Kürbisbrot

Heut hab ich das wohl letzte Kürbisbrot dieser Saison gebacken und weil wir morgen ein kleines Mitbringsel brauchen, boten sich meine neuen Miniformen mal wieder an :o)
Das Kürbisbrot ist leicht gesüßt, quasi eine Art Stuten und hat eine kräftige Kürbisnote. Man kann den Kürbis reiben und direkt in den Teig kneten, ich koche ihn aber gern mit etwas Karottensaft zu einem Brei und gebe den abgekühlt zum Mehl - das Ergebnis wird dann gleichmäßiger und der Karottensaft verleiht dem Brot zusätzliche Farbe.
Je nach Jahreszeit, enthalten Kürbisse unterschiedlich viel Feuchtigkeit, davon hängt auch ab, wieviel Flüssigkeit dem Teig zugefügt werden muss - eine exakte Flüssigkeitsmenge ist also nur schwer anzugeben, hier ist ein wenig Improvisation gefordert ;o)

Ich verwende am liebsten Hokkaido, der muss nicht geschält werden und durch die pürierte Schale wird der Teig ein wenig gesprenkelt.



Zutaten
1000 g Mehl Type 405
800 g Kürbisfleisch
Karottensaft nach Bedarf
2 TL Vanillezucker
150 g Zucker
1 Ei
1 EL Butter

1 TL Salz

2 Tütchen Trockenhefe


Zubereitung

Den Kürbis gründlich waschen, die Kerne entfernen und je nach Sorte schälen. Kürbisfleisch fein reiben und mit etwas Karottensaft zu einem Brei kochen - mit dem Pürierstab zusätzlich noch pürieren und abkühlen lassen.
Mehl, Hefe, Zucker und Vanillezucker vermischen. Das Kürbismus, Ei, Salz und weiche Butter hinzufügen, mit der Mehlmischung verrühren und zu einem weichen, geschmeidigen Teig verkneten.
Wie oben bereits geschrieben, ist vom Feuchtigkeitsgehalt des Kürbismuses abhängig, wieviel Mehl benötigt wird - sollte der Teig also zu weich sein, einfach noch Mehl hinzufügen. In einen zu festen Teig noch zusätzlich Karottensaft einkneten.
Grundsätzlich gilt die alte Hefeteig-Weisheit: Er sollte die Konsistenz eines Ohrläppchens haben :o)
Nun den Teig solange gehen lassen, bis er sich fast verdoppelt hat (ca. 30-40 Minuten). Danach nochmals kurz durchkneten und in zwei Kastenformen von 35 cm Länge verteilen. Ein zweites Mal ca. 40 Minuten gehen lassen.
Zwischenzeitlich den Backofen auf 200° vorheizen. Sobald die Brote in den Backofen kommen, diesen auf 150°-170° (je nach Backofen) runterschalten und die Brote ca. 70 Minuten backen.
Zu Beginn ordentlich schwaden.
Sollten sie zu braun werden, die Temperatur entsprechend drosseln. 15 Minuten vor Ende der Backzeit die Brote aus den Formen nehmen und zu Ende backen.
Die Brote sind fertig, wenn sie schön gebräunt sind und sich hohl anhören.

Auch als Kürbisbrötchen sehr lecker!

Kommentare:

Schnuppschnuess hat gesagt…

Na, ihr kleinen Leckerchen! Wollt ihr eine schöne Reise machen? Dann zieht euch warm an und machte euch auf in die Wetterau - ich erwarte euch sehnsüchtig.

Anikó hat gesagt…

Wie wäre es mit einem kleinen Versandhandel? Die haben genau die richtige Größe für mich Ein-Personen-Haushalt *ggg*

Steph hat gesagt…

Für die kleinen Mengen lohnt ein Versandhandel nicht - die sind hier gaaanz schnell vernichtet :o)

bakeneko hat gesagt…

Hallo, erstmal ein großes Lob an die Meisterköchin Dein Blog ist super und ich finde immer wieder ein tolles neues Rezept beim stöbern. Aber ich würde gerne wissen was man unter "schwaden" versteht da mir der Ausdruck jetzt mal so gar nicht geläufig ist.
Vielen Dank und Gruß
bakeneko

Steph hat gesagt…

@ bakeneko
Unter Schwaden versteht man das Zufügen von Dampf.
In dem Moment, indem man den Brotlaib in den Ofen schiebt, spritzt man mit einer Blumenspritze 3-4x kräftig Wasser gegen die Ofenwände, so dass viel Dampf entsteht (nicht auf den Laib selbst) - alternativ kann man auch eine hitzebeständige Schüssel oder ein tiefes Blech auf den Backofenboden stellen und dort Wasser reingießen oder ein paar Eiswürfel reinwerfen.
Sobald man das gemacht hat, muss der Backofen sofort geschlossen werden, damit der Dampf drin bleibt. Nach ca. einer Viertelstunde die Backofentür wieder vorsichtig öffnen und den Dampf rauslassen.

Freut mich übrigens sehr, dass Dir der KuLa so gut gefällt! :o)

Kristina hat gesagt…

ohohoho...ich hab mein erstes Kürbisbrot vollendet.Hab die Menge geteilt.Allein ist das ne Menge.Es ist köstlich geworden.Dazu Kürbisbutter, ok woanders gemopst :D dennoch ein lecker Genuss.
Danke fürs Rezept und die ausführlichen Erklärungen!

 

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