Mongolisches Hühnchen

Nach Michas tollem Einstieg gestern, geht's mit mir heut mal wieder ganz weit ostwärts, es gibt mongolisch/chinesisch oder doch eher mongolisch gemeintes, aber tatsächlich amerikanisches Hühnchen. Wie so oft bei "chinesischem" Essen, kann ich zur tatsächlichen Herkunft, bzw. Entstehungsgeschichte nichts sagen, nur soviel: Es schmeckt wirklich klasse ;o)
Besonders schön finde ich an diesem Rezept, dass man keine 1365 verschiedenen Saucen und Pülverchen braucht, sondern nur eine Grundausstattung benötigt. 
Ich hab zwar mittlerweile eine stattliche Auswahl asiatischer Zutaten, trotzdem bereite ich am liebsten Gerichte mit einer überschaubaren Zutatenliste zu. 

Vielleicht kennt Ihr mongolisches Rindfleisch, das findet man neben der Geflügel-Variante oft auf den Speisekarten hiesiger chinesischer Restaurants, da wir aber nur noch selten Rindfleisch essen, gibt es bei uns die Geflügel-Variante.  
Evtl. müsst Ihr die Sauce noch etwas nachwürzen, das kommt ganz auf die jeweilige Saucenmarke an. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass besonders bei Saucen wie der Hoisin-Sauce große Unterschiede im Geschmack sind. 
Ach so, fast vergessen! Wundert Euch nicht, wenn die fertige Sauce pur viel zu stark und nicht besonders lecker schmeckt, zusammen mit dem Gemüse und Fleisch wird das wirklich lecker. 

Zutaten  
2-3 Bio-Hähnchenbrustfilets (hängt von der Größe ab) 
2 EL helle Sojasauce
2 EL Shaoxing-Reiswein (ersatzweise trockener Sherry)
Maisstärke zum Bestäuben 

1 Gemüsezwiebel in feine Streifen geschnitten  
3 Frühlingszwiebeln

neutrales Öl zum Frittieren und Anbraten (Erdnussöl)

Sauce  
2 EL Hosinsauce
1 EL Austernsauce  
1 EL Shaoxing-Reiswein
2 EL Sojasauce
2 TL Zucker 
getrocknete Chiliflocken nach Geschmack

Tapiokastärke zum Binden (alternativ Maisstärke, keine Kartoffelstärke!)

Zubereitung 
Die Hähnchenbrustfilets in feine Streifen schneiden und zusammen mit der Sojasauce, dem Reiswein und 2 EL Maisstärke in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und für mindestens 1 Stunde marinieren lassen. 
In der Zwischenzeit die Zutaten für die Sauce in einen kleinen Topf geben, einmal aufkochen und beiseite stellen. 
Die Gemüsezwiebel putzen und in Streifen schneiden, die Gemüsezwiebel in ca. 2 cm lange Segmente schneiden.  
Neutrales Öl in einen Topf oder einen Wok geben und die Hühnerstreifen darin nacheinander goldbraun frittieren - warm stellen. Etwas Erdnussöl in einem Wok erhitzen und die Gemüsezwiebelstreifen darin einige Minuten pfannenrühren, die Zwiebel soll keine Farbe nehmen. Gemüsezwiebeln dazugeben und kurz mitschwenken. Mit der bereits zubereiteten Sauce ablöschen und einmal aufkochen. Die frittierten Hähnchenbruststreifen dazugeben, durchschwenken und sofort mit Reis oder Bratnudeln servieren. 
Idee: BlogChef.net

Kommentare:

Arthurs Tochter hat gesagt…

Dsching, Dsching, Dschingis Khan!
Heh Reiter, hoh Reiter...

:)

nata hat gesagt…

Das könnte ich jetzt sofort essen. Leider komme ich heute nicht an vernünftiges Hühnerfleisch.

Wie ist das mit dem Öl? Bei mir ist Erdnussöl = neutrales Öl zum Frittieren. Sind das bei Dir zwei unterschiedliche Zutaten?

chriesi hat gesagt…

Ich mag kein Hoisin sauce, aber das hier muss ich umbedingt nachkochen weil es extrem lecker aussieht!

Peter hat gesagt…

Das hört sich lecker an. Ich koche es auch nach.

Steph hat gesagt…

@ AT
Na danke, nu hab ich das wieder ewich im Ohr ... *träller ... ;o)

@ nata
Du hast völlig Recht, das war doppelt gemoppelt, bzw. undeutlich formuliert.

@ chriesi
Hoisin-Sauce selbst mag ich auch überhaupt nicht, aber glücklicherweise wird die ja auch nicht pur gegessen, sondern fast immer gemischt.

@ Peter
Dann jetzt schon einen guten Appetit ;o)

frau sonntag hat gesagt…

Funktioniert bestimmt auch mit Tofu - kommt auf die Liste:-)

Steph hat gesagt…

@ Frau sonntag
Auf jeden Fall! Oder mit Seitan, wie ich es beim Rindfleisch mit Zwiebeln schon einmal ausprobiert habe.

Janine hat gesagt…

Warum darf hier keine Kartoffelstärke verwendet werden? Wusste gar nicht, dass es da einen Unterschied gibt.

Steph hat gesagt…

@ Janine
Ich verwende Kartoffelstärke ausschließlich zum Backen oder auch für Klöße. Zum Andicken von Saucen und Puddings aber nicht, weil sie anders bindet als Mais- oder Tapiokastärke.
Bei Saucen fällt dieser Unterschied noch nicht so extrem auf, weil die Stärkemenge nicht so hoch ist, bei Puddings dafür aber enorm.

Micha hat gesagt…

HA, alle Zeichen stehen aus Hoisin-Sauce. Vor zwei Tagen durch ein Rezept darauf aufmerksam geworden und nun kochst auch Du damit - die muss mit aus Deutschland!

Christina hat gesagt…

Eine Frage zur Sojasauce. Hast du da japanische oder chinesische Sojasauce genommen? Ich kann mich nicht dran erinnern schon mal helle chin. Sojasauce gesehen zu haben, aber bei der Fülle von Saucen im Asia-Markt kein Wunder ;-)

Arthurs Tochter hat gesagt…

Oh! Die Musik is' aus! Mönsch, Steph, ist das hier mein Blog oder Deiner? Du hättest schon vor Stunden die Kassette drehen müssen. Seufz...
*klack

Moskau! Moskau! lalalalalaalala, Mädchen sind zum Küssen da, lalalalala.

Steph hat gesagt…

@ Micha
Oha, das gibt ordentlich Übergepäck ;o)

@ Christina
Ich hab tatsächlich eine chinesische helle Sojasauce.

@ Arthurs Tocher
Wenn Du so weiter machst, kriegste Hausverbot *Ohrenzuhalt

Is ja nich auszuhalten, dieses Ralph Siegel-Geplärre ;o)

 

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