Crostata di Ricotta e Cioccolato

Letzte Woche Dienstag 10:00 Uhr in Hamburg: Ich schlendere wie jeden Morgen virtuell durch den ein oder anderen Foodblog, da ist er plötzlich, dieser wunderschöne Kuchen. Ein Käsekuchen auf italienisch mit Schokostückchen - geht's noch leckerer? Kaum!
Glücklicherweise war ich quasi grad auf dem Weg zum Wochenmarkt und hab daher gleich noch nen kleinen Schlenker gemacht und Ricotta besorgt, alles andere hab ich eh immer daheim. 
Am frühen Nachmittag war er dann fertig und sowohl ich, als auch mein Mitesser im Käsekuchenhimmel. 

Natürlich hab ich mal wieder ein wenig am Rezept gedreht, den Boden hab ich durch ein bewährtes Sandteig-Rezept ausgetauscht, da ich den besonders gern mag und in der Füllung ist etwas weniger Zucker als im Original - ansonsten ist alles original und das ist gut so ;o)
Weil immer wieder geschrieben wird, dass meine Tarteböden so gleichmäßig aussehen, hab ich diesmal genau dokumentiert, wie ich beim Auslegen der Form zu Werke gehe.


Zuerst wird der Teig, nachdem er im Kühlschrank geruht hat, ein wenig weich geknetet und auf der sehr gut bemehlten Arbeitsfläche dünn ausgerollt. Dabei immer wieder umdrehen, bemehlen und so rund wie möglich ausrollen. 
Zum Transport zur Form rolle ich den Teig auf dem Nudelholz auf und direkt über der Form wieder ab.

Dann den Teig vorsichtig in die Form drücken und an der scharfen Kante der Tarte- oder Quiche-Form den Rand abknipsen. 
Mein Teig war in diesem Fall schon etwas weich, weil ich mal wieder abgelenkt war. Im Normalfall ist der Teig fester und stabiler und lässt sich dadurch auch besser verarbeiten.

Sobald der Rand abgeknipst ist, den Teig in die ribbelige Form eindrücken und die Form richtig ausarbeiten. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen, damit er sich beim Blindbacken nicht aufbläht und ausgekleidete Form so wie sie ist in den Kühl- oder Gefrierschrank stellen, so dass der Teig wieder fest wird.

Zum Blindbacken Backpapier kreisrund ausschneiden, die Form damit auslegen und mit Hülsenfrüchten befüllen. Ich verwende seit Jahren immer die gleichen Kichererbsen, es eignen sich aber alle getrockneten Hülsenfrüchte, Kirschkerne, Backkugeln aus Keramik, usw. usf.
Da beim Auskleiden der Tarte- oder Quicheform eigentlich immer ein Teigrest übrig bleibt, gebe ich den in einen Gefrierbeutel, rolle ihn darin flach aus und friere ihn ein. Viele Reste ergeben dann bald wieder die Menge für eine neue Tarte :o)
Durch das flache Ausrollen kann man die Platten sehr platz- sparend im Gefrierschrank unterbringen. 
Auf die gleiche Weise friere ich übrigens auch Hackfleisch ein, hier hat diese Form noch den Vorteil, dass das Hackfleisch schneller durchfriert als bei einer Kugel.

Zutaten

Sandteig

250 g Mehl Typ 405
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
1 Ei

Ricottafüllung

400 g Ricotta
2 Eier, getrennt
80 g Zucker
Abrieb und Saft ½ Biozitrone
1 Prise Salz
70 g Schokotropfen
1 EL Mehl
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung


Sandteig

Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, nur solange kneten, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat.

Den Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, besser aber über Nacht.
Den Teig ca. 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und auf der gut bemehlten Arbeitsfläche dünn mit dem Nudelholz ausrollen. Auf das Nudelholz aufrollen und über der Tarteform wieder abrollen. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und den überschüssigen Teig am Rand abschneiden. In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.

Ricottafüllung

Die Ricotta mit dem Zitronensaft und -abrieb, dem Zucker und den Eigelben mit dem Mixer zu einer glatten Creme verrühren, die Schokotropfen unterrühren. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steifschlagen und unter die Ricottamasse heben. Die gesamte Masse auf den blindgebackenen Boden geben den Kuchen im auf 180° vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen, bis die Masse komplett gestockt ist.
Auskühlen lassen und nach Geschmack mit Puderzucker bestreuen. 

Kommentare:

Christina hat gesagt…

Leckerer Kuchen, aber noch mehr freue ich mich heute über den Plattroll-Tipp! Himmel, manchmal liegt die Lösung für das Chaos in der Gefriertruhe so nahe und man kommt und kommt nicht von selbst drauf. Merci! ;-)

Katie hat gesagt…

Da schließ' ich mich mal an! Super Idee!

zorra hat gesagt…

Das mit dem Einfrieren der Resten ist ein guter Tipp. Ich hab bis jetzt immer Kekse damit gebacken. Aber darauf hat man ja nicht immer Lust. ;-)

MrsCake hat gesagt…

Hmmmm...dein Kuchen sieht einfach himmlisch aus! Habe mir das Rezept gleich mal abgeschrieben und werde es sicher bald probieren :)

Liebe Grüße

Sylvia hat gesagt…

Der sieht wirklich verdammt lecker aus und wird bestimmt auch bald probiert! Wünsch Dir ein schönes Osterfest!

Kirsten hat gesagt…

Auf die Kombi Käsekuchen + Schokolade steh ich ja seit Deinen Double Chocolat Cheesecake Muffins total :-) Und der Einfrier-Tipp ist echt super, da wär ich jetzt auch im Leben nicht drauf gekommen!

Véronique hat gesagt…

Tatsächlich Suuuuuuuuuper Tipp mit dem Platteinfrieren! Kugeln brauchen viel Zeit zum Auftauen und nehmen natürlich mehr Platz. Danke dafür!
Das Rezept gefällt mir auch sehr, wie so gut alle hier. Da ich so gut wie nie kommentiere, musste es mal gesagt werden. :-)

Mini-Küche hat gesagt…

Und sowas stellst du am Karfreitag online, wo alle Läden zu haben??? Das ist SOOOOO gemein!!!!!!!!!!!!!!!
;-)

Frau Vorragend hat gesagt…

Ohhhh wird morgen ausprobiert! :D
Ich liebe Käsekuchen und der sieht echt besonders gut aus.

Chaosqueen hat gesagt…

Zu köstlich...
Wie gut, dass die Tarte schon auf meinem Plan für Sonntag steht, die Zutaten sind auch bereits eingekauft.

Deine Variante ohne Gitter gefällt mir fast noch besser.

Morgen gibt es allerdings erst den Gâteau Victoire, der steht bereits fertig gebacken in der Küche. Ich freu mich schon auf das morgige Anschneiden.

Steph hat gesagt…

@ Christina, Katie, zorra
Aber nicht vergessen, die Platten zu beschriften - einmal eingefroren sieht man keinen Unterschied zwischen herzhaftem und süßem Mürbeteig ;o)

@ Mrs Cake
Dann viel Spaß beim Nachbacken!

@ Kirsten
Dieser Kuchen ist noch viel besser als die Muffins!

@ Véronique
Vielen Dank, freut mich sehr, dass Dir meine Rezepte gefallen :o)
Der Zeitfaktor ist wirklich nicht zu unterschätzen, so eine Teigplatte ist in Nullkommenix durchgefroren und schon kann man mit dem Backen weitermachen!

@ Lilly
Morgen sind die Geschäfte doch wieder geöffnet ;o)

@ Frau Vorragend
Und der schmeckt noch vieeel besser!

@ Chaosqueen
Das Gitter hab ich aus Faulheit weggelassen, mir gefällt es ohne aber tatsächlich auch besser.

Emma hat gesagt…

Lecker, lecker, lecker!!! Hatte gestern Ostermontagsgäste und nach einem augiebigem Mahl noch die Crostata als Nachspeise kredenzt - eigentlich waren ja alle schon soooo satt, aber irgendwie ist komischerweise kein Krümelchen übriggeblieben. Vielen Dank für das tolle Rezept, der Kleine Kuriositätenladen ist eigentlich ein ganz Großer! Danke!

Küchenzauberfee hat gesagt…

Hmmm....der Kuchen sieht köstlich aus und bei Gelegenheit werde ich den mal nachbacken! Die Idee mit den Teigresten finde ich super, hätte man auch drauf kommen können ,-)

Süße Grüße
die Küchenfee

Steph hat gesagt…

@ Emma
Toll, das freut mich sehr!
Ich werd den KuLa dann demnächst mal umbenennen ;o)

€ Küchenfee
Freut mich, dass er Dir gefällt!

Gloria hat gesagt…

Amazing blog and recipe, I sa wyour recipe in Angélica, I love kuchen and crostata and all german recipes, lovely recipes, xgloria

La cajita de nieveselena hat gesagt…

Dieses Rezept hat mich in Spanien vorzubereiten. Es hat eine exquisite Gemälde (Elena)

Volker hat gesagt…

Sehr leckerer Kuchen, den ich gerne wieder machen werde.
Da ich es allerdings nie lassen kann an Rezepten zu drehen, empfehle ich direkt auf den Boden , also unter die Ricottacreme, ein paar säuerliche Beeren zu zu packen.
Es macht den Kuchen viel leichter und hebt damit etwas die relativ schwere Creme auf.
Beste Grüße,

Volker

Anonym hat gesagt…

Wow - sieht echt megalecker aus. So gut, dass ich sie am liebsten sofort nachbacken würde! Verrätst du mir denn welche Größe deine Form hat?

Jasmin

 

Nachbarschaft

Auswärts

Nach oben