Kräuterknöpfle

Draußen kommt zwar langsam aber sicher der Frühling zu Vorschein, saftiges Grün ist aber nach wie vor die Ausnahme. Ich habe deshalb das wachsende Kräuter-angebot bei meinem Kräutermann auf dem Isemarkt ausgenutzt und als Beilage zu unserem geschmorten Tafelspitz vom Sonntag Kräuterknöpfle aus Grüne-Sauce-Kräutern gemacht. Ein weiterer Beitrag zu meiner stetig wachsenden Grüne-Sauce-Rezeptsammlung
Ich bin zwar keine Hessin, liebe diese Kräutermischung aber trotzdem heiß und innig und habe mir auch für dieses Jahr eine Menge Rezepte überlegt, in denen ich meine Lieblingsmischung verarbeiten möchte.

Kräuterspätzle
Obwohl Grün ja immer so eine Sache ist und Kräutersüppchen gerne schnell grau und unansehnlich werden, halten diese Knöpfle ganz wunderbar ihre Farbe und waren bei uns sogar noch am dritten Tag quietschegrün. 
Am zweiten Tag hab ich daraus grüne Käseknöpfle gemacht und am dritten Tag sogar noch einmal aufgewärmt. Die Portion war wirklich reichlich bemessen ;o)
Würzt den Teig wirklich großzügig mit Salz und Pfeffer, die Knöpfle schlucken nämlich eine ganze Menge.

Kräuterknöpfle in der Zubereitung
Den Teig bereite ich im Thermomix zu, aber da eignet sich natürlich auch jeder andere Standmixer. Wichtig ist, die Kräuter kräftig mit dem Wasser aufzumixen, so dass sie sich nahezu auflösen und ein glattes "Kräutershake" entsteht. Anschließend kommen Eier, Mehl und Gewürze dazu und es muss nur noch kurz alles glatt gemixt werden. 
Den Teig könnt Ihr entweder durch eine Spätzlepresse* drücken oder durch ein Spätzle-, bzw. Knöpflesieb. Ich hab zwar beides, greife aber immer öfter zum Sieb, denn das ist einfacher zu säubern und da ich keine Geschirrspülmaschine habe, ist das ein für mich durchaus wichtiger Faktor. Außerdem mag ich die kleinen dicken Knöpfle sehr gerne. Es funktioniert aber beides gleich gut, wählt da einfach das Gerät das Ihr zuhause habt. 

Kräuterknöpfle
Zutaten für 8 Portionen
200 g Grüne-Sauce-Kräuter, bereits geputzt
175 ml Wasser
500 g doppelgriffiges Mehl (oft als sog. "Instantmehl" deklariert)
6 Eier
2 EL Rapsöl
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Die Grüne-Sauce-Kräuter putzen und grob kleinschneiden. In den Standmixer geben und mit dem Wasser aufmixen, bis eine möglichst glatte Masse entstanden ist. Die restlichen Zutaten zufügen und alles aufmixen, bis ein glatter, zäher Teig entstanden ist.
Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen, das Knöpflesieb darauf legen und den Teig portionsweise durch das Sieb streichen. Ca. 2 Minuten köcheln lassen, dann mit einem Schöpflöffel herausnehmen und in einem Durchschlag abtropfen lassen.
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Kommentare:

Niclas hat gesagt…

Hi, vielen Dank für das Rezept, sieht wirklich super aus. Welche Kräuter gehören denn genau in den Mix?

Viele Dank und Grüße,
Niclas

Sally hat gesagt…

Es steht doch da, grie Soß!
https://www.google.de/search?q=gr%C3%BCne+so%C3%9Fe+kr%C3%A4uter+bild&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwiXr_-c1OnSAhVkDZoKHVq6AM8Q7AkINA&biw=1227&bih=797&dpr=1.1#imgrc=Gu0licDi6MQWQM:&spf=192

Steph hat gesagt…

Niclas, auf dem Wochenmarkt gibt es in der Regel Grüne-Sauce-Kräuterbunde, die das richtige Verhältnis der Kräuter beinhalten. Falls Du das nicht bekommst, schau Dich nach Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer, Pimpernelle, Borretsch, Kresse und Kerbel um, dann liegst Du richtig.

Anonym hat gesagt…

Hallo Steph!

Zualllererst möchte ich einmal Danke sagen- ich lese deine Posts nun schon im dritten Jahr und tue es immer wieder gerne, weil du wirklich Ahnung hast, wovon du schreibst und es immer so liebevoll und durchdacht umsetzt. Am Besten gefällt mir aber, dass man deine Mails mittlerweile vollständig angezeigt bekommt und nicht erst vom Mailprogramm in den Browser wechseln muss - toll!

Nun noch eine kleine Anmerkung zu den Spätzle (so heißen die "Knöpfle" bei uns in bayerisch Schwaben, denn hier sind sie per default rund) - probier mal ein Spätzlemehl aus, das macht wirklich einen Unterschied! Die Spâtzle werden damit noch viiiiel griffiger, bissfester. Und Spätzle kann man wunderbar einfrieren, wir Schwaben machen wg. der großen Sauerei mit dem Teig immer gleich mehrere Portionen und frieren den Überschuss portionsweise ein. Aufgetaut werden sie langsam über Nacht und dann in der Pfanne mit ein bisschen Butter angebraten und so aufgewärmt.

Liebe Grüße,
Nicola

 

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