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Sommer im Glas, aka Allround-Ratatouille

Die Süßschnäbel unter Euch gehen einkochtechnisch wahrscheinlich so langsam auf die Zielgerade. Die Beerensaison neigt sich dem Ende zu, jetzt sind noch die Pflaumen und Zwetschen und Äpfel dran und dann ist auch langsam aber sicher Schluss. 
Ich drehe gerade so richtig auf, denn ich mag es ja eher herzhaft und schnappe mir alles an Gemüse, was ich erwischen kann, damit wir auch im Winter nicht auf Sommergemüse verzichten müssen. 
Dieses Ratatouille war eigentlich als Nachbau eines meiner Lieblings-Brotaufstriche gedacht, des Brotsalats von Zwergenwiese. Der besteht eigentlich nur aus kleingeschnibbeltem Gemüse in Tomatensauce - kann man natürlich auch selbst machen und wie in den meisten Fällen schmeckt es dann noch vieeeel besser und ist dazu noch um ein Vielfaches günstiger. Ist bei diesem Ratatouille nicht anders.

Was eigentlich als simpler Brotaufstrich geplant war, hat sich sprichwörtlich zu einer eierlegenden Wollmilchsau entwickelt - ich versteh gar nicht, wie ich bisher ohne dieses Ratatouille über den Winter gekommen bin! 
Also, was macht dieses Ratatouille so besonders, was kann das Ratatouille? 
  1. Es schmeckt grandios auf einer knusprigen Scheibe Krusten- oder Vollkornbrot - ich liebe das!
  2. Es ist eine tolle Grundlage für Aufläufe. Pasta kochen, Glas Ratatouille auf, alles vermischen und in eine Auflaufform geben, n büschen Käse druff - ab in den Backofen.
  3. Ein grandioser Tartebelag
  4. Es wird mit einem Klecks Mascarpone oder Sahne zu einer tollen Pastasauce. 
  5. Es verfeinert auch im Winter so manches Risotto. 
  6. Fladenbrot + Hofkäse + grober Senf + Allround-Ratatouille -> Kontaktgrill -> Lieblings-Käsebrot
  7. usw. usf., es gibt sicher noch vieeeele andere Verwendungsmöglichkeiten... 
Ihr seht also, eigentlich führt an diesem Ratatouille gar kein Weg dran vorbei, das ist ein sog. Must-Cook, aber schnell, sonst gibt's kein hiesiges Gemüse mehr, ich werd auf jeden Fall noch mindestens 10 weitere Gläser einkochen, evtl. auch mehr.

Zutaten
2 rote Paprikaschoten
2 gelbe Paprikaschoten 
2 Zucchini 
2 Auberginen
3 rote Zwiebeln
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Piment d'Espelette
1 Dose Tomaten (800 g)
1 guter EL Biber Salçası, tatli  (Paprikamark, mild)
2 EL Holzapfelessig oder ein anderer guter Apfelessig
1-2 TL Rohrohrzucker

Zubereitung
Die Gemüse putzen, in kleine Würfel schneiden und auf einem Backblech verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Olivenöl besprenkeln, Thymianzweige darauf verteilen. Bei 180°C ca. 30-45 Minuten garen, zwischendurch einmal "wenden". 
In der Zwischenzeit die Tomaten in einen Topf geben und mit einem Kartoffelstampfer zerkleinern. Einen guten EL Biber Salçası dazugeben und bei mittlerer Hitze kräftig einkochen lassen. Die Sauce soll recht fest werden, die Flüssigkeit nahezu verdampfen, damit der Aufstrich später nicht zu flüssig wird. Mit Holzapfelessig und Zucker abschmecken.
Die gegarten Gemüsewürfel zu der eingedickten Tomaten-Paprikasauce geben und alles mit Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette würzen. 

Einkochen
Die Gläser gründlich mit Wasser und Spülmittel reinigen, gut ausspülen. Bei 150°C im Backofen für ca. 15 Minuten sterilisieren, herausnehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Wenn die Gläser direkt mit der heißen Sauce befüllt werden, platzen sie leicht.
Das Ratatouille einmal kräftig aufkochen, in der Zwischenzeit die Deckel der Gläser in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen. Zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten köcheln. Ich stelle den Trichter, mit dem ich die Gläser befülle, ebenfalls in den Topf, so wird der gleichzeitig sterilisiert. 
Das Ratatouille in die Gläser einfüllen und sofort fest verschließen. Die Gläser nicht bis zum Rand befüllen, sondern ca. 2 cm Rand lassen.
Den Backofen auf 180°C Unterhitze aufheizen, eine Fettpfanne auf unterster Stufe einhängen und ca. 2 cm hoch mit kochendem Wasser befüllen. Die Gläser so nebeneinander in die Fettpfanne stellen, dass sie sich nicht berühren und alles 30 Minuten einkochen.

Die Gläser im Anschluss vorsichtig aus dem Backofen nehmen und komplett auskühlen lassen. 

Haltbarkeit 
Mit Haltbarkeitsangaben bin ich ja grundsätzlich immer sehr zurückhaltend, da die Haltbarkeit der Endprodukte im Wesentlichen von zwei Faktoren abhängig ist, dem Zustand, bzw. der Frische der Zutaten und der Hygiene bei der Zubereitung - auf beides hat das Rezept selbst natürlich keinen Einfluss. 
Vorausgesetzt, Ihr habt wirklich sauber gearbeitet, ist das Ratatouille aber mindestens ein Jahr haltbar - theoretisch. Tatsächlich gibt es aber soviele Verwendungs- möglichkeiten, dass es sicher nicht alt wird ;o)
Wichtig ist, dass die Deckel beim Öffnen ploppen, wie Ihr es auch von gekauften Gläsern und Flaschen kennt. Wenn der Deckel sich leicht öffnen lässt oder sogar nur noch aufliegt, gehört der Inhalt des Glases in den Abfall - so leid es mir tut.
Die Deckel von Gläsern, deren Inhalt verdorben ist müssen ebenfalls entsorgt werden. Die Gläser selbst könnt Ihr natürlich wiederverwenden, nachdem Ihr sie ausgekocht habt.

Rote-Linsen-Brotaufstrich & Ratatouille-Feta-Creme

Dieser Beitrag enthält Werbungvfür Aquasale
Unter der Woche essen wir abends ganz oft ein klassisches "Abendbrot", d.h., es gibt kein warmes Essen, sondern Brot mit Aufstrichen, Käse und auch mal Wurst. Ihr wisst ja, ich koche für mein Leben gerne, muss aber nicht jeden Tag warm essen, sondern lege zwischendurch auch gerne mal einen Brottag ein.
Neben verschiedenen Sorten Käse, gibt es dann auch verschiedene Brotaufstriche, die ich meist selbst mache, denn die sind in der Regel einfacher und schneller gemacht als man annimmt, ausgesprochen günstig, gesund und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Für Aquasale habe ich zwei ganz unterschiedliche Brotaufstrichrezepte zubereitet, die ich Euch heute gleich im Doppelpack serviere. 

Rote Linsen-Aufstrich

597...

... ist die Zahl des Tages, denn genausoviele Kommentare habe ich anlässlich meiner Geburtstagstombola bekommen. Fünfhundertsiebenundneunzig. Uff! 
Eigentlich waren es sogar noch mehr, aber ein paar musste ich wegen sehr offensichtlicher doppelter Teilnahme leider im Laufe der letzten Woche löschen. Ich hoffe, ansonsten sind alle Kommentare durchgegangen und es ist nichts verloren gegangen.
Ich hatte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass es tatsächlich so viele Teilnehmer sein würden, weil die Fragen ja doch nicht unbedingt auf den ersten Blick zu beantworten waren. 
Es freut mich aber natürlich sehr, dass Ihr so zahlreich teilgenommen habt und ich bedanke mich ganz herzlich für die vielen lieben Worte. Danke, dass ich die tollste Leserschaft der Welt habe
In den nächsten Tagen werde ich mir die Kommentare erstmal in aller Ruhe durch- lesen, viele sind nämlich hinter den Kulissen nicht komplett angezeigt worden, so dass ich auch selbst erst jetzt alle komplett lesen kann. 

Natürlich haben nicht alle Teilnehmer alle Fragen richtig beantwortet, sondern es haben sich auch ein paar Fehler reingeschummelt. Damit Ihr schon jetzt sehen könnt, ob Ihr mit Euren Vermutungen richtig lagt, gibt's heute schon einmal die Auflösung der Fragen und am Samstag erzähle ich Euch dann, wer alles gewonnen hat. 

Also! 

Die Antwort auf Frage 1 sollte für Stammleser des Kuriositätenladens tatsächlich keine allzugroße Hürde gewesen sein, da ich für meine sehr ausgeprägte Abneigung gegen Zimt mittlerweile ja schon einigermaßen berüchtigt bin :o)
Der Name meiner Spiegelreflexkamera war da schon etwas kniffliger, denn in dem Blogbeitrag, in dem ich Euch meine Adele vorgestellt habe, hab ich mich zu allererst bei Adeles Vorgängerin Hildegard verabschiedet. Wer da also nicht weit genug runtergescrollt oder gelesen hat, der ist meiner kleinen Falle leider aufgesessen. Sorry, aber ganz so einfach sollte es natürlich auch nicht sein. Ich lasse bei dieser Frage übrigens auch die Modellbezeichnung Nikon D90 gelten, da die ein paar Mal für Verwirrung gesorgt hat und evtl. nicht allen klar war dass ich Adeles Rufname meine.
Mein Lieblings-Fernsehkoch ist natürlich weder Johann Lafer, noch Tim Mälzer oder Jamie Oliver, sondern der Mann mit dem unaussprechlichen Namen, Hugh Fearnley-Whittingstall - das hab ich ja auch schon sehr oft erwähnt und werd Euch sicher auch in Zukunft weiter von ihm vorschwärmen. 
Besonders schwierig war anscheinend die Frage nach meinem diesjährigen Einkoch-Highlight, denn da wurde besonders oft das Ratatouille aus dem letzten Jahr genannt. In diesem Jahr war es aber eben nicht das Ratatouille, sondern Ajvar. Für die richtige Lösung hättet Ihr eigentlich nur in meiner Kategorie Eingewecktes stöbern müssen und wärt sehr schnell auf Ajvar gestoßen. 

Allen, die diese 4 Fragen richtig beantwortet haben UND wie in den Teilnahme- bedingungen ausdrücklich erwähnt, einen kompletten Klarnamen hinterlassen haben, drücke ich kräftig die Daumen! Am Samstag werde ich dann in einem weiteren Beitrag die Gewinner bekanntgeben. 

Viel Glück!

Terrine aus gegrilltem Gemüse | Tomaporc | Pfefferbutter

Jetzt im Sommer ist es besonders einfach saisonal zu kochen, denn das Angebot an regional angebautem Obst und Gemüse ist groß und enorm vielfältig. Entsprechend umfangreich ist in diesem Monat auch die Gemüseauswahl für Saisonal schmeckt's besser, jetzt im August standen uns für die Eventrezepte folgende Gemüse zur Auswahl:

Gurken | Auberginen | Mais | Paprika | Zucchini | Bohnen | Tomaten | Salate | Erbsen | Fenchel | Radicchio

Ohne mir die Gemüsesorten anzuschauen, stand für mich schon von Anfang an fest, dass ich endlich diese Terrine zubereiten wollte, denn die habe ich mir schon seit vielen Jahren vorgenommen und wie so viele Rezepte, immer wieder vergessen oder vor mir hergeschoben. 
Das erste Mal gesehen habe ich eine Terrine wie diese vor ca. 10 Jahren in einem großen Kochforum und auch später ist sie mir in abgewandelter Form immer mal wieder begegnet. 
Für meine Variante habe ich Paprika, Zucchini und Auberginen gegrillt und außerdem noch einen Kochsud, sowie ein Pesto aus Tomaten zubereitet. Diesmal hab ich also nicht nur ein saisonales Gemüse in meinem Rezept verarbeitet, sondern immerhin 4.

Terrine aus gegrilltem Gemüse

Alles, was das Grillerherz begehrt...

Der Sommer läuft auf Hochtouren, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, da zieht es sicher viele von Euch in den Garten oder auf den Balkon und da besonders an den Grill. Da ich selbst weder Garten, noch Balkon habe, bin ich bekanntlich keine große Grillexpertin, trotzdem möchte ich Euch aber gerne die Rezepte aus meinem Archiv vorstellen, die bei Eurem nächsten Grillabend auf keinen Fall fehlen dürfen, denn immer nur Bratwurst und Kotelett ist ja auf Dauer nicht besonders spannend. 
Ich hab Euch nachfolgend sowohl die wenigen Grillrezepte, als auch leckere Beilagen und ein paar Getränke aus meinem Archiv aufgelistet und in den nächsten Tagen werden auch noch einige folgen, die ich dann selbstverständlich auch hier und im Rezeptregister auflisten werde. Viel Spaß beim Nachkochen, bzw. grillen!

Grillrezepte_Collage

Mein Einweckjahr

Ich erkläre die heiße Einkochphase im Kuriositätenladen hiermit für beendet! Gestern hab ich nochmal 25 Flaschen Gemüsebrühe und eine Blumenkohl-Kartoffelsuppe eingekocht, nun ist das Vorratsregal wieder rappelvoll und ich hab erstmal Ruhe.

Mein Vorratsregal
Los geht es in jedem Jahr mit dem Bärlauch, der aber natürlich nicht eingeweckt, sondern als Paste, Bärlauchbutter und komplett eingeschweißt in ganzen Blätter eingefroren wird. Im Mai geht's dann mit weißem Spargel weiter, den ich aber ausschließlich für mein Lieblingsbaguette aus Kindertagen benötige. Da kommt nur ein bisschen Salat, eingeweckter Spargel, Tomaten, Käse und meine legendäre Currysauce drauf. Ich weiß das klingt nicht nach einem kulinarischen Highlight, ich liebe dieses Baguette aber bereits seit meiner Jugend in Bremen, als ich es immer in der dortigen Baguetterie gegessen habe. Also, Spargeleinwecken muss unbedingt sein! 

Nachdem der Spargel abgehakt ist, folgt erst einmal eine kleine Ruhephase und ich muss im Höchstfall meine Brühe- und Fondvorräte auffüllen, das ist aber nur die Ruhe vor dem Sturm, bis es dann im Sommer so richtig losgeht. 
Ich bin ja keine große Marmeladenliebhaberin, daher lasse ich das Kapitel komplett aus und koche für meinen Mann nur verschiedene Sirupsorten wie Erdbeer-, Pfirsich-Thymian und Aprikose-Rosmarin ein. Erdbeeren und Pfirsiche verarbeite ich außerdem sehr gerne zu Essig und trockne die Erdbeeren in Scheiben für Desserts, zur Deko oder einfach nur zum Wegknabbern. 

Für meine neue Leidenschaft, das Senfen, brauch ich natürlich auch das ein oder andere Obst und gerne auch frische Kräuter. 

Die heiße Phase beginnt für mich, sobald das Gemüse auf den Markt kommt. Ganz hoch im Kurs stehen Gurken, denn es gibt nichts besseres als ein Käsebrot mit Gurken. In diesem Jahr hab ich Gewürz-, Azia-, Honig- und Dänische Gurken eingeweckt. Das zweite Abteil in der oberen Reihe ist komplett nur mit Gurken belegt. 
Außerdem dürfen natürlich auf keinen Fall mein heißgeliebter confierte Knoblauch und Ajvar fehlen - ohne diese beiden Grundzutaten kann ich meine Küche gleich dicht machen. Ratatouille und Lecsó werden ebenfalls in Massen gekocht und damit sind meine saisonalen Grundbedürfnisse auch schon fast gestillt. 
Kompott musste ich in diesem Jahr gar nicht einwecken, da ich noch ein paar Gläser aus dem letzten Jahr habe und der Verbrauch bei uns nicht so riesig ist. Wie Ihr wisst, greife ich immer eher zu einem Glas Gewürzgurken, als zu süßem Kompott.

Natürlich koche ich auch außerhalb der Saison ein, das sind dann meist die Fonds und Brühen, Bolognese, Ochsenschwanzragout, gebackene Bohnen, Tomatensauce (die koche ich grundsätzlich nur aus Pelati und nicht aus frischen Tomaten - das Rezept dafür bekommt Ihr demnächst auch), Zwiebelmarmeladen, eingelegte Rote Bete und neuerdings auch wieder Suppen - also alles, was kein saisonales Gemüse erfordert.

Ich hab vor einigen Jahren schon einmal im großen Stil Suppen eingekocht, es dann aber wieder aus den Augen verloren. Da mein Mann aber ein ganz großer Suppen-kasper ist und ich oft einfach keine Lust habe, nur eine kleine Portion für ihn zu kochen, hab ich in den letzten Wochen direkt mal 7 verschiedene Suppen eingekocht, aus denen er jetzt nach Lust und Laune auswählen kann. Dabei sind eine klassische und eine türkische Linsensuppe, Kartoffel-Pastinake, Tomate, Bohnen- und Gemüsesuppe und gestern folgte noch eine Blumenkohl-Kartoffelsuppe. 
Im Notfall könnten wir uns also für locker einen Monat nur von Suppe ernähren. Tatsächlich wird es wohl aber auf einen Suppentag pro Woche hinaus-laufen, wenn ich keine Lust zum Kochen habe. Dann geht's zum Regal und wir suchen uns ein leckeres Süppchen aus - der Vorrat reicht also für ungefähr ein halbes Jahr und wird nun immer nur mit einer neuen Suppe aufgestockt, wenn wieder 4-5 Gläser leer sind.

Ein noch relativ neues Kapitel meines Lieblingshobbys ist das Dörren von Lebensmitteln, von dem ich Euch ja neulich ausführlich berichtet habe. Die getrockneten Lebensmittel lagere ich - das könnt Ihr im zweiten Abteil von links ganz unten gut sehen - ebenfalls in Gläsern oder vakuumiere sie. 

Das Fermentieren entdecke ich gerade für mich, das ist ja momentan ganz groß im Kommen. Sobald ich wieder etwas Platz in meinem Regal habe, werde ich Euch auch zu diesem Thema ein paar Rezepte vorstellen, bisher ist die Kategorie ja in meinem Blog noch etwas stiefmütterlich besetzt und nur durch Sauerkraut im Glas vertreten. 

Wie Ihr seht, platzt mein Vorratsregal momentan aus allen Nähten und ich hab nur noch ein paar spezielle Suppen auf dem Plan, für die ich aber Sonderangebote meines Schlachters abwarte - sobald der mal wieder Gulasch und Hackfleisch im Angebot hat, werden auch die Bolognese- und Gulaschvorräte aufgefüllt. 

Die Masse der Vorräte sieht sicher für viele sehr imposant aus, tatsächlich sind das aber oft Jahres- oder auch Zweijahresrationen. Meine letzten Bolognesegläser stammen aus 2014 und auch die Tomatensauce ist mindestens so alt - wenn nicht älter. 
Ich koche deshalb immer soviel auf einmal ein, weil so der Arbeitsaufwand, als auch die Energieaufwand minimiert wird. Die Vorbereitungen, also das Putzen und Portionieren der Zutaten, dauern vielleicht ein wenig länger, aber ob ich nun 5 Liter Gemüsebrühe koche oder direkt 10 oder 15, bleibt sich komplett gleich und der Platz ist ja da in meinem kombinierten Arbeits-, Foto-, Vorratszimmer. Preislich ist es natürlich, was den Energieaufwand betrifft, auch deutlich günstiger, den Einwecktopf maximal auszunutzen, als ihn nur halb zu füllen. 

Mein Einkochequipment hab ich Euch ja bereits gezeigt, daran hat sich gar nicht soviel geändert und auch meine kleine Kasse ist nach wie vor im Einsatz. 

Kocht Ihr auch ein oder interessiert Euch das Thema so gar nicht? Wenn ja, was gehört zu Euren Klassikern und was würdet ihr gerne noch einmal ausprobieren?

Ich hoffe, ich hab Euch ein wenig Lust aufs Einkochen gemacht, für mich ist es eines der spannendsten kulinarischen Themen, die Schätze der verschiedenen Saisonen dauerhaft haltbar zu machen, sei es nun durch Einkochen, Einfrieren, Dörren oder Fermentieren.

Dörrautomat Sedona Combo

Das Grundthema, das meinem Blog schon seit Jahren zugrunde liegt und das mir im Laufe der Zeit immer wichtiger wurde, ist der möglichst regionale und saisonale Konsum von Lebensmitteln. Zwei Punkte, die mir deutlich wichtiger sind, als beispielsweise eine Biozertifizierung. Ich bevorzuge also grundsätzlich Kartoffeln vom Bauern aus dem Hamburger Umland (auch wenn sie aus konventionellem Anbau stammen) und lasse dafür dann gerne die Bio-Kartoffeln aus Ägypten im Regal.
Um das Obst und Gemüse, das hier in der Region nur saisonal verfügbar ist, auch darüberhinaus noch haltbar zu machen, wecke ich gerade zur Zeit wie eine Welt-meisterin ein. Ajvar, Knoblauchconfit, Spargel, Shakshouka, Rotweinzwetschen, Lecsó, Gemüsebrühe und Gewürzgurken hab ich schon im großen Stil eingeweckt, es folgen aber in den nächsten Tagen auch noch Ratatouille und grüne Bohnen, dann ist das Vorratsregal wieder gut gefüllt.
Das Einwecken ist deshalb eine von mir bevorzugte Methode, weil ich nur einen relativ kleinen Gefrierschrank habe und der sowieso auch immer mit reichlich Brot, Fleisch, Fisch und natürlich auch Eis belegt ist.

Mein Vorratsregal 2015
Eine weitere Methode zur Haltbarmachung, die ich für mich entdeckt habe und die sehr gut in meiner kleinen Wohnung umzusetzen ist, möchte ich Euch diese Woche vorstellen, nämlich das Dörren von Gemüse, Obst, Fleisch, Kräutern, usw. Ich habe mir vor 1 1/2 Jahren einen Dörrautomaten angeschafft und habe mich seitdem intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und alles gedörrt, was mir in die Finger kam. Was ich damit alles anstelle, werde ich Euch diese Woche detailliert verraten, heute möchte ich Euch aber erstmal meine Dörrte, also den Dörrauto-maten selbst vorstellen.

Bevor ich meinen jetzigen Dörrautomaten bekommen habe, hatte ich für kurze Zeit einen von Excalibur, hab den aber nach nur kurzer Zeit wieder zurückgegeben, weil mir sowohl die Verarbeitung, als auch die Ausstattung gar nicht gefielen. Im Großen und Ganzen war es ein Plastikkasten mit Drehschalter, der kräftig geklappert hat und dazu noch enorm laut war. Die Temperatur war leider auch nicht sehr genau, so dass ich das Gerät recht schnell wieder zurückgeschickt habe. 
Der zweite Anlauf hat glücklicherweise deutlich besser geklappt und ich hab mit dem Sedona Combo* (nachfolgend auch Dörrte genannt) den für mich perfekten Dörrautomaten gefunden. 

Dörrautomat Sedona Combo
Wie Ihr seht, ist meine Dörrte ein recht stattlicher Brocken. Größenmäßig liegt sie in etwa zwischen einer Mikrowelle und einem handelsüblichen Backofen, sie ist aber deutlich leichter (gute 13 kg), da der Grundkorpus komplett aus Plastik besteht - wie eigentlich alle Dörrautomaten.
Dörrte ist 43 cm breit, 37 cm hoch und 51 cm tief. Das Gerät selbst ist etwas flacher, es hat aber an der Rückwand noch Abstandhalter um die Luftzirkulation zu gewährleisten. Wer sich den Sedona Combo anschaffen möchte, braucht also schon eine etwas größeres Ecke um ihn dauerhaft unterzubringen, denn anders als die kleinen Tischgeräte, schleppt man den Sedona nicht mal eben aus dem Abstellraum in die Küche, sondern der sollte schon einen festen Platz haben.
Bei uns steht Dörrte im Arbeitszimmer bei meinem ganzen anderen Küchenkram und obwohl die Wohnung recht klein ist, stellt das Gerät auch im laufenden Betrieb keine Geräuschbelästigung dar. Laut Gebrauchsanleitung bringt Dörrte es auf 50 db - ich finde das durchaus tolerabel.

Der Garraum des Sedona Combo, jede zweite Schiene ist in diesem Fall belegtWer sich ein wenig mit dem Thema Dörrautomaten auseinandersetzt, dem wird sofort auffallen, dass der Sedona Combo komplett anders aussieht als andere Dörr-geräte. Während die meisten anderen Geräte Schiebetüren oder -klappen haben, hat der Sedona Combo eine Klapptür mit Sichtfenster, wie man sie auch von Backöfen kennt. Man hat das Dörrgut also auch während des Betriebes gut im Blick und muss nicht immer die Tür öffnen, wenn man mal einen Blick riskieren möchte. Für den besseren Überblick gehen, sofern die Tür geöffnet werden muss, zwei Lämpchen an, so dass man auch im hinteren Bereich sehen kann, wie weit das Gargut ist. 

Der Garraum umfasst 9 Einschübe und man hat insgesamt eine maximale Dörrfläche von fast einem m² zur Verfügung. Wenn ich Apfelringe dörre, bekomme ich immer zwischen 4-5 kg Äpfeln unter - das kann sich durchaus sehen lassen, oder?

Bedienleiste des Sedona Combo mit digitalem Display und ModusanwahlEin weiterer Punkt, der den Sedona schon auf den ersten Blick auszeichnet, ist das Bedienfeld, das nicht aus billigen Drehreglern besteht, sondern vergleichsweise hochwertige Metallknöpfe und ein digitales Anzeigedisplay beinhaltet. 
In der Bedienleiste findet man unter anderem den Schalter, an dem das Gerät komplett an- und ausgestellt wird und die Start- und Pause-Taste, außerdem kann hier zwischen Fahrenheit und Celsius gewählt werden. 

Der Sedona Combo kann gradgenau einen Temperaturbereich von 30-68°C abdecken und bietet zwei Dörrstufen an, die kombiniert angewählt werden können. Die maximale Dörrzeit liegt bei 99 Stunden
Man kann beim Sedona beispielsweise das Dörrgut auf hoher Temperatur im Modus "Fast" andörren und dann nach 1-2 Stunden automatisch in den Modus "Raw" auf eine niedrige Temperatur wechseln. Besonders für Rohköstler ist das sehr interessant, da auf diese Weise ein Maximum an Nährstoffen in den Lebensmitteln verbleiben. Beide Modi werden vor dem Start angewählt und eingestellt und danach läuft alles automatisch ab. 

Ebenfalls sehr wichtig ist, dass die Heiztemperatur beim Sedona Combo nicht über die angewählte Temperatur hinausgeht. Andere Dörrautomaten heizen in Intervallen und übersteigen dabei die angewählte Temperatur, der Sedona Combo heizt aber immer nur maximal bis zu der angewählten Temperatur auf. Besonders empfindliche Lebensmittel können so deutlich schonender getrocknet werden.

Garraum des Sedona Combo mit Trenneinschub zur Teilung des GarraumsNatürlich habe ich nicht immer zwangsläufig soviel Obst und Gemüse auf Lager oder vorbereitet, dass meine Dörrte komplett ausgelastet ist, sondern ab und zu fallen auch mal nur ein paar Äpfel an, die ihre besten Tage bereits hinter sich haben und die ich fix hoble und zu Apfelringen verarbeiten möchte. 
Dafür dann diesen großen Dörrautomaten anzuwerfen, wäre sicher Energie-verschwendung, aber auch für diesen Fall hat der Sedona Combo eine Besonderheit auf Lager.

unterteilter Garraum des Sedona Combo und die zwei Heizlüfter an der Rückwand des GerätesIhr seht weiter oben auf dem unteren Displaybild, den Knopf "Tray". Hier kann man wählen, ob der gesamte Garraum beheizt werden soll, oder nur die Hälfte - welche lässt sich individuell anwählen. Möglich machen dies die beiden Heizlüfter, die an der Rückwand des Gerätes angebracht sind und die unabhängig voneinander betrieben werden können.
Damit die heiße Luft auch dort bleibt, wo sie hin soll, wird der Sedona Combo mit einem Trenneinschub geliefert, der in die mittige Schiene eingeschoben wird, so wie Ihr es links oben seht - der Garraum wird so unterteilt. Jetzt wählt man am Display nur den Bereich an, der beheizt werden soll und halbiert damit auch automatisch den Stromverbrauch, da nur noch ein Lüfter betrieben wird.
Ich mache es oft so, dass ich das Dörrgut nach einer gewissen Zeit, wenn es geschrumpft ist und nicht mehr soviel Platz einnimmt, umschichte. Oft halbiert sich schon dadurch die Einschubanzahl und ich kann für die verbliebene Dörrzeit nur das halbe Gerät betreiben.

oben: Trockeneinschub, unten: Trenneinschub zum Unterteilen des Garraumes
Die Reinigung des Garraumes und der Einschübe ist sehr einfach, denn die Einschübe bestehen aus Plastikgittern, die aus "einem Guss" und daher sehr gut zu reinigen sind. Wenn ich mal sehr klebriges Obst darauf dörre und Rückstände kleben bleiben, stelle ich sie einfach in die Badewanne, schrubbe sie ordentlich und siehe da, sie sind wie neu.

Krümelfach des Sedona Combo
Auf dem Boden des Gerätes befindest sich außerdem ein Krümelfach, das man problemlos entnehmen und abklopfen, oder wenn notwendig auch abwaschen kann. Diese Abdeckung ist einfach in den Boden eingelegt und lässt sich leicht entnehmen. Ihr seht also, hier ist an alles gedacht worden.

Obwohl ich mich weder rohköstlich ernähre, also zwingend auf die beim Sedona möglichen niedrigen Temperatur angewiesen bin, noch einen Garten habe, der mich ständig mit Obst und Gemüse, das ich verwerten muss, versorgt, ist der Sedona für mich das uneingeschränkt perfekte Dörrgerät und gäbe es dieses Gerät noch nicht, ich hätte es genauso erfunden. 
Tatsächlich ist der einzige Minuspunkt, den ich bei diesem Gerät gefunden habe, dass es zu um und bei 99% aus Plastik besteht, aber so sindse halt, die Dörr-automaten.

Wenn Ihr Euch also für einen Dörrautomaten interessiert und 1. bereit seid, soviel Geld zu investieren (der Sedona Combo ist nicht ganz günstig) und 2. den Platz erübrigen könnt, dann kann ich Euch dieses Gerät aus voller Überzeugung empfehlen. Ich bin 100%ig damit zufrieden und möchte es nicht mehr missen.

Wie bereits erwähnt, werde ich Euch in den nächsten Tagen noch zeigen, was ich alles damit anstelle und los geht es morgen mit meiner aktuellen Version des von mir sehr geschätzten selbstgemachten Gemüsebrühpulvers.
*Alle Links sind Kooperationslinks

Weck me up - Einkochen im Kuriositätenladen

Ich bekomme immer wieder Kommentare und Emails, in denen ich nach meinem Einkoch-Equipment gefragt werde, daher möchte ich Euch in diesem heutigen Beitrag ein bisschen was zu meinem Gerätschaften, Gläsern, usw. erzählen. Ihr werdet sehen, viel braucht man gar nicht zum Einwecken.

Mit dem Einwecken angefangen hab ich vor ca. 7 Jahren, damals ganz einfach mit verschiedenen Sorten Sirup. Mittlerweile hat mich das Weckfieber aber so richtig gepackt und ich wecke möglichst viel ein und nutze meinen Gefrierschrank soweit es geht nur noch für die Grundprodukte, also Gemüse, Fleisch, Fisch, usw. Die fertigen Gerichte werden komplett eingeweckt, das spart eine ganze Menge Platz im Gefrierschrank, denn der ist bei mir recht klein und übersichtlich. 
Ich kann so das saisonale und regionale Angebot an Obst und Gemüse voll ausnutzen und für den Winter konservieren und bin nicht mehr auf den ganzen Kram aus China und anderen Ecken der Welt angewiesen, von denen ich nicht weiß unter welchen Umständen das Obst- und Gemüse angebaut und natürlich auch verarbeitet wurde.   

Vorratsregal
Da ich Marmeladen und Gelees gar nicht mag, konzentriert sich meine Einweckleidenschaft hauptsächlich auf herzhafte Gerichte und ich hab mittlerweile ein ganz ansehnliches Repertoire in meinem kleinen Tante-Emma-Laden. Mein Sortiment umfasst:

Ajvar - Apfelmus - Blaubeersauce - Bolognese - Butterschmalz - confierter Knoblauch - Fischfond - Fruchtsäfte - Fruchtsirup - Gebackene Bohnen - Gemüse- brühe - Gewürzgurken - Gulasch - Hühnerbrühe - Kichererbsen-Tomatensauce - Krabbenfond - Lecsó - LinsenbologneseMirabellenkompott - Ochsenschwanz- ragout - Quittenkompott - Ratatouille - Rinderfond - Rotweinzwetschen - Rouladen - Safranbirnen - Salzzitronen-Püree - saure Linsen - Shakshouka - Silberzwiebeln - Spargel und Tomatensugo

Eingewecktes

Damit alle, die sich bisher noch nicht ans Einwecken gewagt haben, mal sehen, dass man dazu gar nicht soooviel Equipment braucht, liste ich Euch heute einfach mal auf, woraus mein Einkochzubehör besteht.

Wecktopf
Ihr wisst ja, dass meine Wohnung sehr klein ist, für einen elektrischen Einkochautomaten hab ich daher wirklich keinen Platz mehr. Dieser ganz einfache, aber sehr große Einkochtopf von Weck* ist für mich die ideale Lösung. Ich kann ihn in der Ecke, bzw. im Arbeitszimmer ganz oben auf dem Regal stapeln und viele andere Töpfe darin verstecken, er ist sehr leicht und es passen enorm viele Gläser rein. 
Damit die Gläser nicht direkt auf dem Boden stehen, habe ich mir ein passendes Gitter* dazugekauft und außerdem noch ein Einsteckthermometer*, mit dem die Temperatur kontrolliert und gehalten werden kann. Um die Gläser problemlos aus dem Topf zu heben und sich nicht fürchterlich die Finger zu verbrennen, gibt es diese praktischen Glasheber*,

Einfülltrichter
Nach einem Einfülltrichter* wie diesem habe ich lange gesucht. Die meisten Trichter haben eine recht große Öffnung und sitzen zwar wunderbar auf Weckgläsern, passen aber leider nicht auf die 500ml-Milchflaschen, die ich zum Einwecken von Fonds verwende und auch nicht auf Smoothieflaschen, etc. 
Dieser Trichter besteht aus zwei Teilen, d.h., man kann unten einen kleinen Adapter aufsetzen und die Öffnung damit verkleinern, so das er sogar auf kleine 250ml-Smoothieflaschen passt.
  
Natürlich kann man kleine Mengen auch in einem haushaltsüblichen, großen Kochtopf einkochen, dieser große eignet sich dann, wenn man wirklich viel und auch große Gläser einkocht.

Um die Einkäufe, die gerade im Sommer und Herbst natürlich verstärkt anfallen, problemlos finanzieren zu können, habe ich mir eine kleine Kasse angelegt, in die ich für jedes Glas, das ich aus meinem Vorratsregal entnehme, eine festgelegte Summe einzahle - dafür hab ich tatsächlich eine kleine Preisliste aufgestellt. So finanzieren sich die Einkäufe während der Einkochsaison quasi von selbst und der Einkauf beim Schlachter, wenn mal wieder Bolognese auf dem Programm steht, reißt kein so großes Loch in die Haushaltskasse. 

Kasse
Mehr braucht Ihr eigentlich gar nicht zum Einwecken, von den Gläsern jetzt mal abgesehen, denn irgendwo müssen die Lebensmittel, die Ihr einwecken wollt, ja auch rein ;o)

Ich kaufe meine Gläser meist im Internet bei Flaschenbauer oder Gläser & Flaschen oder hier ums Eck im Küchenfachgeschäft. 
Besonders gerne mag ich ja persönlich die Bügelgläser, ich verwende aber auch viele TwistOf-Gläser. 
Bei der Größenwahl achte ich immer auf die benötigte Portionsgröße, d.h., Ochsenschwanzragout wird in relativ kleinen 300 ml-Gläsern eingeweckt, das reicht für zwei Portionen völlig aus. Tomatensauce variiere ich, je nachdem, ob ich sie für Pasta, Pizza oder andere Zwecke verwenden möchte. Kompott wird gleich in möglichst kleinen Gläsern eingeweckt, da das fast ausschließlich nur mein Mann isst. Gemüse- und Hühnerbrühe wecke ich in 500 ml-Sahneflaschen und Rinder- und Krabbenfond in kleineren Gläsern ein. 

Zum Beschriften der Gläser und Flaschen verwende ich übrigens zwei ganz normale Eddings. Für dunkle Gläser einen weißen Lackmarker* und für helle einen schwarzen Wäschemarker*. Die Schrift lässt sich dann anschließend problemlos mit einer Edelstahlspirale* wieder entfernen und auch zum Entfernen von lästigen Etiketten ist diese Spirale ganz wunderbar geeignet - da braucht man keinen Verdünner, Terpentin oder etwas in der Art, sondern Einweichen und Abrubbeln genügt vollkommen.

Ich würde Euch auch sehr gerne noch ein paar Buchtipps mit auf den Weg geben, aber leider gibt es nur sehr wenige gute Bücher, die sich grundlegend und ausführlich mit dem Thema beschäftigen. 
Wenn Ihr keinen großen Wert auf tolle Rezepte legt, sondern grundlegende Richtwerte, also Einkochzeiten und Temperaturen benötigt, dann schaut Euch mal das Weck-Einkochbuch* an. 

*Affiliatelink

Balsamico-Champignons

Eine Kleinigkeit für Zwischendurch und für den Fall, dass der Sommer noch einmal vorbeischauen sollte. 
Für eines meiner letzten Kochtreffen (ich glaube, das war der Eisworkshop) hab ich als kleine Stärkung zwischen den einzelnen "Gängen" eine Auswahl verschiedener Antipasti und Mezze vorbereitet, darunter waren eingelegte Zucchini- und Auber- ginenscheiben, Hummus, Ratatouille, verschiedene Pestosorten und eben diese eingelegten Champignons. 
So 100%ig haben sie mir damals noch nicht gefallen, aber ich hab die Rezeptur neulich noch einmal überarbeitet und nun mag ich sie richtig gerne. Ich bin ja eigentlich kein großer Balsamico-Fan, weil ich finde, dass es soviel bessere Essig- sorten gibt, als den immergleichen und meistens qualitativ wirklich gruseligen Balsamico, aber in diesem Fall passt das sehr gut und Ihr braucht auch keinen besonders guten Aceto Balsamico zu verwenden. Ich nehme für diese Champignons Balsamico von Mazetti, der hat genauso wenig mit einem echten Balsamico zu tun wie die deutschen Billigsorten, reicht in diesem Fall aber wirklich aus.
Die Champignons schmecken lauwarm, aber auch kalt und eignen sich ganz hervorragend als Grillbeilage.

Balsamico-Champignons
Zutaten
1 kg braune Champignons
1 rote Zwiebel
Olivenöl
2 Zweige frischer Rosmarin
Salz nach Geschmack
1/2 TL Piment d'Espelette
100 ml Balsamico
2 TL Rohrohrzucker

Zubereitung 
Die Champignons putzen und ggf. von vorhandenen Erdresten befreien. Je nach Größe im Ganzen weiterverarbeiten oder halbieren, bzw. vierteln. Die Zwiebel putzen und in sehr feine Streifen schneiden.

Olivenöl und 2 EL Knoblauchöl in einer Pfanne erhitzen und die Hälfte der Champignons, sowie der Zwiebelwürfel mit einem zerzupften Rosmarinzweig sehr scharf darin anbraten. Gelegentlich schwenken und von allen Seiten goldbraun braten. Mit Salz und Piment d'Espelette würzen, dann die Hälfte des Balsamicos dazugeben und durchschwenken. Einen TL Zucker darüberstreuen und verrühren. 
Einige Minuten einkochen lassen, dann in eine Schüssel geben und mit der anderen Hälfte der Champignons genauso verfahren. Die fertigen Pilze beiseite stellen und vor dem Servieren etwas ziehen lassen.

Ice, Ice Baby 2014, eine Rückschau

So, jetzt aber! 
Endlich komme ich dazu, Euch vom Eisworkshop zu berichten, den ich am vorletzten Samstag veranstaltet habe. Wie immer, wenn ich ein Kochtreffen ausrichte, fand auch dieses Treffen im Loft in Hamburg Winterhude statt, einer ganz bezaubernden Eventküche, mit dem wahrscheinlich schönsten Innenhof Hamburgs. 
Als Besucher fühlt man sich, nachdem man durch das Hoftor gekommen ist, als wäre man plötzlich nach Südfrankreich oder Italien gebeamt worden. Gerade jetzt im Sommer, aber auch im Herbst, wenn das Laub an den Weinranken rotgefärbt ist, ist der Garten des Loft eine wunderbare Oase mitten in der Stadt. 
Eigentlich schade, dass ich nie dazu komme dieses Ambiente zu genießen. Irgendwann miete ich mich mal alleine im Loft ein und genieße einen Tag lang den wunderschönen Garten ;o)

Ice, Ice Baby - das Programm
Bei diesem Treffen, bzw. Workshop sollte sich ja eigentlich alles um Eis drehen, da KitchenAid aber so freundlich war und mir nicht nur ein Kleinröschen-Double und einen Blender, sondern auch noch das großartigste Waffeleisen der Welt für dieses Treffen zur Verfügung gestellt hat, gab es zusätzlich auch noch Joghurtwaffeln (das Rezept dafür gibt es demnächst) und Gaufres de Liège. Zuhause hatte ich natürlich schon die neulich vorgestellten Eisschälchen vorbereitet, die drängen sich ja bei diesem Thema regelrecht auf. 
Aus dem Eisworkshop ist also ein kombinierter Eis- und Waffelworkshop geworden und aufgrund der Temperaturen, die es etwas zu gut mit uns meinten, sind die Waffeln im Endeffekt sogar am besten gelungen. 
Temperaturen zwischen 25 und 30°C sind natürlich perfekt zum Eisessen, zur Akkordherstellung aber nur bedingt geeignet, da das fertige Eis schneller schmilzt, als es portioniert ist. Meine Eismaschine, die Unold Gusto* hat daher auch arg zu kämpfen gehabt, sich aber mehr als wacker geschlagen.

Mein Hausstand vor dem Loft
Damit Ihr mal seht, was ich bei diesen Kochveranstaltungen immer so mitschleppen muss, hab ich dieses Mal ein Foto gemacht, nachdem wir das Auto entladen hatten.
Unter anderem dabei war:  
  • Meine Küchenmaschine*, bzw. das Kleinröschen-Double
  • Mein Blender* (auch gedoubelt)
  • das Waffeleisen* (ich liebe, liebe, liebe es!)
  • ein Sodastreamer*
  • ein Kasten Apfelsaft
  • 3 Tragekörbe mit Lebensmitteln und anderem Küchenkram
  • 1 große Kühltasche 
  • eine große und ziemlich schwere Tragetasche mit Antipasti
Erstmalig hatte ich bei diesem Treffen einen Sodastreamer dabei, der hat uns eine enorme Schlepperei erspart, da ich sonst immer noch 3 Kästen Wasser mitnehme - man weiß ja nie. 

Das alles muss am Vorabend der Treffen zusammengesucht und verpackt und dann morgens aus dem 4. Stock ins Auto geschleppt werden. 
An dieser Stelle ein ganz besonders Dankeschön an meinen Mann, der jedes Mal geduldig meine Vorbereitungen erträgt, alles aus der Wohnung ins Auto und von dort aus ins Loft schleppt, beim Aufbau hilft und im Anschluss auch noch wieder den größten Teil zurück in die Wohnung trägt. Ohne Dich wären diese Treffen gar nicht durchführbar - dankeschön dafür! ❤ 

Küchenblock im Loft

Der Küchenblock im Loft selbst ist nicht übertrieben groß gestaltet und sicher auch nicht soooo großartig ausgestattet, so langsam hab ich aber immer mehr den Bogen raus und weiß in etwa, was ich alles mitnehmen muss. 
Spätestens im nächsten Jahr bin ich dann bestens präpariert - bis dahin hab ich ja aber noch das Herbsttreffen und die Weihnachtsfeier, bei denen ich weiter üben kann. 
Apropos Weihnachtsfeier. Die Anmeldung dafür wird in den nächsten Wochen beginnen. Wenn Ihr also Lust habt, auch mal an einem solchen Treffen in netter Runde teilzunehmen, haltet unbedingt die Augen offen!

Antipasti-Buffet
Natürlich kann man nicht den ganzen Tag nur Eis und Waffeln essen, daher hatte ich n büschen was für zwischendurch vorbereitet. 
Neben eingelegten Zucchini und Auberginen gab es Balsamico-Champignons (kommt demnächst), Hummus, eingelegten Feta, Ratatouille und ganz viel Baguette vom Lieblingsbäcker.
Zu Trinken gab es Wasser, Apfelsaft und ich habe wie immer Lemon Squash und auch noch etwas Erdbeersirup gekocht und damit das Eis nicht ganz so langweilig schmeckt ;o), gab es für obendruff noch Schoko-Espressosirup, Erdbeerbalsam und Kakaoessig (kommt demnächst).

Hausgemachtes Eis im Loft
Eis gab es natürlich auch - war ja unter anderem ein Eisworkshop ;-)
Leider hab ich mal wieder keine MakingOf-Fotos für Euch. Wie immer war ich auch diesmal zu sehr mittendrin und hab irgendwann gar nicht mehr dran gedacht Bilder zu machen. Dazu kam, dass durch die Temperaturen nur sehr "cremiges" Eis zustande kam. Kaum aus der Maschine, zerlief das Eis in Nullkommanix - so schnell konnte ich gar nicht fotografieren. 
Ich hab Euch oben in der Collage aber die Eis- und Sorbetsorten zusammengefasst, die wir zubereitet haben und natürlich gibt's auch noch die Links zu den Rezepten. 
Melon-Prosecco-Minz-Slush
...und außerdem gab es noch einen bunt zusammen- gewürfelten Watermelon-Prosecco-Minz-Slush. Dafür habe ich am Vorabend entkernte, gewürfelte und eingefrorene Wassermelone mit Prosecco und Minze im Blender püriert und mit etwas Lemon Squash abgeschmeckt - war gar nicht so schlecht ;o)
Damit Ihr mal seht, wie das in etwa aussieht, habe ich es am letzten Wochenende noch einmal nachgebaut, vollkommen uneigennützig versteht sich. 
Um einen Slush im Blender herzustellen, braucht ihr unbedingt ein Modell, das auch zum Crushen von Eiswürfeln geeignet ist, sonst überlebt er es sicher nicht lange. Ihr könnt aber auch den umgekehrten Weg wählen und die Melone entsaften oder pürieren, dann abschmecken und in der Eismaschine gefrieren. Das Ergebnis ist im Endeffekt das Gleiche. 
Natürlich kann man den Prosecco auch durch einen Saft ersetzen, das hab ich vor 4 Jahren bereits gebloggt. 

Unold Gusto Eismaschine

Sicher wird es auch im nächsten Jahr wieder einen Eisworkshop geben, dann aber vorsichtshalber etwas früher zum Beginn der Eissaison. Dann ist es sicher auch nicht ganz so warm und das Eis ist schneller fertig und behält etwas länger die Form. 
Mir hat dieses Treffen unheimlich viel Spaß gemacht. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern für die tolle Stimmung und hoffe, Euch vielleicht auch in Zukunft noch einmal bei einem meiner Kochtreffen zu sehen!

Innenhof im Loft

Abschließend noch ein herzliches Dankeschön an Unold*, KitchenAid* und Sodastream* für die Bereitstellung der Geräte, ohne die ich diese Koch- treffen nicht veranstalten könnte.
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