Piadina - Pfannen-Fladenbrot aus der Emilia-Romagna

Ich bin ja selten so vollkommen 100%ig von einem Rezept, bzw. einem Gericht überzeugt, aber diese Piadine haben es mir wirklich angetan - und dabei hab ich beim ersten Mal ein Ei vergessen, wodurch der Teig ziemlich fest wurde ... Manchmal sollte man sich das Rezept halt doch genau durchlesen, obwohl, nun hab ich durch das Ausrollen des festen Teiges mächtig Muckies bekommen ;o)...


Die Teigfladen werden aus einem normalen Hefeteig hergestellt, dem keine Butter oder Öl, sondern Schweineschmalz zugefügt wird. Natürlich kann man auch auf Olivenöl ausweichen, das Schweineschmalz gibt den Fladen aber einen wirklich leckeren Geschmack.
In Italien gibt es spezielle Platten, auf denen die Piadine gebacken werden, bei mir kam mal wieder meine heißgeliebte gusseiserne Crêpes-Pfanne zum Einsatz - ein absoluter Tausendsassa und für Pfannen-Fladenbrote absolut perfekt!
Ich hab jetzt mittlerweile verschiedene Fladenrezepte ausprobiert, diese waren aber bisher mit Abstand die besten. Sie bleiben nach dem Backen weich und saftig und lassen sich so ganz prima füllen.
Im Prinzip kann man Piadine mit allem Füllen, wonach einem gerade der Sinn steht.


Wir haben uns am Freitag bei unserem Lieblingsitaliener unglaublich leckeren Parmaschinken, tolle Coppa und leckeren Mozzarella und Scamorza besorgt. Den Rucola, der eigentlich auch für die Piadine gedacht war, hab ich völlig vergessen, der liegt nun noch im Kühlschrank und wartet darauf, morgen in einem schnellen Salat verarbeitet zu werden ...
Zusammen mit getrockneten Tomaten, mit Pfeffer und Salz gewürzter saurer Sahne und frischem Basilikum sind sooooo leckere Fladen dabei herausgekommen - am liebsten hätte ich so schnell nicht mehr mit dem Essen aufgehört ... Aber irgendwann geht einfach nichts mehr rein ;o)
Da ich die doppelte Menge Fladen gebacken habe, ist der Rest gleich in den Gefrierschrank gewandert und wird nun bei Bedarf schnell aufgetaut - wird sicher nicht lange dauern.
Das Rezept für die Piadine hab ich aus dem Teubner-Kochbuch "Italienisch kochen".



Zutaten für 8 Fladen
500 g Mehl
1 Tütchen Trockenhefe
1/2 TL Salz
1 Prise Zucker
50 g weiches Schweineschmalz
1 Ei
230 ml Milch

Zubereitung
Das Mehl mit der Hefe, dem Salz und Zucker trocken vermischen. Schmalz, Ei und Milch dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Abgedeckt ca. 1 Stunde ruhen lassen.
Den Teig in 8 Portionen teilen, jeden Teigling rund schleifen und ca. 10 Minuten abgedeckt entspannen lassen.
Eine gusseiserne oder antihaftbeschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze aufheizen und die Teiglinge zu dünnen Fladen ausrollen. Die Fladen mit einer Gabel in regelmäßigen Abständen einstechen und in der Pfanne nacheinander beidseitig backen.
Die fertiggebackenen Fladen abkühlen lassen und nach Geschmack füllen.



Kommentare:

Guy hat gesagt…

Dafür lasse ich jeden Döner links liegen.

Eva hat gesagt…

Tolles Rezept und - wie immer - super Fotos!

Anikó hat gesagt…

Oh oh, hohes Suchtpotential haben die Dinger also! Sieht man ihnen schon an :-) Werd ich mal nachmachen und ebenfalls einfrieren ... Will auch was von dieser leckeren Salami haben. Sollte es doch irgendwo hier in Kassel geben ...

lillebi hat gesagt…

Wow, das sieht sensationell lecker aus! Beim Anblick der Fotos läuft mir sprichwörtlich das Wasser im Munde zusammen.

Buntköchin hat gesagt…

Ganz tolles Rezept. Werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Und die Idee mit dem Einfrieren ist auch genial.

Sivie hat gesagt…

Ich mache mir auch fast immer Piadina, wenn wir bei A. einkaufen waren. Ich mache sie allerdings aus Pizzateig, da die Familie lieber Pizza ißt. Dein Rezept wird nächstes Mal ausprobiert.

Mestolo hat gesagt…

Hmmm, tolle Fotos! Das gefüllt mit Stracchino und Rucola. Ich werde es ausprobieren, aber dann mit Olivenöl. Danke!

Steph hat gesagt…

@ Guy
Da geht's mir wie Dir - Döner macht gegen leckere Piadine eine gaaanz schlechte Figur ;o)

@ Eva
Danke ;o)

@ Anikó
Habt Ihr in Klein Ankara nicht vielleicht auch eine kleine italienische Ecke - quasi Little Italy? Ansonsten kann ich mir Piadine auch ganz klasse mit dieser türkischen hauchdünnen Wurst (oder isses ein Schinken?, leckerem Feta, Tomaten, usw. vorstellen.

@ lillebi
Dagegen hilft nur nachmachen ;o)

@ Buntköchin
Ich mag Gerichte und Snacks, die eingefroren und bei Bedarf schnell aufgetaut werden können auch besonders gerne. So hat man auch wenn es mal schnell gehen soll eine leckere, selbstgemachte Mahlzeit.

@ Mestolo
Nu musste ich Stracchino doch erstmal googeln (liegt daran, dass ich keinen "Stinkerkäse" mag ;o)). Aber Du hast Recht, als vegetarische Variante sicher sehr lecker.

Ich hab als Grundlage auch schon Tomatenpesto auf den Piadine verstrichen und sie dann mit Käse, Tomaten, Rucola, etc. gefüllt - ebenfalls sehr lecker!

Mestolo hat gesagt…

Stracchino ist kein Stinkerkäse, sondern eher ein eher säuerlicher, ziemlich cremiger Frischkäse. Hier in den niederrheinischen Gefilden allerdings schwer zu bekommen.

Steph hat gesagt…

Man sollte sich halt doch nicht auf den erstbesten Link verlassen ;o)
Ich hab so spontan nur etwas von Stracchino di gorgonzola gelesen und bei Gorgonzola ist meine Schmerzgrenze schon überschritten ;o)
Wie Du ihn beschreibst, hört er sich aber ziemlich lecker an - ich werd beim nächsten Besuch bei unserem Italiener mal danach Ausschau halten

zorra hat gesagt…

Wie immer superschön ins Szene gesetzt! Echte Piadine werden jedoch ohne Ei, das hast du ja instinktiv so gemacht und mit Backpulver anstelle von Hefe gemacht. Aber es muss ja nicht immer alles echt sein, solange es schmeckt sowieso nicht. ;-)

Ach ja, ich muss dich noch warnen bezüglich den selbstgemachten Rigatoni. Mit dem Teig scheint etwas nicht zu stimmen. Beim Kochen sind die Rigatoni teilweise längsweise auseinandergefallen. :-( Ich muss da noch etwas experimentieren.

Steph hat gesagt…

@ zorra
Instinktiv, das hast Du aber schön geschrieben - ich hätte das wohl eher schusselig genannt ;o)
Das nächste Mal werd ich die Eier weglassen, dafür mehr Milch nehmen und vielleicht mal die Hefe-Variante versuchen.

Mit den Nudeln warte ich dann wohl lieber, bis Deine Test-Phase beendet ist ;o)

Steph hat gesagt…

@ Zorra
Ich meinte natürlich die Backpulver-Variante - soviel zur Schusseligkeit ;o)

Spice-World hat gesagt…

Was soll man da noch sagen:
bei den Fotos läuft einem das Wasser im Mund zusammen, Klasse Food Photographie !
Das Rezept werden wir bald mal ausprobieren. Da wir in Thailand leben, wo es nur grauenhaftes Brot gibt, wäre das mal eine willkommene Bereicherung des Speiseplans.
Danke für die Inspiration und Grüße aus Chiang Mai/Nordthailand

Marta hat gesagt…

I love piadine! I remember how hooked I got on them when I discovered them. I've since controlled the addiction. This looks great :)

Alex hat gesagt…

Hallo Steph!
Super Fotos! Bin darüber gestolpert, als ich ein Piadina-Rezept gesucht habe. Ich habe sie allerdings jetzt traditionell mit Natron gemacht und anstelle Schweineschmalz mit Olivenöl. Die Konsistenz des Teiges sieht demjenigen in meiner Stamm-Piadinabar sehr ähnlich. Ach ja, und das Ei habe ich auch weggelassen. Gefüllt werden sie jetzt mit etwas Mascarpone, Tomatenscheiben und Rohschinken. Dazu noch ein paar Basilikumblättchen - lecker. Ich hoffe, sie gelingen mir so, wie ich es mir vorstelle!

Ich bekomm jetzt schon Hunger - und der Teig muss noch eine halbe Stunde gehen *heul*!

Liebe Grüsse
Alex

Anonym hat gesagt…

Ein Hammer Rezept, ich habe es heute zum ersten Mal probiert und es ist auf Anhieb gelungen.

Vielen Dank für das tolle Rezept, es war total einfach und lecker.
Habe Schwarzwälder Schinken, mit Rucola, Tomate und Mozzarella rein gemacht. Und bevor ich es zusammengeklappt habe, ein wenig Parmesan und Voilá *gg*. In Zukunft wird es (auch laut meinem Schatz) die leckeren Piadina's öfter geben. :-)

PS: Statt Schmalz habe ich die identische Menge Olivenöl genommen (hatte kein Schmalz da *g*)

LG Melanie

 

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