In Hamburg nennen wir sie Berliner ...

... in Berlin heißen sie Pfannkuchen und im Süden Krapfen - völlig egal, wie diese kleinen Dinger genannt werden, sie schmecken einfach richtig lecker und gehören bei uns zu Silvester wie Bleigießen und bunte Papphütchen.
Das Rezept hab ich mir bei der CKlerin Lubu gemopst und nur ein klein wenig angepasst.



Zutaten

500 g Mehl

130 g Butter
2 gehäufte EL Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Ei
2 Eigelb
12 g Hefe
½ TL Salz
1 EL Essig
200 ml kalte Milch
1 Liter Öl, gutes oder Butterschmalz

Füllung
100 ml Eierlikör
150 ml Milch
Maisstärke zum Abbinden
oder
Konfitüre nach Geschmack


Zubereitung

Zu allererst die Hefe mit 100 ml kalter Milch und dem Salz gut verrühren und etwa 1 Stunde stehen lassen.

Dann wird die Butter mit dem Zucker cremig gerührt. Das Ei und die Eigelbe nach und nach schön eingerührt. Nun das Mehl dazusieben, den Hefeansatz, die Aromaten und die kalte Milch. Im Langsamgang der Maschine zu einem eher weicheren Teig gut abschlagen. Gut zugedeckt aufs Doppelte aufgehen lassen, das kann mitunter bis zu 2 Stunden und länger dauern, je nach Raumtemperatur (aber nicht zu warm stellen).
In der Zwischenzeit die Eierlikör-Füllung zubereiten - dazu den Eierlikör mit der Milch zum Kochen bringen und der Maisstärke abbinden. Unbedingt Maisstärke verwenden, da Kartoffelstärke eine unangenehme Konsistenz bewirkt.
Sobald der Teig reif genug ist, auf bemehlter Arbeitsfläche aus dem Teig 18-20 Kugeln schleifen; sie sollten schön glatt an der Oberseite sein. Auf bemehlter Fläche zum nochmaligen Gehen absetzen. Mit Klarsichtfolie o. großem Plastiksack vorsichtig abdecken.
Schön aufgehen lassen, dabei etwa 30 Min. ohne Abdeckung stehen lassen, dass ein Häutchen entsteht.

In der Zwischenzeit das Fett erhitzen auf max. 165°C-170°C
Nun die Krapfen mit der Oberseite nach unten vorsichtig ins Fett gleiten lassen und zudecken. Etwa gute 1 1/2 Min. backen, nachsehen, wenn es goldbraun ist, umdrehen und weitere 1 1/2 Min. weiterbacken, dann nochmals umdrehen und 30 Sekunden nochmals die Oberseite backen, wichtig!!
Sind alle gebacken, mit der der Marmeladentülle die Konfitüre einspritzen und bezuckern oder mit einem Zuckerguss bestreichen.


Kommentare:

Sivie hat gesagt…

Die sehen aber toll aus. Darf ich sagen wie vom Bäcker? Als Lob gemeint. Die selbst gemachten, die ich kenne sehen immer sehr verunfallt aus.

Steph hat gesagt…

Natürlich darfst Du das sagen und das Beste ist, sie haben noch besser geschmeckt ;o)

Schnuppschnuess hat gesagt…

Hui, sogar mit weißer Taille - so schöne "Kräppel", wie sie hier in Hessen heißen, habe ich noch niemals hinbekommen.

Steph hat gesagt…

Naja, an der weißen Taille muss ich auch noch arbeiten - ich denke, die Berliner hätten noch n büschen länger gehen müssen, aber irgendwann wollten wir sie ja auch essen ;o)

Anonym hat gesagt…

eine Frage wie tust du Salz und kalte Milch mit Hefe??
so weit ich weiß, dass das Salz die Hefe mit der kalte Milch nicht zu gutem Ergebnis kommt.
Ich bitte um eine schnelle Antwort

viele Grüße!!
fofa

Steph hat gesagt…

Das Verfahren, nach dem dieser Hefeteig hergestellt wird, nennt sich Salz-Hefe-Verfahren. Hierbei ist es absolut üblich, die Hefe mit dem Salz zu verrühren und stehen zu lassen.

 

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