Blogroll

Frohe Weihnachten und rutscht gut rein!

So, Feierabend für dieses Jahr, ich bin dann erstmal weg...
Die kommenden Feiertage werden mein Mitesser und ich ganz ruhig im Kreis der Familie verbringen, danach geht's am Montag für mich gleich ab ins Krankenhaus. Ich hoffe aber, bis Silvester wieder draußen zu sein, das hat mir meine behandelnde Ärztin zumindest versprochen und ich bin natürlich nicht besonders erpicht drauf, dort länger als unbedingt notwendig zu bleiben ;o)
Sobald ich wieder richtig hergestellt bin (ich also wieder den Kochlöffel schwingen und anständig tippen kann), geht's im KuLa auch weiter, bis dahin werd ich mich ein wenig betüdeln lassen, ab und zu beim Chinesen ums Eck einkehren und wahrscheinlich viele Käsebrote, anstelle interessanter Gerichte essen. 

Da mein diesjähriger Bloggeburtstag ziemlich sang- und klanglos ins Wasser gefallen ist, möchte ich die Gelegenheit gern noch fix nutzen und Euch für die vielen Kommentare, eMails, Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge und meinen Damen & Herren Bloggerkollegen natürlich für die vielen tollen Rezepte des letzten Jahres danken, weiter so! ;o)

Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr genauso, oder besser, mit noch mehr Schwung weiter geht und ich ganz, ganz viele spannende Rezepte finde und mit Euch teilen kann. 


Ich wünsche Euch allen wunderschöne Weihnachtstage, erholt Euch vom stressigen Alltag, genießt die Zeit mit der Familie und all die Leckereien, die Ihr sicher über die Feiertage zubereiten werdet. Wir sehn uns 2011!



Anti-Kater-Salat

Foodblogs sind einfach toll, und das schreib ich jetzt nicht, weil ich selbst einen betreibe, sondern weil ich mir das Kochen ohne die Rezepte, Tipps & Tricks, die ich nur in den vielen Foodblogs finde, in die ich regelmäßig und unregelmäßig schaue, gar nicht mehr vorstellen kann. 
Kochbücher sind natürlich auch klasse und für mich unersetzlich, keine Frage, im Gegensatz zu Foodblogs sind sie aber statisch, d.h., einmal gedruckt, liegt es am Leser, die Rezepte evtl. abzuwandeln, selbst findet aber keine Entwicklung statt. 

In einem Foodblog, bzw. in der "Foodbloggerszene" kann der aufmerksame Leser teilweise sehr spannende Entwicklungen eines Rezeptes beobachten. Ein Foodblogger veröffentlicht ein Rezept, andere nehmen es auf, wandeln es aber nach eigenem Geschmack ab und nach kurzer Reise gibt es eine Vielzahl spannender Rezeptvarianten, die man in einem Kochbuch vergeblich sucht. 
Der heutige Salat stammt ursprünglich aus einem Foodblog, genauer gesagt von Petra, hat dann aber einen kleinen Umweg über Nickys erstes Kochbuch gemacht, um nun wieder in einem Foodblog, nämlich in meinem, präsentiert zu werden. 
Die Reise dieses Rezeptes ist zugegeben noch nicht so ganz lang, die Abwandlungen des Originalrezeptes zeigen aber schon sehr schön die Dynamik von Foodblogs (ok, in diesem Fall auch die eines Kochbuchs, aber dieses Kochbuch ist eh eine Ausnahme, da von einer Foodbloggerin geschrieben ;o) ). Bei Nicky wurden aus den Schalotten rote Zwiebeln und ich hab anstelle des Bismarkherings Matjes verwendet und weder Schmand, noch Sahne, sondern meine heißgeliebte Crème Fraîche. 
Die Kombination aus kräftigem Fischgeschmack und frischer Säure der Äpfel und Gurken ist toll, dazu noch eine aromatische Dillcreme, lecker! Ich hab zwar noch nie gekauften Matjes- oder Heringssalat gegessen, so gut wie dieser selbstgemachte kann der aber gar nicht schmecken. 

Zutaten

Salatsauce
300 g Crème Fraîche
1 EL Zitronensaft
1 TL Zucker (evtl. etwas mehr nach Geschmack)
Salz und Pfeffer
Muskatnuss, frisch gerieben
1/4 Bund Dill, fein gehackt

400 g Matjes oder Bismarckheringe
2 säuerliche Äpfel (Wellant oder Topaz)
1 große rote Zwiebel, fein gehackt
100 g Cornichons

Zubereitung
Die Zutaten für die Salatsauce miteinander vermischen und nach Geschmack würzen.
Matjes in 0,5 cm breite Streifen schneiden. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Die Äpfel schälen, entkernen und achteln, in feine Scheiben schneiden. Die Cornichons ebenfalls in feine Scheiben schneiden.
Alles grob miteinander vermischen, Salatsauce dazugeben und unterheben. Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank marinieren lassen.


Maronen-Cremesuppe mit karamellisierten Maronen

Die heutige Suppe ist eine Gemeinschaftsproduktion von Jutta, Robert und Petra - sie wissen nur nichts davon ;o)
Auf der Suche nach dem ultimativen Maronensuppen-Rezept hab ich natürlich erstmal die hier im KuLa eingebaute Suchfunktion bemüht (das ist immer mein erster Schritt, wenn ich ein bestimmtes Rezept suche, denn dort wird entweder der KuLa selbst oder die im Lesefutter aufgeführten Blogs, also meine Lieblingsblogs, nach dem jeweiligen Suchwort durchforstet) und siehe da, wie nicht anders zu erwarten wurde ich sofort bei Jutta und Robert fündig. Da ich mich nicht für eines der Rezepte entscheiden konnte, hab ich sie kurzerhand kombiniert und zusätzlich noch Petras Tipp, die Sahne zum Schluss geschlagen unterzuheben, berücksichtigt. 
Als kleines i-Tüpfelchen gab es noch karamellisierte Maronen als Einlage.

Zutaten
500 g geröstete und geschälte Maronen
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 kleiner Zweig Rosmarin
100 ml Weißwein
ca. 1 l Gemüsefond
Salz und Pfeffer
100 ml Schlagsahne
Puderzucker

Zubereitung
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eine feuerfeste Form auf den Boden des Backofens stellen und mit kochendem Wasser befüllen.
Maronen auf der gewölbten Seite kreuzweise einschneiden und mit dem Einschnitt nach oben auf ein Backblech legen. Ca. 45 Minuten backen, bis die Schale der Maronen aufspringt und die Maronen gar sind. Abkühlen lassen und schälen.
Die Zwiebel fein würfeln und in neutralem Öl anschwitzen. 400 g Maronen, sowie den Rosmarinzweig dazugeben und kurz mit rösten. Mit Weißwein ablöschen und komplett einkochen lassen. Gemüsefond dazugeben und ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Den Rosmarinzweig entfernen und die Suppe mit dem Stabmixer so fein wie möglich pürieren, danach durch ein sehr feines Sieb streichen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Verbliebene Maronen grob hacken. Etwas Puderzucker in einer Pfanne zum Schmelzen bringen, gehackte Maronen dazugeben und karamellisieren lassen - beiseite stellen.

Sahne steif schlagen und unter die Suppe heben. Sofort mit einem Löffel karamellisierter Maronen servieren.

Birnenkompott in Safran-Vanille-Sirup

Füllfederhalter, Napfkuchen, verdrießlich, Brause, Obacht, Feinkost, Südfrüchte, Honig-kuchenpferd, Kompott - alles Wörter, die etwas aus der Mode gekommen sind, aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb zu meinen Lieblingswörtern gehören. Sie sehen schön aus und wecken Erinnerungen an gehäkelte Tischdecken, geblümtes "gutes" Geschirr, die besten Rouladen der Welt (natürlich von meiner Mama) und Schokokuchen mit einem riesig großen Glas Milch.
Macht das jetzt den Eindruck, als ginge ich stark auf die Rente zu? Nee, ganz so schlimm isses noch nicht, ich fang demnächst auch nicht an, als Zutat "gute" Butter anzuführen, aber in manchen Dingen bin ich halt fürchterlich altmodisch - also Kompott und nicht Eingewecktes, oder wie auch immer. 

Eigentlich mag ich Birnen gar nicht besonders gern. Wenn ich tatsächlich mal eine Birne esse, dann muss sie so saftig sein, dass der Saft beim Reinbeissen regelrecht rausspritzt - geschmacklich finde ich sie einigermaßen unspektakulär. In diesem Fall konnte ich aber nicht anders, als ich dieses Rezept bei Nicky fand. 
Safran liebe ich sowieso, Vanille erst Recht und weil dieses Kompott so schnell gemacht ist, hab ich es einfach mal riskiert - lecker! Sehr süß, aber auch sehr lecker und wenn der Sirup wie in meinem Fall nicht komplett in das Glas passt, schmeckt er auch prima auf Joghurt oder Quark.

Zutaten
600 ml Wasser
250 g Zucker
1 Vanilleschote
1 Limette
1/2 TL Safranfäden
6 Birnen (Bürgermeister oder Conference)

Zubereitung
Zucker abwiegen, in einen Topf geben und einen TL davon zusammen mit dem Safran in einem Mörser fein zermahlen.
Wasser in den Topf geben, Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und mit dem Messerrücken das Mark herauskratzen. Beides zu Zucker und Wasser dazugeben.
Die Limette mit dem Handballen mehrfach über die Arbeitsfläche rollen, so löst sich der Saft besser. Die Limette auspressen und zusammen mit dem Sirup zum Kochen bringen.

Sobald der Sirup heiß ist, etwas von der Flüssigkeit in den Mörser geben, so dass sich die Safran-Zuckermischung löst und möglichst gründlich ausgewaschen werden kann. Komplett zum Sirup geben.

Die Birnen schälen und je nach Größe halbieren oder auch vierteln. Das Kerngehäuse entfernen und zum Sirup geben. Ca. 30 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Birnen weich sind, aber nicht zerfallen.

Die Birnen vorsichtig in ein großes Weckglas geben und mit dem Sirup bedecken. Verschlossen über Nacht ziehen lassen, der Farbe des Safrans wird so erst richtig gut von den Birnen aufgenommen.

Schmeckt besonders gut mit warmen Schokoküchlein oder Vanilleeis. 


Quelle: delicious days (Kochbuch)

Heiße Schokolade

Brrr, is das kalt draußen, kalt aber soooo schön!
Für mich ist Winter eindeutig die schönste Jahreszeit von allen und Schnee ist das Allerschönste daran ... Ich weiß, für Autofahrer ist Schnee eine regelrechte Plage, aber ich hab noch nichtmal nen Führerschein, kann Schnee also ganz unbelastet genießen und freu mich über jede Flocke, die vom Himmel kommt.  
Was ich an Schnee so schön finde?
  • Das knarzende Geräusch, wenn man über eine Schneefläche läuft. 
  • Als Erstes auf einer frischen, noch völlig unberührten Schneefläche einen Schuhabdruck zu hinterlassen.
  • kleine Schneelawinen, die im Sonnenlicht von den Zweigen und Ästen fallen und dabei schöner glitzern als jeder Diamant.
  • Der Duft von Schnee, der an klaren Tagen in der Luft liegt, bevor auch nur eine Flocke vom Himmel gefallen ist. 
  • Schneemänner und -frauen, die fröhlich aus Vorgärten herüber lächeln.
usw. usf. Da gibt's noch ganz viele andere Dinge, die Schnee soooo schön machen! Schnee überzieht die Erde, Bäume und Häuser zwar mit einem weißen Teppich, bringt aber so viele Details, die sonst überhaupt nicht auffallen, erst ans Licht, dass man ständig Neues entdeckt. 
Also genießt ihn, macht einen ausgedehnten Waldspaziergang und wenn Ihr dann so richtig durchgefroren seid, dass Eure Gesichtszüge langsam versteinern, bzw. erstarren, schnell ab nach Hause in die warme Stube und eine leckere heiße Schokolade gemacht, ab auf's Sofa, in eine kuschlige Wolldecke eingemummelt und langsam wieder auftauen - schöner geht's nicht!

Heiße Schokolade kann man auf viele Arten machen, ich bevorzuge die Variante mit richtiger Schokolade. 
Zum Verfeinern eignet sich besonders Vanille, Kardamom, Z... (ich mag's einfach nicht ausschreiben ;o) ), Chili oder Ingwer und für die Erwachsenen darf es gern auch mal ein guter Schuss Whisky (hier schmecken besonders Balvenie 10, Springbank 10, Edradour Cream Liquor und alle Whiskys mit kräftiger Sherry-Note) sein. 
Bei der Schokolade achtet unbedingt darauf, dass sie möglichst "hochprozentig" ist, ab 70% aufwärts. Unser momentaner Favorit, der eigentlich überall zu bekommen ist, ist die Lindt Excellence 85% edelbitter kräftig, spannend sind aber auch sortenreine Schokoladensorten, die dann auch nicht mehr aromatisiert werden sollten, da sonst die sortenbedingten Besonderheiten verloren gehen.
Und wenn die Schokolade dann noch von einem kleinen "Sahnehäufchen" gekrönt wird, ist es bis zum Schokoladenhimmel nur noch ein ganz kleiner Schritt ... 

Zutaten
100 g Schokolade, 85%
500 ml Milch
Zucker nach Geschmack
Ein Löffel geschlagene Sahne
Kakaopulver zum Bestäuben

Zubereitung
Schokolade mit einem scharfen Messer hacken und zusammen mit der Milch in einen Topf geben und unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich die Schokolade komplett aufgelöst hat.
Nach Geschmack Zucker zufügen und evtl. noch einen Löffel geschlagene Sahne drauf geben.