Posts mit dem Label Vanille werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Vanille werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Kürbiswaffeln

Natürlich gibt es jetzt, da der Kuriositätenladen wieder offiziell geöffnet ist, auch regelmäßig ein neues Waffelrezept, nicht unbedingt mehr jeden Freitag, weil ich freitags gerne auch wieder ab und zu Eisrezepte bloggen möchte, aber trotzdem weiterhin regelmäßig.
Bevor jetzt hoffentlich bald der Frühling rauskommt, muss ich Euch unbedingt noch diese Kürbiswaffeln vorstellen, die es vor Weihnachten leider nicht mehr in den Blog geschafft haben. 
Wenn Ihr, aus welchem Grund auch immer, gerne Zimt mögt, könnt Ihr dem Waffelteig auch noch einen TL davon zugeben - ich könnte mir vorstellen, dass das schmeckt ;o)

Kürbiswaffeln
Zutaten für 3 große KA-Waffeln
3 Eier

1/4 TL Salz 
150 g Rohrohrzucker
1 EL Rum

1 TL gemahlene Vanille
150 g flüssige, gebräunte Butter
200 g Kürbispüree
250 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron

Zubereitung
Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und so lange bei mittlerer Temperatur köcheln, bis sie leicht gebräunt ist. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. 
In der Zwischenzeit die Eier mit dem Salz und Zucker mehrere Minuten schön schaumig rühren.
Nach und nach die Nussbutter, Rum und gemahlene Vanille unter stetigem Rühren unter die aufgeschlagenen Eier rühren. Anschließend das Kürbispüree und das Mehl mit dem Backpulver und Natron abwechselnd dazugeben und verrühren. So lange Rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. 
Das Waffeleisen aufheizen, Waffelteig hineingeben und die Waffeln goldbraun aus- backen (KA Waffeleisen 3:45 Minuten). Herausnehmen und auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. 
*Affiliatelink

Apple Crumble mit Vanillesauce

DER Vanillesauce! 
Diese Sauce hab ich schon zu vielen Gelegenheiten und auch bei meinen Kochtreffen und einigen Bloggertreffen serviert und immer wurde ich dringlichst gebeten, das Rezept auf der Stelle rauszurücken oder wenigstens so schnell wie möglich zu bloggen. So schnell wie möglich hat jetzt mal locker 5 Jahre und einige Anläufe gedauert, denn ich hab einfach kein anständiges Bild hingekriegt - irgendwas war immer falsch, doof und gefiel mir nicht.
Nachdem auch am letzten Samstag beim Bloggertreffen hier in Hamburg die Vanille- sauce der heimliche Star meiner vorbereiteten Verpflegung war und insgesamt 1 Liter dieser Sauce zu Buttermilchwaffeln und Roter Grütze verputzt wurde, hab ich es jetzt noch einmal versucht und siehe da, es hat geklappt - das Bild gefällt sogar mir :o)

Apple Crumble mit Vanillesauce
Die Vanillesauce ist eigentlich nix anderes als ein zu flüssiggeratener Vanillepudding oder eine Vanilleeismasse. Für einen Pudding braucht es noch 1-2 Eigelbe mehr (oder man hilft mit Maisstärke nach) und für die Eismasse genügen weniger - ansonsten ist da aber kein Unterschied. 
Das eigentliche Geheimnis dieser Sauce und auch vom Vanilleeis und -pudding ist aber nur eins, Zeit, denn davon braucht es etwas, damit die Sauce möglichst aromatisch wird. 
Damit die Vanille ihr Aroma optimal entfalten kann, sollte die Milch, bzw. Sahne schon am Vorabend mit der Vanille aufgekocht und dann beiseite gestellt werden, dann hat sie ausreichend Zeit zu Ziehen und schmeckt am nächsten Tag unvergleichlich aromatisch. 
Denkt unbedingt daran, dass der eigentliche Geschmack in der Vanille- schote und nicht im Mark steckt, also auf keinen Fall auskratzen und wegschmeißen, sondern die Schoten mitziehen lassen!
Für die Zubereitung gibt es zwei Möglichkeiten. Ihr könnt sie wie beim Vanilleeis beschrieben, über dem Wasserbad aufschlagen, oder direkt im Topf rühren, bis die Sauce eindickt. Über dem Wasserbad ist die Gefahr natürlich geringer, dass die Eier gerinnen, im Topf geht's dafür schneller. 
Ich bereite sie immer im Topf zu und sollte sie mir dann doch gerinnen (weil ich mal wieder vergesse die Sauce kaltzurühren), lässt sie sich sehr gut retten, indem man sie mit dem Zauberstab* nochmals kräftig aufmixt - am besten gelingt das mit der Schlagscheibe*.

Apple Crumble mit Vanillesauce
Apple Crumble

Zutaten 
800 g Äpfel (bei mir Topaz, Wellant oder Rubinette)
Saft einer halben Zitrone
250 g Mehl 
150 g Butter
100 g brauner Zucker 
100 g 5-Korn-Flocken

Zubereitung 
Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Viertel quer in ca. 1/2- 1 cm dicke Scheiben schneiden, in eine Auflaufform geben und mit Zitronen- saft beträufeln. Gut vermischen und beiseite stellen. 
Mehl, Butter  und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit der Küchenmaschine möglichst zügig zu Streuseln verkneten. um Schluss die Flocken dazugeben und unterrühren. 

Die Streusel über die Apfelscheiben geben, gleichmäßig verteilen und für ca. 30 Minuten bei 180°C goldbraun backen. Der Crumble schmeckt lauwarm am besten und besonders gut mit einer leckeren Vanillesauce (s.u.) oder einer Kugel Vanilleeis.


Vanillesauce

Zutaten 
200 ml Milch 
100 ml Sahne 
2 Vanilleschoten
3 Eigelbe 
1 Prise Salz 
40 g Zucker 

Zubereitung
Die Vanilleschoten längs aufschneiden und mit dem Messerrücken auskratzen. Vanillemark und die ausgekratzten Schoten mit der Milch und Sahne in einem Topf zum Kochen bringen, dann beiseite stellen und bis zum nächsten Tag ziehen lassen. 
Am nächsten Tag die Vanillemilch durch ein Sieb gießen und die Eigelbe mit 3 EL kalter Vanillemilch und einer Prise Salz glattrühren. Die Vanillemilch erneut erhitzen, dann die Eigelbe unter stetigem Rühren einrühren. Bei mittlerer Hitze so lange Rühren, bis die Sauce cremig eingedickt ist, dann unbedingt im kalten Wasserbad kaltrühren, sonst stockt das Eigelb und die Sauce gerinnt.
*Affiliatelink

Buttermilchwaffeln

Tadaaa! Jetzt hab ich Euch lange genug den Mund wässrig gemacht, heut geht's endlich los mit dem bereits angekündigten Waffelfreitag.
Wie sich das gehört, starten wir diesen Thementag auch mit den Waffeln, mit denen ich mein wunderschönes neues Waffeleisen eingeweiht habe, die waren nämlich sofort ein absoluter Volltreffer und sind seitdem unsere Standardwaffeln, die ich immer backe, wenn ich mal gerade kein neues Rezept ausprobieren möchte.

Buttermilchwaffeln mit Blaubeersauce
Diese Waffeln haben im frischgebackenen Zustand eine ganz wunderbare zarte Kruste und sind herrlich fluffig und saftig. Sie schmecken großartig einfach so vom Kuchenrost in den Mund aber auch ganz toll zu Eis und Kompott. 
Wenn Ihr sie nicht gerade im KitchenAid Waffeleisen backt, könnt Ihr die Waffeln auch prima im Toaster aufbacken - die KitchenAid-Waffeln sind zumindest für unseren Toaster ein wenig zu dick, da muss ich dringend noch einmal Abhilfe schaffen ;o)

Waffelstraße
Das Rezept stammt fast aus der Bedienungsanleitung des Waffeleisens - wie gesagt, fast. Im Original sind es schlichte Vanillewaffeln ohne Buttermilch. Ich hab aber aus dem Wasser Buttermilch, bzw. Kefir gemacht (tatsächlich verwende ich meist Kefir, Kefir-Waffeln klingt aber blöd), gebe etwas weniger Zucker ran, dafür nen Schluck Vanilleextrakt und GANZ WICHTIG! ich verwende gebräunte Butter, die gibt den Waffeln noch das gewisse Etwas. Die gebräunte Butter kommt bei mir an fast jedes Rezept für süße Waffeln, das macht wirklich einen großen Unterschied.
Achtet beim Zerlassen und Bräunen der Butter unbedingt darauf, dass sie nicht zu stark bräunt, bzw. das Eiweiß verbrennt. Die Butter schmeckt dann bitter und ist nicht mehr zu gebrauchen.

Ihr könnt diese Waffeln natürlich auch in einem belgischen Waffeleisen* backen, für ein Herzcheneisen eignet sich dieser Waffelteig aber nur bedingt. Sie lassen sich aber sehr gut einfrieren und bei "Bedarf" entnehmen.

ButtermilchwaffelnZutaten für 4 große KA-Waffeln
5 Eier
1/4 TL Salz 
300 g Rohrohrzucker
1/4 TL gemahlene Vanille
1 TL Vanilleextrakt
300 g flüssige, gebräunte Butter 
250 g Buttermilch (bei mir Kefir)
500 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Natron

Zubereitung
Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und so lange bei mittlerer Temperatur köcheln, bis sie leicht gebräunt ist. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. 
In der Zwischenzeit die Eier mit dem Salz und Zucker mehrere Minuten sehr schaumig rühren.
Nach und nach die Nussbutter unter stetigem Rühren unter die aufgeschlagenen Eier rühren. Alles miteinander verrühren und anschließend die Buttermilch und das Mehl mit dem Backpulver und Natron abwechselnd dazugeben und verrühren. So lange Rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. 
Das Waffeleisen aufheizen, Waffelteig hineingeben und die Waffeln goldbraun aus- backen (KA Waffeleisen 3:45 Minuten). Herausnehmen und auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. 
Das KitchenAid Waffeleisen wurde mir freundlicherweise 
von Bleywaren.de* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

*Affiliate- oder Kooperationslink

Rhubarb Fumble

Es gibt ja Rezepte, die drängen sich ob ihrer Einfachheit eigentlich förmlich auf, man selbst kommt aber einfach nicht drauf. Das heutige Rezept mit dem entzückenden Namen Rhubarb Fumble fällt ganz eindeutig in diese Kategorie. 
Ein Fumble ist quasi eine Kreuzung aus Fool und Crumble, also einem Fruchtkompott und knusprigen Streuseln. Ihr stimmt mir sicher zu, das kann gar nicht anders, das MUSS zwangsläufig großartig schmecken. 

Und aber noch einen drauf zusetzen, befindet sich zwischen Fruchtkompott und Streuseln auch noch eine Schicht Vanillepudding. Fruchtig, cremig, knusprig und dann auch noch hübsch - mehr geht doch wirklich nicht, oder? 
Wahrscheinlich fragt Ihr Euch jetzt, wer für diese göttliche Kombination verantwortlich ist, der Hugh natürlich :o) Hugh Fearnley-Whittingstall, von dem schwärme ich Euch ja schon die ganze Woche vor.

Rhubarb Fumble
Natürlich funktioniert ein Fumble nicht nur mit Rhabarber, sondern mit so ziemlich jedem Obstkompott, das in Kombination mit Vanillepudding schmeckt. Ich freue mich schon besonders auf die Brombeersaison, sobald die ersten Brombeeren reif sind, wird das damit ausprobiert.

Das Kochbuch, aus dem ich mir das Rezept gemopst habe, ist das neueste River Cottage Kochbuch. Bisher ist Fruit* leider nur im englischen Original heraus- gekommen, da die letzten beiden Bücher aber auch ins Deutsche übersetzt wurden, gehe ich davon aus, dass das auch bei diesem der Fall sein wird. Und wehe nicht, das Buch ist nämlich (wie immer) großartig.

Rhubarb Fumble
Zutaten 

Vanillepudding 
250 g Milch 
1 Vanilleschote
1 gehäufter TL Maisstärke
2 Eigelbe 
1 Prise Salz 
1 EL Rohrohrzucker 

Rhabarberkompott
400 g Rhabarber, bereits geputzt 
Zucker nach Geschmack

Streusel
125 g kalte Butter
125 g Rohrohrzucker
250 g Mehl

Mark einer Vanilleschote oder eine Msp. gemahlene Vanille 

Zubereitung 
Für den Pudding die Vanilleschote längs aufschneiden, mit dem Messerrücken auskratzen und das Mark mit der ausgekratzten Schote und der Milch in einen Topf geben. Einmal aufkochen lassen, dann beiseite stellen und eine Stunde ziehen lassen. 

In der Zwischenzeit den Rhabarber in Stücke schneiden und in einen Topf geben. Den Deckel aufsetzen und den Rhabarber bei milder Hitze dämpfen. Er saftet sehr schnell, wird weich und zerfällt. Nach Geschmack mit Zucker abschmecken. Beiseite stellen. 

Für die Streusel alle Zutaten mit dem Mixer oder der Küchenmaschine verrühren, bis Streusel entstanden sind. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streuen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 25 Minuten goldbraun backen. 

In der Zwischenzeit die Vanilleschote aus der Milch nehmen. Die Eigelbe mit dem Salz verrühren und einige Minuten stehen lassen, sie entwickeln so eine kräftigere Farbe. Etwas Milch dazugeben und glatt rühren. Die Maisstärke ebenfalls mit einem kleinen Schluck Vanillemilch glatt rühren. 
Den Zucker zu der übrigen Milch in den Topf geben und zum Kochen bringen. Von der Platte ziehen, die Maisstärke und die Eigelbe einrühren und bei mittlerer Hitze Rühren, bis der Pudding deutlich eingedickt ist.
Rhabarberkompott in Portionsschüsseln verteilen, den Pudding darübergeben und mit Streuseln bestreut servieren.

Rhabarber-Gewittertorte

Mögt Ihr Rhabarber? Ich liebe Rhabarber!
Egal, ob im Kuchen, Tartes, Schnecken, Clafoutis, Eis, Sirup oder sogar als Ketchup - ich kann gar nicht genug davon bekommen. Als Kind hab ich mir immer Zucker in eine Tasse gefüllt, eine Stange Rhabarber aus dem Garten gemopst und ihn dann getunkt und herzhaft abgebissen. Heutzutage würd ich wahrscheinlich bereits nach einer Stange mit Magenkrämpfen daniederliegen, aber so ein Stückchen Kuchen geht schon noch - das MUSS gehen!

Bei der Wahl des Rhabarbers greife ich sehr gerne auf den sog. Himbeer-Rhabarber zurück, meist sind das die Sorten Holsteiner- oder Vierländer Blut. Die Stangen haben eine wunderschöne rote Farbe und müssen nicht geschält werden. Rhabarberkuchen schmeckt damit gleich noch einmal so gut :o)

Rhabarber-GewittertorteVon dieser Torte hab ich nicht zufällig nur ein Foto gemacht, einmal angeschnitten sieht sie nämlich nicht mehr ganz so appetitlich aus. 
Die Böden sind sehr zart und die Füllung nicht gerade standfest - schmecken tut sie aber himmlisch. 
Wenn Ihr sie nachbackt, solltet Ihr sie auch unmittelbar nach dem Zusammensetzen servieren - sie wird nicht besser, je länger sie steht. Vorbereiten und am nächsten Tag servieren klappt mit dieser Torte also leider nicht. 

Rhabarber
Zutaten

Tortenböden
125 g Butter
125 g Rohrohrzucker
5 Eigelb
1/4 TL Salz
150 g Mehl
5 g Backpulver


5 Eiweiß
200 g Rohrohrzucker
200 g Mandelblättchen


Füllung
750 g Rhabarber 
ein Schluck Wasser
200 g Rohrohrzucker (evtl. mehr, je nach Rhabarbersorte und Geschmack)

500 g Schlagsahne
3 TL Vanillezucker (oder mehr nach Geschmack)

Außerdem
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung  

Eine Springform (26 cm Ø) fetten und leicht mehlieren. Die Eier trennen, das Eiweiß im Kühlschrank kalt stellen. 
Die Butter mit Zucker und Salz in der Küchenmaschine cremig rühren. Die Eigelbe nach und nach dazugeben. 
Das Mehl mit dem Backpulver in einer Schüssel vermischen und nach und nach in die Teigmischung einrühren. 
Die Hälfte des Teiges in der vorbereiteten Backform verteilen und glatt streichen. Das Eiweiß steif schlagen, nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Solange weiterschlagen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die Hälfte des Eischnees auf dem Rührteig verteilen und grob verstreichen. Mit Mandelblättchen bestreuen und bei 180°C (Ober- und Unterhitze) ca. 30 Minuten backen. Etwas in der Form abkühlen lassen, dann herausnehmen und auf einem Kuchenrost komplett auskühlen lassen. 
Mit dem restlichen Teig und der Baisermasse ebenso verfahren. 

In der Zwischenzeit den Rhabarber putzen, waschen und in Stücke schneiden. In einen Topf geben und einem Schluck Wasser erhitzen. Den Deckel auflegen und bei milder Hitze dämpfen. Der Rhabarber enthält selbst soviel Feuchtigkeit, dass er fast von selbst zerfällt. 
Nach Geschmack süßen und beiseite stellen. Komplett abkühlen lassen. 
Die Sahne mit 3 TL Vanillezucker steif schlagen. Das abgekühlte Rhabarber- kompott gleichmäßig auf einem Tortenboden verteilen, dann mit Sahne bestreichen. Den zweiten Tortenboden daraufsetzen und mit Puderzucker bestäuben.
Quelle: zu Tisch in... Schleswig Holstein

Vanilleparfait

Nachdem ich neulich das weltbeste Vanilleeis gebloggt habe, trudelten eine ganze Menge Mails und Nachrichten bei mir ein, die mich alle das gleiche fragten: "Kann man das auch ohne Eismaschine machen?" Die Antwort ist sehr einfach. Nein, kann man nicht. Zumindest nicht 100%ig. 
Das Besondere an der Zubereitung einer Eiscreme mit der Eismaschine ist ja die Cremigkeit, die durch das ständige Rühren der Eismasse während des Gefrier- vorganges entsteht, das lässt sich ohne Maschine so nicht wirklich hinkriegen. 
Aber man kann sich natürlich behelfen und aus der Masse ein Parfait machen. Das ist dann vielleicht ein bisschen fester als die Original-Eiscreme, kommt dem aber schon sehr nahe und Ihr braucht dafür keine Maschine, sondern nur eine Form und ein Gefrierfach. 
Hier also jetzt die Parfaitvariante der weltbesten Vanille-Eiscreme, also quasi das weltbeste Vanille-Parfait ;o)

Vanilleparfait mit Applecrumble
Zutaten
600 ml Sahne
2 Vanilleschoten
5 Eigelb
1/4 TL Salz
90 g Inverzuckersirup

Zubereitung

Vanilleschoten längs aufschneiden und mit dem Messerrücken auskratzen. Vanillemark und ausgekratzte Schoten (darin sitzt das Aroma) zur Sahne geben und einmal aufkochen lassen. Von der Platte ziehen und im kalten Wasserbad abkühlen lassen. Über Nacht ziehen lassen. 

Eine 20 cm Kastenform mit etwas Öl einfetten und mit Klarsichtfolie auslegen, die Folie haftet durch das Öl besser in der Form. 

Die Eigelbe zusammen mit dem Salz in einer Metallschüssel verrühren und etwas stehen lassen (die gelbe Farbe wird dadurch intensiver). In der Zwischenzeit das Wasserbad vorbereiten, dafür Wasser in einem passenden Topf zum Kochen bringen. Die Temperatur zurückdrehen, dann die Eigelbe mit dem Invertzuckersirup über dem Wasserbad aufschlagen, bis die Eigelbmasse deutlich andickt und in etwa die Konsistenz einer Mayonnaise annimmt. Kaltes Wasser in die Spüle einlassen und die erkaltete Eigelbmasse darin kalt komplett rühren. Die Sahne direkt aus dem Kühlschrank steif schlagen und behutsam unter die Eimasse heben.

Die Parfaitmasse in die vorbereitete Kastenform einfüllen und über Nacht im Gefrierschrank gefrieren. Zum Servieren aus der Form stürzen, die Folie entfernen und in Scheiben schneiden. 

Vanilleeis, das weltbeste!

Auch wenn die Temperaturen draußen gerade eher wieder dazu einladen, es sich auf dem Sofa mit einer Tasse Kakao und einer dicken Wolldecke gemütlich zu machen, hab ich heute ein Eisrezept für Euch im Angebot - wenn wir schon frieren, dann aber auch richtig! 
Dieses Vanilleeis ist aber nicht irgendein Eis, sondern DAS Vanilleeis, das einige von Euch schon von Koch- und Forentreffen kennen und das ich schon seit mindestens einem Jahr bloggen wollte. 

Vanilleeis
Das Ursprungsrezept stammt aus The Perfect Scoop* von David Lebovitz, ich hab es aber ein wenig abgewandelt, damit es nicht nur besonders cremig wird, sondern auch  soviel Vanillearoma aufnehmen kann, wie nur möglich. Dazu braucht es natürlich Vanille, aber vor allem eines, Zeit - viel Zeit. 
Dieses Vanilleeis ist daher wahrscheinlich auch eine der zeitaufwendigsten Eissorten überhaupt :-)
Sahne/Milch-Mischung
Wenn ich beispielsweise für Sonntag ein Vanilleeis einplane, beginnen die Vorbereitungen schon am Freitag, dann wird nämlich die Sahne/Milch-Mischung mit den Vanilleschoten aufgekocht und darf erstmal für 24 Stunden ziehen, damit das Aroma der Vanille in die Grundmasse einziehen kann. 
Ich fülle die Sahne/Milch-Mischung dafür in eine große 1Liter-Flasche und stelle sie in den Kühlschrank, spart Platz.
Am nächsten Tag wird die Eismasse fertiggestellt und kann theoretisch auch sofort verwendet werden (sofern man sie runterkühlt), ich mach es mir aber einfach und lasse sie erst auf Zimmertemperatur runterkühlen und stelle sie dann über Nacht nochmals kühl. 
Am Sonntag kann die Eismasse dann direkt in die Eismaschine* umgefüllt werden und je nach Maschine steht schon 45 Minuten später der Eisbecher auf dem Tisch. Wenn man die fertige Eismasse in einen vorgefrorenen Behälter umfüllt und nochmals für 1-2 Stunden einfriert, werden die Kugeln natürlich deutlich fester und lassen sich besser formen. Am besten schmeckt das Eis aber direkt aus der Maschine :o)

Buttermilchwaffeln mit Roter Grütze und Vanilleeis
Ich selbst bin ja eher für die fruchtigen Eissorten, allen voran meinem heißgeliebten Zitroneneis. Ein selbstgemachtes Vanilleeis mit frischgebackenen Waffeln und einem Klecks Roter Grütze ist aber auch nicht ganz so schlecht.
Die bei Facebook versprochene Parfaitvariante reiche ich nach, sobald mein Mann diese Vanilleeisportion "vernichtet" hat, Vanilleeis und Parfait auf einmal schafft aber selbst mein Mann nicht ;o)

Vanilleeis
Zutaten
500 g Sahne
500 g Milch
3 Vanilleschoten
6 große Eigelbe (sonst evtl. 7)
50 g Rohrohrzucker 
1/4 TL Salz

Zubereitung
Sahne, Milch und Invertzuckersirup in einen Topf geben. Vanilleschoten längs aufschneiden und mit dem Messerrücken auskratzen. Vanillemark und ausgekratzte Schoten (darin sitzt das Aroma) zur Sahne/Milch-Mischung geben und einmal aufkochen lassen. Von der Platte ziehen und über Nacht ziehen lassen. 
Am nächsten Tag die Eier mit dem Salz in eine große Metallschüssel geben, grob miteinander verrühren und einige Minuten stehen lassen (die Farbe intensiviert sich dadurch). Den Zucker dazugeben und über dem siedenden Wasserbad mit dem Schneebesen aufschlagen, bis das Ei deutlich angedickt und schaumig ist. In der Zwischenzeit die vorbereitete Sahne/Milch-Mischung in einem Stieltopf wieder erhitzen.
Die Schüssel mir den aufgeschlagenen Eiern vom Wasserbad ziehen und die heiße Sahne/Milch-Mischung in einem dünnen Strahl unter stetigem Rühren unterrühren. Wieder auf das Wasserbad stellen und solange Rühren, bis die Eismasse deutlich eindickt und cremig wird - das dauert bis zu 15 Minuten. 
Komplett abkühlen lassen (evtl. über Nacht), dann je nach Eismaschine für ca. 40 Minuten runterkühlen. In der Zwischenzeit eine Form im Kühlschrank vorfrieren. 
Die Eismasse in die vorbereitete Form geben und nochmals ca. 2 Stunden im Gefrierschrank fest werden lassen. 
Vanilleeis
*=Affiliatelink

Rheiderländer Hoppelpoppel Eppendorfer Art

Ein Frohes Neues! Seid Ihr gut reingekommen? Die ganze Schlemmerei und wilde Silvesterpartys ohne fiese Nachwirkungen überstanden?
Wir haben, wie die meisten Tierhalter, Silvester mal wieder zuhause im Kreise unserer vierbeinigen Mitbewohner verbracht - die verziehen sich zwar nicht direkt beim ersten Knall unter dem Sofa, wären aber wenig begeistert, wenn sie die Knallerei allein über sich ergehen lassen müssten.
Da wir auch keine großen Silvesterfans sind und im Gegenteil sogar eine ausgeprägte Abneigung gegen diese überflüssige Ballerei haben, ist uns das auch ganz recht so ;o)
Silvester ist bei uns also eigentlich ein Tag wie jeder andere auch, mit dem Unterschied, dass ich in regelmäßigen Abständen grummelnd am Fenster stehe und mich immer wieder über das Geknalle aufrege. Darin bin ich wirklich richtig gut... 

Kulinarisch ging es bei uns in diesem Jahr auch ganz unspektakulär zu - früher gab es traditionell eine uuuuunglaublich leckere Fischsuppe, in diesem Jahr aber nur ein paar leckere Fischbrote. "Nur" ist vielleicht etwas tiefgestapelt, denn ich hab da schon ein paar wirklich leckere Spezialitäten beim Fischhändler unseres Vertrauens besorgt, viel Zeit hab ich aber nicht in der Küche verbracht. 

Ansonsten standen bei uns nur ein paar Folgen Downton Abbey und leckere Berliner auf dem Programm. Hoffnungslose Partymuffel also ;o)   

Als Einstand ins neue Jahr gibt's mal wieder eine norddeutsche Spezialität, einen Rheiderländer Hoppelpoppel
Im Berliner Raum ist Hoppelpoppel ein Restesessen aus Bratkartoffeln, also quasi ein Bauernfrühstück, in Ostfriesland dagegen ein Heißgetränk mit Schuss. Ihr kennt das vielleicht vom Pharisäer, die Norddeutschen verstecken gerne den ein oder anderen Schluck Alkohol unter dem Sahnehäubchen. 
Wenn man es genau nimmt, ist ein Hoppelpoppel eine Vanillesauce mit Schuss unter die das steifgeschlagene Eiweiß gehoben wird mit Sahnehäubchen. Traditionell besteht der "Schuss" aus Rum, da wir aber keine großen Rum-Fans sind, verwenden wir anstelle dessen einen großzügigen Schluck Whisky aus der Sammlung meines Mitessers.

Zutaten
1 Vanilleschote
500 ml Milch 
2-3 EL Rohrohrzucker
5 g Maisstärke 
3 Eigelbe
ca. 5 EL Whisky, Rum oder Cognac (bei uns Balvenie Double Wood Single Malt 12 Years)
1 Prise Salz

125 ml Sahne 
Vanillezucker nach Geschmack
frisch geriebene Muskatnuss 

Zubereitung
Die Vanilleschote mit einem Messer auskratzen und zusammen mit der Milch und dem Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Sobald die Milch kocht und sich der Zucker komplett aufgelöst hat, von der Platte ziehen und ca. eine Stunde ziehen lassen, damit sich das Vanillearoma entwickeln kann
2-3 EL der erkalteten Milch in einer Tasse mit der Maisstärke glattrühren, die restliche Milch erneut zum Kochen bringen. Die Maisstärke in einem dünnen Strahl unter stetigem Rühren einlaufen lassen und nochmals aufkochen lassen. 
Die Eier trennen und die Eigelbe glatt rühren. In einem dünnen Strahl unter die angedickte Milch rühren. Whisky und eine großzügige Prise Muskatnuss dazugeben und alles miteinander verrühren. Unter stetigem Rühren bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten köcheln lassen - dabei aber aufpassen, dass die Eigelbe nicht stocken.
Das Eiwemit einer Prise Salz steif schlagen und unter die angedickte Vanillemilch heben. 
Die Sahne mit etwas Vanillezucker steif schlagen
Den Hoppelpoppel in Gläsern verteilen, jeweils einen Klecks Sahne darauf verteilen und mit frisch geriebener Muskatnuss bestreut servieren.
Quelle: ndr.de 

Puddingstreuselschneckenkuchen

Schon wieder Puddingschnecken? 
Ich weiß, ich hab mal grad vor nem knappen Monat die erste Version der Puddingschnecken gebloggt, meinem Mitesser und mir haben diese kleinen Schnecken aber so gut gefallen, dass ich mir noch eine kleine Abwandlung überlegt habe - ich hab im wahrsten Sinne des Wortes noch einen draufgesetzt.
Die Schnecken waren ja schon ziemlich klasse, genauer gesagt haben sie sich innerhalb kürzester Zeit zum Lieblingsgebäck meines Mitessers entwickelt, dass es aber immer noch besser geht, beweise ich Euch heute.
Unsinn, vergesst was ich geschrieben habe. Irgendwann ist Schluss, denn besser als dieser Puddingstreuselschneckenkuchen (ich liebe dieses Wort) geht's nicht. Ende der Fahnenstange, mehr ist einfach nicht drin.
     
Neben Hefegebäck sind Streusel, in welcher Form auch immer, für mich eine der leckersten Dinge überhaupt. Für einen Pflaumenkuchen mit Streuseln lasse ich beispielsweise so ziemlich jeden anderen Kuchen stehen. Apple-Crumble ist ein weiteres Beispiel: frischgebackener Apple-Crumble mit hausgemachter Vanillesauce ist besser als jeder Schokokuchen und führt mich innerhalb kürzester Zeit direkt in den siebten Kuchenhimmel.
Was liegt also näher, als die Puddingschnecken noch ein wenig zu pimpen und ihnen eine großzügige Portion Streusel zu gönnen? Nichts, im Gegenteil, das ist eigentlich sogar unausweichlich, die einzig logische Konsequenz.
 
Natürlich kann man die Puddingstreuselschnecken genauso machen wie in der ersten Version, also als einzelnen Schnecken auf ein Backblech setzen und genauso wie bei den Rhabarber-Streuselschnecken jeweils eine Handvoll Streusel auf die Schnecken setzen. Der Abwechslung halber und weil ich finde, dass ein solcher "Rosenkuchen" besonders hübsch ist und natürlich nicht zu vergessen, weil so noch mehr Streusel auf die Schnecken passen, gibt's heute die Variante aus der Springform - hat zusätzlich noch den Vorteil, dass man auch mehr Pudding in den Schnecken unterbringen kann, weil die Schnecken so rundherum Halt haben und durch die größere Puddingmenge nicht auseinandergedrückt werden.

Die komplette Puddingmenge aus dem unten aufgeführten Rezept hab ich nicht auf dem ausgerollten Hefeteig verstrichen, ein klitzekleines Probierschüsselchen war für meinen Mitesser gedacht, Ihr dürft also getrost ein wenig naschen. 
Bitte wundert Euch auch nicht, wenn Euer Kuchen etwas höher wird, ich musste nämlich erstmal heraustüfteln, wieviele Schnecken in eine Springform passen und hab die Teigrolle prompt in zuviele Schnecken geteilt. War aber auch nicht schlimm, so hatten wir den großen Kuchen und dazu noch eine Miniversion in meiner 18cm-Form :o)

Dieser Kuchen ist übrigens, trotzdem er einen Hefeteig zur Grundlage hat, ideal dazu geeignet, ihn am nächsten Tag mit ins Büro zu nehmen, denn durch den Pudding bleibt der Teig auch am nächsten und sogar übernächsten Tag noch ausgesprochen saftig - weitere Erfahrungswerte hab ich nicht, Ihr könnt Euch sicher denken warum... 

Also, lasst das Mittagessen heute einfach mal ausfallen und backt Euch lieber nen Puddingstreuselschneckenkuchen. Kocht Euch dazu noch nen White ChocMoc oder für die Nicht-Kaffeetrinker eine Hot Chocolate Deluxe und dann nichts wie ab aufs Sofa. Für den Fall lasst das Abendessen aber besser auch ausfallen ;o)

Schönen Sonntag Euch allen!
  
Vanillepudding

Zutaten
750 ml Milch
4 EL Zucker
1-2 Vanilleschoten (je nach Geschmack)
70 g Maisstärke (keine Kartoffelstärke!)
2 Eigelbe
40 g Butter

Zubereitung
Die Vanilleschoten der Länge nach aufschneiden und das Mark herauskratzen. Zusammen mit der Milch in einen Topf geben und die ausgekratzte Schote ebenfalls hinzufügen. Die Milch leicht erwärmen, vom Herd nehmen und ruhig eine Stunde oder auch länger ziehen lassen (Besonders aromatisch wird der Pudding, wenn die Milch am Vorabend mit der Vanille aufgekocht wird und dann über Nacht im Kühlschrank ziehen kann).
3 EL der erkalteten Milch abnehmen und zusammen mit der Speisestärke in einem kleinen Schüsselchen verrühren.
Die übrige Milch erneut erhitzen (die Vanilleschoten vorher entfernen), Zucker und Butter hinzufügen und zum Kochen bringen. Von der Platte nehmen und die Stärkemischung langsam unterrühren. Nochmal kurz aufkochen lassen, dann von der Platte ziehen. Die Eigelbe mit einem EL Milch verkleppern und vorsichtig unterrühren. Den Pudding komplett abkühlen lassen. Mehrfach mit einem Schneebesen umrühren, so dass sich keine Haut bildet.



Streusel

Zutaten
70 g zimmertemperierte Butter
70 g Rohrohrzucker
100 g Mehl
1/2 TL gemahlene Vanille, Vanille-Extrakt oder das Mark einer Vanilleschote

Zubereitung
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und möglichst schnell zu feinen Streuseln verkneten. Die Streusel sollen nicht zu dick, sondern möglichst kleinkrümelig sein.



Hefeteig

Zutaten
500 g Mehl, Typ 405
1/2 - 1 Würfel Frischhefe
250 ml Milch
50 g Zucker
1 TL Salz
1 Ei
75 g weiche Butter
1 TL Vanilleextrakt

Zubereitung
Alle Zutaten zu einem Hefeteig verarbeiten und abgedeckt ruhen lassen. Eine ausführliche Anleitung findet Ihr hier.
Den vollständig aufgegangenen Hefeteig zu einem Rechteck von 50x30 cm ausrollen und gleichmäßig mit dem Pudding bestreichen. Von der Längsseite aufrollen und in 9 Schnecken schneiden.  
7 Schnecken im Kreis in eine gefettete Springform setzen, zwei in die Mitte. Mit den Streuseln bestreuen und nochmals abgedeckt für ca. 30 Minuten gehen lassen. Den Kuchen im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 35-45 Minuten backen, bis die Schnecken, bzw. Streusel goldbraun sind.


Zuckerguss
Zutaten
200 g Puderzucker
1 TL Zitronensaft
Milch nach Bedarf

Zubereitung
Alle Zutaten miteinander zu einem glatten Guss verrühren und die Puddingschnecken damit bestreichen, sobald sie aus dem Backofen kommen.
Auf einem Kuchenrost komplett abkühlen lassen.

 

Nachbarschaft

Auswärts

Nach oben