Räucherforellentarte mit Mangold

Gibt's zu ner Tarte noch viel zu sagen/schreiben? Nicht wirklich. Im Gefrierschrank warteten einige geräucherte Forellenfilets darauf, dringend verarbeitet zu werden und auf dem Wochenmarkt kam ich am Mangold mal wieder nicht vorbei, das Resultat?  
Ne Tarte, mal wieder.

Am Besten schmeckt diese Tarte (und wie ich finde, die meisten Tartes) lauwarm, dann kommt der Geschmack und das Aroma des Räucherfisches am Besten heraus, aber auch kalt ist sie wirklich lecker.
Anstelle des Mangolds kann man auch prima Spinat verwenden, leider darf ich den aber nicht verarbeiten, da mein Mitesser sonst in den Hungerstreik tritt - Männer! ;o)

Und wenn wider Erwarten etwas übrig bleibt, gilt wie immer einfrieren und fertig ist eine schnelle Mahlzeit für den nächsten Abend, an dem es mehr als ein Käsebrot sein soll, aber einfach keine Zeit ist, stundenlang am Herd zu stehen - Tartes sind super!

Zutaten für eine 28 cm Quiche-Form

Mürbeteig

250 g Mehl
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser

Belag
1 große rote Zwiebel
300 g Mangold (Stiele und Grün)
Olivenöl
Salz und Pfeffer
300 g geräucherte Forellenfilets
4 Eier
300 ml Sahne
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine hohe Quicheform damit auslegen.
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.

Belag
Die Zwiebel putzen und in Streifen schneiden. Mangold ebenfalls putzen, das Grün in Streifen und die Stiele in Rauten schneiden.
Zwiebelstreifen in Olivenöl anschwitzen. Die Mangoldstiele dazugeben und ebenfalls mit anschwitzen. Mangoldblätter dazugeben und zusammenfallen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen, beiseite stellen.
Aus den Eiern, der Sahne und den Gewürzen einen Guss herstellen.
Die Hälfte der Mangoldmischung auf den Tarteboden geben und gleichmäßig verteilen. Forellenfilets zerzupfen und darübergeben, mit dem Rest der Mangoldmischung bedecken. Eier-Mich-Guss darübergeben. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen, die Tarte verfestigt sich dann noch.
Mit einem knackigen Salat servieren. 

Kommentare:

nata hat gesagt…

Sieht sehr lecker aus!

Immer, wenn ich Deine schönen Tartes sehe, frage ich mich, warum ich sowas so selten mache. Früher war das nämlich mal anders, weil ich Quiches und Gemüsetartes so wahnsinnig gerne esse.

In den Weihnachtsferien habe ich mir eine neue, etwas kleinere, Form gekauft. Vielleicht ist das ein Grund, endlich wieder öfter eine Tarte zu backen.

Hilda hat gesagt…

mmmhh.... das sieht ja wieder soooo.. lecker aus. Dankeschön für das Rezept.

Liebe Grüße
Hilda

Steph hat gesagt…

@ nata
Ich hab erst sehr spät meine Liebe zu Tartes entdeckt und das lag auch bei mir vor allem an der Form (und am Mürbeteigrezept). Seit ich diese Formen mit herausnehmbarem Boden in unterschiedlichen Größen und Höhen habe, bin ich ein ganz großer Tarte-Fan - vor allem auch deshalb, weil sie so vielseitig sind wie kaum ein anderes Gericht und man wunderbar Gemüse-, Fisch- und Fleischreste aufbrauchen kann.

@ Hilda
Vielen Dank!

Pinguin hat gesagt…

Es bezieht sich nicht auf den jetzigen Blogkommentar, sondern auf die von dir bei Facebook verlinkte Rezeptesammlung vom ARD. Ich bin schwer begeistert und fast unser kompletter WOchenplan ist voll von diesen Gerichten.

Merci für den Tipp!

IPH hat gesagt…

Hast recht, da kann und brauch man nicht viel zu sagen, ausser LÄCKA :))

Mini-Küche hat gesagt…

Wenn das kein Schicksal ist - ich habe alles, außer Mangold, aber dafür Spinat, im Kühlschrank. :) Da weiß ich glatt, was es heute Abend nach dem Fechtunterricht zu essen gibt *freu*
Ich liebe Räucherforelle, trotzdem gab es sie bisher nur "am Stück", tolle Idee und wieder super schöne Fotos,

Liebe Grüße,

~Lilly, aus der Mini-Küche

Habiba hat gesagt…

Es war einfach nur genial lecker! Habe deinen Blogg erst neu entdeckt und freue mich tagtäglich daran!

Heike hat gesagt…

oh..auch eine spannede Kombination..guten Appetit von Heike

Steph hat gesagt…

@ Pinguin
Freut mich sehr, dass die Sammlung soviel Stoff zum Nachkochen für Dich bietet - ich bin noch gar nicht dazu gekommen, sie mir genau anzuschauen, wird aber sehr bald nachgeholt ;o)

@ Lilly
Ich hoffe, die Tarte hat Dir geschmeckt :O)
Aus Forelle kann man auch einen ganz besonders leckeren Brotaufstrich machen - mächtig lecker!

@ Habiba
Hast Du die Tarte etwa schon gebacken? Wow!

Habiba hat gesagt…

Ja, Steph, schon gebacken. Wie es der Zufall so wollte war das Forellenfilet kurz vor dem Ablaufdatum und Mangold kam morgens mit der Gemüsekiste, der Rest ist immer da... allerdings habe ich Dinkelvollkornmehl genommen, denn ich vertrage Weißmehl nicht so gut. Aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch... Danke für das Rezept!

 

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