übern Tellerrand, heute: Heute gibt es

übern Tellerrand
Ich bin nicht die einzige, die bei dem ganzen Süßkram, der jetzt in der Vorweihnachtszeit gebloggt wird, ab und zu eine herzhafte Unterbrechung braucht, meinem heutigen Gast geht es ganz genauso. 
Aus diesem Grund hat Elena von heute gibt es... auch keine Kekse, Pralinchen oder Kuchen für Euch mitgebracht, sondern eines meiner absoluten Lieblingsessen: ein Risotto!
Wer meine Risotto-Abteilung kennt, weiß, dass ich eine ausgeprägte Schwäche für Risotto in jeder erdenklichen Form habe. Risotto geht einfach immer und ist Soulfood pur - besonders, wenn es schon gefühlte 10 Minuten, nachdem mittags endlich mal die Sonne hinter den grauen Dezemberwolken herausgekommen ist, schon wieder dunkel wird. An Tagen wie diesen hilft eigentlich nur noch ein leckeres, schlotzig-cremiges Risotto. 

Ich freue mich sehr, Euch Elena vorstellen zu dürfen und wünsche Euch ganz viel Spaß mit ihrem Gastbeitrag und natürlich auch beim ausgiebigen Stöbern in ihrem Foodblog! 

Liebe Leserinnen und Leser vom kleinen Kuriositätenladen, 

schön euch heute hier begrüßen und bei der Steph Gast sein zu dürfen. Für alle, die mich und meinen Blog noch nicht kennen, möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin die Elena, 25 Jahre alt und komme aus dem schönen Esslingen am Neckar, im Schwabenländle, unweit von Stuttgart. Seit wenigen Monaten blogge ich auf heute gibt es… über die leckeren Seiten des Lebens ;) Bei mir findet ihr eine bunte Mischung aus süßen und herzhaften Gerichten, sodass für jeden Geschmack etwas dabei und eine gute Abwechslung geboten sein sollte. Egal ob traditionelle Gerichte – dabei greife ich gerne auf italienische Rezepte aus Mamas Repertoire zurück – oder neue Kreationen, ich koche und backe stets getreu dem Motto: „alles frisch und selbstgemacht!“ 

Noch vor wenigen Jahren fand man bei mir das ein oder andere Fertigprodukt im Haus. So etwas vermeide ich heutzutage und versuche so viel es geht selbst zu machen. Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich eines Tages beispielsweise Marmeladen, Apfelchips oder gar Müsli nicht mehr kaufen, sondern selbst herstellen würde. Dabei ist dies gar nicht so schwer wie manch einer zunächst denken mag und genau das ist eines der Dinge, die ich mit meinem Blog vermitteln möchte: Wagt euch an Neues und probiert aus, denn nur so kann man sich verbessern und weiterentwickeln. Das gilt sowohl für das Kochen, als auch für das Backen. Es muss nur der erste Schritt ins Unbekannte gewagt werden ;)

So habe ich es beim heutigen Rezept, das ich euch vorstellen möchte, auch gemacht: Ich habe Neues ausprobiert. Zumindest teilweise. Diejenigen unter euch, die nun ein süßes Rezept erwarten muss ich leider enttäuschen: Es gibt etwas Herzhaftes. In der Weihnachtszeit ist mir nämlich eine Abwechslung zu Keksen, Stollen und Pralinen immer herzlich willkommen. Hoffe euch ebenso!? Entschieden habe ich mich heute für mein Leibgericht: Risotto. Ich liebe es! In jeglicher Variation. Heute gibt es dieses mit Radicchio und Clementinen. Vor Ewigkeiten habe ich von dieser Kombination gelesen, mich nun endlich getraut und etwas experimentiert bis dieses leckere Risotto entstanden ist.

Risotto mit Radicchio und Clementinen

Zutaten
1 rote Zwiebel
1 Radicchio
250 g Risottoreis
Saft von 4 Clementinen
65 g Butter
1 l Gemüsebrühe (+ 200ml als Reserve)
15 g Parmesan

Zubereitung
Radicchio putzen, den Strunk entfernen und anschließend in dünne Streifen schneiden. Eine handvoll Radicchio beiseite stellen.
45g Butter in einem Topf schmelzen lassen, die gewürfelte Zwiebel und den Radicchio dazugeben, leicht salzen und für etwa 2-3 Minuten bei kleiner Flamme andünsten, sodass der Radicchio zusammenfällt. 
Währenddessen in einem anderen Topf 15g Butter zerlassen lassen, den Reis hineingeben und für wenige Minuten anschwitzen. Nach diesem Vorgang, den man „tostare“ (rösten) nennt, sollte jedes Reiskorn mit Butter benetzt sein. 
Den Reis zum Radicchio geben, den Saft der Clementinen hinzufügen und nochmals leicht salzen. 
Beim eigentlichen Kochvorgang wird nach und nach kellenweise heiße Gemüsebrühe hinzugeben und vollständig unter gelegentlichem Rühren eingekocht. Der gesamte Vorgang dauert in etwa 20 Minuten und sollte bei mittlerer Hitze stattfinden.
Wichtig: Vergesst das Umrühren nicht und gebt Flüssigkeit dazu, sobald diese fast vollständig eingekocht ist. Das Risotto brennt schneller an, als einem lieb ist ;)
Anschließend sollte der Reis von der Konsistenz her schlonzig sein. Ist dies nicht der Fall, noch etwas von der „Reservebrühe“ nachgießen und weiter einkochen lassen.
In der letzten Minute vor Ende der Kochzeit die Flamme so niedrig wie möglich einstellen und den Reis ruhen lassen. 
Nun die restliche Butter (5g) und den Parmesan dazugeben und gut untermischen. 
Abschließend mit Salz und Pfeffer würzen, auf einem Teller mit etwas frischem Radicchio und optional kleingeschnittenen, geschälten Clementinen – diese mildern mit ihrer fruchtigen Note den etwas herben Geschmacks des Radicchios – servieren und genießen.

Ich hoffe euch sagt das Risotto zu, auch wenn - oder gerade weil - es nicht zu den Standardvariationen gehört. Falls ihr Lust auf mehr bekommen habt, würde ich mich freuen euch auch mal bei mir begrüßen zu dürfen. 
Euch allen wünsche ich eine schöne und entspannte Weihnachtzeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

                                    Liebe Grüße,
Elena

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