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Zitronenhuhn nach Marcella Hazan, oder das eindeutig beste Brathühnchen der Welt!

Brathühnchen. 
Bei dem Gedanken daran läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen und sofort muss ich an knusprige, kräftig gewürzte Knusperhaut und saftige Hähnchenschenkel denken. Egal wie satt ich bin, sobald ich den Duft von Brathühnchen in der Nase habe, bekomm ich wieder Appetit und wenn mich niemand stoppt oder mir schlicht die Hälfte oder mehr vor der Nase wegfuttert, schaff ich garantiert auch ein ganzes Huhn alleine. 
Muss ich noch erwähnen, dass ich Brathühnchen liebe? ;o)

Es gibt ja unendlich viele Arten, ein Brathühnchen zu zubereiten und ich hab auch schon viele ausprobiert und gegessen, keines war aber so gut wie dieses - dies ist eindeutig das beste Brathühnchen der Welt. Glaubt einer erfahrenen Brathuhn-Expertin ;o)
Das erste Mal "über den Weg gelaufen", ist mir dieses Huhn bei mipi und stand seitdem eigentlich ständig auf der Nachkochliste - keine Ahnung, warum ich es immer wieder verschoben habe. Als ich nun anlässlich einer Chemo "Die klassische italienische Küche" von Marcella Hazan bekommen habe, war aber kein Halten mehr und sofort klar, dass dieses Huhn als Erstes fällig ist, eine sehr gute Entscheidung!
Apropos, dieses Buch ist tatsächlich so grandios wie sein Ruf. Ich hab erst am Sonntag die Pasta mit Zwiebelsauce zubereitet und wieder waren wir absolut begeistert. Einige wenige, sehr einfache Zutaten, ebenso einfach zubereitet ergaben eine so unglaublich leckere Sauce, dass wir die Portion für 4-6 Personen allein zu zweit aufgefuttert haben - aber dazu ein anderes Mal ;o)

Man kann natürlich eine Beilage zum Hähnchen servieren, bei mipi gab es damals einen mediterranen Kartoffelstampf. Da ich aber ein kapitales Bio-Huhn von 1,7 kg bekommen habe und ich schon vorher wusste, dass man bei einem solchen Essen Prioritäten setzen muss, hab ich nur ein krosses Baguette dazu serviert - perfekt um den göttlichen Bratensaft aufzusaugen.

Ach so, bevor ich es vergesse, kauft bitte kein Discounter-Huhn für 3 €. Mal davon abgesehen, dass bei dieser Zubereitung die Qualität des Huhns noch wichtiger ist, als bei einem mit 1365 Gewürzen marinierten, kann man sich an 3 Fingern abzählen, dass ein Huhn, dessen Leben anscheinend nicht mehr als 3 € wert war, kein artgerechtes Leben gehabt haben kann, sondern Zeit seines Lebens in einer vergitterten Hutschachtel ohne Tageslicht und Frischluft dahin vegetieren musste - von weiteren "Nebenwirkungen" der Massentierhaltung mal abgesehen.
Auch bei uns kommt nur alle paar Wochen oder Monate mal ein Brathuhn auf den Tisch und ist dann tatsächlich ein kleines, bzw. sogar ziemlich großes Festessen das entsprechend gefeiert wird und von dem wir noch tagelang schwärmen und zehren. 
Nutzt dieses Rezept (und das ist wirklich verdammt gut!) dazu, Euch mal ein richtig gutes Bio-Huhn zu leisten, Ihr werdet sehen, bzw. schmecken, dass zwischen einem Discounter- und einem Bio-Huhn (Geschmacks-)Welten liegen.

Zutaten
1 Bio-Poularde (ca. 1,5 kg)
2 kleine oder 1 große Bio-Zitrone
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung
Die Poularde gründlich unter fließendem Wasser reinigen und mit Küchenpapier trocken tupfen.  Von außen und innen mit reichlich Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Olivenöl einreiben, die Gewürze dabei richtig einmassieren.
Die Zitrone unter heißem Wasser reinigen und mit der flachen Hand auf der Arbeitsfläche hin und herrollen, die Zitrone wird dadurch weicher. Jede Zitrone rundherum mindestens 20mal mit einem Schaschlikspieß einstechen und in die Bauchhöhle der Poularde stecken. Die Öffnung mit einer Dressiernadel oder Holzspießchen verschließen, die Öffnung sollte gut verschlossen sein, Luft muß aber noch entweichen können, da das Huhn sonst platzen kann. Die Schenkel an beiden Gelenkenden mit Küchengarn zusammenbinden.
Das Huhn mit der Brustseite nach unten in einen Bräter legen und auf mittlerer Schiene im auf 180°C vorgeheizten Backofen 30 Minuten braten.
Nach 30 Minuten das Huhn umdrehen und weitere 30 Minuten garen, dann die Temperatur auf 200°C erhöhen und noch 20 Minuten weiterbraten, die Haut wird so richtig schön knusprig.
Das fertige Brathuhn zerteilen, den ausgetretenen Saft auffangen und als Sauce mit einem krossen Baguette servieren. 


Und wenn Ihr mipi und mir immer noch nicht glaubt, dass dieses Rezept einfach grandios ist, schaut mal bei der Chaosqueen, zorra und Karin vorbei - die wissen, was gut ist ;o)

Focaccia

Fladenbrote wie Focaccia sind meiner Meinung nach die idealen Einsteigerbrote, da man hier keinen Brotlaib formen muss, sondern den Teig entweder ausrollt oder wie hier einfach etwas mit den Händen in Form bringt, in dem man hier und da etwas zieht und drückt. Außerdem kommt es hier nicht sooo sehr auf die Teigkonsistenz an, wie beispielsweise bei freigeschobenen Broten, die gern unfreiwillig zu einem Fladenbrot werden, wenn der Teig zu weich ist oder der Laib zu wenig Spannung hat. 
Ein Fladenbrot verzeiht auch Anfängerfehler, lässt sich ganz nach Belieben, Kühlschrank- und Vorratsschrankinhalt abwandeln und ist dazu noch recht fix gemacht - ideal also, um sich mal so richtig auszutoben und auszuprobieren.

Ich hab hier eine ganz klassische Focaccia gebacken, je nach Anlass schmeckt es aber auch klasse, wenn Kräuter in den Teig eingearbeitet werden, die Focaccia mit Oliven oder getrockneten Tomaten belegt oder wie bei der Schiacciata mit Zwiebeln belegt und Parmesan bestreut wird. 
Wie immer gilt auch hier, lasst Eurer Fantasie einfach freien Lauf - schaut, zu welchem Anlass das Brot gegessen werden soll und passt es dann entsprechend an.

Wenn Ihr am Vortag schon wisst, dass Ihr am nächsten Tag eine Focaccia backen wollt, bereitet den Teig bis zum ersten Gehen zu und stellt Ihn nach einer halben Stunde im Plastikbeutel über Nacht in den Kühlschrank. 
Eine Stunde bevor Ihr ihn weiter verarbeitet, nehmt ihn aus dem Kühlschrank heraus und lasst den Teig Zimmertemperatur annehmen. Danach geht's weiter wie im Rezept beschrieben. 
Durch die lange und kalte Gehzeit wird die Focaccia lockerer und aromatischer - probiert es ruhig mal aus. 

Zutaten 
400 g Wasser, zimmertemperiert 
1 Tütchen Trockenhefe 
550-600 g Mehl, Type 550
12 g Salz 
25 g Olivenöl 

Belag
2 EL frische Rosmarinnadeln  
Wasser-Olivenöl 1:1 verquirlt
grobes Meersalz 

Zubereitung
Die Trockenhefe mit dem Wasser in ein Gefäß geben und einige Minuten ruhen lassen, bis sich die Hefe komplett aufgelöst hat. Das Mehl mit dem Salz trocken vermischen. Hefewasser und Olivenöl dazugeben und alles sehr gründlich mit dem Mixer oder der Küchenmaschine zu einem recht weichen Teig verkneten. Den Teig mehrfach falten und in eine leicht geölte Schüssel geben. 
Die Schüssel in einen Plastikbeutel stellen und den mit einem Knoten verschließen. Nach 30 Minuten erneut mehrfach falten und gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Ein Backblech gründlich einölen und den Teig darauf geben. Ca. 10 Minuten abgedeckt entspannen lassen, dann mit den Fingern in Form ziehen, dabei darauf achten, dass so wenig Luftblasen wie möglich zerdrückt werden. 
Das Backblech in einen Plastikbeutel schieben und verschließen - erneut für 30 Minuten gehen lassen. Mit geölten Fingerspitzen den Teig eindrücken, so dass das Focacciatypische Muster entsteht. Wieder in den Plastikbeutel schieben und gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. 
Unmittelbar vor dem Backen vorsichtig mit dem Öl-Wasser bestreichen und mit Rosmarinnadeln und grobem Meersalz bestreuen.  
Den auf 200°C vorgeheizten Backofen schwaden und die Focaccia ca. 35 Minuten backen, bis sie goldbraun ist.  
Die Focaccia vom Backblech nehmen und auf einem Rost komplett auskühlen lassen. 
Abgewandelt nach einem Rezept von Wild Yeast

Hummus

Kuchen und anderer Süßkram ist ja ganz schön und gut, aber jedes Mal, wenn ich ein Stückchen Kuchen esse, kann ich nicht anders und muss danach sofort ein Käse- oder Leberwurstbrot haben, das war schon immer so. Früher hab ich mich nach einer Geburtstags-Kaffeetafel immer mit meiner Mama zur gemeinschaftlichen Leberwurstbrot-Mahlzeit getroffen - es ist also eindeutig, woher ich diese Vorliebe habe ;O)
Nun ist ein Käse- oder Leberwurstbrot ja nicht wirklich spannend und lohnt keinen Blogbeitrag, da muss es schon etwas anderes sein - ein ebenso leckerer Brotaufstrich, der natürlich selbst gemacht ist und den ich eigentlich fast jeden Tag essen kann - Hummus.

Hummus ist sehr simpel und schnell herzustellen - vorausgesetzt man weicht die Kichererbsen rechtzeitig, nämlich ca. 12 Stunden vorher ein. Wer spontan den "Hummus-Jieper" bekommt, der muss halt zu Dosen-Kichererbsen greifen.

Immer, wenn ich Hülsenfrüchte koche, dauert es ewig, bis diese fiesen Biester endlich mal gar sind, ich schaff das nie in der angegebenen Zeit. Irgendwann, wenn ich dann mal wieder mit den Fingern auf der Arbeitsplatte trippelnd neben dem Herd steh und mir nen Wolf warte, fällt es mir wie Schuppen von den Augen - Natron! Also fix eine Messerspitze Natron zum Wasser gegeben und ruckizucki sind die Kichererbsen gar. Natron beschleunigt den Garprozess ganz enorm, probiert das unbedingt mal aus. Und vor allem probiert Hummus aus - Hummus ist nämlich nicht nur lecker, sondern auch noch mächtig gesund. Hummus ist toll!

Zutaten
250 g getrocknete Kichererbsen
1 Lorbeerblatt
1 Msp Natron
Kochflüssigkeit zum Pürieren
3 confierte Knoblauchzehen
2-3 EL Tahini
Saft einer halben bis ganzen Zitrone (hängt von der Größe ab)
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Piment d'Espelette oder ein anderes Chilipulver
1/4 TL Cumin, gemahlen (optional)

Zubereitung
Die Kichererbsen mit kaltem Wasser bedeckt in eine Schüssel geben und ca. 12 Stunden (am Besten über Nacht) quellen lassen.
Das Wasser abgießen und die Kichererbsen abspülen, dann die Kichererbsen mit frischem Wasser, einer Msp Natron und dem Lorbeerblatt in einem Topf zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren und  bei mittlerer Hitze gar kochen, das kann je nach Alter der Kichererbsen 45 Minuten bis 2 Stunden dauern. 
In ein Sieb abgießen, dabei eine Tasse Kochflüssigkeit auffangen.

Alle Zutaten bis auf die Gewürze in einen Blender geben und gründlich pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Wenn die Masse zu fest ist, etwas Kochflüssigkeit dazugeben und mit mixen. 
Mit den Gewürzen abschmecken und alles gut verrühren.  
Natron

Gâteau Victoire

Familienzuwachs muss anständig gefeiert werden und wie ginge das wohl besser, als mit einem Schokokuchen? 
Obwohl, Schokokuchen ist vielleicht das falsche Wort, viel zu banal. Dieser Kuchen ist im Prinzip eine riesengroße Praline. Kein Gramm Mehl ist drin, dafür lauter gute Zutaten, die direkt von der Kuchengabel auf die Hüften wandern. Schokolade, Sahne, Zucker und Eier und zu guter Letzt noch ein ordentlicher Schluck Whisky ... Es muss sich ja schließlich auch lohnen, oder?

Wenn Ihr also...
  • noch mitten in der Fastenzeit oder
  • auf dem steinigen Weg zur Bikini-Figur seid oder
  • Schokolade gar für komplett überbewertet haltet
... Augen zuhalten, rückwärts rausgehen, nicht zurückschauen und morgen wiederkommen - Zack Zack! ;o)

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen (ich weiß, ich hab's schon hundertmal geschrieben), verwendet für diesen Kuchen keine billige Kuvertüre oder Schokolade, das rächt sich ganz schnell. 
Der Geschmack mag zwar ganz ok sein, da geht aber noch viel mehr und zwar, wenn Ihr eine wirklich richtig gute Schokolade verwendet. Diesen Kuchen gibt es ja nicht jeden Tag (das ginge auch gar nicht, weil Ihr sonst binnen kürzester Zeit nicht mehr durch die Tür passen würdet), sondern er ist eher ein Feiertagskuchen oder auch ein schönes Dessert zu einem leckeren Menü, da darf es dann auch mal etwas Besonderes sein. 
Ich mag besonders gern Valrhona-Schokolade, aber natürlich kann es auch jede andere gute Schokolade sein - schaut einfach mal, was Ihr so bekommt. 

Im Originalrezept (dazu komm ich später noch) ist als Schnappes Rum, Cognac oder Port angegeben, da mein Mitesser aber ein begeisterter Whiskysammler und -trinker ist (in Maßen, nicht in Massen ;o) ), bot sich natürlich ein leckerer schottischer Single Malt an. Auch wenn ich selbst keinen Whisky trinke, die Kombination Whisky und Schokolade mag ich sehr gern und nutze jede Gelegenheit, die Whiskyvorräte meines Mitessers zu schmälern und hier und da einen kleinen Schluck (oder gern auch etwas mehr) an alle möglichen Schokoladendesserts zu geben.
Whiskytrinker werden es wissen, DEN Whisky gibt es nicht, die Palette der Aromen- und Geschmacksrichtungen ist besonders beim Single Malt nahezu endlos. Jede Region Schottlands bringt für sich typische Whiskys hervor, so dass hier es hier natürlich sehr darauf ankommt, den richtigen zu erwischen. Ein Schokoladendessert oder -kuchen, der mit einem rauchig-torfigen, evtl. gar nach Phenol schmeckenden Islay-Whisky aromatisiert wird, kann nix werden, da muss ein anderer ran. 
Einer meiner absoluten Favoriten für alle Schokogeschichten ist eigentlich der Balvenie, von dem mein Mitesser verschiedene Abfüllungen hat. Diesmal hab ich eine, in seinem Bestand noch sehr neue 15jährige Single Cask-Abfüllung verwendet und war ausnahmslos begeistert - perfekt!  Aber auch ein Springbank oder Mortlach würden super passen.

Beim Aufschlagen der Eier kommt es darauf an, wirklich bis zum Äußersten zu mixen. In der Rührschüssel unten sind nur die 6 Eier und der Zucker verquirlt, das Volumen sollte sich schlussendlich also vervielfacht haben. Ich kann das sehr schlecht einschätzen, aber ich würd sagen, dass es sich auf jeden Fall verzehnfachen sollte und erst richtig ist, wenn die Masse eine Zabaione oder souffléähnliche Konsistenz hat.

Natürlich bringt die ganze Mixerei der Eier nur etwas, wenn man beim anschließenden Unterheben der Schokoladenmasse wirklich vorsichtig ist und nicht zuviel rührt, seid daher wirklich behutsam und rührt lieber einmal weniger als zuviel.

Zutaten
340 g Schokolade 70%, gehackt
180 ml Sahne
50 ml Whisky (Balvenie Single Barrel 15 Jahre)
6 große Eier
100 g brauner Zucker
1 Prise Salz
Kakaopulver zum Bestäuben

Zubereitung
Den braunen Zucker mit einem Zerkleinerer so fein wie möglich mahlen. Je feiner er ist, desto besser und schneller löst er sich beim Mixen mit den Eiern auf.
Die Sahne in einem Topf erwärmen und die gehackte Schokolade darin bei geringer Hitze unter Rühren schmelzen. Whisky unterrühren und von der Platte ziehen.
In der Zwischenzeit mit dem Mixer die Eier, den gemahlenen braunen Zucker und das Salz solange schaumig mixen, bis die Konsistenz einer Zabaione ähnelt.
Langsam und behutsam die Schokoladenmischung unterheben und nur solange Rühren, bis sich alles miteinander vermischt hat. 

Die Masse in eine gebutterte und mehlierte Springform einfüllen und den Kuchen im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen, bis die Masse gestockt ist.
Abkühlen lassen und beispielsweise mit einer Fruchtsauce (ein Himbeercoulis passt ganz hervorragend) servieren. 

Über das Rezept bin ich auf der Suche nach einem neuen "Chemo-Buch" gestoßen, als ich nämlich bei Amazon einen Blick in David Lebovitz' Buch "Ready for Dessert" geworfen habe. Anders als bei den meisten Kochbüchern, bei denen der Blick ins Buch oft aus dem Cover, Inhaltsverzeichnis, Impressum und Rückseite besteht, kann man hier schon richtig viele Rezepte einsehen. Fazit: Ist demnächst unbedingt an der Reihe!
Für alle, die es interessiert, bisher hab ich mir für die zurückliegenden Chemos folgende Bücher gekauft:
  • Nicole Stich - Geschenke aus der Küche
  • Hugh Fearnly-Whittingstall - River Cottage Everyday
  • Daniel Stevens und Hugh Fearnley-Whittingstall - River Cottage Bread 
  • Pam Corbin und Hugh Fearnley-Whittingstall - River Cottage Preserves
  • Pam Corbin - River Cottage Cakes  
  • Marcella Hazan - Die klassische italienische Küche
Das Buch für die nächste Chemo ist auch schon bestellt, diesmal wird es "Rezepte aus dem Obstgarten" von Valérie Lhomme sein - ich freu mich schon drauf! :o)

Nachtrag 
Ich hab völlig vergessen zu erwähnen, dass ich den Kuchen am nächsten Tag sehr viel leckerer fand, als am Tag des Backens. Er zieht dann über Nacht im Kühlschrank richtig durch und das Whiskyaroma entwickelt sich.

Darf ich vorstellen?

... Hildegard!*
Hildegard war die letzten 2 1/2 Jahre für die Fotos im KuLa verantwortlich und hat sich in dieser Zeit von anfänglich wirklich gruseligen Bildern, zu immerhin ganz passablen Fotos gemausert - zudem war sie immer zuverlässig und stets bemüht, ihre Aufgaben zu meiner Zufriedenheit zu erfüllen. Nicht einmal hat sie gemeckert oder gar ihren Dienst verweigert. Eine wirklich tolle Mitarbeiterin also, die mir kaum Anlass zur Klage gegeben hat. Kaum, denn wo Licht ist, ist natürlich auch Schatten, womit wir auch gleich beim Thema sind. Hildegard rauscht, und zwar mächtig. Nein, nicht BEI Hildegard rauscht es, sie selbst rauscht - das ist ein feiner Unterschied ;o)
Sobald sich auch nur ne klitzekleine Wolke vor die Sonne schiebt, ist Schluss mit lustig, dann ist kaum noch ein anständiges Bild möglich - das macht das Fotografieren in der dunklen Jahreszeit natürlich nicht gerade zu einem Vergnügen - wer isst schon gern um 10.00 Uhr morgens zu Mittag, damit die Fotos auch noch zu gebrauchen sind?

Spässken, natürlich haben wir nicht schon morgens gegessen, aber ich hab auch nicht erst nachmittags angefangen zu kochen, dann hätt ich mir die Fotos gleich sparen oder anstelle der Kamera mein Handy zum Knipsen benutzen können.

Mein Traum war schon lange Zeit eine "richtige" Kamera, eine Spiegelreflex mit allem PiPaPo, aber das ist natürlich nix, was man mal eben so kauft - die kostet schließlich nen kleinen Pappenstiel. Da bei uns die Prioritäten momentan etwas anders gelagert sind, hatte ich eine Kamera überhaupt nicht auf dem Zettel - irgendwann vielleicht mal, aber nicht jetzt. 

Wie heißt es aber so schön? Unverhofft kommt oft, so auch in diesem Fall. Während ich mich also vor zwei Wochen auf dem Sofa rumgedrückt, vor mich her gewimmert und ein büschen in Selbstmitleid gesuhlt habe, hat mein Mitesser die Gelegenheit genutzt, mir unauffällig mein Geburtstagsgeschenk, bzw. einen Gutschein dafür "unterzuschieben" und mir damit eine unglaubliche Freude zu bereiten.
Nee, mein Geburtstag ist erst in 3 Wochen, aber da wir uns eh kaum an festgelegte Daten halten und auch die Weihnachtsbescherung gern schon mal ein paar Tage früher machen, weil ich es vor Neugier mal wieder nicht aushalte, spielte der eigentliche Termin, also mein Geburtstag auch in diesem Fall eine eher untergeordnete Rolle. Das Geschenk sollte mir natürlich zum Einen eine Freude bereiten, zum Anderen aber auch ein Ansporn sein, ganz schnell wieder auf die Beine zu kommen und vollständig gesund zu werden. 

Was hab ich also bekommen? Ihr habt es sicher schon längst erraten, einen Gutschein für eine Spiegelreflex-Kamera - is das nich doll? Wie eine Schneekönigin hab ich mich gefreut und obwohl ich mich einigermaßen kodderich gefühlt habe, wär ich am liebsten sofort am nächsten Tag losgezogen. Neue technische Spielzeuge wecken ungeahnte Lebensgeister in mir ;o)
Ging natürlich nicht, also wurden gewissenhaft Informationen eingeholt und mit Hilfe vieler Bloggerkollegen und Leser bei Facebook war sehr schnell klar, welche Kameras zur Auswahl standen, die Canon EOS 550D oder die Nikon D90 - dank kompetenter Ratschläge mit deutlicher Tendenz zur letzteren.
Um es kurz zu machen, als ich das erste Mal die Nikon in der Hand hatte, wusste ich, das isse, die oder keine! Also fix den Karton geschnappt und nix wie ab zur Kasse, bevor es sich mein Mitesser doch noch anders überlegt ;o)
Zuhause wurde natürlich sofort der Akku geladen, die Kamera zusammengebaut und dann war ich die nächsten Stunden erstmal nicht mehr ansprechbar. 
Seitdem sieht man mich nur selten ohne Adele und es gibt keine Ecke der Wohnung, die ich nicht dutzende Male auf Speicherkarte gebannt hab. Natürlich waren wir auch schon draußen unterwegs, letzten Samstag haben wir ausgiebig das tolle Wetter ausgenutzt und waren im Arboretum Ellerhoop - die Ergebnisse könnt Ihr Euch hier anschauen. 

Wollt Ihr sie mal sehen meine neue Mitarbeiterin? Ok, ich will ja nicht so sein, das isse also, meine Adele.*
Adele sieht nicht nur mächtig schick aus,  bzw. ist wahr- scheinlich die schönste Spiegelreflexkamera der Welt, sie gibt auch ein gar wunderschönes Klickgeräusch von sich, wenn sie ein Bild knipst und was noch viel wichtiger ist, auch ihre inneren Werte sind mehr als über- zeugend. Die Zeiten, in denen ich nur von zwölf bis Mittag fotografieren konnte sind nun endgültig vorbei, selbst abends mit Blitz sehen Adeles Bilder schicker aus, als die mit Hildegard gemachten um 16.00 Uhr bei bedecktem Himmel. 
Ihr merkt schon, ich hab mich n büschen (jaja, eigentlich n büschen mehr) in Adele verliebt und werde mich deshalb sobald ich wieder dauerhaft einsatzfähig bin, auch nicht nur theoretisch, sondern vor allem praktisch weiterbilden, d.h., den ein oder anderen Fotokurs machen - wenn Ihr Tipps für gute Kurse in Hamburg habt, immer her damit! :O)

So, und nachdem ich Euch nun Adele vorgestellt habe, möchte ich noch die Gelegenheit nutzen und dem besten Mitesser der Welt für das tollste Geburtstags-/Genesungsgeschenk danken. Wenn ich nicht schon vorher vorgehabt hätte, den ollen Krebs fertig zu machen, dann spätestens jetzt. Tschakka, wir schaffen das! ;o)

Natürlich geht's hier nicht in erster Linie um Fotos, aber da Fotografieren eines meiner liebsten Hobbies ist, hoffe ich trotzdem, mich mit Hilfe von Adele in Zukunft noch ein wenig steigern zu können und weil ich bald hoffentlich auch wieder regelmäßig auf Foto-Safari gehen kann, werde ich meine vor einer Weile eingemottete Kategorie "Augenblicke" wieder reaktivieren und ab und zu oder vielleicht auch regelmäßig ein Foto bloggen. Nix Großartiges, einfach nur, um es hier noch ein wenig muckeliger zu machen. Zuhause hab ich schließlich auch Bilder an der Wand, da kann der KuLa nicht völlig kahl bleiben ;o)
*Ja, Ihr habt richtig gelesen, meine Kameras haben Namen, damit sind sie aber nicht alleine, denn auch meine Hackenporsche, Laptops, unser Auto, usw. usf. haben selbstverständlich einen Namen - man muss ja schließlich wissen, wen man verfluchen soll, wenn's mal nicht so läuft wie es soll ;o) 

Rosmarin-Popcorn

Popcorn 2. Teil...
Nachdem ich neulich bereits das Spicy Popcorn getestet und für mehr als gut, nämlich sogar richtig klasse befunden habe, musste dieses Rosmarin Popcorn unbedingt gleich auch noch probiert werden - ich war sozusagen im Popcorn-Rausch ;o)
Im Gegensatz zum Spicy Popcorn ist es nicht so kräftig gewürzt, sondern hat eine angenehm dezente Rosmarinnote, die aber trotzdem sehr gut rauskommt - perfekt für den sonntäglichen Tatortabend und natürlich auch für jede andere Gelegenheit. Knabbern kann man doch eigentlich immer, oder?

Und wenn Ihr eh schon einmal dabei seid und das Rosmarinöl ansetzt, macht gleich ein wenig mehr und verwendet das Öl auch zum Anbraten von Gemüse oder Fleisch oder was auch immer - ganz toll!  

Zutaten
100 ml Olivenöl
3 Rosmarinzweige
150 ml Popcorn-Mais
3 TL Meersalz

Zubereitung
Das Öl zusammen mit dem Rosmarin in einen Topf geben und erhitzen, das Öl darf aber nicht kochen. Von der Platte nehmen und über Nacht ziehen lassen.
Am nächsten Tag die Hälfte des Olivenöls in einen großen Topf geben. Salz und Popcorn-Mais dazugeben und mit geschlossenem Deckel erhitzen. Sobald die Maiskörner kräftig beginnen zu poppen, die Temperatur ausstellen und immer wieder am Topf rütteln. Wenn das Poppen stoppt, das restliche Öl über das fertige, noch heiße Popcorn träufeln und evtl. noch etwas anchsalzen, falls zuviel Salz am Topfboden kleben bleibt. In eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Knabbern!

Quelle: Maria Elja - Die neue vegetarische Küche