Haselnuss-Sirup und Haselnuss-Krokant

Ich hatte es Euch ja schon angedroht versprochen, die Vorweihnachtszeit wird im KuLa n büschen verlängert und geht in eine zweite Runde, zumindest was die Geschenke aus der Küche betrifft. 
Da ich vor Weihnachten ziemlich lange außer Gefecht gesetzt war und mich daher in der Küche und in meinem *hüstel, Fotostudio nicht so austoben konnte, wie ich das gerne getan hätte, gibt's die ganzen kulinarischen Leckereien erst jetzt. Weihnachten steht ja schon wieder so gut wie vor der Tür und vorher gibt es sicher noch genügend Anlässe, zu denen sich kleine kulinarische Mitbringsel anbieten.

Dieser Sirup hat natürlich nicht so eine intensive Haselnussnote wie die gekauften Varianten, denen Aromen zugesetzt sind, dafür ist hier aber auch kein Schweinkram drin ;o) Besonders lecker schmeckt dieser Sirup in Kombination mit Kaffee oder auch als Sauce über ein leckeres Eis. 
Ganz besonders begeistert hat mich an diesem Rezept, dass man neben dem eigentlichen Resultat, also dem Sirup, noch einen knusprigen Haselnusskrokant erhält. Perfekt zum Aufpeppen von Müslis, als Crunch über einen Joghurt gestreut, aber auch für Kuchen, Torten und Desserts. Hier wird also nichts weggeschmissen - von den Nusschalen mal abgesehen, aber dafür fällt mir nu wirklich keine Verwendungsmöglichkeit mehr ein ;o)

Zutaten 
300 g Haselnüsse 
500 g Rohrohrzucker 
600 ml Wasser 
1 Msp. Natron 
1 Msp. Zitronensäure

Zubereitung 
Die Haselnüsse auf ein Backblech geben und bei 160°C ca. 15 Minuten rösten, dabei immer ein Auge darauf haben, damit die Nüsse nicht zu braun werden. 
Die Haselnüsse herausnehmen, auf ein Küchentuch geben und die Häute abrubbeln. Die geschälten Nüsse zurück auf das Blech geben und nochmals für 5 Minuten rösten, so dass sie schön braun sind. Herausnehmen und mit einem Messer fein hacken, alternativ in einen Beutel geben und mit einem Fleischklopfer oder Nudelholz zerbröseln.  Darauf achten, dass die Nüsse nicht zu fein gehackt und so zu Haselnussgriess verarbeitet werden werden.
Den Zucker in einem großen Topf karamellisieren. Dabei darauf achten, dass er nicht zu dunkel wird, da er sonst bitter schmeckt. 
Mit dem Wasser ablöschen und aufkochen lassen, bis sich der erstarrte Zucker wieder vollkommen aufgelöst hat. Natron und Zitronensäure dazugeben und Rühren, bis auch das aufgelöst ist. 
Die gehackten Haselnüsse dazugeben und alles für ca. 60 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis ein sämiger Sirup entstanden ist. 
Den Sirup durch ein sehr feines Sieb gießen und in einer zuvor sterilisierten Flasche aufbewahren. 

Haselnusskrokant
Den ausgedrückten Haselnussbruch auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten und bei 100°C für ca. 2 Stunden im Backofen trocknen. Die Tür ab und zu öffnen, so dass die Feuchtigkeit entweichen kann. 
Den knusprigen Krokant aus dem Backofen nehmen, komplett auf dem Blech auskühlen lassen und in einem fest verschließbaren Glas aufbewahren.
Quelle: Five €uro Food

Kommentare:

Christina hat gesagt…

Ja super, das sieht so lecker aus, ich habe den Geschmack von Eis und Haselnuss schon im Mund...
Ich hab mal so ein Rezept für einen supertollen Schokoladensirup im Netz gefunden, das war doch auch bei dir oder? Den mache ich seitdem nämlich immer wieder.
Liebe Grüße!

copy.cat hat gesagt…

Leeeecker! :) Krokant ist eh mega lecker :) muss ich mal probieren

Britta hat gesagt…

Hmmm. Ich liebe Haselnüsse und finde, sie sind schwer unterschätzt.

Würde den Sirup gerne mal probieren... das bei sämtlichen Likören etc. immer Aroma beigesetzt wird weil der Geschmack schwer zu extrahieren hab ich auch schon oft gehört.

Anice hat gesagt…

Das hört sich lecker an und wird auf alle Fälle ausprobiert!

Die Haselnußschalen machen sich übrigens gut als Auflockerung im Blumenbeet!!

LG Regina

Ulrike hat gesagt…

Lecker, nd die Resteverwertung ist auch super.
Was ich jetzt noch nicht verstehe ist, was Natron und Zitronensäure bewirken sollen. Ich weiß, dass die beiden im Zusammenspiel Brause ergeben, aber hier ist dieser Effekt doch eher kontraproduktiv.

Steph hat gesagt…

Beides sorgt dafür, dass der Zucker nicht wieder auskristallisiert. Wenn man den Sirup eh schnell aufbraucht, kann man das auch weglassen, wer den Sirup etwas länger lagern möchte, der sollte beides zufügen.

Ulrike hat gesagt…

Ok, das musste ich jetzt mal recherchieren. Also es ist so, dass die Zitronensäure dafür sorgt, dass der Zucker umgebaut wird zu Invertzucker, der dann nicht auskristalliert. Das Natron neutralisiert dann die Säure nach dem Prozess. Also beides gemeinsam zugeben ist dann doch eher kontraproduktiv, da die Neutralisation eher abgeschlossen ist also die Zuckerumbildung.
Deswegen kristallisiert der Zucker im Holundersirup auch nicht aus. Darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht.
Danke also nochmal für den Tip.

NY-cheesecake hat gesagt…

Sirup ohne Schweinkram - genau mein Ding :)

Hach, in deine Fotos könnte ich mich mal wieder reinlegen, so schön sind die...

Viele Grüße
Carina

Sissi hat gesagt…

Sehr sehr schön

madameflavoursome hat gesagt…

Das klingt toll und wird bald mal nachgemacht. Danke Steph!

Sabine hat gesagt…

Das muß ich auch mal ausprobieren :-) Habe deinen Vanille-Extrakt vor Weihnachten mit Erfolg ausprobiert! Herrlich kann ich da nur sagen.
Für ehrliche und gute Zutaten bin ich immer zu haben :-)
Danke für das Rezept!

LG Sabine

schwiegermutterinklusive hat gesagt…

Lecker, lecker, lecker...Krokant ist einfach das Größte und dann noch mit Haselnüssen....seufz...

Die Küchenschabe hat gesagt…

der Haselnusssirup könnte auch in einer Salatmarinade Verwendung finden, meinst du nicht? Und die Schalen verheizen wir :-)

Anonym hat gesagt…

Hallo,
eine Frage: Sind die Haselnüsse beim ersten Arbeitsschritt noch in der Schale oder sind sie schon vor dem ersten Rösten "geknackt" worden?

 

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