethode eines bereits gebloggten und stets bewährten Rezeptes, denn auch, wenn ich meine Dolmades immer mehr oder weniger Frei Schnauze zubereite, orientiert sich die Zubereitung doch weitestgehend an diesem Rezept

Dolmades sind ja nicht gerade als Fastfood bekannt, erst muss man den Reis zubereiten und während der vor sich hinköchelt und anschließend abkühlt, werden die Weinblätter verlesen, schadhafte aussortiert und die Stiele abgeschnitten. Wenn das alles erledigt ist, ist man zwar schon ne ganze Weile beschäftigt, eigentlich geht's dann aber erst so richtig los. Das große Rollen beginnt ... 
So lecker Dolmades auch sind, für den schnellen Snack zwischendurch sind sie sicher nix.

Da wir für unser Leben gern Dolmades essen, ich aber wirklich keine Lust hab, ständig für ein paar Röllchen diesen Aufwand zu betreiben und wir auch nicht immer gleich mehrere Tage hintereinander gefüllte Weinblätter essen wollen (für zwei Portionen lohnt es sich ja sonst gar nicht erst den Herd anzuschmeißen), hab ich mir jetzt überlegt, die Dolmades einfach einzuwecken - besser spät als nie ;o)

Durch den kleinen Vorrat (gestern hab ich erst wieder 12 Gläser eingeweckt), haben wir nun nicht nur eine leckere kleine Mahlzeit parat, wenn es mal wieder schnell gehen muss, Dolmades sind auch die ideale Büroverpflegung.

Zubereitung
Den Reis nach Rezept zubereiten und in der Zwischenzeit die Weinblätter wässern, verlesen und die Stielansätze abschneiden.
Schadhafte Blätter aussortieren, aber nicht wegschmeißen. 
Die Weckgläser gründlich reinigen, ich sterilisiere sie zusätzlich noch für 15 Minuten bei 150°C im Backofen und lasse sie dann ein wenig abkühlen, so dass ich sie problemlos befüllen kann. Jedes Weckglas mit einem der zuvor aussortierten Weinblätter auslegen, das verhindert, dass die Dolmades am Boden des Glases ansetzen. 

Die Dolmades nach Anleitung rollen und je nach Weckglas dicht an dicht liegend übereinander stapeln oder nebeneinander stellen. Einen großzügigen Schuss Olivenöl darübergeben und mit kochendem Wasser übergießen. Die Dolmades sollen nicht ganz bedeckt sein. Eine Scheibe der unbehandelten Biozitrone darauf legen und das Glas verschließen.
Den Backofen erneut auf 150°C vorheizen. 
Die Gläser in ausreichendem Abstand nebeneinander in die Fettpfanne des Backofens stellen und ca. 2 cm hoch mit kochendem Wasser auffüllen. Für 45 Minuten im Backofen einkochen lassen, herausnehmen und komplett abkühlen lassen. 

Die Dolmades sind, vorausgesetzt man hat sauber gearbeitet, mehrere Monate haltbar. 
Tipp
Zum einfachen Beschriften meiner Gläser verwende ich einen weißen Pump-Edding*, der lässt sich später einfach mit einer Edelstahl-Spirale* entfernen. Einen Überblick über mein Einkoch-Equipment bekommt Ihr hier.  

Kommentare:

Mademoiselle A. hat gesagt…

Das ist ja wirklich eine tolle Zubereitungsweise. Da kann man sich gleich einen schönen Vorrat anschaffen :)


Liebe Grüße, Ann-Katrin
von penneimtopf.blogspot.de

susanne hat gesagt…

DAS ist eine gute Idee! Ich liebe Dolmas auch. Ich hab' mal welche eingefroren - nix, was man wiederholen muss; alles verwandelt sich in eine recht trockene Angelegenheit. Aber jetzt weiß ich ja, was ich beim nächsten Mal zu tun habe :-)

Eva hat gesagt…

Was für ein tolles Foto! Man möchte mit der Gabel in den Bildschirm pieken und ein Röllchen stibitzen.

Dolmades kaufe ich eher fertig, weil der Aufwand so groß ist. Aber die Einkoch-Variante werde ich überdenken - in diesem Unterwasser-Sommer bietet sich bestimmt noch Gelegenheit zum Röllchen wickeln und den Regentropfen an der Scheibe zusehen.

Mal gucken, ob ich Weinblätter auftreiben kann. Danke für die Anregung.

Verboten gut ! hat gesagt…

Hab Ich schon ewig nicht mehr gemacht, dabei haben wir am Haus die schönsten Weinblätter ... ich glaub die muss ich mal abpfücken *-*

LG Kerstin

Ronja hat gesagt…

Nach langer Zeit auch mal wieder ein Kommentar von mir (was nicht heißt, dass ich hier nicht mitgelesen hätte): Wieso kommt man nie alleine auf solche Ideen? Wenn Du schreibst, dass Du Dolmades einweckst, denke ich, dass es eigentlich logisch klingt, immerhin sind die in den Dosen ja auch quasi "eingeweckt". Aber trotzdem hätte ich nicht im Traum daran gedacht...
Vielen Dank!

Steph hat gesagt…

@ Mademoiselle
Genau *Bäuclein reib ;o)

@ Susanne
Kann ich mir vorstellen, das Ergebnis war sicher auch für Menschen ohne vollständiges Gebiss gut zu essen ;o)

@ Eva
Eigentlich ist das Weinblätterrollen ja ideal für kalte, einsame Winterabende, in diesem Jahr aber auch ideal für verregnete Sommertage :o)

@ Ronja
Genauso geht's mir ja auch immer. Auf die Idee sind wir (meine Mama und ich) nur durch Zufall gekommen, als wir überlegt haben, wie man kleinere Portionen herstellen oder haltbarmachen kann.

tobias kocht! hat gesagt…

Davon habe ich auch immer gerne einen Vorrat zu Hause.

Julia hat gesagt…

Ziegenkäse mit Kapern, würzigen Feta und mediterranes Gemüse habe ich letztes Jahr auch eingelegt. Sehr leckere kleine Snacks für zwischendurch (Rezepte im Blog, falls es Euch interessiert). Die Weinblätter liebe ich auch sehr. Meistens sind sie so trocken oder geschmacklos, wenn man sie kauft. Deshalb sollte ich eine DIY-Variante unbedingt mal ausprobieren. Danke für das tolle Rezept!

 

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