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Fettucine mit Zwiebel-Thymiansauce

Dass vegetarische Küche mindestens genauso lecker ist wie ein Stück Fleisch auf dem Teller ist ja nu nicht erst bekannt, seit das "neue" Kochbuch von Yotam Ottolenghi auf dem Markt ist, auch wenn ohne dieses Buch anscheinend nix mehr geht... 
Bei der Gelegenheit, das Buch ist zweifelsohne klasse und ich möchte es nicht mehr missen - es ist aber bei Weitem nicht das einzige gute vegetarische Kochbuch, "Alles Gemüse!" von Simon Hopkinson, das "River Cafe Cookbock Green" oder auch nicht ausdrücklich als vegetarisch ausgewiesene Kochbücher, aber trotzdem vor fleischlosen Gerichten nur so strotzende wie Sarah Ravens Garden Cookbook sind mindestens! genauso gut.  
Und auch in ganz "normalen" Kochbüchern, die auf den ersten Blick gar nichts mit vegetarischer Küche am Hut haben, wimmelt es oft nur so vor tollen fleischlosen Gerichten, so auch diesem hier, das ich in "Die klassische italienische Küche" von Marcella Hazan gefunden habe. 

Dieses Gericht beweist nicht nur, dass vegetarisch unglaublich lecker und raffiniert sein kann, sondern auch, dass eine fleischlose Mahlzeit um ein Vielfaches günstiger ist als das Steak auf dem Teller - vorausgesetzt, man kauft anständiges Fleisch und kein Billig-Fleisch vom Discounter, bei dem sich jeder denken kann/müsste, dass es absolut unmöglich ist, für diesen Preis ein Tier auch nur annähernd artgerecht zu halten.
Mal abgesehen davon, dass wir gar nicht täglich Fleisch essen möchten, könnten wir es uns auch gar nicht leisten, denn anständig "produziertes" Fleisch ist nun einmal teuer. Ein Brathuhn kostet bei unserem Schlachter je nach Gewicht 25-30 €, dafür haben wir aber auch die Gewähr, dass dieses Huhn nicht in einem Schuhkarton ohne Sonnenlicht und Frischluft gemästet wurde, sondern tatsächlich scharren und picken konnte soviel es wollte. 

Zwischendrin gibt's dafür so leckere, einfache Gerichte wie dieses hier, das so unglaublich aromatisch ist, dass Niemand, auch nicht der überzeugteste Fleischesser, die Fleischeinlage vermissen wird. Durch das lange, sanfte Schmoren bekommen die Zwiebeln eine wunderbar süße Note, dazu noch etwas Weißwein, Thymian und Parmesan und schon ist die Sauce perfekt. 
Wenn ich Sterne verteilen würde, diese Pastasauce würde mindestens die volle Punktzahl bekommen und noch ein Extrasternchen dazu!

Zutaten
700 g geschälte Zwiebeln
Butterschmalz und Olivenöl zum Abraten
Salz
100 ml Weißwein
frisch gemahlener Pfeffer
einige frische Thymianzweige
1 große Handvoll frisch geriebener Parmesan

Fettucine oder andere Pasta lunga nach Wahl

Zubereitung
Die Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden oder besser noch hobeln. Butterschmalz und Olivenöl 1:1 in einer großen Pfanne erhitzen, die Zwiebeln und die Thymianzweige dazugeben und etwas salzen. Mit geschlossenem Deckel und bei minimaler Hitze (bei mir 2 von 9, Ceran) eine knappe Stunde dünsten lassen, bis die Zwiebeln ganz weich geworden sind - sie sollen aber nicht bräunen.
Den Deckel entfernen, die Temperatur etwas auf mittlere Stufe erhöhen und solange unter gelegentlichem Rühren weiterdünsten, bis die Zwiebeln goldbraun geworden sind. Mit dem Weißwein ablöschen und diesen bei hoher Temperatur und häufigem Rühren verkochen lassen, dann mit Pfeffer und evtl. noch etwas Salz abschmecken.
Zusammen mit dem frisch geriebenen Parmesan unter die noch tropfnasse Pasta heben und sofort servieren. 

Ipanema

So langsam müssen wir uns wohl oder übel für das immer wärmer und sonniger werdende Wetter rüsten, oder? Ihr wisst vielleicht, dass ich eher zur Gattung der Nachtschatten- gewächse zähle und der Sommer daher nicht zu meinen bevorzugten Jahreszeiten gehört, der Frühling, Herbst und Winter sind mir da doch viel lieber.
Nicht nur, dass wir im Sommer in unserer kleinen Dachbutze Temperaturen von über 40°C erreichen, die Sonne selbst ist auch nicht unbedingt mein Freund, viel zu grell und zu heiß - ich mag weder sie noch die olle Hitze! 

Was bleibt also um gegen die Hitze anzugehen? Ständige Kühlung, bevorzugt natürlich von innen ;o) Da selbst ich nicht ständig Eis essen kann, gibt's regelmäßig eine kleine Abwechslung im Kühlungsplan, indem ich verschiedene Erfrischungsgetränke oder alkoholfreie Cocktails zubereite - dazu tonnenweise Crush-Eis und auch wir kommen einigermaßen über die heiße Zeit. 

Damit Ihr Euch nun schon einmal einstimmen könnt und weil es ja in den nächsten Tagen wieder wärmer werden soll (an dieser Stelle nen schönen Gruß an Petrus, wir brauchen REGEN, Mensch!), hab ich heut schon eine kleine Erfrischung für Euch, einen unserer Lieblings-Cocktails, den Ipanema!


Er ist quasi die alkoholfreie Version des Caipirinhas, schmeckt natürlich n büschen anders, ist aber mindestens genauso süffig und durch die kräftige Limettennote genauso erfrischend.  
Der gravierendste Unterschied ist aber sicher, dass man nicht schon nach nur einem Cocktail lallend in der Ecke sitzt (geht zumindest mir so, aber ich vertrag auch nix), sondern soviel trinken kann, wie man will - das ist doch auch nicht zu verachten, oder? ;o)
In diesem Sinne - Nich lang schnacken, Kopp inn Nacken und Prost!

Zutaten
1 Bio-Limette, geachtelt
1 TL Rohrzucker
1 El Maracujasirup
Crush-Eis
Ginger Ale

Zubereitung
Die Limette gründlich unter heißem Wasser abspülen und mit der Handfläche auf der Arbeitsfläche rollen, so dass sie weicher wird. Achteln, mit dem Rohrzucker und dem Sirup in ein Glas geben und mit einem Stößel kräftig andrücken, es soll viel Limettensaft freigesetzt werden.
Crush-Eis darauf geben und mit Ginger Ale auffüllen.

Limetten-Parmesan-Butter

In den letzten Wochen sind zwar einige neue Kochbücher zu meiner "Bibliothek" dazugekommen, so dass sich mittlerweile eine wohl niemals endende Anzahl an Rezepten angesammelt hat, die ich dringlichst nachkochen muss, aber auch bei meinen bereits älteren Büchern sind einige dabei, die ich nicht missen möchte und bei denen ich schon im Vorwege weiß, dass die Rezepte zu fast 100% meinen Geschmack treffen - delicious days ist eines davon. 
Die Mischung aus einfachen Zutaten, tollem Geschmack und umwerfender Optik macht die Rezepte zu meinen besonderen Lieblingen, ich brauche nicht mehr lange, dann hab ich das Buch komplett durch ;o)

Die Buchseite, auf der dieses Rezept zu finden ist, ziert schon seit letztem Jahr einer meiner heiß und innig geliebten Klebezettel, jetzt endlich konnte ich ihn in den Ruhestand schicken - erledicht und für richtig lecker befunden! War aber wie gesagt schon vorher klar ;o)
Besonders mein Mitesser, seines Zeichens erklärter Käse-Junkie, war völlig begeistert und mochte die Butter, im Gegensatz zu mir, auch in "rohem" Zustand sehr gerne. 
Ich fand sie zwar auch ganz lecker, da ich ja aber ein Käse-Weichei bin, war es jetzt nicht 100%ig mein Geschmack - überbacken sah das schon ganz anders aus, aber sowas von!

Zutaten 
1 Schalotte
1 confierte Knoblauchzehe
1/2 Bund Schnittlauch
125 g weiche Butter
2 EL Olivenöl
1 Bio-Zitrone
1 Bio-Limette
40 g frisch geriebener Parmesan
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung
Die Schalotte schälen und sehr fein würfeln, den Schnittlauch ebenfalls in sehr feine Röllchen schneiden. Zusammen mit der Butter, der confierten Knoblauchzehe und dem Olivenöl in eine Schüssel geben und miteinander vermengen.
Die Zitrone und die Limette heiß abwaschen und die Schale fein abreiben. Zusammen mit dem Parmesan unter die Butter rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Den Backofen auf 180°C vorheizen und den Grill zuschalten. Baguette in Scheiben schneiden und diese großzügig mit der Parmesan-Butter bestreichen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und auf der obersten Schiene im Backofen knusprig backen - dabei immer mal ein Auge drauf haben, da die Kanten schnell verbrennen. 

Meine Damen und Herren, wir haben geöffnet!

Nun ging doch alles schneller, als zunächst gedacht. Nachdem ich mit der Idee eines kleinen, aber feinen Forums Monate, bzw. schon fast Jahre schwanger gegangen bin, hat sie sich in der letzten Woche quasi verselbständigt. 
Zuerst sollte es noch eine Google- oder Yahoo-Gruppe werden, was sich aber ganz fix als ziemlich schlechte Idee herausgestellt hat. Eine solche Gruppe erfordert eine sehr aufwendige Anmeldung bei den Anbietern und dass Google und Yahoo am liebsten jede noch so kleine Kleinigkeit wissen und auch abspeichern wollen, ist ja hinlänglich bekannt. Diese Idee war also sehr schnell verworfen und es blieb nur eins, ein "richtiges" Forum. 

Nachdem ich mich bei zwei Anbietern angemeldet und schon damit abgefunden hatte, dass das Forum wohl erst in ein paar Wochen oder Monaten an den Start gehen kann, fand ich dann durch Zufall den Anbieter des jetzigen Forums, bei dem der Forenbau tatsächlich nur ein paar Minuten gedauert hat. Ok, es ist nicht so aufwendig aufgebaut wie man andere Foren, aber grad das finde ich eigentlich ziemlich klasse - ich will ja schließlich nicht riesig expandieren. 
Es muss wohl immer noch das ein oder andere gemacht werden, insgesamt gefällt es mir aber schon ganz gut - nicht zuletzt dank des tollen Namens, den wir einem unserer Mitglieder zu verdanken haben :o)

Das neue Forum heißt nun also: Hausgemacht - Kochen, backen, schnacken... und drückt damit genau das aus, was mir wichtig ist:
  • es ist kein Forum für Tütenaufreißer, indem man sich bevorzugt mit Maggi Fix-Produkten, Schichtsalaten und Titt..., ich wollte sagen, Motivtorten beschäftigt, sondern bei uns geht es tatsächlich ums Kochen und Backen mit richtigen Zutaten ;O)
  • Trotzdem es wie gesagt in erster Linie ein kulinarisches Forum ist, darf bei uns auch gerne und viel geschnackt werden, zu diesem Zweck hab ich extra eine Klönstuv eingerichtet (die darf bei mir selbstverständlich nicht fehlen!)
  • Der Ton macht die Musik! Mir ist ganz besonders wichtig, dass bei uns ein angemessener Umgangston herrscht. Natürlich ist nicht alles Eitel Sonnenschein und konstruktive Kritik darf gerne geäußert werden, bzw. ist sogar ausdrücklich erwünscht. Ich werd aus unserem Forum aber kein zweites Kochmützen-Forum machen lassen, in dem gezickt, gemeckert und gemobbt wird.
Für nichtregistrierte Besucher ist nur ein bestimmter Teil des Forums frei einsehbar, die restlichen Foren sind registrierten Mitgliedern vorbehalten. Das hab ich nicht deshalb so eingestellt, weil wir dort ganz mächtig geheime Dinge besprechen und planen, sondern weil es mich in gewisser Weise absichert. Öffentliche Diskussionen um Personen, Marken, Fernsehsendungen, usw. bedeuten für die Forenbetreiber immer ein Risiko und das möchte ich gern so gering wie möglich halten. 
Außer den öffentlichen kulinarischen Kategorien, in denen Rezepte veröffentlicht und diskutiert werden können, hab ich bisher noch folgende Kategorien eingerichtet:
  • Stellt Euch vor!
  • Schwarzes Brett
  • Testforum
  • Küchenhelfer
  • Bücherregal 
  • Foodfotografie und -bearbeitung 
  • Einkaufsbummel
  • Auswärts essen 
  • Kulinarisches in der Flimmerkiste
  • und eine Blogger-Ecke  
Evtl. wird noch die ein oder andere Kategorie folgen, das wird sich nach und nach ergeben - für Anregungen bin ich natürlich immer dankbar. 
Ebenfalls nicht für registrierte Besucher einzusehen ist der Foren-Chat, der vielleicht irgendwann mal ganz praktisch sein kann. Die Mitgliederliste, sowie die Anzeige, wer gerade online ist, habe ich ebenfalls nur für Mitglieder freigeschaltet, bzw. komplett gesperrt - n büschen Privatsphäre muss schon sein, denke ich.
Mit mir haben wir bisher 3 Moderatoren, die dafür sorgen, dass es mit rechten Dingen zugeht. 

Das Forum ist zwar von mir gegründet worden, ich wollte es aber bewusst nicht KuLa-Forum etc. nennen, da es keine Werbeplattform für meinen Blog sein soll, sondern eben allen Interessierten offen steht. 
Es ist also jeder willkommen, der sich gern über kulinarische Themen austauscht, ganz unabhängig davon, ob Kochanfänger, -fortgeschrittener oder -Profi, Blogger, Food-Blog- oder KuLa-Leser!
Ich hoffe, dass wir bannich viel Spaß haben werden, tolle Rezepte entdecken und eine Menge dazulernen! 

Nachtrag:
Ganz oben rechts in der Navigationsleiste des KuLa hab ich einen dauerhaften Link reingebastelt. Wenn Ihr also in Zukunft mal ins Forum schauen wollt, einfach auf den Button "Forum" klicken,

Kartoffel-Minz-Küchlein mit Feta

Kartoffelpuffer esse ich schon immer für mein Leben gern. Herzhaft versteht sich, nicht die süße Variante mit Zucker und Apfelmus. 
Salz und Pfeffer, dazu evtl. noch etwas frisch angerührter Kräuterquark oder gebeizter Saibling, aber bloß kein Zucker oder anderen Süßkram - sowas darf meinen Puffern nicht zu nah kommen!
Als ich jetzt diese Variante in Sarah Raven's Garden Cookbook (das im Übrigen, genau wie diese Küchlein ein absoluter Knaller ist) gefunden habe, wusste ich gleich, die schmecken gut. WIE gut, hab ich aber komplett unterschätzt. 
Die Kartoffelküchlein sehen vielleicht unspektakulär aus und lesen sich ebenso, sie sind aber in Nullkommanix auf meine Favoriten-Liste gewandert. Die knusprige Kartoffelkruste mit der frischen Minznote und dem würzigen Feta sind wirklich ein Kracher. Wären die Küchlein nicht irgendwann alle verputzt gewesen, ich hätte so schnell nicht wieder aufgehört. 
Genau wie beim Zitronenhuhn, werd ich auch hier nicht lange warten, bis sie wieder auf dem Teller landen - nächste Woche sind die wieder dran, das steht jetzt schon fest.

Zutaten
500 g Kartoffeln
1 Zwiebel, fein gewürfelt
Olivenöl
100 g Feta
2 EL gehackte Minze
Salz & Pfeffer
2 Eier
2 EL Mehl

Zubereitung
Die Zwiebel fein würfel und in Olivenöl glasig anschwitzen, beiseite stellen.
Die Kartoffeln gründlich abwaschen und je nach Geschmack und Kartoffelsorte schälen oder ungeschält weiterverarbeiten. Mit dem Schnitzelwerk oder der Reibe fein reiben. Den zerbröselten Feta und die restlichen Zutaten dazu geben und miteinander verrühren. 
Aus der Kartoffelmasse kleine, ca. 2 cm dicke Küchlein formen und in etwas Olivenöl bei mittlerer Hitze ausbacken. Die Temperatur nicht zu hoch einstellen, da die Küchlein sonst zu schnell dunkel werden, von innen aber noch nicht duchgegahrt sind.
Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit einem frischen Salat und einer selbstgemachten Joghurt-Kräuter-Sauce servieren. 

Dat wohr besonners good - April

Diesen Monat war die Wahl meiner persönlichen Highlights wirklich verhältnismäßig einfach. Nicht, weil die anderen Gerichte alle nicht geschmeckt haben, sondern weil diese 3 so außergewöhnlich lecker waren ;o)

Einer der mit Abstand schokoladigsten Kuchen, die ich jemals gegessen habe. Ein Stückchen davon deckt nicht nur den Kalorienbedarf der nächsten 14 Tage, das Glücksgefühl, das durch den Konsum von soviel Schokolade entsteht, hält mindestens genauso lange an ;o)  

Da gibt's gar nicht viel zu reden schreiben, außer dieses Huhn ist das einzig wahre und mit Abstand leckerste Brathuhn der Welt!

Dieses Rezept kommt nicht nur wegen der wirklich leckeren Chorizo-Hackmischung in die Top 3, sondern auch, weil ich dadurch letzte Woche auf die Idee gekommen bin, die frischen Merguez unseres Schlachters aus den Därmen zu pröckeln und zu einer ganz ähnlichen Sauce umzuwandeln. 
Schneller geht's einfach nicht und besser auch kaum ;o)

Nachtrag
Bei der Aufstellung ist mir das Apple Lemon Curd von vorgestern völlig durch die Lappen gegangen - das gehört unbedingt noch mit auf die Liste, Schussel ich!