Rumkugeln

Kennt Ihr diese leckeren Rumkugeln vom Bäcker? Die, für die in der Backstube immer alle Kuchenreste zusammengefegt und dann mit Rumaroma und was sich sonst noch so alles findet, zusammengerührt werden? Ich liebe diese Dinger! Vorausgesetzt, sie enthalten keinen Swienkram, also Orangeat, Zitronat und dieses ganze komische Zeugs - soll ja immer wieder Bäcker geben, die das heimlich drunter mischen.
Seit Jahren suche ich schon nach einem anständigen Rezept für diese Art der Rumkugeln, hab aber nie das richtige gefunden, meist handelt es sich um Pralinen und nicht um die Kuchenrest-Variante. 
Da muss ich also erst in Martha Stewart's Keksbuch stöbern um endlich mal auf die richtige Fährte zu kommen... tztztz 
  
Rumkugeln
Die Rumkugeln von Martha Stewart bestehen aus einem Brownie (was ja schon die perfekte Basis ist!), der zerbröselt und mit Rum vermengt wird. Sie ist damit auch schon auf dem richtigen Weg, es fehlt aber noch eine ganz entscheidene Zutat, damit die typische Konsistenz der Kuchenrest-Rumkugeln zustande kommt, Kokosfett. 
Ich habe für dieses Rezept also das Brownie-Rezept vom Martha Stewart verwendet, dann aber zwei Änderungen vorgenommen. Es kam noch ein großzügiger Schluck Bio-Kokosöl dazu und aus dem Rum wurde Whisky. Wenn man die Kugeln schon selbst macht, dann kann man ja schließlich auch einen anständigen Alkohol nehmen, nen schottischen Single Malt aus dem Fundus des Gatten beispielsweise ;o)

Wer findet den Fehler?

Zutaten für ca. 12 Rumkugeln
170 g Valrhona Caraïbe-Kuvertüre (66%)
160 g Butter
90 g Rohrohrzucker
3 Eier
1/2 TL Salz
1 EL Vanilleextrakt
100 g Mehl
100 g natives Bio-Kokosöl
80 ml Rum oder Whisky (Springbank 10 Jahre)
ca. 200 g Schokostreusel zum Wälzen

Zubereitung
Die Kuvertüre grob hacken, die Butter in Würfel schneiden. Beides in einem Topf bei milder Hitze und unter stetigem Rühren schmelzen - beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.
Die Eier mit dem Zucker, Salz und dem Vanilleextrakt sehr schaumig schlagen. Die etwas abgekühlte Schokolade in einem dünnen Strahl unterrühren. Das Mehl dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
Eine Back- oder Auflaufform ausbuttern und mit Kakaopulver ausstäuben. Den Teig reingeben und glatt streichen. Bei 180°C ca. 20 Minuten backen, bis die Oberfläche glänzt und der Brownie in der Mitte beim Stäbchentest noch saftig, aber nicht mehr flüssig ist - die genaue Backzeit hängt von der verwendeten Form ab.
Den Brownie aus dem Backofen nehmen und komplett abkühlen lassen. Brownie in eine Schüssel geben und zerbröseln. Das Kokosöl in einem Topf bei milder Hitze schmelzen und zusammen mit dem Rum oder Whisky über den Browniebröseln verteilen. Mit einem Mixer solange rühren, bis die Krümel zu einer Teigkugel werden. Komplett abkühlen lassen und im Kühlschrank für 2-3 Stunden oder über Nacht kalt stellen, damit die Masse sich verfestigt. Mit einem Eisportionierer Teigportionen abstechen, rund wirken und in Kakaopulver oder Schokostreuseln wälzen.


Quelle: Martha Stewart's Cookies (Affiliate-Link)

Kommentare:

Alice hat gesagt…

Ohhhh! Ich liebe diese Teilchen. Ich kenne sie allerdings nur als Granatsplitter :) wenn ich Kuchenreste o.ä. habe bastel ich die auch immer zusammen. :)

Franziska S. hat gesagt…

Schande, ich will sofort so eine Kugel haben!!! :-D

Trolleira hat gesagt…

mmmhhh lecker, bei uns heissen die auch Granatsplitter und sind mit Schokoguss überzogen!!

Himbeerschoko hat gesagt…

Oooh wie gemein, jetzt muss ich sofort Brownies machen, diesen Teilchen kann ich sicher nur maximal einen halben Tag widerstehen.
Lg Himbeerschoko

Marichan hat gesagt…

In dem einen Betrieb, wo ich gearbeitet habe kamen zu den Kuchenresten (keine richtigen Kuchen, sondern Biskuitböden und ähnliches), rote Konfitüre, die Butterkrem oder Fettkremreste des Tortenpostens, Kakaopulver und Rum + Rumaroma rein.

Liebe Grüße, Mari

Eva Bo hat gesagt…

Jetzt hab ich auch total Hunger auf Brownies :(

nata hat gesagt…

Jaja, genau so habe ich mir das auch immer vorgestellt. Dass sie in der Backstube die alten Kuchenkrümel zusammenfegen, genau dieses Bild hatte ich auch immer im Kopf. Aus diesem Grund wurden die Rumkugeln und ich bisher keine Freunde. Vielleicht ist Selbermachen tatsächlich die Lösung. ;o)

Rubicon hat gesagt…

Hm, da läuft mir schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen... *sabber*

Zum Glück wollte ich eh ein neues Brownie-Rezept testen, dann werde ich gleich die doppelte Menge machen. Und Kokosöl auf den Einkaufszettel schreiben :)

teamworkart hat gesagt…

Mit Kokosfett? Hab immer gerätselt, was die Dinger zusammenhält...Witzig, es gibt doch einfach keine Zufälle: gerade gestern hab ich in unserer kleinen, feinen Konditorei ums Eck mit Freude festgestellt, dass es da jetzt meinen geliebten, ollen Kuchen aus Kindertagen gibt, nämlich "Kalten Hund"! Da kommt ja auch Kokosfett rein, aber bei Rumkugeln wär ich nie drauf gekommen!
Oh je, da brechen jetzt harte Zeiten an...

MK hat gesagt…

*Schluck*... ICH LIEBE RUMKUGELN... !!! Das Rezept klingt super und werde ich sicherlich mal ausprobieren!!!

Anonym hat gesagt…

Kuchenreste?? Was ist das denn??? :-)
Sowas gibts doch garnicht! ;-)
Gut, dass hier gleich ein Backrezept dabei ist!!
Danke, für wieder mal ein Rezept, das dringend nötig war!
Grüße
Heike aus Wetzlar

Tini hat gesagt…

die dinger sind bestimmt schon alle, die sehen lecker aus :) Den Mitesser treffe ich bestimmt am Wochenende auf der Whiskymesse, wo er Nachschub ordert!
Gruss
Tini

Lia hat gesagt…

Hallo Steph,

ich bin eben auf der Suche nach „Geschenken aus der Küche“ auf deine tolle Seite gestoßen. Wahnsinn, wie viele Rezepte du da hast. Genau so was hab ich gesucht. Mein Weihnachten ist gerettet :D Ich habe vor, für jeden aus meiner Familie eine kleine Box mit Geschenken aus der Küche zusammenstellen. Natürlich soll nicht jeder das gleiche bekommen, sondern jeder das, was er gerne mag. Da hab ich mir echt viel vorgenommen und ich bin mal gespannt ob ich das schaffe. Aber ich fang jetzt einfach mal an nach passenden Rezepten zu schauen. Zu deinen Rumkugeln hab ich dann auch gleich mal eine Frage. Wie halten denn die Schokostreusel oder das Kakaopulver am Ende wenn man da die Teigkugeln darin wälzt? Reicht das so aus? Fällt das nicht gleich wieder ab? Und was meinst du wie lange die Rumkugeln haltbar sind? So 2 Wochen vielleicht, oder? Würd mich sehr über eine kurze Antwort von dir freuen :) Und ich melde mich sicher noch öfters in nächster Zeit :D

Liebe Grüße,
Lia

Lia hat gesagt…

Huhu,

nachdem Weihnachten nun vorbei ist und ich insgesamt 17 Geschenke aus der Küche angefertigt habe (und auf den letzten Drücker fertig geworden bin), wollte ich mich hier nochmal für die Rezepte bedanken, da ich doch auch einige von dir verwendet habe.
Die Rumkugeln sind sehr gut angekommen, da sie einfach nicht wie die typischen Rumkugeln schmecken. Sogar jemand, der eigentlich keine Rumkugeln mag und dann doch probierte, meinte, dass ihm diese sehr gut schmecken würden und total lecker seien.
Also danke für das tolle Rezept.
Habe nach Weihnachten sogar nochmal eine Ladung für unsere zukünftigen neuen Nachbarn (wir werden im Herbst umziehen) gebacken und verteilt. Kamen sehr gut an.
Nur wollte ich noch sagen (oder eher fragen), wie denn in deinem Rezept die Angabe für 12 Rumkugeln zustande kommt? Wie groß hast du die denn gemacht?
Denn ich habe mit deiner Mengenangabe jedes Mal zwischen 50und 60 Stück erhalten und bin 2 Stunden in der Küche gestanden um die alle zu formen und in Schokostreuseln zu wälzen. Zu zweit oder dritt geht's bestimmt schneller aber allein ist das echt mühselig :D Ich hab erst mal genug vom "Rumkugeln", im wahrsten Sinne des Wortes :)
Wie gesagt, lieben Dank nochmal für alle Rezepte!
Ich stelle mal bei Gelegenheit noch Bilder auf meinen Blog.

Liebe Grüße,
Lia

Steph hat gesagt…

Moin Lia, wie schön, dass Dir die Kugeln so gut schmecken!

Das Größe ist nach den Rumkugeln bemessen, die es auch beim Bäcker gibt. Wie man auf dem Foto sieht sind die etwas kleiner als ein Tennisball.

 

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