Schokoladen-Guinness-Kuchen

Als ich kürzlich mal wieder einen akuten Schokokuchenjieper hatte und unbedingt einen neuen Kuchen ausprobieren wollte, haben meine Facebookleser sehr eindeutig für diesen Schokoladen-Guinness-Kuchen votiert und wenn die Leserschaft meint, ich solle den ausprobieren, dann halte ich mich natürlich dran und mach das doch glatt ;o)

Beim späteren Bearbeiten und Hochladen der Bilder in meine Webalben hab ich dann nicht schlecht gestaunt. Den Kuchen hatte ich im Mai schon mal gebacken, dann aber wieder komplett vergessen - so langsam verliere ich anscheinend den Überblick über die Rezepte die auf meiner NKL stehen oder in der Warteschleife ihre Runden drehen... 

Schokoladen-Guinness-Kuchen
Im Originalrezept, das aus The Hummingbird Bakery* stammt, wird im Frosting die doppelte Menge Zucker verwendet, das dürfte aber nahezu ungenießbar sein, denn selbst mit der von mir verwendeten Hälfte ist das Frosting nicht wirklich wenig gesüßt. 
Wenn Ihr also nicht gerade an akuter Unterzuckerung leidet, würde ich Euch auch empfehlen die Zuckermenge zu reduzieren oder gleich die im Rezept unten angegebene Menge Zucker zu verwenden. 

Beim Zubereiten des Frostings ist sehr wichtig, dass Ihr die Zutaten nur kurz miteinander vermengt, da es sonst schnell flüssig wird. Die Butter und den Puderzucker könnt Ihr theoretisch ewig rühren, sobald aber der Frischkäse dazukommt, ist Eile geboten und Ihr solltet wirklich nur huschhusch alles solange verrühren, dass die Zutaten vermengt sind. 

Schokoladen-Guinness-Kuchen
Zutaten für eine Springform mit 22 cm Ø
250 ml Guinness oder ein anderes Stout
250 g Butter
80 g Kakaopulver
350 g Rohrohrzucker
2 Eier
140 ml Buttermilch oder saure Sahne
280 g Mehl
1/2 TL Salz
2 TL Natron
1/2 TL Weinsteinbackpulver

Frosting
50 g weiche Butter
150 g Puderzucker
125 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)

Außerdem 
Kakaopulver zum Bestäuben (nach Wunsch)

Zubereitung
Das Guinness mit der Butter in einem Topf erhitzen, bis die Butter vollständig geschmolzen ist. Von der Herdplatte ziehen und den Kakao, Zucker und den Vanilleextrakt einrühren. 
Eier und Buttermilch in einem Becher miteinander verquirlen und unter die Butter-Bier-Mischung rühren. 
In einer Schüssel das Mehl mit dem Natron, Backpulver und Salz vermischen. Die Guinnessmischung dazugeben und alles mit dem Mixer oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verrühren. 

Eine Springform fetten und mit Kakaopulver ausstäuben, den Kuchenteig
einfüllen und im vorgeheizten Backpulver bei 180°C ca. 60 Minuten backen. Unbedingt den Stäbchentest machen, der Kuchen soll feucht wie ein Brownie sein und eine feste Konsistenz haben. Aus dem Backofen nehmen, ca. 5 Minuten in der Form, dann vollständig auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.

Für das Frosting die zimmerwarme Butter mit dem Puderzucker kräftig schaumig rühren, anschließend den Frischkäse vorsichtig und vor allem schnell unterheben. So wenig wie möglich rühren, da das Frosting sonst weich wird.
Den Kuchen auf eine Tortenplatte setzen und das Frosting auf der Oberfläche verteilen. Mit Kakao bestäuben.
*Affiliatelink

Kommentare:

Karens Backwahn hat gesagt…

Oh sieht der lecker und saftig aus... mit dem Zucker hast Du recht... Wahnsinn was manche an Zucker in den Kuchen knallen.

Liebe Grüße
Karen

Valeska hat gesagt…

Dein Kuchen hat eine tolle Farbe,so dunkel wird mein Schokoladenkuchen nie - welchen Kakao nimmst du? Oder liegt das (auch) am Bier?
Viele liebe Grüße
Valeska

ideenkind hat gesagt…

Hallo Einmach-Königin!

Den Kuchen hab ich letztens ganz ohne Frosting gebacken und als Dankeschön für unsere Hochzeitsgäste (mit Bezug auf unsere Hochzeitsreise nach Irland) im Weckglas gebacken. Aber pssst. Ist noch nicht verteilt.
Nach zwei Wochen ist er immer noch super saftig und wahnsinnig lecker. Ich mag die herb süße Kombi.

Guten Appetit wünscht Sabrina

Arina Schinköthe hat gesagt…

ich besitze das hummingbird bakery-buch und muss sagen, dass die rezepte allgemein so dermaßen viel zucker beeinhalten, dass ich bin vorn herein den zucker erstmal um die hälfte reduziere...
lg, arina

Silke hat gesagt…

Oh ja, dieser Kuchen gehört auch zu meinen absoluten Favoriten. Ich habe ihn allerdings nach dem ersten Mal immer ohne Frosting gemacht (dann erübrigt sich auch das Zucker-Problem), weil es mir zu üppig ist. Stattdessen bestäube ich ihn nach dem Abkühlen mit Puderzucker. Er schmeckt übrigens auch auf dem Blech gebacken und dann in kleine Schnittchen zerteilt.
LG SIlke

Charlotte Valerie hat gesagt…

Hallo! Diesen Kuchen wollte ich schon oft ausprobieren, da viele davon schwärmen. Allerdings bin ich überhaupt kein Fan von Bier.. Was meinst du, sollte ich ihn trotzdem probieren? Hat Guiness überhaupt diesen typischen Biergeschmack?
Liebe Grüße aus Wien, Charlotte

Steph hat gesagt…

@ Silke
Ich finde schon, dass das Frosting sein muss, sooo spektakulär finde ich den Kuchen selbst nicht - da gibt es weit bessere ;o)

@ Arina
Ist es nicht unglaublich, wie zickrig die Rezepte sind? Wie kann man sowas essen, ohne sofort nen hyperglykämischen Schock zu bekommen?

@ Valeska
Ich verwende Valrhona-Kakao, die Farbe entsteht aber sicher aufgrund der Kakao-Bier-Kombination.

@ Charlotte
Nach Bier schmeckt der Kuchen überhaupt nicht. Das Guinness verleiht dem Kuchen nur eine herbe kräftige Note, Bier schmeckt man aber nicht heraus.

Anonym hat gesagt…

Hallo, auch ich bin bei dem Anblick schwach geworden und habe den Kuchen nachgebacken. Mir gings wie @Steph das Ergebnis hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen, selbst meine Jungs-große Schoko-Schleckermäuler- hat das eine Mal gereicht. Aber das Frosting gehört schon dazu;)

Liebe Grüße
Petra

Nadja hat gesagt…

Hey,
der Teig war sehr flüssig, aber der Kuchen ist ordentlich hoch gegangen. Ich mag ihn sehr gern - weil er saftig ist - und wollte wissen, ob du eine Möglichkeit kennst, das Bieraroma zu verstärken? Vom Guinness schmecke ich nämlich gar nix. VG! Nadja

zwergenprinzessin hat gesagt…

den mache ich heute in einer adaption für den geburtstags-boyfriend. bin schon gespannt & werde berichten! :)

 

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