Chili-Öl

Mit frischen Chili-Schoten hab ich so meine Probleme. Entweder, man schmeckt sie gar nicht raus, oder man spuckt Feuer - dazwischen gibt's bei mir nix. Ich kann sie einfach nicht dosieren oder ich erwisch immer die falschen, keine Ahnung warum ich so ein großes Problem damit hab.
Um einigermaßen auf der sicheren Seite zu sein, verwende ich in der Regel Piment d*Espelette oder Chiliflocken ohne Saat, so kann auch ich als Chili-Weichei die Schärfe recht gut dosieren. 
Als ich nun vor einer Weile die Sichuan Wontons zubereitet hab und dafür Chili-Öl brauchte, hab ich das natürlich gleich mal ausprobiert und bin sehr begeistert davon. Wenn man einmal raus hat, wie scharf das Öl ist, lässt es sich prima dosieren und hat ein ganz tolles, aromatisches Aroma. 
Der Schärfegrad des Öls hängt natürlich maßgeblich von der verwendeten Chilisorte ab, so dass schon einige wenige Tropfen mehr als genug für eine angenehme Schärfe des entsprechenden Gerichtes sein können. Ich mag die Cascabel- oder Ancho-Chilis ganz besonders gerne, weil sie eher mild sind und eine angenehme Süße mitbringen, dem Öl also noch mehr Aroma verleihen.

Zutaten
150 ml Erdnussöl
50 ml helles Sesamöl
40 g getrocknete Chiliflocken
3 Cascabel-Schoten, zerbröselt oder eine Ancho-Chili

Zubereitung
Das Öl in einen Topf geben und erhitzen Die Chiliflocken dazugeben, as Öl soweit erhitzen, dass die Flocken einmal aufschäumen und dann von der Platte ziehen. Abgedeckt über Nacht ziehen lassen.
Durch ein Sieb filtern und in einer Flasche im Kühlschrank aufbewahren. 

Kommentare:

Bengelchen hat gesagt…

Chili-Öl habe ich auch immer zu Hause. Ich nehme immer getrocknete Chilis und lasse sie einfach im Öl.

Charlotte hat gesagt…

Ich habe es bisher auch immer so wie Bengelchen gemacht. Aber das Öl ist zufällig grad leer geworden. Ein guter Zeitpunkt, um mal ein neues Rezept zu probieren. Und deins hat eine viel schönere Farbe... ;-)

Dolce Vita hat gesagt…

Irgendwie habe ich das selbe Problem, wie Du, entweder erwische ich zu viel von dem scharfen Zeugs, oder man merkt es kaum...
Liebe Grüsse
Susann

Liebling hat gesagt…

Chili-Öl mache ich auch immer mit den getrockneten Dingern und lass die dann einfach im Öl. Aber: tolles Zeug, könnte ich fast überall reinmischen. ;) LG, Katha von http://lieblings-blog.blogspot.com/

Steph hat gesagt…

@ Bengelchen
Das hab ich früher auch so gemacht, durch das einmalige erhitzen und spätere Ziehenlassen wird das Öl aber sehr viel aromatischer. Nicht ausschließlich scharf, sondern es nimmt auch die sonstigen Aromen der Schoten auf.

@ Charlotte
Die Farbe kommt automatisch durch das Erhitzen :o)

@ Dolce Vita
Da bin ich ja froh, dass es nicht nur mir so geht - hinterhältige kleine Biester, diese Schoten!

@ Katha
Wenn man das Öl erwärmt, genügt diese Zeit absolut, schärfer muss das Öl gar nicht sein ;o)

Katharina hat gesagt…

Wenn Du auf Chili-Aroma, aber nicht so auf die Schärfe stehst, dann versuchs doch mal mit den Suave-Sorten von NuMex. Da ist die Schärfe rausgezüchtet, aber das Aroma drin.

chilirosen hat gesagt…

Hallo Steph,
ich habe vor ein paar Tagen dieses Chiliöl hergestellt, ( mit Olivenöl) und es ist sowas lecker und das geht ja ratz fatz, also auch super zum Verschenken. Die confierten Knoblauchzehen stehen auch auf meinem Plan. Darf ich denn das Rezept für das Chiliöl auf meinem Blog veröffentlichen? Natürlich mit Link zu Deinem Beitrag und eigenem Foto und Text, das würde so gut zu meinem Namen passen?
Liebe Grüße
Sabine

Ina S. hat gesagt…

Das werde ich zu Weihnachten verschenken. Eine schöne Idee!
Gruß Ina

 

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