Blogroll

Zwiebelkuchen

Mein Mitesser und ich haben eines gemeinsam, wir lieben Zwiebelkuchen! (Natürlich haben wir auch noch zwei bis drei andere Gemeinsamkeiten, aber darum geht's ja nu nicht) 
Zwiebeln und Speck, mehr braucht ein leckeres Essen  nicht - dazu noch eine Prise Zucker und etwas geräucherten Paprika und schon bin ich mal wieder im kulinarischen 7. Himmel...
Jaja ich weiß, ich bin da leicht zufrieden zustellen, aber die Kombination ist wirklich grandios!

Die Grundlage für dieses Rezept  stammt aus einem alten Sanella-Backbuch/-heft, das meine Mama vor Urzeiten mal bestellt hat. Mittlerweile hab ich sowohl am Hefeteig, als auch am Belag ne Menge gedreht - mit dem Ursprungsrezept hat dieses also nur noch sehr wenig gemeinsam. 
Den absoluten Kick bringt der geräucherte Paprika, der Duft ist einfach atemberaubend! Da kommt mir gerade eine geniale Marketingidee in den Sinn. Ihr kennt doch sicher alle diese ekligen Wunderbäumchen für's Auto - eklig, einfach nur eklig! Ich werd einfach eine eigene Kollektion entwickeln und zwar in den Duftrichtungen krosser Speck, Wiener Saftgulasch, Vanillepudding, Krüllkoken, Apfelpfannkuchen, frisch gebackenes Brot, Bratkartoffeln, gebrannte Mandeln, Hühnersuppe, Backfisch, Brathühnchen und Grünkohl. Ha, damit werd ich den Wunderbaum-Markt revolutionieren und gleich noch meine erste Million machen. 
Bald hab ich also das Startkapital für meinen "Imbiss" zusammen, prima oder? 

Schon gut, ich phantasiere schon wieder, aber das ist dieser Zwiebel-Speck-Duft, ich schwör's! ;o)

Nochmal zum Rezept, dieser Zwiebelkuchen ist eines meiner absoluten Lieblingsessen und ein fester Standard, auf den wir uns das ganze Jahr über freuen. 
Ein ganzes Blech ist für uns zwei natürlich viel zuviel, aber glücklicherweise lässt sich der Zwiebelkuchen problemlos einfrieren und so bei akutem Zwiebelkuchen-Jieper schnell aufwärmen.

Zutaten
500 g Mehl
1 Tütchen Trockenhefe
11 g Salz
250 g Wasser
75 ml Öl

250 g durchwachsener Speck
2 kg Gemüsezwiebeln
2 TL Zucker
1 1/2 Becher saure Sahne
6 Eier
Salz und Peffer
Muskat
2 TL geräuchertes Paprikapulver

Butterschmalz

Zubereitung
Die Trockenhefe in dem Wasser auflösen und einige Minuten ruhen lassen, so dass sie sich vollkommen auflösen kann.
Das Mehl mit dem Salz trocken vermischen. Hefe-Wasser-Mischung und Öl dazu geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Den Teig in eine Schüssel geben und abgedeckt ca. 45-60 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

Die Gemüsezwiebeln schälen und in grobe Würfel schneiden. Den Speck in Streifen schneiden und bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne auslassen, dabei nicht zu knusprig werden lassen. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
Die Zwiebeln in dem ausgelassenen Speckfett anbraten, evtl. noch etwas Butterschmalz dazugeben. Mehrere Minuten bei mittlerer Hitze andünsten, dann mit dem Zucker bestreuen. Weiter dünsten, bis die Zwiebeln eine leicht goldene Farbe annehmen, von der Platte nehmen und abkühlen lassen.

Den Hefeteig abschlagen und 10 Minuten ruhen lassen, so dass er sich entspannen kann - er lässt sich dann leichter ausrollen.
Den Hefeteig auf die Größe eines Backbleches ausrollen und dieses damit auslegen, den Rand etwas hochziehen. Mit einer Gabel in regelmäßigen Abständen einstechen und ca. 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Eier mit der sauren Sahne vermischen und kräftig mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Muskat würzen. Zu den abgekühlten Zwiebeln geben und evtl. noch etwas nachwürzen.
Die Mischung auf dem Hefeteig verteilen und im auf 200°C vorgeheizten Backofen ca. 35-45 Minuten backen, bis der Zwiebelkuchen goldgelb und die Eiermasse vollständig gestockt ist.
Aus dem Backofen nehmen und am besten lauwarm genießen. 

Kommentare

  1. Also Vanillepudding, Apfelpfannkuchen und Mandeln würde ich mir auch kaufen, aber wenn ich mir vorstelle, dass ich an einem stressigen Tag morgens um 6 schon leicht entnervt loshetze und meine Karre dann nach Backfisch riecht... ich weiß ja nicht. ;-) Nichtsdestotrotz, das mit dem Imbiss solltest du wirklich machen. Der Zwiebelkuchen ist sowieso lecker!

    AntwortenLöschen
  2. Oh! Ja, die Zwiebelkuchensaison hat wieder angefangen. Ich freu mich schon & muss nur noch ein freies Wochenende ausbuddeln.

    AntwortenLöschen
  3. "Zwiebelkuchensaison"??? äh hüstel ist bei mir fast das ganze Jahr über. ;-)
    Gruß Friederike

    AntwortenLöschen
  4. Ich nehme ein Wunderbäumchen Zwiebel-Speck bitte. Bei prompter Lieferung könnte ich etwas echt fränkischen Bremser organisieren. Geiseltausch auf halber Strecke.

    (Hier macht man übrigens zum allgemeinen Wohlbefinden noch Kümmel in den Zwiebelkuchen. Aber ich kann auch ohne. ;) )

    AntwortenLöschen
  5. Ich könnte dann noch Apfelstrudel oder Pasta mit Sugo als Duft beisteuern..
    Vielleicht in Tüten abgefüllt und per Post? ;-)

    Das wäre es sowieso - hat schon jemand virtuellen Duft erfunden?
    Wenn ich auf einen Blog das Rezept klicke, dann kann ich den Duft einatmen.

    Wobei dann hätte ich wahrscheinlich noch mehr Appetit als jetzt schon.

    AntwortenLöschen
  6. @ Christina
    Du hast Recht, Backfisch ist vielleicht eher was für fortgeschrittene Fischköppe mit akutem Backfisch-Jieper ;o)

    @ kochschlampe
    Nicht zu lange warten!

    @ Friederike
    Nene, so geht das nicht! Zwiebelkuchen gibt's im Herbst und den Rest des Jahres wartet man sehnsüchtig drauf ... tztztz ... das ganze Jahr ... ;o)

    @ Evi
    Was issn fränkischer Bremser? Son Stinkerkäse?
    Hmm, dafür gäbe es sicher auch Abnehmer - ich sollte meine Produktpalette unbedingt noch erweitern! ;o)

    AntwortenLöschen
  7. Meld' mal gleich ein Patent an. Ich hätte gerne was mit Zimt. ;-)
    Backst Du den gefrorenen Zwiebelkuchen auf oder läßt Du ihn vorher antauen?
    VG,
    Claudi

    AntwortenLöschen
  8. Claudi! Nicht hier! Böses Z-Wort! Böse Claudi!

    ;o)

    Wenn ich gefrorenen Zwiebelkuchen auftaue, lass ich ihn entweder komplett auftauen oder helfe ein wenig mit dem Atomreaktor nach - der will schließlich auch mal was zu tun haben und nicht immer nur als Versteck dienen, damit die Katzen nicht ans Essen kommen ;o)
    Größere Mengen würd ich aber kurz im Backofen aufbacken, nur für zwei Stückchen lohnt sich der (Energie-)Aufwand nicht.

    AntwortenLöschen
  9. Ich nehm sie alle! Und bezahle damit in Federweißen. Irgendwas muss es doch nutzen an der Weinstraße zu wohnen. :D

    AntwortenLöschen
  10. Hmm, sieht das wieder lecker aus! Die Kürbis-Pizza ist bei mir leider nicht ganz so geworden wie geplant (die Sauce hatte eher die Farbe von Linsensuppe, mein Einkäufer hat keine roten Zwiebeln bekommen und hatte die Hälfte des Käses verputzt, als ich die Pizza belegen wollte...), aber lecker war's trotzdem :-)

    AntwortenLöschen
  11. Pah! Stinkerkäse! Bremser ist tiefstfränkisch für Federweißen! Wird hier vorzugsweise mit Unmengen Zwiebelkuchen verzehrt. ;)

    AntwortenLöschen
  12. @ Pinguin
    Genau, wir führen einen deutschlandweiten Tauschhandel ein - Hamburger Speckduft-Bäumchen gegen exotische, regionale Spezialitäten! Juhuuu! ;o)

    @ Kristina
    Da musste schonmal n büschen improvisieren ;o)
    Freut mich aber, dass sie trotzdem geschmeckt hat, kommt ja auch auf die inneren Werte an ;o)

    @ Evi
    Ups, das is mir jetzt aber n büschen unangenehm. Andererseits, selber Schuld, musst ja auch nich immer mit so komischen Fremdwörtern um Dich schmeißen, die versteht hier oben halt niemand *grummel ...

    Bremser is aber schon n komischer Name für Federweißen, oder? Ich muss das gleich mal googlen ;o)

    AntwortenLöschen
  13. Ist noch was davon da? ;)
    Ich bekomme nämlich beim Anblick der Bilder ganz dringenden Appetit auf so einen perfekten Zwiebelkuchen. :)

    Das Wort "Bremser" kannte ich auch nicht, ich arme Zugezogene. :D

    AntwortenLöschen
  14. Ich hab noch zwei Stückchen eingefroren.
    Aber jetzt, wo Du es sagst - Nee, iff allef alle, nixff möhr da *schmatz

    ;o)

    AntwortenLöschen
  15. Wunderbäume in den von dir beschriebenen Geruchsvariationen wären die reinste Folter! Als ob ich nicht auch so schon dauernd Hunger hätte... :)

    AntwortenLöschen
  16. also, ich brauch auch nicht viel mehr als einen zwiebelkuchen, um ganz ganz ganz glücklich zu sein. njaaamm!

    AntwortenLöschen
  17. Eigentlich könnte ich am Wochenende auch gleich noch mal nen Zwiebelkuchen machen... *schleck* Bei mir muss aber ein bisschen Kümmel ran, ist auch gut für die Verdauung :)

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

    AntwortenLöschen
  18. @ daniela
    Oh, Du hast Recht! Vom ökologischen Standpunkt aus betrachtet ist so ein Speckbaum vielleicht ganz und gar nicht gut. Nicht, dass noch Jemand auf die Idee kommt und ne Extra-Runde fährt, nur um weiter am Bäumchen schnüffeln zu können.
    In dem Fall sind die ekligen Wunderbäumchen schon ganz gut, dann sieht man wenigstens zu, dass man schnell von A nach B und aus dem Auto raus kommt ;O)

    @ Zwergenprinzessin
    Kann ich sehr gut nachvollziehen ;o)

    @ Juliane
    Geh mir wech mit Kümmel *grusel ...
    Wenn man Zwiebelkuchen isst, muss man da halt durch, aber Kümmel bleibt schön im Gläschen und kommt nicht auf den Kuchen ;o)

    AntwortenLöschen
  19. Zwiebeln werden wie Kartoffeln viel zu oft unterbewertet - ich pupse gerne dank Zwiebeln ;o)!!

    AntwortenLöschen
  20. Nach dem ich 2 Jahre sozusagen fast im Elsass gelebt habe... ist natürlich Zwiebelkuchen ein jährlich muss.

    AntwortenLöschen
  21. Wo genau krieg ich denn geräucherte Paprika her? Ich hab unseren großen Supermarkt und auch den BIO Markt durchforstet. Dafür hat unser Supermarkt jetzt ca 40 verschiedene Salzsorten.

    AntwortenLöschen
  22. Geräuchertes Paprikapulver wirst Du eher nicht im Supermarkt bekommen. Ich kauf meins entweder bei meiner Kräuterhexe oder im Gewürzladen m.V.

    AntwortenLöschen
  23. Die Idee mit dem Pimenton de la Vera klingt prima!

    Im Rezept steht leider nicht wann Du ihn nutzt.

    Kommt er in die Zutaten oder am Ende einfach nur über den fertigen Zwiebelkuchen?

    AntwortenLöschen
  24. Hallo, ist zwar grad so gar keine Zwiebelkuchensaison, aber man kann ja trotzdem schon mal damit beschäftigen ;-))
    Ich mag meinen Z-Kuchen am liebsten mit einem anderen Boden, hab ich aus einem Schweizer Lehrkochbuch. Es ist ein dünner, eher mürber Teig und besteht aus 1 Teil Mehl, 1/3 Teil Wasser, 1/2 Teil Butter und etwas Salz. Ich nehm für eine runde Obstkuchenform (mit rausnehmbaren Boden) 150 g Mehl, 3-4 EL Wasser und 75 g Butter. Den Boden kann man eigentlich als Grundlage für alle möglichen Kuchen, süß (z.B. mit Beeren) und salzig, nehmen. Wenn man 1/2 Teil Wasser und 1/3 Teil Butter nimmt, hat man einen Wähen-Teig, das ist ne Schweizer Spezialität, der Teig kann auch mit allem belegt werden und wird dann mit einem Sahne-Ei-Guss gebacken. Die Z-Füllung mach ich ganz ähnlich wie du, ich tu allerdings noch ein bissl gestossenen Kümmel dazu (dann beist man nicht drauf, hat aber trotzdem dezenten Kümmelgeschmack und den Verdauungs-Effekt). Das mit dem gräucherten Paprika muss ich unbedingt mal probieren, hört sich super an. Jetzt freu ich mich schon wieder auf den Herbst... aber erst mal kommen ja noch Erdbeeren und Spargel, mmmmmh.

    AntwortenLöschen
  25. @ Frollein M
    Zwiebelkuchen kann ich eigentlich das ganze Jahr über essen :O)
    Deine Variante werd ich unbedingt mal ausprobieren, vielen Dank!

    AntwortenLöschen
  26. Hallo,

    wir kochen häufig Deine Rezept nach und sind immer hellauf begeistert.

    Dieses Mal sind wir uns allerdings nicht ganz sicher, wofür man das Öl benötigt. Vielleicht hast Du noch einen kurzen Tipp für uns.

    Herzlichen Dank,

    A+O

    AntwortenLöschen
  27. Das Öl kommt in den Hefeteig - ich hab's gleich korrigiert.
    Vielen Dank für den Hinweis! :o)

    AntwortenLöschen

Moin!
Kommentare, die Werbelinks enthalten (Links, die auf kommerzielle Seiten verlinken und keinen Bezug zum Beitragsthema haben, sondern lediglich der Werbung dienen), werden selbstverständlich nicht veröffentlicht und ich behalte mir ausdrücklich rechtliche Schritte vor. Mein Blog dient nicht als kostenlose Werbeplattform!

Seid bitte so nett und kommentiert nicht komplett anonym, sondern unterschreibt mit einem Namen, den ich zur Ansprache nutzen kann - vielen Dank!