Marmorkuchen

Man kann natürlich mordsschicke, ausgefallene und mächtig fancy Kuchen backen, ab und zu muss es aber auch einfach mal ein ganz klassischer Napfkuchen sein, bei mir am liebsten ein Marmorkuchen.
Marmorkuchen war, neben dem legendären Ameisenkuchen, den ich Euch demnächst auch noch vorstelle (ich muss dringend auch mal meine frühen Standards bloggen), der erste Kuchen, den ich überhaupt gebacken habe und damit auch das erste Rezept, das ich selbständig in der Küche umgesetzt habe, denn auch wenn ich mittlerweile deutlich lieber koche als backe, habe ich meine Küchenkarriere backend begonnen. 

Marmorkuchen
Ein Problem gibt es bei fast allen Marmorkuchenrezepten und das ist der Schokoanteil. In den meisten Fällen steht dann im Rezept, dass ⅓ des Teiges mit Kakaopulver verrührt werden soll, ⅓! 
Ich plädiere eindringlich dafür, dieses Verhältnis umzudrehen, bzw. mindestens 1:1 Schoko- und hellen Teig zu verwenden, schließlich will man doch Schokolade dabei haben, oder?

Am liebsten trinke ich dann ein großes Glas eiskalte Milch zum Kuchen. Immer abwechselnd Kuchen, dann Milch, dann wieder Kuchen und wieder ein Schluck Milch. Ganz wichtig ist übrigens auch der Schokoüberzug, der hält den Kuchen nicht nur länger frisch, sondern verstärkt den Schokogeschmack zusätzlich noch. 

MarmorkuchenWer meine Rezepte kennt, dem wird wahrscheinlich auffallen, dass ich in diesem Rezept keinen Vanilleextrakt verwendet habe - das ist natürlich nicht ohne Grund der Fall. 
Da die Vanillepreise, aufgrund des erhöhten Konsums in den letzten Jahren unglaublich in die Höhe geschossen sind, habe ich meinen Konsum im Gegenzug entsprechend reduziert. Anstelle der Vanillegroßbestellungen, kaufe ich Vanille nur noch in kleinen Mengen im Bioladen.

Da Vanilleextrakt aber nicht nur Aroma (soooviel isses aber nu auch wieder nicht) mitbringt, sondern der Alkohol auch als Triebmittel dient und den Kuchen lockerer macht, ersetze ich den Vanilleextrakt durch einen Schluck Rum, bzw. in der Regel lieber Whisky. 

MarmorkuchenZutaten
250 g Rohrohrzucker
250 g weiche Butter 
¼ TL Salz
4 Eier, zimmertemperiert
250 g Schmand, zimmertemperiert
1 TL Whisky* oder Rum
500 g Mehl, Type 405
17 g Weinsteinbackpulver (1 Tütchen Backpulver)
40 g Kakaopulver
25 g Zucker
3 EL Milch

Außerdem 
200 g dunkle Kuvertüre

Zubereitung
Die Butter mit dem Zucker und Salz in der Küchenmaschine mehrere Minuten schaumig schlagen. Die Eier nach und nach dazugeben und jeweils kurz aufschlagen, bevor das nächste Ei dazugegeben wird. Schmand und Whisky unterrühren, dann das Mehl mit dem Backpulver verrühren und esslöffelweise dazugeben.
Eine Napfkuchenform* gründlich ausbuttern, dann je nach Vorliebe ⅓ - ½ des Teiges hineingeben und glatt streichen. Den verbliebenen Teig mit dem Kakaopulver und Milch verrühren, dann auf dem hellen Teig verstreichen. Eine Gabel spiralförmig durch den Teig ziehen, so dass ein Marmormuster entsteht.
Den Kuchen für 55-60 Minuten bei 180° backen, dann den Stäbchentest machen. Den fertigen Kuchen für 5 Minuten in der Form setzen lassen, dann auf ein Kuchenrost stürzen und dort komplett auskühlen lassen.

Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, dann den Kuchen damit überziehen. 
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Kommentare:

Doris M. hat gesagt…

Bitte ein extra großes Stück und mind. 1/2 l Milch dazu . . . das hab ich schon als Kind bei meiner Omi heiß und innig geliebt, am besten hats mir geschmeckt wenn der Schokoanteil "spintig" = speckig war, worüber sich meine Omi aber immer fürchterlich ärgern musste ;)
LG Doris

Sandra hat gesagt…

Genau so. Mehr Schokoteig und Milch dazu. ❤️

Kristiina Gaertner hat gesagt…

hallo liebe Steph,
waaahnsinnig dein Marmorkuchen!!!
Ich propiere gerne immer wiedermal neue Kuchen, wie viel in der letzten Zeit. Eine oder andere hat es mein Mann geschmeckt, aber die meinsten nicht, mir schon! Letztens hatte ich wieder ein Rezept gefunden , der gerade gut mir ins Auge sprang und ich konnte meine restlichen Pfefferkuchen gebrauchen. Mir schmeckte der Kuchen wieder gut, mein Mann probierte und ass kein Stück mehr. Ich fragte nach Tagen den Grund und er sagte: "Kannst du nicht wieder normale Kuchen backe und lass das Probieren:" ich fragte nur, was dann "normale" Kuchen wären. "Marmorkuchen, Napfkuchen, Hefeteig,..."
So liebe Steph bin ich auf deine Seite gekommen, den Marmorkuchen gefunden (den ich noch nie gebacken hatte) und hatte bei meinem Mann Erfolg. Also, ich brauche sie ganz "Normalen" Kuchenrezepte auf Neu gepimmt oder ganz so wie die sind. Vielen Dank!

Fr. Fred hat gesagt…

Liebe Steph,
Ich schätze der Schmand macht den Kuchen saftig. Kannst du abschätzen wie lange er sich frisch hält? Ganz herzliche Grüße

Fr. Fred

Steph hat gesagt…

Kristiina, es freut mich riesig, dass der Kuchen so gut bei Deinem Mann angekommen ist. Vielen Dank für die liebe Rückmeldung!

Frau Fred, ich würde sagen, dass er mit Schokoguss schon so 2-3 Tage richtig frisch bleibt, danach geht's dann bergab ;o) Der Schmand macht den Kuchen einerseits saftig, gibt ihm aber zusätzlich noch eine frische Note - das passt hervorragend zur Schokolade

Anonym hat gesagt…

Hallo Steph,

mein Mann teilt die Meinung von Kristiina´s Mann. Gott sei Dank mal endlich was bodenständiges. Also sage ich Danke, im Namen meines Mannes ;-)

LG

Steffi

Anonym hat gesagt…

Hallo Steph,

danke für dieses narrensichere Rezept!
Vor Jahrzehnten hatte ich erfolglos versucht, Marmorkuchen zu backen - immer hatte er einen "Klätsch". Daraufhin habe ich das entnervt aufgegeben und das Backen meinem damaligen Mann überlassen. Der buk nämlich mit "links".
Nach meiner privaten Neuorientierung ;-) habe ich mich wieder mit dem Backen auseinandergesetzt. Und als dieses Rezept kam, habe ich mich sofort darangemacht.

Und was soll ich sagen: der Marmorkuchen ist einfach wunderbar.
Komplett durch und ohne Klätsch. Und sowas von schokoladig.
Einfach herrlich!

Übrigens: die Teigmenge ist auch genau richtig für eine 26er Springform mit Rohrboden.

LG Ute

Steph hat gesagt…

Oh, wie toll, Ute!

Es freut mich sehr, dass Dir der Kuchen ebenso gut gefällt wie uns :o)

 

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