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Gnudi mit violettem Spargel

Ihr werdet es nicht glauben, aber heute gibt es ausnahmsweise mal wieder Spargel! Irgendwie muss ich meine lange Liste ja abarbeiten und die Uhr tickt, bald ist die Saison schon wieder vorbei.
Wie fast immer, hab ich mich auch diesmal für grünen, bzw. violetten Spargel entschieden und dazu gibt es heute Gnudi, das sind Ricottagnocchi, die ich nach dem Kochen nochmal in der Pfanne knusprig gebraten und in Panko geschwenkt habe - eine unverschämt leckere Geschichte.

Gnudi mit violettem Spargel

Die Ricottagnocchi, bzw. Gnudi hab ich bereits vor einigen Jahren gebloggt, sie kommen aber viel zu selten bei uns auf den Tisch, dabei sind sie ausgesprochen unkompliziert und schnell gemacht. Mir gefällt besonders diese knusprige Version, egal, ob nun mit angebratenem Gemüse wie in diesem Fall oder mit einer Sauce oder Nussbutter.

Ihr könnt die Gnudi entweder formen wie ich es Euch in dem alten Blogbeitrag gezeigt habe, oder es Euch ganz einfach machen und Nocken abstechen. Wenn Ihr besonders geschickt seid, könnt Ihr sie auch leicht bemehlen und wie diese Malfatti in einem Glas "rundkullern", mir persönlich ist das aber meist zu viel Arbeit, daher gibt's bei mir heute schlichte Nocken. 

Für den spargelhassenden Gatten habe ich übrigens das gleiche Gericht, nur anstelle von Spargel, mit Romanesco gemacht - neben Kohlrabi eines der Alternativgemüse für den Herrn des Hauses, wenn ich meiner Spargelliebe fröhne.
Gnudi mit violettem Spargel
Zutaten 
250 g Ricotta
1 Eigelb 
1½ TL Salz
40 g frisch geriebener Parmesan 
50 g Mehl
Mehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche
300 g grüner Spargel, bereits geputzt
1 Spritzer Zitronensaft
Butter
eine Handvoll Panko
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung 
Den Ricotta in ein Sieb geben und eine halbe Stunde abtropfen lassen, dann mit Eigelb, Salz, Pfeffer, Parmesan und Mehl in eine Schüssel geben und verrühren.
Den Spargel waschen und die holzigen Enden abschneiden, dann in ca. 4 cm lange Stücke schneiden.
Salzwasser in einem Topf zum Sieden bringen, mit einem Löffel Nocken von der Gnudimasse abstechen und mit Hilfe eines zweiten etwas zurecht formen. Den Löffel ins siedende Wasser halten, so löst sich der Gnudi von selbst. 
Die Gnudi so lange ziehen lassen, bis sie wieder an die Oberfläche steigen. Die fertigen Gnudi zusammen mit dem Spargel in einer Pfanne in Butter anbraten, bis die Gnudi goldbraun sind. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann nochmals einen guten Stich Butter dazugeben, Panko darüberstreuen und durchschwenken. 

Kommentare

  1. Das kommt auf jeden Fall auf die Nachkochliste! Die Gnudi sehen sehr knusprig und fluffig aus. Und dann noch gebratenen "bunten" Spargel dazu... Klasse! Ich muss mir endlich mal Panko besorgen *seufz.

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  2. Hallo Steph,
    welchen Panko kannst du eigentlich empfehlen? Bzw. welchen nimmst du?
    GLG Annegret

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  3. Ich hab vor einer Weile im Asialaden ein Bio-Panko gefunden, das außerdem kein Palmöl enthält. Leider ist die Packung gerade alle, aber sobald ich eine neue habe, werde ich das nochmal bei FB thematisieren, Annegret

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  4. Liebe Steph,
    super, dann bin ich gespannt. Ein Bio-Panko wäre natürlich
    sehr gut.
    Ganz liebe Grüße
    annegret

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  5. Liebe Steph,
    inzwischen habe ich die Gnudi auch mal nachgekocht - klasse! Bei uns zwei Vielfraßen werde ich die Teigmenge beim nächsten Mal vermutlich etwas erhöhen, die sind einfach zu lecker. Sie sind mir beim Braten auch etwas an der Pfanne angehängt und zerbröselt, das hat dem Geschmack aber natürlich keinen Abbruch getan. Vielleicht hätte ich einfach mehr Butter nehmen müssen... Die Romanescovariante muss ich demnächst auch mal ausprobieren, bald ist die Spargelsaison ja leider vorbei.

    Für den Pankotipp bin ich auch dankbar, da kenne ich mich wirklich nicht aus.
    LG
    Sandra

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  6. Diese Dinger, die also Gnudi heißen (aha!), gibt es bei uns so ähnlich auch öfter mal. Allerdings nehme ich meistens einen guten vollfetten Quark, den habe ich immer im Haus. Wir mögen das sehr, am Liebsten mit Sugo di Pomodoro (Danke für das Rezept!). Weil ich die doppelte bis dreifache Menge brauche, um hier alle satt zu bekommen, dauert das Nocken-Abstechen zu lange. (Die ersten zerkochen ja schon, bis die letzten schwimmen gehen.) Deshalb gebe ich den Teig in einen Gefrierbeutel und schneide eine Ecke ab. Dann drücke ich über dem heißen Wasser den Teig heraus und streife ihn alle paar cm mit einem Messer ab. Das geht schnell und ergibt sogar recht ansehnliche Kissen. Ich weiß, für den Kuriositätenladen ist das wahrscheinlich nix, aber vielleicht braucht ja hier jemand einen Speed-Tipp :-).

    Liebe Grüße,
    Doreen

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  7. Das ist eine prima Methode, Doreen. Vielen Dank für den Tipp!

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Moin!
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