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Eiersalat

Eine der 1365 Möglichkeiten, das "Sonntagsei" zu genießen, ist eine knusprige Scheibe Brot oder ein Brötchen mit Eiersalat. Damit meine ich natürlich nicht den aus dem Supermarktregal, sondern einen selbstgemachten. 
Tatsächlich habe ich noch nie einen gekauften gegessen (ich hab nen merkwürdigen Tick und kann pürierte Suppen und solche Salate "außerhalb" nicht essen), dafür mache ich ihn aber umso lieber selbst.

EiersalatZwei Eiersalatrezepte hab ich ja bereit im Rezeptarchiv, heute folgt ein drittes. Die Rezeptur ändere ich eigentlich immer nach Lust und Laune und Inhalt des Kühlschranks-, bzw. Vorratsregals, was sich aber im Laufe der Jahre dauerhaft geändert hat, ist die Konsistenz der Eier. Während ich sie vor einigen Jahren noch hartgekocht und mit der Eierharfe atomisiert habe, koche ich sie mittlerweile viel lieber wachsweich und schneide sie dann nur grob in Stücke. So hat man viel mehr Eiergeschmack im Salat und die Konsistenz ist angenehmer - zumindest für meinen Geschmack. Wenn ich etwas nicht mag, dann ist es ein staubig-hartes Eigelb.

Da ich eine eifreie Mayonnaise verwende (also ohne rohes Ei), könnt Ihr den Salat problemlos schon am Vorabend zubereiten, die Menge sollte auf jeden Fall für 4 Personen reichen.

Eiersalat
Zutaten
8 Eier
40 ml Milch 
150 ml Rapsöl
1 TL grober Senf
1 TL Rapshonig 
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1 Stiel Staudensellerie, inkl. Grün
1 TL frisch geriebener Meerrettich
1/2 Beet Kresse

Zubereitung
Die Eier wachsweich kochen und in eiskaltem Wasser abschrecken.
Währenddessen Milch, Öl und Senf in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab* zu einer Mayonnaise aufschlagen. Mit Honig, Essig, Salz und Pfeffer würzen. Den Meerrettich schälen, fein reiben und zu der Mayonnaise geben. 
Den Staudensellerie waschen und in sehr feine Scheiben schneiden - dafür gerne eine der inneren Stangen verwenden. Das Grün ebenfalls fein hacken und zu der Mayonnaise geben. Kresse vom Beet schneiden und alles miteinander verrühren.
Die Eier pellen, grob in Stücke schneiden und unter die Mayonnaise heben. Etwas durchziehen lassen, evtl. noch einmal nachwürzen und auf einem knusprigen Brot servieren.
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Kräuterbutter aus Grüne-Sauce-Kräuter

Ich hab's ja bereits am Montag schon geschrieben, Grüne-Saucen-Kräuter sind viel zu schade, um sie ausschließlich nur für die berühmte hessische Spezialität zu verwenden, sondern sie sind so praktisch zusammengestellt und abgepackt, dass man sie auch für einige andere Rezepte nutzen kann, wie beispielsweise eine einfache, aber unglaublich leckere Kräuterbutter. 

Kräuterbutter kann man natürlich fertig kaufen, da die im Verhältnis zur selbst- gemachten aber nicht nur teurer, sondern auch lange nicht so lecker ist, machen wir die selbstverständlich selbst - das geht schnell, ist unkompliziert und schmeckt einfach großartig!
Wichtig ist, dass Ihr hierfür weiche Butter verwendet und die entweder mit dem Mixer oder noch besser, im Blender oder Food Processor aufmixt, so dass sie richtig schön cremig wird. Durch die zugefügten Kräuter geht der Geschmack dann wunder- bar in die Butter über und Ihr habt in Nullkommanix einen leckeren Brotaufstrich, bzw. eine Beilage zum Grillen. 
Mir haben die verwendeten Grüne-Saucen-Kräuter in der Butter so gut geschmeckt, dass es ab sofort eine Lieblingsversion wird - sofern ich diese Kräuter bekomme.

Kräuterbutter aus Grüne-Sauce-Kräuter
Zutaten
500 g weiche Butter
4 confierte Knoblauchzehen
1 Bund Grüne-Sauce-Kräuter, ca. 200 g (Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer, Pimpernelle, Borretsch, Kresse und Kerbel)
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/4 TL Piment d'Espelette*
1/2 TL Lemon Myrtle*
1 Schalotte

Zubereitung
Die Butter mit den Knoblauchzehen in einen Standmixer geben und solange aufmixen, bis der Knoblauch vollständig mit der Butter vermengt und diese cremig aufgemixt ist. Die Kräuter dazugeben undund solange mixen, bis sie die gewünschte Konsistenz haben, dann mit den Gewürzen abschmecken, die Schalotte schälen, in sehr feine Würfel schneiden und unterheben. 
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Pumpernickelwaffeln mit Obazda

Natürlich darf auch im Rahmen einer Themenwoche kein Sonntagsfrühstück fehlen und daher habe ich mir für heute wieder etwas besonders Leckeres einfallen lassen. Es gibt herzhafte Pumpernickelwaffeln mit einem leckeren Obazda - alle anwesenden Bayern mögen bitte Milde walten lassen, denn "mein" Obazda ist mit Sicherheit nicht originalgetreu, dafür aber nicht minder lecker - Muschelschubser- Ehrenwort!

Pumpernickelwaffeln mit Obazda
Dass man im Thermomix auch viele Teigarten wunderbar zubereiten kann, habe ich Euch ja schon am Freitag gezeigt, als ich Euch Eclairs mit Schoko-Whiskyfüllung ausgegeben habe, heute soll es nochmal um das "Mahlen" von Mehl und Schrot gehen, bzw. eher das Zerschlagen der Körner, denn anders als eine Getreidemühle, mahlt der Thermomix die Körner natürlich nicht, sondern er atomisiert sie mit seinen Schlagmessern. 
Ich möchte Euch jetzt erläutern, warum ich normales Mehl nicht mit dem Thermomix herstelle, sondern nur Reis- und Maismehl, sowie Getreideschrot. 

Thermomix TM5
Durch die hohe Umdrehungszahl des Thermomix' entsteht Wärme - beim Vitamix beispielsweise, der dreimal so viele Umdrehungen hat wie der Thermomix, sogar soviel, dass man darin Suppen zubereiten und erhitzen kann. Durch diese Wärme werden natürlich zwangsläufig auch die Körner erwärmt. Je feiner die Körner zerschlagen werden, desto wärmer werden die Bestandteile. 
Diese Wärme wirkt sich einerseits auf den Nährstoffgehalt des Getreides aus, hat aber anscheinend auch Einfluss auf die Triebkraft des damit zubereiteten Teiges, denn ich habe häufig gelesen, dass Teige, die aus "Thermimehl" hergestellt wurden, nicht so gut aufgehen, wie mit richtig gemahlenem Mehl. Ich selbst habe damit keine Erfahrungen, weil ich Hefeteige ja sowieso zum Großteil in der Küchen- maschine zubereite, es klingt aber für mich durchaus nachvollziehbar. Feines Getreidemehl kaufe ich daher nach wie vor fertig im Supermarkt oder bestelle es in der Mühle (ich will ja auch nicht ständig mit Vollkornmehl backen), bzw. mahle Vollkornmehle mit meiner KA-Getreidemühle. 
Generell wird sehr oft geraten, mit dem Thermomix zerschlagenes Mehl aus- schließlich für den zeitnahen Verbrauch zuzubereiten, da es sich nicht zur länger- fristigen Lagerung eignet. 

Reis- und Maismehl stelle ich, trotz der oben aufgeführten Minuspunkte, mit dem Thermomix her, da das so zerschlagene Mehl deutlich feiner wird, als mit der Getreidemühle und auch Schrot lässt sich sehr gut mit dem Thermomix herstellen. Da entscheide ich situationsbedingt, welches Gerät zum Einsatz kommt und wenn ich später sowieso einen Teig im Thermomix zubereite und der Mixtopf eh dreckig wird, darf er auch schon beim Schrot ran. 

Apropos Teig, bzw. in diesem Fall Waffelteig im Thermomix. Ich bin jetzt erst durch die Verwendung des Thermomix drauf gekommen, dünne Waffel-, aber auch Pfannkuchenteige darin zuzubereiten und absolut begeistert. Da ist nix mehr mit Klümpchen, sondern man erhält wunderbar glatte Teige, die die Küchenmaschine oft nicht ohne lange Ruhephase des Teiges schafft.
Das kann ein herkömmlicher Standmixer und Food Processor natürlich genauso gut und evtl. auch der Stabmixer. Probiert es unbedingt mal aus, in diesem Fall kommt's auf die Messer an.

Pumpernickelwaffelteig im TM5
Das Rezept für diese Pumpernickelwaffeln stammt aus meinem Kochbuch Herzhafte Waffeln* und ist eines meiner Lieblingsrezepte in diesem Buch. Pate für dieses Waffelrezept stand das Schwarzbrot meiner Mama, bzw. das sie mir empfohlen hat. Damit es als Waffelrezept funktioniert, musste das Rezept natürlich ordentlich umgebaut werden und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Schwarzbrot gehört zwar nach wie vor nicht zu meinen Lieblingsbroten, aber diese Waffeln sind schon ziemlich klasse. 

Pumpernickelwaffelteig im Waffeleisen
Das Rezept für den Obazda habe ich mir ganz spontan überlegt, weil mir der beste Käsemann der Welt, alias Friesische Feinkost neulich einen ganzen Stapel Brie- spitzen in die Hand gedrückt hat, die ihre beste Zeit bereits hinter sich hatten. Für Obazda waren sie aber perfekt, also war ganz schnell klar, was ich Euch als Aufstrich zu diesen Waffeln auftische. 
Ich behaupte jetzt einfach mal, dass meine Obazda-Variante ausgesprochen gut gelungen ist. Ihr könnt mir ja nur das Gegenteil beweisen, wenn Ihr sie ausprobiert und das solltet Ihr auf jeden Fall! 

Pumpernickelwaffel im Waffeleisen
So, mit den Rezepten bin ich für diese Themenwoche durch, einen Beitrag hab ich aber noch, nämlich mein Fazit, bzw. eine endgültige Beurteilung des Gerätes. Da auch dieser Beitrag ein wenig länger geworden ist (ich kann mich einfach schlecht kurzfassen), habe ich daraus einen weiteren, endgültig abschließenden Blogbeitrag gemacht, damit dieser hier nicht zu lang wird. 
Ich schalte den Abschlussbeitrag heute Abend um 18:00 Uhr frei und hoffe, dass Ihr auch dann noch einmal reinschaut.


Schönen Sonntag!

Pumpernickelwaffel
Pumpernickel-Waffeln

Zutaten
160 g Roggenkörner
300 g Weizenvollkornmehl
30 g Leinsamen
30 g Sesam, ungeschält
50 g Sonnenblumenkerne
400 g Buttermilch
30 g Hefe
60 g Rübensirup
2 Eier
50 ml Rapsöl
1/4 TL Salz

Zubereitung
Roggen in den Mixtopf geben und 20 Sekunden auf Stufe 8 zu Schrot zerkleinern. Mehl und Körner dazugeben und 5 Sekunden auf Stufe 5 verrühren. Alles in eine Schüssel umfüllen.
Buttermilch, Hefe und Rübensirup in den Mixtopf geben und 2 Minuten bei 37°auf Stufe 1 verrühren. Mehlmischung, Eier, Rapsöl und Salz dazugeben und alles 1 Minute Teigknetstufe zu einem glatten Teig vermischen. 
Das Waffeleisen vorheizen und ca. 2 gute EL Teig pro Waffel hineingeben. Die Waffeln sehr braun ausbacken, dann auf einem Kuchenrost abkühlen lassen. 

Obazda
Obazda

Zutaten
400 g sehr reifer Brie oder Camembert
100 g Schmand
50 g weiche Butter
30 g Bier (bei mir Hövels*)
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/4 TL Lemon Myrtle*
2 Frühlingszwiebeln

Zubereitung
Den Brie in grobe Stücke schneiden, zusammen mit den restlichen Zutaten (bis auf die Frühlingszwiebeln) in den Mixtopf geben und 25 Sekunden auf Stufe 6 vermischen. Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, ebenfalls in den Mixtopf geben und 5 Sekunden auf Stufe 3/Linkslauf unterrühren. In eine Schüssel umfüllen und vor dem Servieren etwas ziehen lassen.
Pumpernickelwaffeln mit Obazda
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit www.thermomix.vorwerk.de* zustande gekommen, die Bedingungen und Voraussetzungen für eine Kooperation können hier nachgelesen werden.

*Alle entsprechend gekennzeichnten Links sind Affiliate- oder Kooperationslinks

Edamame-Hummus

Hummus gehört zu meinen absoluten Lieblingsspeisen. Wenn ich es zubereite, würde ich die Portion am liebsten direkt aus dem Foodprocessor löffeln, aber großzügig wie ich bin, nehme ich natürlich Rücksicht auf meinen Gatten und geb ihm was ab. Manchmal. 

Neben dem klassischen Hummus aus Kichererbsen, kann man es natürlich auch aus anderen Hülsenfrüchten zubereiten und heute zeige ich Euch eine Variante mit Edamame. Edamame sind unreif geerntete Sojabohnen, die Ihr im Asiashop in der Tiefkühltruhe oder auch im Glas bekommt.

Edamame-Hummus
Das Hummus aus Edamame ist im Gegensatz zu der Kichererbsenvariante frischer und ist nicht ganz so intensiv - der Eigengeschmack der Edamame ist sehr viel milder als der der Kichererbsen.

Wenn Ihr es besonders fein und glatt mögt, dann sucht die Bohnenhäute raus. Ich mache das, indem ich die abgeschreckten Bohnen in ein Sieb gebe, in Wasser halte und ein wenig hin und her "schubbere". Die Häute sind ja leichter als die Bohnen und schwimmen daher oben, die Bohnen tummeln sich weiter unten. 
Natürlich könnt Ihr die abgeschreckten Edamame aber auch direkt so weiter- verarbeiten, macht das von Eurem persönlichen Geschmack abhängig. 

Edamame im Topf
Zutaten 
500 g TK-Edamame (geschält)
1 TL Natron
3 TL weißes Tahini*
Saft einer halben Limette
1 TL Cumin
Salz und Pfeffer nach Geschmack
1/4 TL Lemon Myrtle*
2 EL frischer Koriander
30 ml Olivenöl
Wasser nach Bedarf

Außerdem
Olivenöl zum Servieren
Paprikapulver zum Bestreuen 

Zubereitung
Wasser mit Natron in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Edamame zufügen und ca. 10 Minuten kochen, bis die Edamame weichgekocht sind. Abgießen und mit sehr kaltem Wasser abschrecken. 
Alle Zutaten in einem Foodprocessor* zu einem glatten Püree aufmixen, dabei nach und nach etwas kaltes Wasser dazugeben, damit die Edamame besser einziehen. 

In eine Schüssel geben und mit etwas Olivenöl beträufeln, sowie mit Paprikapulver bestreut servieren.
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Hühnchen-Eier-Salat

Eine klitzekleine Kleinigkeit für zwischendurch, ich hab dieser Tage nämlich eine Menge zu tun und da gibt es nur schnelle Küche und ein paar Kleinigkeiten.
Dieser Hühnchen-Eier-Salat schmeckt ganz wunderbar zum Frühstück oder Brunch, lässt sich prima am Vortag vorbereiten und da er kein rohes Ei enthält, auch mit zum Picknick oder ein Buffet nehmen - er muss als nicht zwingend dauerhaft gekühlt werden. Das Rezept ist angelehnt an eines von Deb Perelman aus dem Kochbuch Smitten Kitchen*, ich hab nur hier und da n büschen was zugefügt und verändert. Ihr kennt das ja ;o)

Das Hähnchenfleisch sind bei mir wie fast immer ausgelöste Hähnchenschenkel und kein Hühnerbrustfilet. Nicht aus Kostengründen, sondern weil ein Tier eben nicht nur aus Filet besteht, sondern im Gegenteil, das Filet nur einen Bruchteil des Fleisches ausmacht und Schenkelfleisch auch sehr viel besser und aromatischer schmeckt, als die dröge Hähnchenbrust.

Zutaten
3 Hähnchenschenkel
4 Eier
1 Frühlingszwiebel
1 kleine Fenchelknolle

150 g Rapsöl 
80 g Milch 
1 TL Senf 
1 EL Zitronensaft
Salz und Pfeffer 
Abrieb einer halben Zitrone
1 EL Schnittlauchröllchen

Zubereitung
Die Eier hart kochen und sehr gut abschrecken, komplett abkühlen lassen. Wasser kochen und die Hähnchenschenkel darin für ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze gar kochen, herausnehmen und ebenfalls komplett abkühlen lassen. 
Die Haut von den Hähnchenschenkeln entfernen und das Fleisch auslösen. In Würfel schneiden. Die Eier mit der Eierharfe ebenfalls in Würfel schneiden. 
Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden, den Fenchel in feine Würfel. Alles zusammen in eine Schüssel geben. 
Aus Rapsöl, Milch und Senf eine Mayonnaise herstellen, wie hier gezeigt. Mit Piment d'Espelette, Salz und Pfeffer würzen und die Hot Mango Sauce, sowie den Zitronensaft unterrühren. Zum Schluss Zitronenabrieb und Schnittlauchröllchen unterheben. 
Die Mayonnaise mit den restlichen Zutaten verrühren, etwas ziehen lassen und auf einem frischgebackenen Brot genießen.
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Pizza mit Brokkolipesto und Coppa

Es gibt Pizza!!!
So langsam wird es Zeit, dass ich dieses Rezept mit Euch teile, denn die "Drohmails", in denen Ihr um das Rezept bittet, mehren sich und wirklich lang ist die Brokkolisaison ja auch nicht mehr. Also raus damit!
Gefunden habe ich dieses Rezept, bzw. das Ausgangsrezept in einem ganz wunderbaren Kochbuch, das ich Euch vor einiger Zeit hier schon ausführlich vorgestellt habe, Tina Kocht* von Tina Nordström. Wie immer hab ich hier und da am Rezept gedreht, das Hefeteigrezept durch mein Standardrezept ausgetauscht, das Pesto etwas verändert, anstelle von Parmaschinken Coppa verwendet, rote Zwiebeln dazugegeben und zum Schluss noch etwas Mozzarella drüber verteilt. 
Ihr seht also, genauso, nur ganz anders - die Idee stammt aber eindeutig aus dem o.g. Kochbuch :o)

Pizza mit Brokkolipesto und Coppa
Das Pesto schmeckt ganz wunderbar auf Pizza, ist aber natürlich auch großartig für Pasta oder auch als Brotaufstrich oder Dipp geeignet. Ist mal was anderes als das sonst allgegenwärtige Rucolapesto. 
Verwendet unbedingt auch den Brokkolistrunk, denn darin steckt eine ganze Menge Geschmack und er ist viel zu schade um ihn wegzuschmeißen. Mit Öl bedeckt hält sich das Pesto dann im Kühlschrank auf jeden Fall eine Woche. Gebt den Käse bitte erst zum Pesto nachdem Ihr die übrigen Zutaten habt, sonst wird es leicht bitter, außerdem hält es sich länger ohne den Käse. 

Pizza mit Brokkolipesto und Coppa

Zutaten für 4 Pizzen

Pizzateig
300 g Hartweizenmehl
250 g Mehl 550
1/2 Würfel Frischhefe
1 TL Rohrohrzucker
10 g Salz
50 g Olivenöl
320 g Wasser

Belag
 

Brokkolipesto
1 Brokkoli
100 g Sonnenblumenkerne
5 EL Olivenöl
2 confierte Knoblauchzehen 
Salz und Pfeffer nach Geschmack 
50 g frisch geriebener Nordländer oder Parmesan 

Außerdem 
2 rote Zwiebeln, je nach Größe
10 Scheiben Coppa 
1 Mozzarella 

Zubereitung
Am Vorabend das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken. Die Frischhefe zerbröseln und in die Mulde geben. Einen TL Zucker über die Hefe streuen und die Mulde mit Wasser auffüllen. 
Eine Viertelstunde stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu "arbeiten", es steigen dann kleine Bläschen auf.
Das restliche Wasser, Salz und Olivenöl dazugeben und alles sehr gründlich zu einem glatten, elastischen Teig verkneten - entweder mit der Küchenmaschine oder mit dem Mixer. Eine halbe Stunde gehen lassen, dann abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag eine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Pizzastein auf den Boden des Backofens legen und auf höchster Stufe (Ober- und Unterhitze) aufheizen.  In der Zwischenzeit den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in vier gleich große Portionen teilen, rund wirken und ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen, damit sich der Teig entspannt und somit leichter ausrollen lässt. 

Für das Pesto den Brokkoli waschen und putzen. Den Strunk schälen und alles in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit den Sonnenblumenkernen, dem Knoblauch, Salz und Pfeffer in einem Foodprocessor zu einem feinen Pesto verrühren. In eine Schüssel füllen und den frisch geriebenen Käse unterheben. Beiseite stellen. 
Die roten Zwiebeln putzen und in feine Streifen schneiden, die Coppa ebenfalls in feine Streifen schneiden. 

Einen Teigling dünn ausrollen, mit Pesto bestreichen, dann Coppa- und Zwiebelstreifen darauf verteilen. Ein Viertel des zerrupften Mozzarella darauf geben und mit etwas grob gemahlenem Pfeffer bestreuen. 
Die Pizza auf den Pizzastein schubsen und backen, bis der Boden schön knusprig blasig gebacken und die Oberfläche leicht gebräunt ist. Herausnehmen und sofort servieren. 
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Radieschen-Tsatsiki, bzw. -Cacık

Ich liebe Tsatsiki, bzw. Cacık, selbstgemacht versteht sich. Das, was es so zu kaufen gibt, finde ich zumeist ganz schlimm. Entweder schmeckt es nur nach Knoblauch, ist viel zu ölig oder es sind merkwürdige Zusatzstoffe drin, die in einem simplen Tsatsiki nichts zu suchen haben. Oder ganz schlimm, es ist Quark drin. Geht gar nicht. 
Tsatsiki selbst zu machen ist dabei so kinderleicht, schnell gemacht und außerdem noch günstig, dass es eigentlich gar keinen Grund gibt, zum gekauften zu greifen. 
Neben der klassischen Gurkenversion mag ich besonders gern den rosa Mädchen-Tzatziki mit Radieschen anstelle der Gurken. Er ist etwas pikanter, hat durch die Minze aber auch eine ganz besonders angenehme Frische und er ist rosa. ROSA! ;o)
Spätestens jetzt könnt Ihr nachvollziehen, warum ich diese Variante so gern mag, oder? 

Dieser Tsatsiki schmeckt ganz wunderbar zu gegrilltem Fleisch und Gemüse, aber auch einfach auf einem krossen Brot.

Radieschen-Tzatziki
Zutaten
350 g türkischer Süzme Joghurt 
1 EL Knoblauchöl
1 großzügige Prise Piment d'Espelette
1 EL Minze, sehr fein gehackt 
Saft einer halben Zitrone
1 Prise Zucker 
1 EL Rotweinessig 
Tellicherry-Pfeffer nach Geschmack 
300 g Radieschen 

Zubereitung
Die confierten Knoblauchzehen in eine Schüssel geben und mit der Gabel zerdrücken. Den Joghurt und etwas Knoblauchöl dazugeben und alles kräftig glatt rühren. Die Gewürze zufügen und nach Geschmack abschmecken. 
Die Radieschen putzen und mit der Reibe fein raspeln. Die geraspelten Radieschen gründlich ausdrücken, so dass möglichst viel Flüssigkeit austritt. Zum Joghurt dazugeben und verrühren.

Laugenherzen mit Rote-Beete-Frischkäse

Nach dem Süßkram gestern, gibt's heute wieder etwas Herzhaftes, einen leckeren und dazu noch hübschen Brotaufstrich und mordsschicke Herzbrötchen.

Die Brötchen sind tatsächlich nur eine Abwandlung meiner Laugenstangen/-brötchen. Dazu müsst Ihr den Teig nur ausrollen und mit einem großen Herzausstecher ausstechen, danach geht's weiter wie im Making of beschrieben. 

Beide Rezepte, bzw. genauer gesagt das Rezept für den Brotaufstrich und die Anregung für die Laugenbrötchen, stammen aus dem neulich vorgestellten Kochbuch Das Kochbuch*, derzeit leider nicht lieferbar, aber irgendwann trudelt das schon wieder ein und spätestens dann solltet Ihr zuschlagen :o)

Rote-Beete-Frischkäse
Zutaten 
150 g Rote Beete (gegart)
Saft einer halben Zitrone
2 EL Sahnemeerrettich
Salz und Pfeffer
1/4 TL Zucker

Außerdem
Schnittlauch

Zubereitung
Alle Zutaten in einem Blender möglichst fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Im Kühlschrank kalt stellen (der Frischkäse wird dann wieder etwas dicker) und mit Schnittlauchröllchen bestreut servieren.
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Bärlauchbutter und Kürbiskernbutter

Frühstart!
Die Osterwoche sollte zwar eigentlich erst am Montag losgehen, wenn ich heute aber nicht beginne, schaffe ich die ganzen Rezepte nicht mehr. Also fangen wir heute schon an :o)
Zum Einstieg hab ich zwei ganz schnelle Rezepte für den Frühstückstisch für Euch, Kräuter, bzw. Gewürzbutter. Gerade jetzt zur Bärlauchzeit bietet es sich natürlich an, den auch zu Kräuterbutter zu verarbeiten. Ihr könnt die Butter sogar portionsweise einfrieren und habt so auch später im Jahr, beispielsweise zur Grillzeit, eine leckere Bärlauchbutter parat. 
Die Kürbiskernbutter hat ein sehr viel dezenteres Aroma, schmeckt aber auch wunderbar nach Kürbiskernen und Kürbiskernöl. 

Un falls Ihr jetzt noch nicht genug habt, hab ich im Archiv noch viele andere Brotaufstriche für Euch in petto. 

Bärlauchbutter und KürbiskernbutterBärlauchbutter 

Zutaten 
100 g Bärlauch 
50 ml Rapsöl
250 g weiche Butter 
Salz und Pfeffer

Zubereitung 
Den Bärlauch waschen, die Stiele entfernen und grob zerschneiden. Zusammen mit dem Rapsöl in einem Blender fein aufmixen. Bärlauchmischung mit der Butter in eine Schüssel geben und verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. 


Kürbiskernbutter

Zutaten 
60 g Kürbiskerne
250 g weiche Butter 
3 EL Kürbiskernöl
Salz

Zubereitung
Die Kürbiskerne in einer Pfanne trocken anrösten, bis sie glänzen und anfangen zu knistern. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen. Möglichst fein hacken. 
Die weiche Butter mit den Kürbiskernen und Kürbiskernöl verrühren und mit Salz abschmecken.
Kürbiskernbutter: Meine Heimatküche von Johann Lafer (Affiliatelink)

Kürbispesto

Die Wahl des Rezensionsrezeptes war diese Woche sehr einfach. Ich hatte noch einen Hokkaidokürbis, der seine besten Tage schon lange hinter sich hatte, rumliegen, hab ein schnelles Rezept gesucht und im gestrigen Rezensionsbuch Das Kochbuch* wird ein Kürbispesto vorgestellt. Wenn man da eins und eins zusammenzählt, fällt die Wahl nicht sonderlich schwer ;-)

Kürbispesto
Das Pesto schmeckt ausgezeichnet als Pastasauce, aber auch als Brotaufstrich auf einem Crostini, ohne den Käse könnt Ihr es auch portionsweise einfrieren und habt so für den kleinen Hunger zwischendurch eine schnelle Mahlzeit parat. 

Um das Kürbispesto noch ein wenig kräftiger abzuschmecken, hab ich außer dem Rapsöl auch noch etwas Kürbiskernöl dazugegeben - sehr lecker!
Püriert den Käse auf keinen Fall mit den anderen Zutaten, sondern reibt ihn und hebt ihn anschließend unter, das Pesto kann sonst leicht bitter werden. 

Die Rezension zum Kochbuch, aus dem dieses Rezept stammt, könnt Ihr hier nachlesen - es lohnt sich wirklich, das Kochbuch ist einfach großartig! 

geröstete Kürbiskerne
Zutaten
250 g Hokkaidokürbis (bereits geputzt)
40 g Kürbiskerne
2 confierte Knoblauchzehen
100 ml Rapsöl
6 EL Kürbiskernöl
30 g Nordländer (alternativ Parmesan)
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Die Kürbiskerne in der Pfanne bei mittlerer Hitze anrösten, bis sie glänzen und knistern. Herausnehmen und beiseite stellen. 
Den vorbereiteten Kürbis in feine Würfel schneiden und mit etwas Rapsöl für ca. 5 Minuten in der Pfanne andünsten, etwas abkühlen lassen. 
Kürbiskerne, Kürbis, Rapsöl und Knoblauch in einen Blender geben und fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und den frisch geriebenen Käse, sowie das Kürbiskernöl unterheben. 
Kürbispesto

Sommer im Glas, aka Allround-Ratatouille

Die Süßschnäbel unter Euch gehen einkochtechnisch wahrscheinlich so langsam auf die Zielgerade. Die Beerensaison neigt sich dem Ende zu, jetzt sind noch die Pflaumen und Zwetschen und Äpfel dran und dann ist auch langsam aber sicher Schluss. 
Ich drehe gerade so richtig auf, denn ich mag es ja eher herzhaft und schnappe mir alles an Gemüse, was ich erwischen kann, damit wir auch im Winter nicht auf Sommergemüse verzichten müssen. 
Dieses Ratatouille war eigentlich als Nachbau eines meiner Lieblings-Brotaufstriche gedacht, des Brotsalats von Zwergenwiese. Der besteht eigentlich nur aus kleingeschnibbeltem Gemüse in Tomatensauce - kann man natürlich auch selbst machen und wie in den meisten Fällen schmeckt es dann noch vieeeel besser und ist dazu noch um ein Vielfaches günstiger. Ist bei diesem Ratatouille nicht anders.

Was eigentlich als simpler Brotaufstrich geplant war, hat sich sprichwörtlich zu einer eierlegenden Wollmilchsau entwickelt - ich versteh gar nicht, wie ich bisher ohne dieses Ratatouille über den Winter gekommen bin! 
Also, was macht dieses Ratatouille so besonders, was kann das Ratatouille? 
  1. Es schmeckt grandios auf einer knusprigen Scheibe Krusten- oder Vollkornbrot - ich liebe das!
  2. Es ist eine tolle Grundlage für Aufläufe. Pasta kochen, Glas Ratatouille auf, alles vermischen und in eine Auflaufform geben, n büschen Käse druff - ab in den Backofen.
  3. Ein grandioser Tartebelag
  4. Es wird mit einem Klecks Mascarpone oder Sahne zu einer tollen Pastasauce. 
  5. Es verfeinert auch im Winter so manches Risotto. 
  6. Fladenbrot + Hofkäse + grober Senf + Allround-Ratatouille -> Kontaktgrill -> Lieblings-Käsebrot
  7. usw. usf., es gibt sicher noch vieeeele andere Verwendungsmöglichkeiten... 
Ihr seht also, eigentlich führt an diesem Ratatouille gar kein Weg dran vorbei, das ist ein sog. Must-Cook, aber schnell, sonst gibt's kein hiesiges Gemüse mehr, ich werd auf jeden Fall noch mindestens 10 weitere Gläser einkochen, evtl. auch mehr.

Zutaten
2 rote Paprikaschoten
2 gelbe Paprikaschoten 
2 Zucchini 
2 Auberginen
3 rote Zwiebeln
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Piment d'Espelette
1 Dose Tomaten (800 g)
1 guter EL Biber Salçası, tatli  (Paprikamark, mild)
2 EL Holzapfelessig oder ein anderer guter Apfelessig
1-2 TL Rohrohrzucker

Zubereitung
Die Gemüse putzen, in kleine Würfel schneiden und auf einem Backblech verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Olivenöl besprenkeln, Thymianzweige darauf verteilen. Bei 180°C ca. 30-45 Minuten garen, zwischendurch einmal "wenden". 
In der Zwischenzeit die Tomaten in einen Topf geben und mit einem Kartoffelstampfer zerkleinern. Einen guten EL Biber Salçası dazugeben und bei mittlerer Hitze kräftig einkochen lassen. Die Sauce soll recht fest werden, die Flüssigkeit nahezu verdampfen, damit der Aufstrich später nicht zu flüssig wird. Mit Holzapfelessig und Zucker abschmecken.
Die gegarten Gemüsewürfel zu der eingedickten Tomaten-Paprikasauce geben und alles mit Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette würzen. 

Einkochen
Die Gläser gründlich mit Wasser und Spülmittel reinigen, gut ausspülen. Bei 150°C im Backofen für ca. 15 Minuten sterilisieren, herausnehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Wenn die Gläser direkt mit der heißen Sauce befüllt werden, platzen sie leicht.
Das Ratatouille einmal kräftig aufkochen, in der Zwischenzeit die Deckel der Gläser in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen. Zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten köcheln. Ich stelle den Trichter, mit dem ich die Gläser befülle, ebenfalls in den Topf, so wird der gleichzeitig sterilisiert. 
Das Ratatouille in die Gläser einfüllen und sofort fest verschließen. Die Gläser nicht bis zum Rand befüllen, sondern ca. 2 cm Rand lassen.
Den Backofen auf 180°C Unterhitze aufheizen, eine Fettpfanne auf unterster Stufe einhängen und ca. 2 cm hoch mit kochendem Wasser befüllen. Die Gläser so nebeneinander in die Fettpfanne stellen, dass sie sich nicht berühren und alles 30 Minuten einkochen.

Die Gläser im Anschluss vorsichtig aus dem Backofen nehmen und komplett auskühlen lassen. 

Haltbarkeit 
Mit Haltbarkeitsangaben bin ich ja grundsätzlich immer sehr zurückhaltend, da die Haltbarkeit der Endprodukte im Wesentlichen von zwei Faktoren abhängig ist, dem Zustand, bzw. der Frische der Zutaten und der Hygiene bei der Zubereitung - auf beides hat das Rezept selbst natürlich keinen Einfluss. 
Vorausgesetzt, Ihr habt wirklich sauber gearbeitet, ist das Ratatouille aber mindestens ein Jahr haltbar - theoretisch. Tatsächlich gibt es aber soviele Verwendungs- möglichkeiten, dass es sicher nicht alt wird ;o)
Wichtig ist, dass die Deckel beim Öffnen ploppen, wie Ihr es auch von gekauften Gläsern und Flaschen kennt. Wenn der Deckel sich leicht öffnen lässt oder sogar nur noch aufliegt, gehört der Inhalt des Glases in den Abfall - so leid es mir tut.
Die Deckel von Gläsern, deren Inhalt verdorben ist müssen ebenfalls entsorgt werden. Die Gläser selbst könnt Ihr natürlich wiederverwenden, nachdem Ihr sie ausgekocht habt.

Vegane "Leberwurst"

Leberwurst ist einer der Gründe gewesen, weshalb ich meine vegetarische Phase schlussendlich aufgegeben habe, und Pferdewürstchen, die habe ich früher nämlich geliebt.
Pferdewürstchen, bzw. Pferdefleisch im Allgemeinen kommt mittlerweile wieder nur noch in die Näpfe unserer Katzen (eine Nahrungsmittelallergikerin & eine Diabetikerin, die fast ausschließlich nur noch Pferdefleisch vertragen), Leberwurst musste ich mir bisher aber ab und zu mal gönnen. Spätestens wenn es ein Stück Kuchen gab, danach brauche ich nämlich immer entweder ein Käse- oder ein Leberwurstbrot. 

Natürlich hab ich auch schon oft gekaufte vegetarische oder vegane Brotaufstriche gegessen, die einer Leberwurst geschmacklich erstaunlich nahe kommen, nun kann ich mir das aber selber machen, und das Resultat schmeckt sogar noch vieeeeel besser!
Ausschlaggebend für den Geschmack ist der Räuchertofu, der Majoran und last, but not least, das Rauchsalz. Ich bin ein ganz großer Rauchsalzfan, ich mag aber eigentlich alles, was geräuchert ist - je doller, desto besser. Ich ess auch morgens zum Frühstück einen kräftig geräucherten Brados. Besser als jedes Marmeladenbrötchen ;o)
Das beste Rauchsalz habe ich bisher im Bremer Gewürzhandel bekommen, sowieso eine meiner liebsten Bezugsquellen für Gewürze - das Za'atar ist so grandios, ein besseres hab ich noch nirgends gefunden.

Gemopst hab ich mir das Rezept übrigens bei Christina, die es wiederum bei Arne gefunden hat. Probiert diesen Brotaufstrich wirklich unbedingt mal aus, es lohnt sich! 

Vegane "Leberwurst"
Zutaten
250 g Räuchertofu
1 Dose Kidneybohnen
Rapsöl
4 TL Majoran
Salz und Pfeffer
1 Msp Knoblauchflakes, gemörsert
Rauchsalz nach Geschmack

Zubereitung
Tofu würfeln, die Bohnen abgießen. Alle Zutaten in einen Blender geben und zu einer glatten Masse pürieren, soviel Öl dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Nach Geschmack würzen. 
Rauchsalz
 

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