Ist Kürbis nicht ein unglaublich tolles Gemüse? (Schon klar, eigentlich ist Kürbis eine Beere, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein, oder? :o) )
Es ist gar nicht unbedingt der Kürbisgeschmack, der mich zu einem solchen Kürbis-Fan hat werden lassen - natürlich schmeckt Kürbis klasse, aber ein so umwerfendes Geschmacks-erlebnis ist er ja nun auch nicht.
Vielmehr sind es die wunderschönen Farben, die Gelb-, Orange- und Grüntöne, die jedes Kürbisgericht zu einem optischen Knaller werden lassen und für mich stellvertretend für die Farbexplosion des Herbstes stehen. Die Vielfalt der Formen, von kleinen Ufos bis zu riesigen Schlangenähnlichen Gebilden und die schier unendliche Variationsmöglichkeit, die Kürbis bietet.
Ich hab mittlerweile eine meterlange Liste mit Rezepten, die ich diese Saison unbedingt ausprobieren möchte und daher gibt es nach den Kürbisbrötchen von letzter Woche gleich schon das nächste Kürbisrezept.



Kürbisrisotto ist eigentlich nichts Neues im Kuriositätenladen - ich glaube, es war sogar das erste Gericht, das ich mit Kürbis gekocht hab, bislang aber "konventionell" mit rohem, gewürfelten Kürbis, der zusammen mit dem Reis gegart wurde. Das ist sicher sehr lecker, aber der ganz große Hit war das noch nicht.
Beim Blogzapping hab ich nun neulich das Stichwort "roasted pumpkin" gelesen - Ha, stimmt ja! Gebackener Ofenkürbis ist noch mindestens 100x leckerer als gekochter. Hier also mal wieder eine gepimpte Version eines bereits gebloggten Rezeptes.



Zutaten

1 Hokkaido-Kürbis

1 Bund Suppengrün (1/4 Sellerieknolle, 1 Petersilienwurzel, 2-3 Karotten, 1 Stange Lauch, etwas Petersiliengrün) + 1 Zwiebel oder ca. 1,5 l Gemüse- oder Geflügelfond

400 g Risottoreis
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
200 ml Weißwein
80 g geriebener Parmesan
Salz und Pfeffer
Muskatnuss

Kürbiskernöl
Kürbiskerne

Zubereitung
Den Kürbis halbieren, die Kerne entfernen und den Kürbis in Spalten schneiden. Die Kürbisspalten im Backofen bei 180°C 30-45 Minuten backen, bis sie gar sind.

In der Zwischenzeit das Suppengrün putzen, grob hacken und in Wasser aufsetzen - bei mittlerer Hitze so lange köcheln lassen, bis der Kürbis gar ist - fertig ist der Gemüsefond.
Die Kürbisspalten in einem Mixer fein pürieren, evtl. noch etwas Brühe zufügen, dann lässt er sich leichter pürieren.

Die Zwiebel fein hacken und in Olivenöl anschwitzen, Reis hinzufügen und kurz mitdünsten lassen.

Mit Weißwein ablöschen und diesen einkochen lassen, jetzt nach und nach unter stetigem Rühren die Brühe angießen. Nach ungefähr der Hälfte der Kochzeit 3-4 EL Kürbismus hinzufügen und mitköcheln lassen. Unter stetigem Rühren den Reis al dente garen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und zum Schluss den geriebenen Parmesan unterrühren.

Mit angerösteten Kürbiskernen und Kürbiskernöl servieren.



Den Rest des Kürbismuses friere ich in einem Gefrierbeutel ein und habe so gleich fertiges Mus für Nudelfüllungen, Saucen, Brot, Kartoffel-Kürbis-Püree, das nächste Kürbisrisotto usw. usf.



Nichts für den Alltag, aber zu besonderen Anlässen sieht es besonders hübsch aus, das Risotto in einem kleinen Kürbis zu servieren. Die riesige Sortenvielfalt bietet hierfür Kürbisse in jeder benötigten Größe - von der Vorspeise, über den Hauptgang, bis hin zur großen Familien-Terrine ;o)


~ Darf's noch ein bisschen mehr sein? ~

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18 x Senf:

    Leider mag ich kein Risotto! Aber Kürbis ist toll, ich ess schon seit ner Woche nichts anderes mehr...

     
    On 9. Oktober 2009 08:27 Anonym hat gesagt…

    So - und ich mach mir nu 'nen "Kürbis" um den Kürbis.
    Bei mir ist nicht das Risotto der Hinderungsgrund, aber mit den Kürbisbrötchen habe ich für mich ja sozusagen schon die persönliche "Schallmauer" durchbrochen. Steph - Du machst es mir wirklich schwer, zukünftig noch Widerstand zu leisten.
    Nee - das Rezept klingt nicht nur gut, sondern sieht auch noch absolut appetitlich aus.
    Mal sehen, wie ich mit meiner Abneigung verhandeln kann ;-)
    Heidi

     
    On 9. Oktober 2009 08:45 Sivie hat gesagt…

    Sieht lecker aus. Leider mag keiner meiner Lieben Kürbis und so habe ich noch vorbereiteten Kürbis vom letzten Jahr im Gefrierschrank. grrrr!

     
    On 9. Oktober 2009 09:09 Dana hat gesagt…

    Und ich hatte noch überlegt, was aus meinem zu Hause liegenden Kürbis machen soll...
    Danke Steph!

     
    On 9. Oktober 2009 09:39 nata hat gesagt…

    Ob das auch mit Butternut geht? Der liegt hier rum und wir kennen uns noch nicht persönlich, weil ich bisher immer Hokkaido hatte.

     
    On 9. Oktober 2009 09:50 Steph hat gesagt…

    @ Frau Nilsson
    Kein Risotto mögen, das geht? ;o)
    Aber glücklicherweise gibt es ja noch 1365 andere Kürbisrezepte ... Hach, ich weiß gar nicht, wie ich das alles in einer Saison schaffen will ;o)

    @ Heidi
    Abwarten, am Ende der Saison biste so ein großer Kürbis-Fan, dass Du den sogar roh knabberst ;o)

    @ Sivie
    Banausen! ;o)

    @ Dana
    Immer wieder gerne! ;o)

    @ nata
    Das geht mit jedem (essbaren) Kürbis. Ich hatte halt grad nen Hokkaido da, noch leckerer wird es aber mit nem Butternut oder noch besser einem Muskatkürbis.
    Im Gegensatz zum Hokkaido muss dort das Kürbisfleisch nach dem Backen aus der Schale gekratzt werden - ansonsten ganz genauso weiterverarbeiten.

     
    On 9. Oktober 2009 10:11 Anonym hat gesagt…

    Das Foto taugt zum Poster! Kompliment.
    VG,
    Claudi
    PS: Risotto ist bestimmt auch lecker ;-)

     
    On 9. Oktober 2009 10:38 Eline hat gesagt…

    Stimmt, Kürbis besticht mehr durch Farbe als durch Eigengeschmack. Wobei aber Muskatkürbis und Hokaido schon einiges an Eigengeschmack beitragen. Als Geschmacksträger ist er jedoch hervorragend. Ich mach Kürbisrisotto gerne aus püriertem Kürbis mit Orangensaft (statt Wein) und etwas Orangenschale.

     
    On 9. Oktober 2009 12:20 Steph hat gesagt…

    @ Claudi
    Wie jetzt? Magst Du etwa auch kein Risotto? Ich versteh Euch alle nicht ... tztztz ... ;o)

    Das Kürbis-Risotto-Bild ist übrigens ganz doof - ich krieg das nicht so zugeschnitten, dass es in die Galerie des Rezeptebuches passt. Blödes Bild! ;o)

    @ Eline
    Orangensaft schmeckt sicher auch ganz toll - werd ich demnächst mal ausprobieren. Die Saison ist ja noch jung ;o)

     
    On 9. Oktober 2009 12:41 nata hat gesagt…

    @Eline: Dafür ist es mit dem Kürbiskernöl genau anders herum. Schmeckt einfach irre, verwandelt aber jedes Gericht in eine Gewitteransicht, spätestens, sobald man umrührt.

     
    On 9. Oktober 2009 14:23 Anonym hat gesagt…

    Doch, ich mag Risotto, aber nicht mit 'durchgemöllertem' Kürbis:-).
    VG,
    Claudi

     
    On 9. Oktober 2009 18:52 Steph hat gesagt…

    @ Claudi
    Das is doch schon wieder son kölscher "Fachausdruck", oder?
    Und was genau magste nicht, den Kürbis oder das durchgemöllerte? ;o)

     
    On 9. Oktober 2009 20:01 mipi hat gesagt…

    Gute Idee, das Risotto im ausgehöhlten Kürbis zu servieren.

     

    Super Idee mit dem Einfrieren!!
    Werde ich sicherlich nachkochen, vielleicht benutze ich dann dafür meinen gewürzten Kürbis und pimpe so mein klassisches Risottorezept auf.
    Ciao
    Alex

     

    Kompliment, das sieht sehr gut aus. Die gerösteten Körbisspalten gefallen mir. Einfacher zu bewerkstelligen als Risotto aus dem Parmesanleib.

     
    On 10. Oktober 2009 16:39 Anonym hat gesagt…

    Genau, Steph!
    Es ist das 'durchgemöllerte', nicht der Kürbis ;-).
    Wobei ich durchaus auch 'durchgemöllertes' mag, aber keinen durchgemöllerten Kürbis.
    Ich hoffe die Sachlage zu Deiner Zufriedenheit vollkommen geklärt zu haben;-)).
    Schönes Wochenende,
    Claudi

     

    Sieht ganz toll aus. Das Risotto macht sich ausgezeichnet im Kürbis.

     
    On 23. August 2011 13:00 Jana hat gesagt…

    einfach herrlich! ich liebe Kürbis und ich liebe über alles Risooto! tolle idee!!!