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Pici - handgerollte Spaghetti aus der Toskana

Wenn ich mal wieder ein schönes Pastarezept suche, bzw. eine neue Pastasorte ausprobieren möchte, schau ich als Erstes bei Robert vorbei - für mich DIE Adresse für tolle Pastarezepte und selbstverständlich auch für viele andere, das versteht sich ja von selbst ;o)
Diese Pici fand ich aus verschiedenen Gründen sehr interessant:
  • theoretisch braucht man keine Nudelmaschine für diese Nudelsorte
  • das Nudelteigrezept unterscheidet sich völlig von meinem Standardrezept
  • ich mag dicke Nudeln grundsätzlich lieber als dünne
  • ich hab schon ewig keine neue Pastasorte mehr ausprobiert ;o)
Ich hab's ja oben schon geschrieben, "theoretisch" braucht man für diese Pasta keine Nudelmaschine - ich bin ja aber bekanntlich chronisch faul und hab sie trotzdem angeschmissen. Der Vorteil dabei ist, dass die Nudelbahnen alle die gleiche Länge haben und die Pici ebenfalls recht gleichmäßig werden.

Der Nudelteig ist, anders als mein Standard-Teig, recht weich und lässt sich daher auch gut mit den Händen bearbeiten.  

Zutaten
300 g gemahlener Hartweizengrieß (semola di grano duro rimacinata)
1 Eigelb
2 EL Oliven- oder Annatto-Öl
1 TL Salz
180 ml Wasser

Vorbereitung
Eigelb, Wasser, Salz und Oel mit einem Handmixer verquirlen. Mehl und ca. ¾ der Emulsion zu einem weichen, elastischen Teig verkneten. Nach Bedarf Rest der Emulsion zugeben.
Den Teig ca. 1 Stunde mit Folie abgedeckt bei Raumtemperatur beiseite stellen, gerne aber auch länger.

Zubereitung
Den Nudelteig halbieren und jeweils eine Portion etwas mit dem Nudelholz ausrollen. Auf dickster Stufe mit der Nudelnmaschine ausrollen und die Nudelbahn in der Mitte halbieren.
Ca. 0,5 cm dicke Streifen abschneiden und zwischen Daumen und Zeigefinger rund und dünn "zwirbeln".
Die gerollten Pici auf ein bemehltes Brett legen und so fortfahren, bis der gesamte Teig verbraucht ist.
Gesalzenes Wasser zum Sieden bringen, es soll nicht kochen!
Pici in dem siedenden Wasser in ca. 3 Minuten al dente kochen. Abgießen und zum Sugo nach Wahl geben. Durchschwenken und servieren. 

Diese erste "Begegnung" mit dieser Pastasorte war Liebe auf den ersten Blick. Nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich sind diese Nudeln wirklich ein absoluter Kracher - ich hab eine neue Lieblingsnudel!
Bei uns gab es dazu eine schnelle Tomatensauce, bestehend aus Hackfleisch und meiner immer vorrätigen Pizzaiola - ein absoluter Traum!
 

Kommentare

  1. freut mich, dass sie dir auch schmecken. Ich sollte auch wieder mal eine Portion ansetzen. Ich hab auch schon versucht, sie auf der Gitarre zu machen und Zeit zu sparen, aber der Dreh mit der Handfläche gibt ihnen mehr Biss.

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  2. Die sehen tatsächlich so aus, dass man sofort in das Bild springen möchte. Immer wieder erstaunlich, was die unterschiedlichen Formen der Pastasorten so ausmachen.

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  3. Heidi, die II.10. Mai 2010 um 10:07

    Moin Steph,

    man muss nur lange genug drämmeln, denn klappt das auch mit de Pici... ;-)
    Dankeschön - schon deshalb, weil ich mir gar keine Nudelmaschine (glaube ich derzeit) zulegen will. Also brauche ich alles, wofür ich als Bewaffnung mit dem Nudelholz auskomme!
    Habe mich solange mit handgesäbelten Bandnudeln zufrieden gegeben.
    In Deiner Lieblingssendung "Zu Tisch in..." bin ich auf "Maltagliati" - wie das klingt ... :-) (heißt: "schlecht geschnittene Nudeln") gestoßen - die sollten es demnächst sein (eignen sich auch gut als Suppeneinlage).
    So nun kommt aber erst einmal mein eigentlicher Plan A - die Pici zum Zuge!
    Alles, was Hände zum Zwirbeln besitzt, wird natürlich mit eingespannt! :-D
    Und irgendwann geht es auch einmal an selbstgemachte Orichette.... seuftz... (bin auch bequem)

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  4. Sollte das mein Einstieg in die Welt der selbstgemachten (ohne Maschine) Nudel sein......? Ich denke, ja.
    VG,
    Claudi

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  5. Die sehen absolut unwiderstehlich aus!

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  6. @ Robert
    Die schmecken mir nicht nur, die sind einfach genial!
    Ich würd sie allerdings auch nicht mit der Chitarra herstellen, diese Nudeln müssen handgerollt werden ;o)

    @ nata
    Hast Du neulich auf arte die Dokumentation über die faszinierende Geschichte der Nudeln gesehen?

    @ Heidi
    Maltagliati sind praktisch, die fallen eigentlich auch immer an, wenn man Nudeln mit der Maschine macht, besonders bei gefüllter Pasta, weil da immer Verschnitt dabei ist.
    Ich werd in den nächsten Tagen mal St. Pauli-Nudeln basteln, mal schaun, was dabei raus kommt ;o)

    @ Claudi
    Unbedingt, mit diesen Nudeln kannst Du gar nichts falsch machen!

    @ Chriesi
    Vielen Dank!

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  7. Steph, die müssen Ende Mai mit auf die Agenda!

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  8. Da muessen wir doch auch gleich wieder die Pasta Maschine aktivieren. Sehen koestlich aus.

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  9. @Steph: Ich erinnere mich dunkel an die Nudeldoku... Wahrscheinlich habe ich sie nur zum Teil gesehen.

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  10. Diese Sorte von Nudeln kannte ich noch gar nicht. Sehen echt lecker aus. Ich kann mir auch gut vorstellen, das Spaghetti auch mit einer süßen Sauce (z.b. Schokoladensauce) schmecken. :-)

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  11. Oh, das klingt sehr spannend, sieht SEHR lecker aus und ist neu für mich. Bislang habe ich ausschließlich Nudelmaschinen Nudeln selbstgemacht - und Spätzle -, aber Pici sollte ich weit oben auf die to-cook Liste setzen. ;)

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  12. @ Eva
    Wenn man in den Nudelteig etwas Puderzucker und evtl. ne Spur Vanille gibt, kann ich mir das auch ganz lecker vorstellen.

    @ George
    Unbedingt!
    Und dann dreht Ihr nen schicken Film drüber, nech?
    "Das Pici-Projekt!" Hach, ich bin schon bannig gespannt :o)

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  13. Jaa, heute gab es Pici.
    Sie sehen aus wie auf den Fotos und was noch viel wichtiger ist: sie schmecken mindestens genauso gut wie sie aussehen.
    Einfach genial.

    Ciao Werner

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  14. Toll, freut mich sehr, dass sie Dir so gut gelungen sind!

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  15. Kann man die wohl auch auf Vorrat herstellen oder müssen die immer frisch sein? :)
    Sie lachen mich seit Wochen an und jetzt habe ich endlich Hartweizengrießmehl gefunden..

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  16. Aufgrund der Dicke dieser Pasta würde ich sie nicht auf Vorrat herstellen - die bräuchten ewig, bis sie komplett durchgetrocknet sind und schmecken frisch einfach am Besten.
    Natürlich kann man Pasta auch bei niedriger Temperatur im Backofen trocknen, ich bin aber nicht wirklich begeistert von dieser Methode.

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  17. das dümste recept aller zeiten !!!!! mache schon seit 20 jahren nudeln und spätzle sind immer gut und bissfest wollte nun was anderes probieren habe mir mühe gegeben waren total schlonzig ,nicht bissfest klar nur eigelb und nur 2 was soll da binden ? bei der menge mehl 6 ganze eier und weniger wasser grus j. s.

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    1. Na, hier schreibt ja ein wahrer Experte der italienischen Nudelkunst.

      Ein paar kleine Tipps und Hinweise, da anscheinend das ein oder andere Missverständnis vorliegt. Eier dienen in diesem Fall nicht zur Bindung, sondern sie sorgen für unterschiedliche Texturen und natürlich Geschmäcker.

      Italienische Pasta besteht nicht ausschließlich aus eihaltiger Pasta, sondern gerade im Süden Italiens wird sogar vorwiegend komplett eifreie Hartweizenpasta konsumiert. Diese Pasta fällt beim Kochen auch nicht auseinander und hat im Vergleich zu Eierpasta sogar einen besonders ausgeprägten Biss.

      Wenn die Pici schlonzig waren, lag das daran, dass sie zu lange gekocht wurden, denn richtig gekochte Pici haben einen sehr angenehmen Biss.

      Ich bereite dieses Rezept nicht nur selbst sehr regelmäßig zu, sondern habe es auch schon auf einigen Pasta-Workshops vorgestellt und zusammen mit den anderen Teilnehmern zubereitet und verkostet. Die Resonanz war zu 100% positiv.

      Wenn Ihnen diese Pasta nicht geschmeckt hat, empfehle ich Ihnen daher, der Pasta entweder noch eine zweite Chance zu geben und sie dann einfach kürzer zu kochen oder andernfalls eine andere Nudelsorte zu wählen, bzw. bei Spätzle zu bleiben.

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