Suppenschüsseln aus Brotteig

Am Wochenende gab es als Vorspeise eine leckere Brokkoli-Suppe und da Teller, Tassen und Schüsseln aus Porzellan ja irgendwann mal langweilig werden, hab ich die Suppenschüsseln kurzerhand selbst gebacken.



Die Anregung hab ich aus einem Bertinetschen-Backbuch, allerdings ist vom Original-Rezept nicht viel übrig geblieben, da ich es sehr abgewandelt hab - jetzt schmecken die Suppenschüsseln wie überdimensional große Grissini.
Diese Schüsseln sind eine sehr schöne Variante Suppe, Salat oder auch Dips zu servieren, und das Beste ist, sie müssen nicht abgewaschen werden, denn sie sind so lecker, das sie sicher schon vorher vernichtet werden ;o)

Die Größen der Schüsseln sind absolut variabel, man passt die Teigmenge einfach der Größe der benötigten Schüsseln an.



Man kann sie auch prima schon einige Tage vor dem "Einsatz" backen und dann einfrieren. Wenn es soweit ist, einfach auftauen und kurz nochmals im Backofen aufknuspern.


Zutaten für 4 Suppenschüsseln
400 g Weizenmehl Type 405
100 g Hartweizengrieß

1 Tütchen Trockenhefe
2 TL Salz
1 Msp. Vitamin C
25 g Olivenöl

300 g Wasser


Zubereitung
Mehl, Grieß, Trockenhefe, Salz und Vitamin C trocken miteinander verrühren. Das Olivenöl und Wasser hinzufügen und mit dem Mixer oder der Küchenmaschine zu einem elastischen Teig verkneten. Ca. 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und nochmals kurz durchkneten. In 4 Portionen teilen und diese rund wirken. Abgedeckt 10 Minuten entspannen lassen.
Wer ofenfeste Schüsseln in der Größe einer Suppenschüssel hat, braucht diese nur einzuölen, da ich solche Schüsseln aber nicht habe, bzw. mir nicht sicher bin, ob die Schüsseln tatsächlich hitzefest sind, verkleide ich die Portionsschüsseln mit Alufolie (die Folienschicht muss so stabil sein, dass sie den Brotteig später alleine trägt), glätte die Aussenseite so gut es geht und bestreiche sie mit Öl.

Die Teigportionen rund ausrollen, überschüssiges Mehl abklopfen und behutsam auf der Alufolie festdrücken, erneut 10 Minuten ruhen lassen.
Den Backofen auf 240°C vorheizen, die Alufolienformen mit den Teigschüsseln von den Keramikschüsseln nehmen und umgedreht auf ein Backblech stellen. In den Backofen schieben und die Temperatur auf 200 °C reduzieren. 15 Minuten backen, dann die Brotschüsseln umdrehen und die Alufolie oder die Keramikschüsseln entfernen. Weitere 15 Minuten von dieser Seite backen.
Aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Kommentare:

Denver hat gesagt…

Die Idee von essbare Suppenschüssln finde ich toll! Da hat man dann nicht nur Suppe, sondern auch gleich nocht Brot dazu.

ostwestwind hat gesagt…

Die habe ich auch schon einmal gemacht. Sehr lecker

lavaterra hat gesagt…

Die sehen wirklich perfekt aus. Bisher habe ich sie im Buch nur bewundert und jetzt hier.

lamiacucina hat gesagt…

mich haben die Brotschüsseln noch nie überzeugt, da sie am Schluss meist angematscht sind. Aber vielleicht ist das bei Deinem Grissiniteig nicht der Fall und ich unterliege einem Vorurteil ?

Steph hat gesagt…

@ Denver
Jepp, mit diesen Brotschüsseln hat man quasi 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen ;o)

@ Ostwestwind
Deine Schüssel sieht auch sehr lecker aus!

@ lavaterra
Dan ist es ja jetzt an der Zeit, die Schüsseln auszuprobieren :o)

@ lamiacucina
Ich hab an der Rezeptur ja ziemlich gedreht und auch die Backzeit und -art verändert.
Der Teig ist jetzt fester und wird insgesamt sehr viel knuspriger
Mein Mitesser hat nacheinander 2 Portionen in derselben Schüssel gegessen und die Schüssel war unten nicht im geringsten aufgeweicht. Man hätte sicher noch 1-2 Portionen daraus essen können.

Schnuppschnuess hat gesagt…

die gefüllte Schüssel sieht aus wie ein neu entdeckter, tropischer Riesenpilz. Fungus Curiosa oder so.

Schnuppschnuess hat gesagt…

Fungus Curiosus?

Steph hat gesagt…

Könnte auch die Kulisse eines Tarzan-Films mit Johnny Weissmüller sein - dort hat es doch auch ständig irgendwo gebrodelt, die Nebelmaschinen liefen auf Hochtouren und die Kulisse war aus Pappmaché :o)

Tim hat gesagt…

Hab es heute nachgebacken, vielen dank für die Anregung, war wirklich lecker und hat auch mehrere Portionen gehalten! Allerdings hatte ich das Problem, dass der Teig nicht glatt wurde und sehr klebte, habe mir nur mit mehr Mehl weiterhelfen können, dabei hab ich den Teig schon sehr lange geknetet. Oder ist das normal?
Hier mein Ergebnis: http://twitpic.com/11x0tu

 

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