Chicken Teriyaki



Je länger ich blogge, desto mehr entdecke ich neben meiner ausgeprägten Vorliebe für die italienische Küche, meine Affinität zur asiatischen und hier besonders zur chinesischen und japanischen Landesküche.
Mit chinesischem Essen (oder dem, was man hierzulande unter chinesischem Essen versteht) bin ich, wie sicher viele von Euch auch, aufgewachsen. Eines der ersten Restaurants, dass ich überhaupt in meiner Kindheit besucht habe, war ein Chinese und auch später sind wir immer sehr gerne chinesisch essen gegangen.
Japanisch ist natürlich erst sehr viel später dazugekommen, denn in dem kleinen Bremer Vorort, in dem ich aufgewachsen bin, war an japanisches Essen nicht zu denken - es gab einen Chinesen, sowie einige jugoslawische und griechische Restaurants und natürlich die obligatorischen Pizzerien und Döner-Buden.
Das erste mal japanisch hab ich erst viele Jahre später gegessen - Sushi!
Es war quasi Liebe auf den ersten Biss, seitdem könnte ich jede Woche Sushi essen (mach ich natürlich nicht, es soll ja etwas besonderes bleiben ;o) )
Seit ich mich nun viel in amerikanischen und asiatischen Blogs herumtreibe, entdecke ich immer mehr tolle chinesische und japanische Rezepte, so dass ich am liebsten jede Woche asiatisch kochen würde. In Zukunft werden im Kuriositätenladen also sicher vermehrt Rezepte aus diesen Ländern gebloggt werden, schließlich will ich Euch ja an meiner neuen Leidenschaft teilhaben lassen :o)
Die Teriyaki-Sauce für dieses Rezept kann man selbstverständlich fertig kaufen, die selbstgemachte Variante schmeckt aber ungleich besser.
Weil ich dieses Gericht zu einem meiner neuen absoluten Favoriten erklärt habe, hab ich mir nun schon mehrfach eine große Menge dieser Sauce gekocht und heiß in eine saubere Flasche gefüllt, sie hält sich so monatelang - übrigens auch ein schönes Mitbringsel.


Zutaten
4 entbeinte Hühnerschenkel mit Haut oder 4 Hühnerbrüste mit Haut

Marinade
120 ml Wasser
2 EL dunkle Sojasauce
2 EL brauner Zucker
2 EL Mirin

Teriyaki-Sauce
100 ml milder Honig
100 ml dunkle Sojasauce
100 ml Mirin
100 ml Sake

Zubereitung
Die Zutaten für die Marinade zusammen mit den Hühnerschenkeln/Hähnchenbrust in einen Gefrierbeutel geben, gut verschließen und im Kühlschrank mindestens 1 Stunde marinieren lassen - besser über Nacht.
Für die Teriyaki-Sauce alle Zutaten in einem Topf auf mittlerer Stufe erhitzen und köcheln lassen bis die Sauce leicht eindickt - Vorsicht, dass die Sauce nicht überkocht!
Die Hühnerbrust mit der Hautseite nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit der Teriyaki-Sauce bestreichen. Im auf 200°C vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Minuten grillen, bis die Haut schön gebräunt ist.
Besonders gut schmeckt das Chicken Teriyaki zu Sobanudeln.

Quelle: [No Recipes] - nicht wundern, wenn der Link nicht funktioniert, ich versuch schon seit Tagen, mal wieder in den Blog zu kommen... :o(



Für das WanTan-Nest habe ich einfach handelsübliche WanTan-Teigplatten (gibt es in jedem Asia-Shop in der TK-Truhe) verwendet, die ich ein wenig mit dunklem Sesamöl bepinselt und dann nestförmig in eine Muffinform gelegt habe. Bei 200°C wurden sie einige Minuten gebacken, bis sie schön knusprig wurden und dann hab ich sie in der Form auskühlen lassen, da sie sonst noch zu fragil sind.
Sobald sie kalt sind, kann man sie dann wunderbar füllen - natürlich nicht nur mit Nudeln ;o)



Die Sobanudeln (in diesem Fall gekaufte, ich werd aber demnächst ein Rezept für hausgemachte Sobanudeln bloggen) hab ich nach Packungsanweisung gekocht, kurz in etwas Teriyakisauce geschwenkt und ein paar angeröstete Sesamsamen darüber gegeben.

Kommentare:

Cuoche dell'altro mondo hat gesagt…

Supi, hab alles im Haus um eine Teriyakisosse zuzubereiten.
Selbstbemachte Sobanudeln??? Wow, ich bin gespannt. Die werde ich sicherlich machen, vielleicht dann auch in der Matcha-Variante. Die Cha-Soba finde ich nämlich seit einiger Zeit hier nicht mehr und ich finde sie besonders gut.
Hier gibt es immer tolle Ideen zum Nachkochen, danke!

Ciao
Alex

Schnick Schnack Schnuck hat gesagt…

Tolle Bilder! Ich hoffe, ich kann meinen asiatischkulinarisch veranlagten Mitesser die Sobaproduktion schmackhaft machen. Mir ist sowas meist zu fummelig.

Milliways hat gesagt…

Super! Ich suche schon seit Ewigkeiten nach einem erprobten und für lecker befundenes Rezept für Teriyaki-Sauce. Kommt auf jeden Fall auf meine TooCook-Liste!

Bolli's Kitchen hat gesagt…

Reihenfolge stimmt bei mir auch so, obwohl ich hier nie asiatisch koche, da wir in Paris alles haben.....
Als Kind sind wir in K. immer zum Chang gegangen, eines der ältesten Chinarestaurants in D., Ober sind immer noch die gleichen.....
Photo ist echt genial!

Anonym hat gesagt…

Toll!
VG,
Claudi

Cherry Blossom hat gesagt…

Sehr schön. Selbstgemachte Sobanudeln - super - da freue ich mich ganz besonders drauf!
Die Bilder sind wie immer ein Traum... wir sind frühe rauch gerne zum Chinesen gegangen aber auch der Grieche oder Jugoslawe und Italiener waren populär - viel mehr Auswahl gabe damals auch nicht... heut dagegen kann ich niechtmal sagen wann ich zuletzt beim jugoslawen war - gibt es bei uns keine mehr und grieche ist auhc eine Weile... Toller Beitrag

Anikó hat gesagt…

Hab als Kind nie nen Chinesen besucht, wir hatten ja nix in der DDR ;-) Bei mir war es mit Sushi auch beileibe keine Liebe auf den ersten Biss, Gott fand ich die Algen eklig ... Aber mittlerweile finde ich auch immer mehr gefallen an den asiatischen Küchen, wobei mir bei den Japanern immer noch zuviel Fisch dabei ist ...
Aber jetzt zum Teriyaki Chicken: Ich will auch!!!! Die Sauce wird definitiv nachgekocht und auch eingemacht :)

Kaffeeklatsch hat gesagt…

Wie sich die ausländische Gastronomie in Deutschland so entwickelt hat, wo und wann welche Landesküchen dazu gekommen sind, wäre auch mal ein spannendes Thema für meinen Blog. Ich habe gelesen, dass es in Berlin schon in den 1920er Jahren chinesische Restaurants gab, aber da sind keine Deutschen hingegangen, nur Chinesen. Ich glaube, ich war Anfang der 80er Jahre das erste Mal chinesisch essen, weil das für meine Eltern überhaupt nicht in Frage kam. In den 70ern ging man in der Provinz zum Italiener oder vielleicht zum Griechen, wenn es nicht Schnitzel oder Hähnchen sein sollte.

Steph hat gesagt…

@ Alex
Nachdem ich mich mit italienischen Nudeln schon in allen Richtungen ausgetobt habe, sind nun mal die asiatischen dran. Als Erstes Soba und danach dann Udon.
Ich hab auch schonmal versucht, die Nudeln wie in China üblich zu ziehen, aber das ist gnadenlos daneben gegangen ;o)
Aber ich gebe nicht auf, irgendwann klappt das bei mir auch :o)

@ Schnick
Danke! :o)
Bei diesem Rezept müssen es aber wirklich nicht unbedingt selbstgemachte Nudeln sein - aber natürlich macht das Nudeln besonders viel Spaß :o)

@ Milli
Das Sauce ist wirklich bannig lecker, ich könnte die quasi so aus der Flasche löffeln ;o)

@ Bolli
Japaner haben wir hier in Hamburg ja auch wie Sand am Meer, aber ich mach doch so gern immer alles selbst ;o)

@ Alissa
Jetzt, wo Du es sagst ... Beim Griechen war ich auch schon eine Ewigkeit nicht mehr, mir ist das Essen dort aber auch zu fleischlastig - wenn es nach mir ginge, würd ich nur den griechischen Reis mit nem kleinen Stückchen Fleisch essen ;o)

@ Dr. Anikó
Du hörst Dich wie ne alte Omma an "Wir hatten ja damals nix" :o)
Und als Fischkopp solltest Du wirklich mal n büschen mehr Fisch essen! ;o)
Die Sauce kannste übrigens nächste Woche mitnehmen, ich koch die Tage eh ne größere Menge ein - ok, ich geb's zu, ich bin ein klein wenig Teriyaki-süchtig ;o)

Anikó hat gesagt…

Wirklich? Krieg ich ein Fläschen, Steph? Cool! Wir müssen auch nochmal bequatschen, ob wir ne Dobostorte austesten oder nicht ... Wann biste demnächst mal wieder online?
Und das mitm Fisch hat sich schon gebessert bei mir, früher überhaupt nicht gegessen ... Mittlerweile schon, aber auch der ökologische Aspekt hält mich oft ab, als Biologin kriegt man die großen komplexen Zusammenhänge quasi aufs Brot geschmiert ...
Und wir hatten wirklich nix in der DDR, meine Mutter konnte nie Wochenendessen planen, weil sie nie wußte, was überhaupt im Supermarkt (hieß damals Kaufhalle) vorrätig war ...

Eline hat gesagt…

Die japanischen Hühnergerichte stehen bei mirviel höher im Kurs als Sushi, Maki und Sashimi. Deinse mit der selbst gebastelten Sauce sieht besonders appetilich aus. Sobanudeln hab ich noch nie gegessen.

Ellja hat gesagt…

ohja, die Exoten der 90iger: Zum Chinesen oder zum Griechen? ;-).
Einen schönen Blog hast Du! :-)

Petra aka Cascabel hat gesagt…

Ganz wunderbar. Zutaten beschaffen (Sake ist aus), dann ist das Rezept fällig :-)

mipi hat gesagt…

Ich wusste nicht, dass man Teriyaki-Sauce so leihct selbst herstellen kann. Danke für den Tipp. Das gericht sieht natürlich sehr lecker aus.

 

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