Tarte Robuchon

So, nu kommen wir diese Woche endlich mal zum Wesentlichen - zur Schokolade! ;o)
Wenn man es ganz genau nimmt, ist diese Tarte nichts anderes als Schokopudding auf einem Sandteigboden - hört sich aber sehr unspektakulär an und wird der Tarte außerdem nicht im Geringsten gerecht, die ist nämlich wirklich lecker!

Der Schokobelag sollte ganz nach persönlichem Geschmack gesüßt werden, denn die verwendete Schokolade ist ganz entscheidend für die Zuckermenge. Man kann die Tarte natürlich auch mit einer weniger hochprozentigen Schokolade zubereiten, in dem Fall muss die Zuckermenge dann einfach entsprechend  reduziert werden.
Für den Tarteboden hab ich erstmalig einen Sandteig von Sophie Dudemaine verwendet - mein neuer Standardboden für süße Tartes, nicht zu buttrig und fett, sondern schön fest und knusprig, außerdem lässt er sich ganz wunderbar verarbeiten.

Zutaten
Sandteig
250 g Mehl Typ 405
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
1 Ei

Belag
300 g gehackte Schokolade, 70%
300 ml Sahne  
2 EL Zucker
2 Eier

Zubereitung

Sandteig
Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, nur solange kneten, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat.
Den Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, besser aber über Nacht.
Den Teig ca. 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und auf der gut bemehlten Arbeitsfläche dünn mit dem Nudelholz ausrollen. Auf das Nudelholz aufrollen und über der Tarteform wieder abrollen. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und den überschüssigen Teig am Rand abschneiden. In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.

Belag
Die Sahne zusammen mit dem Zucker zum Kochen bringen. Von der Platte ziehen und die grob gehackte Schokolade einrühren. Kurz etwas abkühlen lassen.
Unter ständigem Rühren die verklepperten Eier einrühren.
Puddingmasse auf den Tarteboden geben und die Tarte im auf 120°C vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen, bis der Belag fest geworden ist. Abkühlen lassen und servieren.

Die Tarte ist unglaublich reichhaltig und sättigend - pro Person reicht da mal wieder ein wirklich kleines Stückchen und man ist pappsatt ;o)

Idee: menu turistico

Kommentare:

Rebeccalecka hat gesagt…

du hast dich wieder selbst übertroffen,diese fotos!!!

Juliane hat gesagt…

Die Fotos sind echt der Wahnsinn! Dass die Tarte gehaltvoll ist, glaub ich sofort ... ich würde die evtl. nur in der 18cm-Springform backen, kleine Stücke reichen da sicherlich auch für den Kuchengenuss :)

Viele Grüße und schöner Tag noch
Juliane

Andrea hat gesagt…

Mmmh, sieht das lecker aus! Ich schmelze dahin!

Schnick Schnack Schnuck hat gesagt…

Das sieht köstlich aus. So langsam komm ich hier auch wieder in Tartelaune.

nata hat gesagt…

Und wie kommt das gute Stück zu seinem Namen? Ist das ein Originalrezept von Robuchon? Er wäre sicherlich stolz auf Dich, weil die Tarte so schön gelungen ist.

Bengelchen hat gesagt…

Ich liebe deine Rezepte, auch wenn ich sie zum Teil abwandle bzw. nicht machen kann, weil ich Vegetarierin bin.

Diese Tarte werd ich auf alle Fälle nachbacken. Sieht sehr sehr lecker aus!

Steph hat gesagt…

@ Rebecca
Hörnse bloß auf mit den Photos!
Gegen die Sonne eine dunkle Schokotarte zu fotografieren ist kein Vergnügen ... ;o)

Trotzdem vielen Dank!

Sonntag sind übrigens Deine Zitronenkordeln dran

@ Juliane
Da reichen sogar seeehr kleine Stückchen ;o)
Das Photo-Stück stand ne ganze Weile in der Küche und ich hab immer mal wieder ein Gäbelchen genommen - so am Stück wär das wirklich zuviel gewesen.

@ Andrea
Mach das nicht! ;o)

@ Schnick
Ich bin schon eine ganze Weile im Tarte- und Quiche-Fieber. Wenn es nach mir ginge, würd ich jede Woche eine machen, aber das wär auf die Dauer ja ziemlich langweilig ...

@ nata
Du mal wieder ;o)
Hmm, keine Ahnung, woher der Name kommt. Ich hab das zwar kurz recherchiert, mittlerweile aber schon wieder vergessen - jahaaa, ich bin alt ;o)

Ich werd noch mal nachguggn und dann Meldung machen! ;o)

@ Bengelchen
Vielen Dank!
Abwandeln ist übrigens Pflicht ;o), das mach ich ja auch immer. Ohne Abwandlungen wär die Küche seeehr langweilig.
Hier wird's in Zukunft wahrscheinlich auch immer fleischloser zugehen. Ich hab ja mal einige Jahre vegetarisch gelebt und mich nun nach über 10 Jahren des Fleischessens dazu entschlossen, unter der Woche vegetarisch zu leben und mir am Wochenende mal ein Stückchen Fleisch, etc. zu gönnen.

Ach, nochmal zur Tarte...
Sehr gut schmeckt auch etwas Fruchtiges dazu - ich mag besonders gern Himbeeren, etc.
Quasi als Gegenpart zur süßen Schokolade.

Alin hat gesagt…

WOW!!! Steph!!!! Ich brauche das jetzt sofort auf meinen Schreibtisch! Jetzt! Sofort! Bittteeeeeee!

My Kitchen in the Rockies hat gesagt…

Wir lieben diese Tarts. Die sind prima vorzubereiten, als Nachtisch fuer Gaeste. Ich habe ein aehnliches Rezept mit Lavendel. Der wird dann in der Sahne mitgekocht. Sehr lecker.

nata hat gesagt…

Ich würde die Tare auch ohne Fleisch machen.

Hesting hat gesagt…

Sieht schon sehr appetitlich aus, aber mir fehlt auch eine fruchtige Komponente.

Steph hat gesagt…

@ Cheffe
Nix da, soviel Zucker ist gar nicht gut, sonst kannste Dich nicht mehr konzentrieren - knabber lieber ne Möhre ;o)

@ My Kitchen in the Rockies
Lavendel ist eine ganz tolle Idee, das werd ich das nächste Mal unbedingt ausprobieren!

@ nata
Nu hab Dich mal nich so, am Wochenende könnte man so ein Tartestückchen auch prima mit einem Scheibchen Schinken garnieren - n büschen kreativ musste da schonmal sein ;o)

@ Hesting
Daher ja der Tipp mit der Fruchtbeilage

Anonym hat gesagt…

Das Tarte-Teig-Rezept hört sich gut an, na,und wenn Du das empfiehlst...
Aber mich stört der Kontrast, ich hätte das gerne mehr Ton-in-Ton und würde dem Tarte-Teig noch Kakao zufügen. ;-)
VG,
Claudi

Steph hat gesagt…

@ Claudi
Du kriegst wohl gar nicht genug Schokolade, oder? ;o)
Ich mag ja gerade den Kontrast so gern

Anonym hat gesagt…

Rein wegen der Optik jetzt;o)
Claudi

Andrea hat gesagt…

Ich hab noch eine Frage, aber vielleicht bin ich auch blind! Wie groß ist denn Deine Tarte-Form? LG Andrea

Steph hat gesagt…

@ Andrea
Du bist nicht blind, ich bin nur zu faul, meine Form zu messen ;o)
Mach ich gleich aber mal.
Ich hab hier übrigens ne hohe Quiche-Form genommen, daher der sehr hohe Rand. Mit ner Tarteform ist der Rand natürlich niedriger - ich mag den hohen Rand aber so besonders gern.

So, melde Vollzug!
Dia Form hat nen ungefähren Durchmesser von 22-23 cm.

Evi hat gesagt…

Bei der Akkuratesse dieses Tartestückchens wird mir schon wieder ganz anders. Zum Glück bin ich keine Pâtissière geworden und darf meinen Rand verhunzen. ;)

Vielleicht kaufe ich mir auch einfach mal eine kleine Tarteform mit Hebeboden, aus dem riesigen Porzellandings, das ich habe, bröselt spätestens beim Herausschneiden eh alles.

Und die Kombination ist göttlich, habe ich so ähnlich schon in Frankreich vorgesetzt bekommen.

Petra aka Cascabel hat gesagt…

Der Teig sieht in der Tat interessant aus - so ordentlich :-)

Ich habe vor laaaanger Zeit mal eine Schokoladentarte nach Joel Robuchon gebacken (echt schickes Foto ;-))
http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2004/06/tarte_au_chocol.html

Der Boden dort hat mich nämlich nicht so ganz überzeugt.

Andrea hat gesagt…

Vielen lieben Dank für Deinen prompten Dienst am Kunden ;-) LG Andrea

Alex hat gesagt…

Wie kriegst du nur so eine perfekte Tarte hin? Bei mir sieht der Boden immer aus, als wäre ein 5 jähriges Kind mit Patschehändchen am Werk gewesen.
Schoko pur! Klasse
Schönes WE
A.

Anonym hat gesagt…

hört sich super an, die Tarte muss ich diese Woche gleich testen..

Frau V hat gesagt…

Hallo Steph,

sag mal, hast du mit dem Boden schon Erfahrung was das Einfrieren angeht? Geht dat gut?

Lg
Sabine

Steph hat gesagt…

Soviel Platz hab ich in meinem TK gar nicht, dass ich das ausprobieren könnte ;o)
Ich kann mir aber vorstellen, dass der Boden, der frisch gebacken mächtig knusprig ist, n büschen weich wird.

Anonym hat gesagt…

Hallo,
ich bedanke mich für das Rezept des Tartebodens. Habe Miniböden gebacken und die "wie Twix"-Tarte der Frau V. abgewandelt.
Sehr lecker

Ein schönes Wochenende
katha

Anonym hat gesagt…

Übrigens, einfrieren funktioniert. Falls die Knusprigkeit unter dem Suftauen gelitten hat, kurz aufbacken im Backofen. Bei mir hat es funktioniert.
Lg Katha

 

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