übern Tellerrand, heute: Pi mal Butter

übern Tellerrand
Langsam neigt sich das Jahr dem Ende zu und damit auch meine vorweihnachtliche übern Tellerrand-Runde. Natürlich wird es auch im nächsten Jahr wieder regelmäßig einen Blick über den Tellerrand und in andere tolle Foodblogs geben, für dieses Jahr ist aber erstmal Schluss. Halt, Moment! Noch nicht ganz!
Getreu dem Motto last but not least möchte ich Euch heute noch einen Blog vorstellen, der zu meinen ganz persönlichen Lieblingen zählt und dessen Geburtsstunde ich sogar mehr oder weniger live mit erleben durfte, Simones Pi mal Butter

Wer Simone ist, wie sie zum Bloggen kam und was ich damit zu tun habe, wird sie Euch gleich noch ganz ausführlich erzählen, ich möchte aber auf keinen Fall versäumen, Euch wirklich eindringlichst zu raten bei Ihr vorbeizuschauen, denn wenn Ihr den KuLa mögt, werdet Ihr Pi mal Butter lieben! 
Aber nicht, dass Ihr nicht mehr zurückkommt, so ist das nun auch wieder nicht gemeint. Guckt also bitte nur bei Simone vorbei, wenn Ihr es zeitlich schafft, zwei Blogs regelmäßig zu lesen - sonst herrscht bei mir demnächst noch gähnende Leere und das geht ja wirklich nicht. Spässchen ;o)
Ihr werdet selbst sehen, dass Pi mal Butter eine absolute Perle unter den deutschen Foodblogs ist und wahrscheinlich werdet Ihr Euch auch ein kleines bisschen schwarz ärgern, wenn Ihr diesen wunderschönen Blog noch nicht kanntet und dadurch die ganzen tollen Beiträge von Simone verpasst habt. Aber glücklicherweise stehen ja die Feiertage schon so gut wie vor der Tür, da werdet Ihr sicher spätestens genügend Zeit haben, Simones Blog von hinten bis vorne durchzulesen. 

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß bei Simones Gastbeitrag, dem ausgiebigen Stöbern in ihrem und natürlich auch den anderen Blogs, die ich in diesem Jahr bereits vorstellen durfte - vielen Dank für all die tollen Gastbeiträge! 

Hallo ihr Lieben, 
mein Name ist Simone und ich habe meinen Blog Pi mal Butter vor knapp 3 Jahren gegründet und Steph ist daran nicht ganz unschuldig!
Denn als ich ihren Blog zum ersten Mal entdeckt habe war ich sofort hin und weg, mit welcher Liebe und mit welchem Fleiß sie all ihre ansprechenden Fotos und Geschichten rund um die Zubereitung und Zutaten ins World Wide Web hinaussendet. Sie hat mir in meiner Anfangszeit unheimlich viel geholfen, was mit HTML, Bloggerjargon, Netzwerken usw. zu tun hat und sie hat meinen Blog bei facebook promoted und mir so recht schnell zu einer ordentlichen Leserschaft verholfen. Ohne dich liebe Steph wäre das am Anfang nie und nimmer so gut bei mir angelaufen, herzlichen Dank dafür! Außerdem ist Steph immer egal bei welchem Thema unheimlich hilfsbereit und ich frage mich manchmal ehrlich wie sie das alles unter einen Hut bekommt. Das bewundere ich sehr!

Was ich unbedingt noch loswerden möchte, bevor es zum Rezept geht ist, dass mir mein Blog unheimlich viel Kraft gegeben hat in einer Zeit, in der ich völlig unsicher war, was meine berufliche Situation angeht. Ich habe Biologie studiert, was ja grundsätzlich mal keine falsche Entscheidung war, ich mich damit aber leider nie so wirklich wohl gefühlt habe. Ich habe nie den Enthusiasmus für das Thema gefühlt, wie ich ihn bei anderen, meinen Studienkollegen oder Professoren gesehen habe.
Es hat lange gedauert bis es in meinem Köpflein und in meinem Herzlein klick gemacht hat und ich das Biologen-Thema hinter mir lassen konnte und eeeendlich das machen konnte was meine wahre Bestimmung ist, nämlich mit Essen ein Lächeln in den Gesichtern der Menschen zu zaubern. Nun stehe ich seit 2 1/2 Jahren in einer kleinen Osteria in Würzburg tagein tagaus in der winzigen Küche und kann mich kreativ und handwerklich betätigen und Genuss verbreiten! Ich habe endlich das gefunden, was mein kleines Herzlein wirklich glücklich macht und dabei kann ich so sein wie ich bin und muss mich nicht verstellen, denn ich bin nicht gemacht für das Verfassen von wissenschaftlichen Texten und laut Vorträge vor großem Publikum zu halten. Bei mir spricht das Foto des Gerichts im Blog und der Teller beim Gast im Restaurant! Das ist meine Art zu kommunizieren.

Wer also noch ein wenig mehr über mich erfahren möchte und sehen möchte was ich zu Hause, abseits meines Restaurant-Daseins so alles auf den Tisch zaubere, der ist herzlich Willkommen auf meinem Blog Pi mal Butter.
Das Rezept das ich euch heute und hier im kleinen Kuriositätenladen vorstellen möchte, habe ich von hier geklaut und präsentiere es euch in einer ganz abgewandelten Form. Es ist eines der leckersten Plätzchenrezepte das ich kenne und zwar Stephs Maronenzöpfe. Das ist übrigens eines der ersten Rezepte neben, gaaaanz vielen anderen, das ich hier bei Steph entdeckt habe und sofort zu Hause ausprobiert habe. Seitdem gibt es bei mir jedes Mal zu Weihnachten Maronenplätzchen.
Heute kommen die Zöpfe allerdings in einer ganz anderen Version zur Geltung. Ich habe ihnen einen Hauch Orange verpasst, den Zimt selbstverständlich weggelassen, (gell Steph?!) und eine super schokoladige Ganache hinzugefügt.

Maronenplätzchen mit Schokoladen-Ganache

Zutaten für ca. 2 Bleche
250 g vorgegarte Maronen
100 g Zucker
160 g Mehl
160 g Butter
1 Prise Salz
Abrieb einer Bio-Orange
Samen einer Vanilleschote
1 Eigelb zum Bestreichen

Ganache
150 g Schokolade 70% (z.B. Lindt 70% mild, oder Valrhona)
150 g Bio-Sahne
50 g dunkle Schokolade zum Verzieren
Zubereitung
Die Maronen mit einer elektrischen Reibe oder einem Mixer fein vermahlen. Mehl, Zucker, Orangenabrieb, Vanille und Salz untermischen und klein gewürfelte Butter unterkneten bis ein glatter Teig entsteht. Eine Kugel formen und etwas platt drücken, in Frischhaltefolie einwickeln und ca. 30min im Kühlschrank kühlen. Den Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen.
Anschließend den Teig ca. 0,5 cm dick ausrollen. Mit einem Ausstecher Plätzchen ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Plätzchen gehen beim Backen nur leicht auf, d.h. man kann sie relativ dicht nebeneinander legen.
Das Eigelb mit einem EL Wasser verrühren und die Plätzchen damit bestreichen und im Ofen ca. 20min bei 150 Grad backen bis sie ganz leicht angebräunt sind. Ich mag es, wenn der Kern noch leicht weich bleibt. Aber das ist Geschmackssache. Man kann ein Plätzchen zum Test herausholen und kurz abkühlen lassen, um die Konsistenz zu testen.

Während die Plätzchen auf einem Gitter vollständig auskühlen die Schokolade klein brechen und mit Sahne bei niedriger Temperatur im Topf unter Rühren schmelzen lassen. Die Ganache auskühlen lassen bis sie spritzfähig ist. Das dauert etwas. Anschließend in einen Spritzbeutel füllen und Kleckse auf eine Hälfte der Plätzchen spritzen. Mit einem passenden Plätzchen belegen und leicht andrücken. Mit geschmolzener Schokolade verzieren. Dazu nehmen ich einen Einwegspritzbeutel oder eine Gefriertüte und schneide, nachdem ich die Schokolade eingefüllt habe, die Spitze am Ende ganz knapp ab, sodass ein sehr kleines Loch entsteht.
Wahrscheinlich bleibt noch etwas Ganache übrig. Die kann man man kalt stellen und anschließend kleine Kugeln mit einem Melonenausstecher ausstechen. In Kakao gewälzt ergeben sie wunderbare und zartschmelzende Trüffelkugeln.
Viel Spaß beim Nachbacken und Genießen!

Vielen Dank an die Gastgeberin Steph und fröhliche Weihnachten
Eure Simone


Kommentare:

multikulinaria hat gesagt…

Was soll bei einer Fusion zweier Lieblingsblogs anderes herauskommen als optisch und geschmacklich Hochkarätiges? Danke für beide tollen Rezepte (die Zöpfe kannte ich noch nicht)! Stehen beide auf der Nachbackliste...

Nicole hat gesagt…

superlecker, hab ich grad nachgebacken yummy, nur die Menge der Ganache ist ein wenig ueberdimensioniert. Die Haelfte taets auch... da bleibt auch was uebrig :-))) suesse gruesse Nicole

 

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