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Tahchin Morgh | Herzhafter Safran-Reiskuchen mit orientalischem Gurkensalat

Heute habe ich ausnahmsweise mal wieder ein Rezept für Euch, bei dem ich so gar nicht mit den Fotos zufrieden bin, das Rezept aber trotzdem veröffentliche, weil es einfach unglaublich lecker ist. Ich kann jetzt keine Rücksicht auf die Bilder nehmen, das Rezept muss unter die Menschen!
Tahchin Morgh ist ein iranischer Reiskuchen, der traditionell oft eine Füllung aus Hähnchenfleisch hat und gerne mit Pistazien und Berberitzen serviert wird. Meinen Mann und mich kann man aber sprichwörtlich mit herzhaften Gerichten jagen, die Trockenfrüchte, Beeren, etc. beinhalten, deshalb habe ich dieses Traditionsgericht an unseren norddeutschen Gaumen angepasst und anstelle der Berberitzen dicke Bohnen mit eingebacken. Das eine hat mit dem anderen natürlich nichts zu tun, aber während der Dicke-Bohnen-Saison nutze ich grundsätzlich jede Gelegenheit, dicke Bohnen zu verarbeiten. 
Als Beilage gab es bei uns einen orientalischen Gurkensalat mit reichlich Joghurtsauce, die auch wunderbar als Sauce zu dem Reiskuchen schmeckt. Ein paar angemachte regionale Tomaten runden das Gericht ab. Ein absolutes Comfort Food, das es bei uns jetzt öfter geben wird.



Für Tahchin Morgh wird zuerst der Reis gekocht und anschließend mit einer Joghurt-Eiercreme verrührt. Am besten gelingt der Reiskuchen in einer Glasform, denn dann kann man zwischendurch immer wieder luschern, ob der Reiskuchen schon goldbraun gebacken ist. Ich habe mir dafür eine ganz einfache Pyrexform angeschafft, die tatsächlich so praktisch ist, dass ich sie regelmäßig in Gebrauch habe, denn ein weiterer Vorteil von Glas ist, dass da so leicht nichts drin festbackt. Dieser Reiskuchen bekommt eine wunderbar knusprige Kruste und lässt sich ganz leicht aus der Form stürzen. 
Für die Füllung habe ich mein Shredded Chicken verwendet, einfach um zu sehen, ob es generell klappt und siehe da, es ist ganz hervorragend dafür geeignet. Da ich während der Dicke-Bohnen-Saison auch reichlich Bohnen pale und für kalte Zeiten einfriere, ist diese "norddeutsche" Tahchin-Morgh-Variante für mich ein Gericht, für das ich meistens alle Zutaten im Haus hab, ich brauche eigentlich nur den Joghurt und schon steht diesem wunderbaren Gericht nichts im Weg. 

Ganz kurz noch zum Safran, denn der macht diesen Reiskuchen natürlich zu etwas Besonderem. Ich habe einige Rezepte gesehen, in denen auf Safran verzichtet und dafür Kurkuma verwendet wird, das würde ich aber auf keinen Fall machen, denn der Safran verleiht dem Gericht ein ganz spezielles Aroma, das Kurkuma einfach nicht mitbringt.

Ich werde zukünftig auf jeden Fall auch noch andere Füllungen ausprobieren und das Tahchin-Morgh-Grundrezept weiter abwandeln. Wenn Ihr Reis mögt, probiert dieses Gericht unbedingt mal aus!


Tahchin | Herzhafter Safran-Reiskuchen

Zutaten
400 g Basmatireis*
3 Eigelbe
200 g türkischer Süzme-Joghurt
3 confierte Knoblauchzehen, hausgemacht
100 ml Rapsöl
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
½ rote Zwiebel, fein gewürfelt
300 g Shredded Chicken, hausgemacht
1 kg dicke Bohnen (ca. 130 g gepalt)
Lemon Myrtle*
Cumin*
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL Petersilie, fein gehackt

Zubereitung
Wasser in die Spüle einlaufen lassen, dann den Reis in ein Sieb geben und in dem Wasser waschen, dabei das Wasser zwischendurch wechseln. Das Wasser soll schlussendlich möglichst klar bleiben. In Salzwasser gar kochen, er soll aber noch etwas Biss haben und auf keinen Fall zu weich werden. 
Den Safran in einen Mörser geben und mit einem TL Salz fein mörsern. 3 TL heißes Wasser dazugeben und verrühren, einige Minuten ziehen lassen. Joghurt, Eigelbe, Safran, Öl und Pfeffer in einer Schüssel verrühren. Nach Geschmack abschmecken und mit dem Reis vermischen.
Die dicken Bohnen in kochendem Wasser für 2 Minuten blanchieren, dann unter eiskaltem Wasser abspülen. Die Zwiebelwürfel in einer Pfanne anschwitzen, dann das Shredded Chicken dazugeben und scharf anbraten. Mit Salz, Pfeffer, Cumin und Lemon Myrtle würzen und die dicken Bohnen dazugeben und vermischen. 1 TL Petersilie unterrühren. 
Eine 25 cm Glasauflaufform* ausfetten und die Hälfte der Reismischung darin verteilen und glatt streichen, dabei die Ränder etwas hochziehen um eine Vertiefung für die Füllung zu schaffen. Die Shredded-Chicken-Füllung hineingeben und ebenfalls glatt streichen, dann mit dem Rest der Reismasse bedecken und glatt streichen. 
Die Form mit einem Topfdeckel abdecken um zu verhindern, dass die Oberseite zu stark bräunt und für 45-60 Minuten bei 200°C im Backofen backen bis die Seiten goldbraun sind. 
Den fertigen Kuchen auf einen Teller stürzen und mit dem Gurkensalat servieren. 

Orientalischer Gurkensalat

Zutaten
400 g türkischer Süzme-Joghurt, 10%
4 confierte Knoblauchzehen, hausgemacht
½ TL Cumin*
1 Msp. Chipotle-Pulver, grün*
¼ TL Lemon Myrtle*
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
3 EL Olivenöl
3 Zweige frische Minze
1 EL Dill, fein gehackt

6 Minigurken

Zubereitung
Die Knoblauchzehen in eine Schüssel geben und mit einer Gabel fein zerdrücken. Joghurt, Gewürze und Olivenöl dazugeben und glatt rühren. Die Gurken in ungleiche Stücke schneiden und mit der Joghurtsauce verrühren, die Minze und den Dill ebenfalls unterrühren. Etwas durchziehen lassen, die Sauce wird dann durch das austretende Gurkenwasser noch etwas flüssiger. 

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Kommentare

  1. Vielen Dank für das Rezept, das hört sich super lecker an! Meinst du, ich kann das Hähnchen einfach durch Gemüse ersetzen? Und was könntest du als Beeren-Alternative für Berberitzen empfehlen? Cranberrys? Berberitze kannte ich bis jetzt gar nicht :)

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    1. Du kannst das Hähnchen auf jeden Fall durch Gemüse ersetzen, Anja. Das Gleiche mache ich heute auch, denn ich hab beim Schreiben des Beitrages einen enormen Appetit auf diesen Reiskuchen bekommen und möchte ihn diesmal vegetarisch zubereiten. Bei mir wird es eine Art Ratatouille werden, nur etwas orientalisch gewürzt.

      Berberitzen sind in ihrem Geschmack tatsächlich sehr eigen, deutlich saurer als Cranberries. Du kannst aber eigentlich jedes Trockenobst verwenden, Aprikosen,Rosinen - da geht eigentlich alles.

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  2. Ah, das hörte sich so gut an! Ich werde den Reiskuchen spätestens am Donnerstag kochen - auch wenn du mit den Bildern nicht zufrieden bist, für mich sehen sie herrlich aus dem Leben gegriffen aus und machen richtig Lust darauf, ihn nachzubacken!

    Und danke für den Berberitzen Exkurs, dann nehme ich wohl Rosinen. Ich konnte Früchte lange auch nicht im Essen ab, aber inzwischen bin ich ziemlich offen dafür geworden und mag es teilweise sehr gerne. Ausser Äpfel im Salat... ;))

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  3. Liebe Steph, das klingt mal wieder ganz toll, was du da präsentierst. Wir lieben Reis (u.a. auch als Pilaf mit Zwiebeln und Rosinen, die Trockenfrüchte werde ich also nicht verschmähen). Ich probiere als Füllung glaube ich eine Mischung aus geschmorten Pilzen und Zwiebeln aus, da ich ja meistens vegetarisch koche. Bin gespannt. Liebe Grüße, Lara

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