Läuterzucker

Heut geht's mal wieder ganz hoch her im KuLa, es gibt gehobene Küche, wir machen Läuterzucker! Läuterzucker klingt spannend, oder? Viel interessanter als Zuckersirup. 
Und weil ich ja ganz gern mal auf dicke Hose mache, ist das hier also kein Zuckersirup, sondern L ä u t e r z u c k e r! ;o)
Das eigentliche läutern, also Reinigen, von dem diese Zuckerlösung ihren Namen hat, ist heutzutage gar nicht mehr notwendig, da der Zucker selbst schon in der Fabrik gereinigt wird. Übrig bleibt also nur das Abwiegen der Zutaten und anschließende einmalige Aufkochen - ich sach ja, sehr komplizierte Angelegenheit ...

Bevor Ihr Euch in die Vorbereitungen stürzt, die ganzen Zutaten besorgt und dann für Stuuuunden in der Küche verschwindet, sollte ich vielleicht noch kurz loswerden, wofür Läuterzucker überhaupt verwendet wird.
Läuterzucker hat gegenüber normalem Haushaltszucker den entscheidenden Vorteil, dass er sich nicht mehr auflösen muss - er ist ja schon flüssig. Man kann ihn also überall dort verwenden, wo man den Zucker nicht auflösen kann, aber keine krümeligen Zuckerkristalle im Essen oder Getränk haben möchte. In Cocktails,  Desserts, Gebäck, im Obstsalat, Joghurt, usw. wird er sehr gerne verwendet. Wer also keinen Honig, Agavendicksaft oder andere alternative Süßungsmittel mag, für den ist Läuterzucker eine feine Sache.

Natürlich hat Läuterzucker nicht die gleiche Süßkraft wie die gleiche Menge Zucker, er ist ja verdünnt, man kann aber ungefähr sagen, dass 1 Liter Läuterzucker die Süßkraft von ca. 600 g Zucker hat, oder andersrum, Zucker hat im Verhältnis zu Läuterzucker die 1,6fache Süßkraft.
Um das langsame Auskristallisieren der Zuckerlösung zu verhindern, gibt man auf die unten angegebene Menge einen halben, gestrichenen Teelöffel Zitronensäure, die bekommt Ihr in kristalliner Form in jeder Apotheke, aber auch in vielen Supermärkten, Reformhäusern, usw.

Zutaten 
500 g Zucker 
500 ml Wasser
1/2 gestrichenen TL Zitronensäure 

Zubereitung
Zucker, Wasser und Zitronensäure in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Solange kochen, bis der Zucker komplett aufgelöst ist, dann noch eine weitere Minute kochen und in eine saubere Flasche füllen.

 

Kommentare:

Sewwi hat gesagt…

Immer wieder ein Genuß zu lesen, wie Du so simple Sachen so wunderbar verpackt vorstellst!

Man kann dann meist gar nicht mehr anders als sich umgehend selbst daranzumachen!

Danke dafür!

george hat gesagt…

Chicer Post. (Die Flasche sieht super aus!)
Was meinst du wie lang sich so ein Zuckersi... äh Läuterzucker hält? Bewahrst du ihn im Kühlschrank auf?
LG.
georgina

Ti saluto Ticino hat gesagt…

und für die Sorbet-Zubereitung ist Läuterzucker unerlässlich! Die Cremigkeit ist nicht zu übertreffen

Christina hat gesagt…

super!
ich steh' ja auf so'n kram... danke für's posten!

...Frau Kampi... hat gesagt…

Steht bei mir im Kühlschrank, gleich neben dem Zitronensirup :-)

Pralinenwelt hat gesagt…

Zitronensäure gibt es übrigens auch in Drogeriemärkten wie Schle**er. Steht dort bei den Entkalkern für Kaffeemaschinen und Wasserkochern und ist viel billiger als in der Apotheke (z.B. Heitmann Zitronensäure 375 gr für etwa 3 Euro). Man muss nur drauf achten, dass es *reine* Zitronensäure ist und "Lebensmittelsauber" o.ä. drauf steht.

Ronja hat gesagt…

Oh oh, da muss ich mir ja mindestens zwei Wochen Urlaub nehmen, wenn ich das nachkochen will - ist das aufwendig!

Steph hat gesagt…

@ Sewwi
Vielen Dank, das ist sehr lieb! :O)

@ georgina
Ich hab den Läuterzucker einfach im Regal stehen, da passiert eigentlich nix wenn man sauber arbeitet. Im Prinzip hält der ewig.

@ Ti saluto Ticino
Stimmt, hab ich völlich vergessen

@ Christina
Sehr gerne :o)

@ Sandra
Gut bevorratet ;o)

@ Pralinenwelt
Schlecker wäre eines der letzten Geschäfte, die ich empfehlen würde ...

 

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