Kartoffel-Zwiebel-Tarte mit Ziegenkäse

Sobald sich im Spätsommer die Marktstände unter der Vielfalt der angebotenen Gemüse biegen, bekomm ich Appetit auf Tartes oder Quiches. 
Nahezu unendliche Kombinationsmöglichkeiten bietet diese Vielfalt, also gibt es eine Menge zu tun, bzw. vieeele Tartes zu backen ;o)

Den Anfang unserer diesjährigen Tartesaison bildet diese Kartoffel-Ziegenkäse-Tarte, die mich aufgrund der sehr einfachen Zutaten sofort fasziniert hat. Es sind meist die Rezepte, die aus so vermeintlich einfachen Zutaten bestehen, die mich am meisten ansprechen und ich freu mich immer wieder wie Bolle, wenn gerade ein solches Rezept besonders gut schmeckt - das hat sie nämlich, diese Tarte. 
Seit wir neulich mal wieder in unserem Lieblings-Restaurant (davon berichte ich Euch demnächst noch ausführlich) essen waren, hab ich eine neue Lieblings-Kartoffelsorte, die Leyla. Bisher war ich ja ein absoluter Linda-Fan (schon aus Prinzip ;o) ), aber Leyla toppt sie nochmal um Längen. Solltet Ihr Leyla noch nicht kennen, gebt Ihr bei Gelegenheit mal eine Chance, sie schmeckt wirklich grandios. 
Dieser Tarte hat sie einen kräftig-aromatischen Kartoffelgeschmack verliehen, dazu noch die karamellisierten Zwiebeln und der Ziegenkäse, da braucht man nun wirklich kein Fleisch. 

Die Idee für dieses Rezept hat mir Spud Sunday geliefert, allerdings hab ich eine ganze Menge dran gedreht - ich kann halt nicht anders ;o)
Herausgekommen ist eine besonders schmackhafte Tarte, die sich noch ganz nach Geschmack abändern, bzw. erweitern lässt - lasst Eurer Phantasie einfach freien Lauf...

Zutaten für eine 28 cm Form

Mürbeteig
250 g Mehl
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser

Belag
500 g Zwiebeln
1 TL Zucker
400 g geschälte, festkochende Kartoffeln
Olivenöl
einige Zweige Thymian
4 Eier
300 ml Sahne
Salz, Pfeffer, Muskat

100 g Ziegenfrischkäse
 
Zubereitung

Mürbeteig

Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine Tarteform damit auslegen.
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.

Belag

Die Zwiebeln schälen, in feine Streifen schneiden und bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten karamellisieren lassen, bis sie schön gebräunt und weich sind. Den Zucker darüber streuen und weitere 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren karamellisieren lassen.
In der Zwischenzeit die Kartoffeln grob reiben und mit den Händen gut ausdrücken, so dass soviel Kartoffelwasser wie möglich ausgedrückt wird. In etwas Olivenöl von allen Seiten anbraten, die Kartoffelraspel sollen ruhig ein wenig Farbe annehmen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Thymian würzen und die Zwiebeln wieder dazu geben und alles miteinander verrühren.
Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.
Aus den Eiern, der Sahne und den Gewürzen einen Guss herstellen.
Die Kartoffel-Zwiebel-Mischung auf den Tarteboden geben und gleichmäßig verteilen. Den Käse darüber verteilen und mit dem Guss bedecken.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen, die Tarte verfestigt sich dann noch.
Mit einem knackigen Salat servieren.  

Kommentare:

Micha hat gesagt…

Eindeutig - das ist was für den Karfoffelliebhaber bei uns im Hause. Wir pflanzen immer die *Mona Lisa* an, bei uns dann also in der Variante mit der Kartoffel mit dem geheimnisvollen Lächeln ;o)

Frau Schmunzel hat gesagt…

Mehr davon!
Nach einem furchtbar fleischlastigen Wochenende wird es die heute bei uns geben.
Zusammen mit ägyptischem Gurkensalat.

Andreas hat gesagt…

...die Tarte ist absolute verlockend und erst dieser so wunderbar präzise gelunge Boden lässt mich vor Neid erblassen.

IPH hat gesagt…

Wie du schon schreibst, die Saison für Tartes hat begonnen und ich freu mich schon drauf bestimmt auch einige auf deinem Blog zu finden. Tolle Variante!

Petra aka Cascabel hat gesagt…

Das Wetter schreit geradzu nach zwiebeligen Kuchen :-)

Steph hat gesagt…

@ Micha
Was issn die Mona für eine? Eher fest oder mehlig oder gar so zwischendrin?

@ Frau Schmunzel
Ich hoffe, sie hat Euch ebenso gut geschmeckt wie uns :o)

@ Andreas
Mit dem richtigen Mürbeteig ist so ein gleichmäßiger Boden keine Kunst, das ist wirklich sehr simpel.

@ IPH
In meinem Archiv gibt's ja schon eine Auswahl an herzhaften Tartes und Quiches, aber in der nächsten Zeit wird sicher noch einiges dazu kommen.

@ Petra
Du hast völlig Recht, bei diesem Wetter bekomm ich auch sofort Lust auf herzhafte Kuchen mit Zwiebeln ;o)

Frau Schmunzel hat gesagt…

@steph - War lecker, kalt hat sie mir am besten geschmeckt.

Janine hat gesagt…

Welche Größe hat denn deine Tarteform? Möchte mir auch eine zulegen, weiß aber noch nicht, welche Größe

Anna hat gesagt…

Hmm, super sieht das aus! Dann auch noch fleischlos und dafür mit allem, was lecker ist (hab sowieso grad mein Herz für glasierte Zwiebeln entdeckt...).

Das einzig blöde ist, dass ich dann wieder nur bloggen kann: Äh ja, ich hab das vom Kuriositätenladen geklaut, guckt doch am besten gleich da, da sieht der Boden auch viel besser aus :-D

HellaS hat gesagt…

Dieses Rezept habe ich mir ausgesucht für das tolle 'Huettenhilfe-Fremdkochen-Thema', dass ta(r)t(e)kräftig von dir unterstützt wird ;-)
Ich bin begeistert - sie schmeckt großartig! Ich habe lediglich den Ziegenkäse durch einen cremigen Hirtenkäse mit Kräutern ersetzt.
LG Hella

Anonym hat gesagt…

hallo, ich habe mich verführen lassen und das gute rezept nachgebacken.
nun, es ist tatsächlich sehr lecker aber (zeit-)aufwendig ohne ende...(zwiebeln karamellisieren etc). im verhältnis zur mühe ist die tarte dann nur noch halb so lecker und -zumindestfür mich- nicht nochmal die mühe wert.
philipp

 

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