Buchweizenwaffeln mit Dill-Schmand

Auch wenn die große Hitze uns eine kleine Verschnaufpause gönnt, ist mir momentan nicht nach aufwendiger Küche, also gibt's hier auch nur Kleinigkeiten ;o)
Diese Waffeln hab gab es vor ein paar Wochen, als die Matjes-Saison gerade begonnen hatte. Ich hab nach einer leckeren Beilage, fernab von Pell- oder Bratkartoffeln oder Schwarzbrot gesucht und bin dabei bei diesen Waffeln gelandet.

Buchweizenmehl wird hier oben besonders gern in der Küche der Lüneburger Heide verwendet. Ehemals ein sättigendes Arme Leute-Essen, das durch den verstärkten Kartoffelanbau im 18. Jahrhundert an Bedeutung verlor, findet man Buchweizen-spezialitäten, wie beispielsweise Buchweizen-Pfannkuchen oder -torte mittlerweile wieder vielerorts. 
Buchweizenmehl hat einen kräftigen, nussigen Geschmack und eine bräunlich-graue Färbung. Ich selbst mag Buchweizen sehr gern, nicht zuletzt in Form von Poffertjes, da lag es nah, diese Waffelvariante schnellstmöglich auszuprobieren.

Wie Ihr seht, gab es bei uns im Endeffekt nicht nur leckeren, milden und zarten Matjes, sondern auch meine heißgeliebten Krabben, oder wie wir in Bremen sagen, Granat
Allen Hamburgern kann ich für den kleinen Krabbeneinkauf Fische Schmidt empfehlen, dort gibt es zwar keine ungepuhlten Krabben (laut Besitzer puhlen der Eppendorfer Krabben nicht selbst - kann ich bestätigen, der typische Eppendorfer wird sich sicher seine kreativen Finger nicht an diesem Fischzeugs schmutzig machen, ich bin nicht typisch ;o) ), aber keine Krabben, die eine halbe Weltreise hinter sich haben, sondern frische Krabben, sozusagen direkt vom Kutter - Ich sag Euch, das schmeckt man!
Zu den Waffeln hab ich einen schnellen Dill-Schmand gemacht, also Schmand mit Salz und Pfeffer gewürzt und fein gehackten Dill unter gerührt, mehr muss gar nicht sein. 

Zutaten
200 g Buchweizenmehl
150 g Mehl Type 550
1 Tütchen Trockenhefe
350 ml lauwarme Buttermilch
1/2 TL Zucker
2 Eier
75 g weiche Butter
1 TL Salz
1 TL Zitronenabrieb

Zubereitung
Die Hefe mit dem Zucker in die lauwarme(!) Buttermilch einrühren und einige Minuten stehen lassen, bis sich die Hefe komplett aufgelöst hat.
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Mixer gut verrühren. Ca. 30 Minuten stehen lassen.
Im Waffeleisen knusprig braun backen und mit einem Dill-Schmand-Dip und Krabben, Lachs oder Matjes servieren. 

Quelle: GU Waffeln

Kommentare:

Heidi, die II. hat gesagt…

So nech - aber Krabben puhlen geht nich ohne Carola Petersen aus Torfmooholm... :-D

"Oh Carlola -
siet letzte Woch' is' dat üm mi gescheh'n,
ick heff die in'ne Köök
Krabben puhlen seh'n..."

(...muss ma forschen, ob ich Vorfahern in Eppendorf hatte - ich puhle keine Krabben nich - aber ich singe kräftig mit Torfrock mit....)

Sach bloß nich weiter, dass ich eigentlich man ok blot 'n Fischkopp bün - ick ät em nich.....

Trotztdem sehen die Bilder voll appetitlich aus - jawohl....
Vielleicht machst Du ja mal Käsewaffeln - da stell ich mich als Erste wieder an... ;-)

Jutta Lorbeerkrone hat gesagt…

Ich habe zum ersten Mal Poffertjes im Februar in Rotterdam gegessen...was war das schoen! Ich wuerde auch gerne deine salzige Waffel essen. Und ein frisches, herbes Bier dazu trinken!

Sivie hat gesagt…

Mir würden die mit Krabben auch schmecken, aber die Familie... Herzhafte Waffeln muß ich auch dringend mal in Angriff nehmen.

Anne hat gesagt…

Tolle Idee - Waffeln mit Fisch, darauf muss man erstmal kommen - und köstliche Fotos!

Steph hat gesagt…

@ Heidi
Mönsch, und dabei macht Krabbenpuhlen soviel Spaß! Ok, wenn eine gefräßige Katze neben der Schüssel sitzt und alle gepuhlten Krabben wieder rausfischt, isses eine ziemlich brotlose Kunst, aber sehr meditativ ;o)
Käsewaffeln stehn übrigens auf der Liste und kommen demnächst!

@ Jutta
Ein leckeres Bier ist wirklich der ideale Begleiter dieser Waffeln.

@ Sivie
Solche Waffeln sind auch unterwegs sehr lecker, besonders die neulich gebloggten Zwiebelwaffeln hielten sich recht lang knusprig.

@ Anne
Vielen Dank!

 

Nachbarschaft

Auswärts

Nach oben