Spaghetti con Agretti ~ Spaghetti mit Mönchsbart

Fremdkochen Pasta ...e Basta Halt, Stopp! Ich will auch noch!
Jetzt hab ich es die ganzen zwei Monate nicht geschafft, in der Nachbarschaft ein leckeres Pastagericht zu mopsen, da muss das quasi auf den letzten Drücker noch mit reingeschoben werden - den ganzen Tag nur Torte, das schmeckt ja auf die Dauer auch nicht ;o)
Eigentlich hatte ich ja vor, mal wieder ganz aufwendig Nudeln selbst herzustellen, vielleicht sogar mal wieder zu färben, aber seine eigenen Rezepte fremdzukochen wäre ja einigermaßen unsinnig, also hab ich diese Idee ganz schnell wieder verworfen. 
Die Suche nach dem richtigen Rezept wurde mir vorletzten Freitag abgenommen, als ich beim Bummel über den Isemarkt eine Entdeckung gemacht hab - Mönchsbart
Normalerweise bekommt man Mönchsbart bei uns nicht an jeder Ecke, aber hier bewahrheitet sich mal wieder, es gibt nix, was man auf dem Isemarkt nicht bekommt - wenn dieser Markt nur nicht immer so fürchterlich überlaufen wäre ... 
Da ich beim Stichwort Mönchsbart sofort wusste, wo ich nach einem Rezept suchen musste, hab ich natürlich die Gelegenheit und somit das Bund Mönchsbart beim Schopfe gepackt und ein schönes Bund mitgenommen. Die Rezeptsuche hatte somit ein Ende :o)

Spaghetti con Agretti
Robert hat bereits einige Rezepte mit Mönchsbart gebloggt, da es aber für das Pasta... e Basta!-Fremdkochen natürlich ein Nudelgericht sein musste, hab ich mich für dieses entschieden und es nur ein wenig eingenordet - im wahrsten Sinne des Wortes ;o)
Uns hat der Mönchsbart so gut gefallen, dass wir ihn auf jeden Fall wieder kaufen werden, Robert hat schließlich noch das ein oder andere Rezept in petto...

Zutaten 
1 Bund Mönchsbart (Barba di frate, Agretti)
1 Schalotte

6 Scheiben Coppa (kommt auf die Größe an, meine waren sehr klein)
100 ml trockener Weißwein 
200 g Nordländer (oder ein anderer würziger Bergkäse)
Salz, Pfeffer und Muskatnuss nach Geschmack

Zubereitung
Den Mönchsbart gründlich putzen, dazu die Wurzelenden etwa 3-4 cm hoch abschneiden. Stengel um Stengel waschen.
Die Spaghetti nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser al dente kochen.
In der Zwischenzeit die Pinienkerne in einer Pfanne trocken anrösten, dabei immer wieder schwenken und darauf achten, dass sie nicht zu dunkel werden. Herausnehmen und beiseite stellen. 
Die Coppa in feine Streifen schneiden, in die Pfanne geben und knusprig anbraten, nicht zu dunkel werden lassen, dann wird die Coppa hart - ebenfalls beiseite stellen. 
Eine Schalotte fein würfeln und in etwas Olivenöl anschwitzen, mit Weißwein ablöschen und fast komplett einreduzieren lassen. Die Crème Fraîche zufügen und aufkochen lassen. Die Temperatur reduzieren und bei kleiner Flamme den frisch geriebenen Nordländer unter stetigem Rühren zufügen und schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat nach Geschmack würzen.
Ca. 3 Minuten, bevor die Spaghetti gar sind, den geputzten Mönchsbart dazugeben und mitkochen. Spaghetti und Mönchsbart abgießen und tropfnass in die Sauce geben. Durchschwenken und sofort auf Tellern anrichten. Mit Pinienkern/Coppa-Bröseln servieren.    

Kommentare:

jultchik hat gesagt…

es klingt lecker:)
bei uns ist Mönchsbart unbekannt, das ist sehr schade, denn ich möchte gerne probieren...
wie scmeckt das, hat es einen besonderen Geschmack?

lamiacucina hat gesagt…

die "Einnordung" scheint ihm gut bekommen zu sein ;-)

lieberlecker hat gesagt…

Sehr schön ... und so sauber geputzt ;-)
LG,
Andy

Nysa hat gesagt…

über robert bin ich damals auch zu mönchsbart gekommen. tolles gemüse und sehr lecker zu nudeln!

anies delight hat gesagt…

Und da habe ich heute morgen noch bei Jutta Lorbeerkrone gesagt, dass ich im Norden noch nie Agretto bzw. Mönchsbart gefunden habe.

Ich sollte wieder öfter über den Isemarkt schlendern... ;)
Herzliche Grüße
Steffi

Wilde Henne hat gesagt…

Sehr fein, so ne Portion würde ich jetzt glatt als Vorspeise reinziehen ;-)

ela hat gesagt…

Mönchsbart hatte ich noch nie zu vor gesehen oder gelesen.sieht aber sehr dekorativ aus mit den nudeln zusammen und wenn es schmeckt umso besser.mal gucken ob der Münchner viktualienmarkt da was hergibt :-)

Steph hat gesagt…

@ Jultchik
Mönchsbart ist leicht salzig und sehr knackig mit einer ganz leicht säuerlichen Note.

@ Robert
Da haste Recht ;o)

@ lieberlecker
Das versteht sich doch von selbst ;o)

@ Nysa
Ich hab den Mönchsbart auch schon lange bei Robert bewundert und mich riesig gefreut, als ich ihn bei uns gefunden hab. Den gibt's jetzt sicher öfter mal.

@ Steffi
Mich zieht's in letzter Zeit immer seltener auf den Isemarkt, viel zu voll für meinen Geschmack. Ab und zu muss es aber dann doch mal sein und dann finden sich solche Leckereien wie der Mönchsbart

@ Dann fällt die Hauptspeise aber eher sparsam aus, oder? ;o)

@ ela
Wenn wir hier in HH Mönchsbart bekommen, dann doch in München erst Recht ;o)

katabolismós hat gesagt…

Oh Gott, sieht das gut aus. Da mich allerdings die grauenvolle Befürchtung plagt, dass es minimal auswegslos sein dürfte, hier in Ostwestfalen Mönchsbart zu suchen, begnüge ich mich morgen mal 'nur' mit der Sauce zu selbstgemachter VK-Tagliatelle.

katabolismós hat gesagt…

Ach, übrigens: ich liebe deine Fotos. Und ich kenne einen Haufen Werbefotografen, die es selbst mit stundenlanger Lampen-Verrückerei und haufenweise Glycerin nicht schaffen, Essen so wundervoll aussehen zu lassen. ;)

Rosita Vargas hat gesagt…

Hola hace mucho que soy seguidora y cada día me encantan más sus recetas,abrazos y abrazos,soy fan de los spaghetti lucen fantásticos,abrazos y abrazos.

 

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