Rhubarb Fumble

Es gibt ja Rezepte, die drängen sich ob ihrer Einfachheit eigentlich förmlich auf, man selbst kommt aber einfach nicht drauf. Das heutige Rezept mit dem entzückenden Namen Rhubarb Fumble fällt ganz eindeutig in diese Kategorie. 
Ein Fumble ist quasi eine Kreuzung aus Fool und Crumble, also einem Fruchtkompott und knusprigen Streuseln. Ihr stimmt mir sicher zu, das kann gar nicht anders, das MUSS zwangsläufig großartig schmecken. 

Und aber noch einen drauf zusetzen, befindet sich zwischen Fruchtkompott und Streuseln auch noch eine Schicht Vanillepudding. Fruchtig, cremig, knusprig und dann auch noch hübsch - mehr geht doch wirklich nicht, oder? 
Wahrscheinlich fragt Ihr Euch jetzt, wer für diese göttliche Kombination verantwortlich ist, der Hugh natürlich :o) Hugh Fearnley-Whittingstall, von dem schwärme ich Euch ja schon die ganze Woche vor.

Rhubarb Fumble
Natürlich funktioniert ein Fumble nicht nur mit Rhabarber, sondern mit so ziemlich jedem Obstkompott, das in Kombination mit Vanillepudding schmeckt. Ich freue mich schon besonders auf die Brombeersaison, sobald die ersten Brombeeren reif sind, wird das damit ausprobiert.

Das Kochbuch, aus dem ich mir das Rezept gemopst habe, ist das neueste River Cottage Kochbuch. Bisher ist Fruit* leider nur im englischen Original heraus- gekommen, da die letzten beiden Bücher aber auch ins Deutsche übersetzt wurden, gehe ich davon aus, dass das auch bei diesem der Fall sein wird. Und wehe nicht, das Buch ist nämlich (wie immer) großartig.

Rhubarb Fumble
Zutaten 

Vanillepudding 
250 g Milch 
1 Vanilleschote
1 gehäufter TL Maisstärke
2 Eigelbe 
1 Prise Salz 
1 EL Rohrohrzucker 

Rhabarberkompott
400 g Rhabarber, bereits geputzt 
Zucker nach Geschmack

Streusel
125 g kalte Butter
125 g Rohrohrzucker
250 g Mehl

Mark einer Vanilleschote oder eine Msp. gemahlene Vanille 

Zubereitung 
Für den Pudding die Vanilleschote längs aufschneiden, mit dem Messerrücken auskratzen und das Mark mit der ausgekratzten Schote und der Milch in einen Topf geben. Einmal aufkochen lassen, dann beiseite stellen und eine Stunde ziehen lassen. 

In der Zwischenzeit den Rhabarber in Stücke schneiden und in einen Topf geben. Den Deckel aufsetzen und den Rhabarber bei milder Hitze dämpfen. Er saftet sehr schnell, wird weich und zerfällt. Nach Geschmack mit Zucker abschmecken. Beiseite stellen. 

Für die Streusel alle Zutaten mit dem Mixer oder der Küchenmaschine verrühren, bis Streusel entstanden sind. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streuen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 25 Minuten goldbraun backen. 

In der Zwischenzeit die Vanilleschote aus der Milch nehmen. Die Eigelbe mit dem Salz verrühren und einige Minuten stehen lassen, sie entwickeln so eine kräftigere Farbe. Etwas Milch dazugeben und glatt rühren. Die Maisstärke ebenfalls mit einem kleinen Schluck Vanillemilch glatt rühren. 
Den Zucker zu der übrigen Milch in den Topf geben und zum Kochen bringen. Von der Platte ziehen, die Maisstärke und die Eigelbe einrühren und bei mittlerer Hitze Rühren, bis der Pudding deutlich eingedickt ist.
Rhabarberkompott in Portionsschüsseln verteilen, den Pudding darübergeben und mit Streuseln bestreut servieren.

Kommentare:

Winterkatze hat gesagt…

Das ist wieder eines dieser Rezepte, bei denen man denkt, dass es so unfassbar einfach und naheliegend ist - und dass man nie von selber drauf gekommen wäre. Sieht köstlich aus und wird bestimmt demnächst mal nachgemacht. Frucht, Pudding und Streusel - das kann nur gut schmecken! :)

Corinne von Coco's Cute Corner hat gesagt…

Ich sitze hier sabbernd vor dem PC. Das liest sich einfach unglaublich lecker. Und so einfach. Genau nach meinem Geschmack.

Vielen Dank für das tolle Rezept. Das wird garantiert getestet.

Alles Liebe,
Corinne

Gourmande hat gesagt…

Juhuu, jetzt weiß ich, was ich mit dem Rhabarber, der morgen mit der Ökokiste kommt, anstellen werde. Danke! :)

Tonkabohne Sabine hat gesagt…

Liebe Steph,
Ich finde Hugh auch große Klasse, ich kenne ihn und sein River Cottage von RTL Living.
Ein cooler, liebenswerter Mann.
Das Rezept gefällt mir sehr gut, sieht sehr lecker aus!
Sonnige Grüsse,
Sabine

omi hat gesagt…

Hallo Steph-erst alles abkühlen lassen oder warm/ heiß servieren? - ist mir nicht ganz klar geworden- danke dir im Voraus für eine Antwort . LG Heike, die täglich neugierig in deinen Blog guckt....

Steph hat gesagt…

Wie es Dir am besten schmeckt, Heike :o)

Krisi hat gesagt…

Oh das sieht sooo leckre aus, so ein Glässchen würde ich jetzt am liebsten mit einem Kaffee Freddo geniessen, das wäre traumhaft=)
Liebe Grüsse,
Krisi

Anonym hat gesagt…

Hab gestern das Rezept ausprobiert (mit Kirschenkompott) - sehr lecker! Ich werde das nächste Mal aber die doppelte Menge Pudding und die halbe Menge Streusel nehmen. Danke fürs Rezept und liebe Grüße aus Österreich! Gabi S.

Katharina K. hat gesagt…

Wow, das sieht lecker aus - ist gleich fürs nächste Wochenende vorgemerkt!
Sag mal, was machst Du eigentlich aus den vielen übrigen Eiweiß? Bei Eis, Pudding und co brauch man ja doch viele Eigelb und aus dem Überbleibsel nur Baiser backe,n ist auf Dauer irgendwie auch fad...

Sonja Stötzel hat gesagt…

Das sieht wirklich richtig lecker aus! Erinnert mich an die Rhabarber-Rotwein-Creme mit Zimtsahne, die meine Mutter immer machte. Werde ich auf jeden Fall ausprobieren! LG Sonja

yakuelin hat gesagt…

Hoi Steph,
habe das Rhubarb Fumble mit Krischen ausprobiert, weiss mittlerweile fast nicht mehr wohin mit denen.. ;-)
Ich kann mich Gabi nur anschliessen, von den Streusseln habe ich maximal einen Drittel verwendet, dafür hatte ich vom Vanillepudding zu wenig.
Trotzdem waren meine Gäste begeistert von diesem Dessert, ich kann es nur weiterempfehlen!
Danke für deine super Seite, sie inspiriert mich immer wieder zu neuen Ideen!
Jacqueline

 

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