Kaspressknödel

Erinnert Ihr Euch noch an die Brotfrikadellen, die ich im Dezember letzten Jahres gebloggt habe? Heute hab ich eine besonders exotische Variante für Euch, Kaspressknödel
Kaspressknödel sind im Prinzip österreichische Brotfrikadellen, bzw. eigentlich Semmelknödel, die mit Käse zubereitet und anschließend gebraten werden. Die Basis ist aber ebenfalls altes Brot. Die Sorte des verwendeten Käses richtet sich nach der jeweiligen Region, ich habe mich auf Katharinas Rat an eine Mischung aus Grau- und Bergkäse gehalten. 

In Österreich werden die Kaspressknödel gerne als Suppeneinlage gegessen, das mag ich aber gar nicht und hab sie daher mit einem Salat und etwas Blumenkohl serviert. Das mag komplett unüblich sein, so schmeckten sie uns aber am besten und darum geht's ja :o)
Mir gefällt diese Variante (knusprig, nicht aufgeweicht) sogar noch besser als die anderen Brotfrikadellen, der Käse verleiht den Knödeln/Frikadellen ein wunderbar würziges Aroma. 
Das Originalrezept stammt aus Meine Heimatküche von Johann Lafer*, einem ganz großartigen Kochbuch, das ich Euch eigentlich sehr gerne nächstes Wochenende ausführlich vorgestellt hätte. Leider ist es nicht mehr regulär erhältlich, daher beschränke ich mich auf eine Empfehlung in diesem Rahmen. Wenn Ihr dieses Buch noch in einer Buchhandlung auftun könnt oder es gebraucht bei Amazon kaufen mögt, seht es Euch unbedingt genauer an. Es ist das einzige Kochbuch, das ich von einem sog. (deutschen) Fernsehkoch habe und ich bin uneingeschränkt begeistert.

Den Graukäse hab ich übrigens ganz regulär bei "meinem Käsemann" bekommen, es lohnt sich also, mal an der (gut sortierten) Käsetheke nachzufragen. Solltet Ihr keinen Graukäse bekommen, könnt Ihr aber auch ausschließlich einen Bergkäse verwenden, so ist es auch im Originalrezept angegeben.

altbackene Brötchen
Zutaten 
250 g altbackene Brötchen 
300 ml Milch 
100 g Graukäse
50 g Bergkäse (bei mir Nordländer)
1 Bund gemischte Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Kerbel)
1 Ei
1 Zwiebel
50 g magerer Speck 
Salz und Pfeffer
Muskatnuss

Butterschmalz zum Anbraten

Zubereitung
Die Brötchen in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. 
Die Milch in einem Topf erhitzen und über die Brotwürfel geben. Ca. 30 Minuten ziehen lassen. 
In der Zwischenzeit den Bergkäse reiben und den Graukäse zerbröseln. Die Zwiebel fein würfeln und die Kräuter hacken. Die Schwarte vom Speck abschneiden und den Speck ebenfalls fein würfeln. 
Eine Pfanne erhitzen und die Schwarte darin bei mittlerer Hitze auslassen, je nach Menge noch etwas Butter dazugeben. Zwiebel- und Speckwürfel darin andünsten, dann zum eingeweichten Brot geben. Den Käse, Zwiebelwürfel, Kräuter und Gewürze ebenfalls dazugeben und alles zu gut miteinander vermengen. 
Kleine Knödel aus der Masse formen und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze goldbraun braten. 
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Kommentare:

Christine R hat gesagt…

Bei uns gab es Kaspresssknödel zu Weihnachten, mit Rotkohl und Feldsalat. Hat auch super zusammen gepasst. Hab hier auch drüber geschrieben: http://barsista.blogspot.de/2014/01/kaspressknodel.html
Liebe Grüße Christine

Marienkäfer hat gesagt…

Hm, das klingt ja gut! Werde ich bestimmt mit dem nächsten alten Brot ausprobieren.

Winterkatze hat gesagt…

Ach, das passt ja! Ich habe für deine Dezember-Brotfrikadellen noch altes Brot eingefroren (das fällt bei meinem Mann in größeren Mengen an, als ich Frikadellen daraus machen kann) und fände es reizvoll damit mal was anderes zu machen! :)

Birgit hat gesagt…

Bei einem Urlaub vor vielen Jahren im Pinzgau habe ich unserer Vermieterin dort das Rezept abgeschwatzt. Seitdem gibts die bei uns öfter. Ich mach immer ne große Menge - die lassen sich dann problemlos einfrieren. Wir lieben die Dinger mit hausgemachter Rindssuppe. Die Variante mit Salat und Blumenkohl werde ich aber auch auf jeden Fall ausprobieren.

Die Glücklichmacherei hat gesagt…

besoders exotisch? ah ja ;) für mich ganz normal, aber ich komme freilich auch aus tirol. bei uns isst man kaspressknödel übrigens auch gern mit sauerkraut. die suppenvariante mag ich gar nicht...
alles liebe
nadin

Anonym hat gesagt…

Hallo!!
Ich kenne das Rezept und sogar meinen Sohn hilft dabei. Na ja er isst die Knödel am meisten.
:-)
LG
Glenda

Anonym hat gesagt…

Käspressknödel kenne ich auch aus Tirol. Die Freude ist jedesmal riesig, wenn wir beim Wandern eine Hütte finden, in der die angeboten werden. Am liebsten dann noch mlt Sauerkraut oder Sahnekraut. YAMMI!!!

gutesfuerleibundseele hat gesagt…

Ich liiieeebe Kaspressknödel!
Im Winter gerne in der Suppe. Ansonsten zu frischen Blattsalaten- Das könnte ich immer essen.
Liebe Grüße aus Tirol, Renate

 

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