Schoko-Espresso-Torte

Diese Schokotorte sollte eigentlich gar keine Torte werden, sondern ein ganz normaler und einfacher Schokokuchen für den Sonntagskaffee/-tee. Nix Aufwendiges, nur mal wieder ein neues Rezept zur Abwechslung. 
Beim Stöbern bin ich dann auf dieses Rezept gestoßen und weil ich alle Zutaten im Haus hatte, der Kuchen nicht aufwendig ist und die Überschrift schließlich "The Best Chocolate Cake" verspricht, hab ich ihn gestern mal spontan gebacken. 

Schoko-Espresso-Torte
Wie immer, wenn ich Rezepte mit Cup-Angaben nachkoche- oder backe, rotiere ich nach spätestens 5 Minuten fluchend und gefrustet in der Küche und schwöre mir, dass das das jetzt aber wirklich das letzte Cup-Rezept war, das ich mir vorgenommen habe. Ich kann mit diesen grauenhaften Hohlmaßen einfach nichts anfangen und finde sie fürchterlich ungenau - wozu wurde schließlich die Waage erfunden? 
Im Endeffekt werden aus den Cup-Rezepten dann immer sehr frei interpretierte KuLa-Versionen, wie auch in diesem Fall. Hätte ich mich an die vorgegebenen Mengen gehalten, der Teig wäre eine unappetitliche Schokosuppe geworden, also musste das alles n büschen modifiziert werden. Außerdem hab ich natürlich den Zucker mal wieder drastisch reduziert und der Kuchen ist immer noch pappesüß - keine Ahnung, wie man ein Stück des Originalkuchens essen soll, ohne einen Zuckerschock zu erleiden. Naja, amerikanische Zahnärzte und Diabetologen wollen ja auch von irgendwas leben ;o) 

Schoko-Espresso-Torte
Das Schöne an dieser wirklich simplen Schokotorte ist, dass sie sehr einfach nachzubauen ist, Ihr also weder eine Ausbildung zur Dekorateurin oder Pâtissière braucht um irgendwelche Tupfen und Röschen in Reih und Glied zu spritzen und man (also zumindest ich ;o) ) im Normalfall alle Zutaten daheim hat. Eine prima Notfalltorte also, wenn sich Sonntagmorgen spontan Kaffeebesuch ansagt und Ihr keine Kekse oder Kuchen im Haus habt, bzw. es zur Feier des Tages auch etwas mehr sein darf. 
Ich hab gestern so ca. um halb 10 Uhr mit den Vorbereitungen angefangen und um 13:30 Uhr stand sie schon auf meinem Fototisch, die tatsächliche Arbeitszeit ist sehr gering, weil der Kuchen ja nur zusammengerührt und gebacken, später das Frosting aufgeschlagen und dann alles zusammengesetzt werden muss. Stundenlanges Glätten des Frostings kann man sich sparen, hier ist Mut zur Einfachheit gefragt :o)

Schoko-Espresso-Torte
Ein großer Vorteil dieser Buttercremetoren ist, dass sie sehr stabil sind und man sie daher prima transportieren kann. Solltet Ihr also mal eine Torte fürs Büro oder andere Anlässe, zu denen Ihr sie transportieren müsst, suchen, versucht es mit einer Buttercremetorte. Die haben unter anderem auch den Vorteil, dass sie extrem sättigen und man daher mit einer 20cm-Torte ne ganze Fußballmannschaft satt bekommt.
Wenn Ihr keine zwei 20cm-Backformen habt, könnt Ihr auch einen Metalltortenring verwenden, unten einen Boden aus Alufolie basteln, und die Böden nacheinander backen. Ich hab das jahrelang so gemacht, mir jetzt aber doch endlich zwei 20er-Formen angeschafft. Spart natürlich Energie, da man zwei Böden, bzw. Kuchen auf einmal backen kann.    

Schoko-Espresso-Torte
Zutaten
2 Eier 
300 g Rohrohrzucker 
1 TL Salz 
1 TL Vanilleextrakt
1 TL Instant-Espressopulver
100 g Kakaopulver
200 g Milch 
100 g neutrales Öl
350 g Mehl 
1 1/2 TL Natron 
2 TL Backpulver
100 g kochendes Wasser

Schoko-Frosting
250 g Butter
150 g Kakaopulver
300 g Puderzucker, gesiebt
70 ml Milch
2 TL Vanilleextrakt
1 TL Instant-Espressopulver

Außerdem 
Kakaonibs oder Schokostreusel zum Bestreuen 

Zubereitung

Schokoböden
Die Eier mit dem Zucker, Salz, Espressopulver und Vanilleextrakt einige Minuten schaumig rühren. Das Kakaopulver, die Milch und das Öl dazugeben und ebenfalls unterrühren. Das Mehl mit dem Natron und Backpulver in einer Schüssel trocken vermischen und nach und nach unter die Eiermischung rühren. 
Das kochende Wasser langsam unter stetigem Rühren in den Teig einlaufen lassen, untermischen und 1 Minute auf höchster Stufe aufschlagen lassen, so dass möglichst viel Luft unter den Teig geschlagen wird. 

Zwei Kuchenformen mit 20 cm Durchmesser buttern und mit Kakaopulver ausstäuben. Überschüssiges Kakaopulver ausklopfen und den Kuchenteig auf beide Formen verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 30 Minuten backen. Stäbchenprobe machen!

Die Schokoböden auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. Wenn sie in der Mitte zu sehr aufgegangen sind, ein zweites Kuchenrost darauf legen und mit einem schweren Gegenstand beschweren. Alternativ geht auch ein Holzbrett. Die Böden drücken so zusammen und bekommen eine schöne glatte Oberfläche. Schokoböden komplett auskühlen lassen. 

Frosting
Die Butter mit dem Kakao- und Espressopulver kräftig aufschlagen. Abwechselnd Puderzucker und kleine Schlucke Milch unterrühren, abschließend den Vanilleextrakt. 

Zusammensetzen der Torte
Einen Schokoboden auf eine Tortenplatte setzen und mit Frosting bestreichen. Den zweiten Schokoboden daraufsetzen und das restliche Frosting auf der Oberfläche und den Seiten verteilen. Die Oberfläche muss nicht glatt sein. 
Nach Geschmack so lassen oder mit Kakaonibs oder Schokostreuseln bestreuen. 
Schoko-Espresso-Torte

Kommentare:

Patce's Patisserie hat gesagt…

Wow, diese Schokoladentorte sieht ja klasse aus : )
Wie viel Zucker war denn im Originalrezept? Ich finde 300 g Zucker schon ganz schön heftig :o

Viele Grüße und einen schönen Sonntag
Patricia

maluskoestlichkeiten hat gesagt…

Ach, du sprichst mir aus der Seele, Steph! Das mit den Cups ist ja schon ein Ärgernis aber diese Massen an Zucker sind wirklich scheußlich. Um so mehr freut mich natürlich, dass du mir diese Vorarbeiten abgenommen hast und so eine tolle Torte präsentiert hast. Vielen Dank dafür!
Liebste Grüße
Maren

Astrid // MONAQO hat gesagt…

Ich liebe diese 'einfachen' Kuchen, also die Exemplare, die ohne 'hier noch ein Swirl und da noch ein Röschen und dann noch ein paar Blütenblätter (?) drüber streuen' auskommen. Sieht extrem lecker aus!

Die Lackmamsell hat gesagt…

Es reizt mich ja schon die Torte zu meinem Geburtstag, fürs Büro, nachzubacken. Ich glaub, das entscheide ich spontan - je nachdem, ob ich für ~45 Menschen backen muss oder nur für ein Team von max. 10 Leuten.

Aber danke dafür, dass du es alles in Gramm angegeben hast! Cup-Rezepte sind mir ein Graus und meistens endet es in Frustration bei mir.

Julia_Bakes! hat gesagt…

Hmmmmm, die sieht köstlich aus!!! :P

Freda Jansen hat gesagt…

Das sieht ja mal wirklich super lecker aus! :) Mhh...ob wohl ein Stück zu mir herüberschwebt, wenn ich den Bildschirm ganz intensiv anstarre...?

Liebste Grüße,
Freda

Ulrike hat gesagt…

Da bekommt man ja gleich Aquaplaning auf der Zunge. Das sieht sehr lecker aus. Danke für das schöne Rezept.

Liebe Grüße
Ulrike

Anonym hat gesagt…

Die Torte sieht super aus. Die werde ich bestimmt mal ausprobieren, weil sie sich auch so einfach anhört. Vielen Dank für das Rezept.

Ich muss sagen, dass mir der Tortenständer auch richtig gut gefällt. Ich bin schon die ganze Zeit auf der Suche nach einem schlichten Tortenständer -aber dennoch mit besonderem Pfiff. Würdest Du mir verraten woher Du ihn hast?

Viele Grüße
Juliane

Rebecca hat gesagt…

Wow die sieht super lecker aus! Ich habe die Woche auch ne Schokotorte gebacken, allerdings war sie nicht für mich sondern für einen Kindergeburtstag ;)
LG rebecca
icing-sugar.net

Diana hat gesagt…

Sieht die guuuuuuuut aus.. und mir geht es mit den Cup-Rezepten genauso. Damit kann ich NICHTS anfangen!
Den Kuchen werde ich wohl zum Geburtstag von meinem Papa backen... an die Sacher traue ich mich wohl nicht ran. ;)


Liebe Grüße,
Diana von STILGETREU

MissOswin hat gesagt…

Wow, der sieht mega lecker aus! Ich hab demnächst Geburtstag und wollte mal wider eine richtige Schokoladentorte backen. Vielleicht wird es diese. :)

Trolleira hat gesagt…

Hi Steph, also Dein Problem mit den Cups kann ich gar nicht nachvollziehen, das ist doch soooo super einfach! Und zum Thema, der Teig wär zu suppig, ich hab ein brasilianisches Rezept, das ziemlich ähnlich ist, das heisse Wasser lässt den Teig eher Richtung flüssiger werden, aber das ist ok so, der wird super locker dadurch. Ich liebe dieses Rezept, da man die Zutaten sehr variieren kann, weniger Zucker, Hälfte Mehl mit gemahlen Nüssen tauschen, weniger Öl,weniger Zucker, Kakao mit Nescafe oder Kaba mischen, Lebkuchengewürz rein oder Früchte. Ein super abwandelbares Rezept, das ich übrigens nur mit dem Kochlöffel zusammenrühre!
Schönen Karneval noch!

Steph hat gesagt…

Patricia, der Kuchen selbst ist schon ok, die Buttercreme macht ihn aber extrem süß und dabei hab ich die Zuckermenge im Kuchen und der Creme schon um insg. 300 g reduziert. Beim nächsten Mal würde ich eine italienische Buttercreme verwenden, die ist doch deutlich weniger süß ;o)

Maren, ich kann auch nicht nachvollziehen, wie man diesen Zuckerkram lecker finden kann. Da kann man sich auch eigentlich gleich nen EL Zucker pur auf der Zunge zergehen lassen.

Monaqo, genau, die einfachen Kuchen sind immer die besten - Röschen und Tupfen überlassen wir den anderen ;o)

Lackmamsell, für mich sind die Cups auch deshalb so nervig, weil ich für die Blogrezepte alles nochmal nachwiegen muss. Außerdem isses doch wirklich einigermaßen doof, die Butter erst in diesen blöden Cup zu drücken und dann wieder rauszukratzen. Naja, wer es braucht...

Freda, ich hab den Kuchen in den Kühlschrank gestellt, die Tür kriegste nicht auf ;o)

Juliane, den Tortenständer hab ich bei TKMAXX gekauft, dort gibt es ihn manchmal im Angebot. Soweit ich weiß, soll es zur Zeit auch wieder welche im Sortiment geben.

Diana, eine Sachertorte ist aber wirklich extrem simpel. Ist doch nur ein aprikotierter Schokokuchen mit nem Guss drüber.

Trolleira, der Teig wäre bereits vor der Zugabe des Wassers zu weich gewesen.
Da ich Backformen mit Hebeboden verwende, wäre schlussendlich wohl mehr auf dem Backofenboden als in der Form verblieben.

Mit Karneval haben wir hier übrigens nix am Hut, das überlassen wir den Jecken im Rheinland ;o)

HansWorscht hat gesagt…

Hört sich super lecker an und sieht auch noch super aus!
Werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren :)

Liebste Grüße!

Oslo hat gesagt…

Hi Steph,
das sieht mal wieder sehr lecker aus! Mir persönlich ist Buttercreme meist etwas zu feist, ausserdem bin ich grade auf Kohlenhydratentzug, aber schon die Fotos sind wie immer toll!!!
Hier ist übrigens Rheinland (fingerschnipp) und wir haben trotzdem nix damit am Hut. Bin froh, wenn es wieder vorbei ist..... ;o)
Liebe Grüße,
Christiane

Joanna Bittersüß hat gesagt…

Hallo Steph!
Ich weiß nicht wie mir dein Blog so lange entgehen konnte - gut dass ich ihn freitags entdeckt habe, jetzt kann ich mir das ganze Wochenende zum Rezepte Durchwühlen Zeit nehmen ;)

Eine Frage habe ich zu diesem Kuchen, eigentlich zu deinen Backformen: Du schreibst du hättest eine Backform mit Hebeboden von 20cm Durchmesser. Kannst du mir vielleicht verraten, von wo? Ich suche leider schon länger erfolglos und benutze im Moment Tortenringe zum Backen, was ich aber gerne ändern würde.
Würde mich sehr über eine Antwort freuen,
Alles Liebe
Joanna

Anonym hat gesagt…

Der Kuchen hat mich ehrlich gesagt enttäuscht. Transportsicher war er ja, die Zuckermenge habe ich nochmal angepasst und hatte ein eher bitter-schokoladigen Kuchen, aber der Teig wurde bei mir einfach zu massiv und irgendwie trocken schmeckend, ohne dass ich ihn überbacken hätte. Aber es stimmt schon, der Kuchen ist sehr ergiebig, wir haben (7 durchschnittliche Erwachsene und ein Zwei-Meter-Mann) knapp die Hälfte geschafft.

Marta

 

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