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Rigatoni-Kuchen mit Bolognese

Langsam aber sicher leert sich das Gemüseangebot auf dem Wochenmarkt und wir können uns schon mal mental auf die kältere Jahreszeit vorbereiten und Eintopf-, Schmor- und Auflaufrezepte raussuchen. Ich liebe diese kräftigen Rezepte und hab in diesem Jahr besonders zeitig damit angefangen, als erstes gab es einen wunder-baren Nudelauflauf. 
Einer der leckersten Nudelaufläufe ist und bleibt eine hausgemachte Lasagne, heute habe ich aber eine "etwas andere" Version der klassischen Lasagne al formo für Euch, denn anstelle der typischen Lasagneplatten, werden in diesem Rigatoni-Kuchen - der Name verrät es ja schon - Rigatoni, also dicke Röhrennudeln verarbeitet. Das geht nicht nur ratzfatz, sondern sieht besonders im Anschnitt auch noch sehr hübsch aus.

Rigatoni-Kuchen mit Bolognese
Der einzig wirklich aufwendige Arbeitsschritt ist das Aufstellen der Rigatoni (vorausgesetzt, Ihr habt wie ich schon fleißig Sauce eingeweckt), aber auch das ist recht fix erledigt. 
Kocht die Rigatoni am besten nicht komplett durch, sondern nur so weit, dass sie noch seeeeehr bissig sind. Sie lassen sich dann nicht nur besser in Reih und Glied aufstellen, sondern weichen beim späteren Backen auch nicht komplett durch. Ihr wollt ja schlussendlich keine matschigen Nudeln im Auflauf haben.

Aufgestellte Rigatoni in der Form
Für die Sauce habe ich meine Bolognese und Tomatensauce gemischt. Beim ersten Rigatonikuchen habe ich nur Bolognese verwendet und das war im Endeffekt etwas dröge, weil die Bolognese ja deutlich kompakter und dicker eingekocht ist. Durch die Tomatensauce wird der Kuchen sehr viel saftiger. 
Ihr könnt aber natürlich auch jede andere Tomatensauce verwenden. Wenn Euer Rigatonikuchen vegetarisch werden soll, tauscht Ihr die Bolognese einfach komplett durch Tomatensauce aus.
Wenn Ihr die Sauce auf den Rigatoni verteilt, achtet darauf, dass die Sauce überall gleichmäßig reinläuft und setzt den Kuchen mehrfach kräftig auf, so dass die Sauce richtig einsinkt. Das Gleiche gilt auch für die Béchamel, die alle verbliebenen Zwischenräume ausfüllen sollte.

Einfüllen der Saucen in die Rigatoni
Obendrauf verteile ich noch kleingezupften Mozzarella und natürlich Pankoflocken, denn die verleihen dem Kuchen den richtigen Knusper.
Panko ist ein japanisches, rindenloses Paniermehl, dessen Flocken eine besonders große Körnung haben und deutlich gröber sind als unsere hiesigen Semmelbrösel oder Paniermehl.
Viele Pankosorten enthalten leider Palmöl oder Glutamat, achtet daher unbedingt auf die Inhaltsstoffe. Ich bekomme bei mir im Asiashop diese Pankosorte*, das nur aus Mehl, Wasser, Hefe und Salz besteht. Falls Ihr das also irgendwo seht, schaut es Euch mal an und greift zu.

Fertig belegter Rigatonikuchen vor dem Backen
Zutaten
500 g Rigatoni*
700 g Ragù alla Bolognese, hausgemacht
150 g Tomatensauce, hausgemacht
1 1/2 Mozzarella
Panko

Béchamelsauce
30 g Butter
30 g Mehl
350 ml kalte Milch
75 g Nordländer (alternativ Parmesan)
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
frisch gemahlene Muskatnuss

Zubereitung
Für die Béchamelsauce die Butter in einem Topf schmelzen und einmal aufwallen lassen. Das Mehl dazugeben und mit einem Schneebesen gut verrühren, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind.
Von der Platte ziehen und die kalte Milch unter stetigem Rühren dazugeben und verrühren. 15 Minuten auf kleiner Hitze köcheln lassen, dann mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen, den frisch geriebenen Käse dazugeben und verrühren, bis eine cremige Sauce entstanden ist.


Die Rigatoni in der Zwischenzeit in reichlich Salzwasser nicht ganz al dente kochen, sie sollen noch einen ausgeprägten Biss haben. Abgießen und abtropfen lassen. Eine Springform ausbuttern und die Rigatoni hochkant darin aufstellen, die Form soll komplett ausgefüllt sein.

Die Bolognese mit der Tomatensauce vermischen und in einem Topf erhitzen. Auf den Rigatoni verteilen und gleichmäßig reinlaufen lassen, darauf achten, dass die Nudeln möglichst gleichmäßig gefüllt sind. 
Die Béchamelsauce darüber geben und ebenfalls verteilen. 
1 1/2 - 2 Mozzarellakugeln zerzupfen und über der Béchamel verteilen, dann mit etwas Panko bestreuen. 
Bei 180°C für ca. 30 Minuten backen, bis der "Kuchen" knusprig braun ist, dann herausnehmen und etwas setzen lassen, dann zerfallen die Stücke  nicht so schnell. 
Rigatoni-Kuchen mit Bolognese
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Sugo di Pomodoro ~ Pizzaiola

... oder schlicht und einfach eine richtig gute hausgemachte Tomatensauce, darum geht es heute. 

Wenn der Appetit groß ist, es mit dem Abendbrot mal wieder ganz schnell gehen soll, aber kein Brot mehr daheim vorrätig ist, wirkt eine anständige Portion Spaghetti mit Tomatensauce Wunder, da stimmt Ihr mir sicher zu. 
Damit ich für solche spontanen Hungerattacken jederzeit gewappnet bin, habe ich in meinem Vorratsregal immer auch ein paar Gläser dieser Tomatensauce stehen, die ich aber natürlich nicht nur für Spaghetti und andere Pasta verwende, sondern auch als Pizzabelag oder als Sauce zu kurzgebratenem Fleisch. Die Möglichkeiten sind nahezu endlos, denn diese Tomatensauce ist ein wahres Allroundtalent - selbst als Basis für eine Tomatensuppe eignet sie sich wunderbar. Vergesst also alle Fertigsaucen aus dem Supermarkt, meine Sauce ist in Nullkommanix gekocht, lässt sich problemlos einkochen und schmeckt um ein Vielfaches besser als jedes Fertig-produkt.

Tomatensugo ~ PizzaiolaWahrscheinlich wundert Ihr Euch, weshalb ich diese Sauce mit Dosentomaten koche, obwohl ich doch immer wieder dafür plädiere, regionale Produkte während der Saison zu konsumieren und für den Rest des Jahres haltbar zu machen. Die Antwort ist einfach: bei Tomatensauce hört's für mich auf, denn selbst im Hochsommer haben die regionalen Tomaten in unseren Breiten einfach nicht das Aroma dieser Dosentomaten und frische Tomaten aus Italien muss ich auch nicht unbedingt importieren. 
Ich esse zwar sehr gerne und reichlich frische regionale Tomaten und koste die Saison im wahrsten Sinne des Wortes von Anfang bis Ende aus, zum Einkochen ist das aber nichts. 
Im Rezept habe ich Euch meine Lieblings-Dosentomaten verlinkt, die ich immer dann verwende, wenn ich Tomaten ver- oder einkoche - es sei denn, ich koche gelbe Tomatensuppe oder röste die Tomaten vorher im Backofen...

Sugo di Pomodoro ~ Pizzaiola
Zutaten
150 g Zwiebeln, sehr fein gewürfelt
Olivenöl* zum Anschwitzen
6 confierte Knoblauchzehen
4 Dosen Pelati*
1 EL Rohrohrzucker
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 TL getrockneter Oregano*

Zubereitung
Die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln. Zusammen mit dem Knoblauch in einen Topf geben, den Knoblauch mit einer Gabel zerdrücken und beides in etwas Olivenöl anschwitzen. 
Die Pelati zufügen und mit einem Kartoffelstampfer* zerdrücken. Das Lorbeerblatt zufügen und die Tomaten ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dann mit Salz, Zucker, Pfeffer und etwas Piment d'Espelette abschmecken und mit Oregano würzen. Nochmals 15 Minuten köcheln lassen. 

Einkochen der Sauce
In der Zwischenzeit die gründlich gereinigten Twist-Off-Gläser für 15 Minuten bei 150°C im Backofen sterilisieren. Die Deckel in einen Topf geben, mit Wasser auffüllen und ebenfalls 10 Minuten abkochen. Die abgeschmeckte Sauce heiß in die Gläser einfüllen und sofort fest verschließen. 
Zum Einkochen die Gläser in einen Wecktopf* oder alternativ einen großen Kochtopf* (ich verwende seit einiger Zeit einen normalen, entsprechend großen Kochtopf, weil der deutlich besser isoliert ist und die Hitze so besser leitet und hält) stellen. Den Boden mit Küchenpapier auslegen, dann die Gläser hineinstellen und soviel Wasser angießen, dass die Gläser zu mindestens 2/3 im Wasser stehen. Das Wasser sollte ungefähr die Temperatur der Sauce haben. Das Wasser jetzt auf 90°C erhitzen und die Sauce bei geschlossenem Deckel für 45 Minuten einkochen. Die Gläser herausnehmen (ich verwende dafür einen Konservenglasheber*) und voll-ständig auskühlen lassen. Die Sauce ist, so haltbar gemacht, mindestens 1 Jahr haltbar. 
Tipp
Zum einfachen Beschriften meiner Gläser verwende ich einen weißen Pump-Edding*, der lässt sich später einfach mit einer Edelstahl-Spirale* entfernen.  
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Gefüllte Paprika mit Hackfleisch und Reis

Langsam aber sicher tauchen schon überall die ersten Kürbisrezepte auf, soweit bin ich aber noch nicht, sondern ich möchte die wunderbare Gemüsevielfalt, die nach wie vor auf den Wochenmärkten zu finden ist, in vollen Zügen ausnutzen und ignoriere daher tapfer die Kürbispyramiden im Supermarkt und auf dem Wochen-markt.
Eingekocht hab ich mittlerweile ja so ziemlich alles, was ich für den Winter brauche - ich hab Gemüse, Saucen und Gewürzpasten für wahrscheinlich zwei Jahre, nun geht's noch drum, möglichst viel von den Schätzen des Sommers frisch zu genießen.

Gefüllte Paprika
Ein absolutes Soulfood, das Ihr unbedingt jetzt, da es noch hiesiges Gemüse gibt, zubereiten solltet, sind gefüllte Paprika, die sehen nicht nur sehr hübsch aus, sondern lassen sich auch großartig vorbereiten und müssen nur noch in den Backofen geschoben werden, wenn der Besuch vor der Tür steht oder der kleine große Hunger auf einmal auftaucht.
Ihr könnt nämlich sowohl die Füllung, als auch die Tomatensauce komplett vorkochen, bzw. zusammenmischen und schiebt den Topf mit den gefüllten Paprika dann bei "Bedarf" nur noch in den Backofen. Dazu passt noch ein knuspriges Brot zum Aufdippen der Sauce und schon habt Ihr alles beisammen.

Gefüllte Paprika
flache Cocotte: Staub*
Welche Paprikafarbe Ihr verwendet, entscheidet einzig Euer Geschmack. Ich mag grüne Paprika bei diesem Rezept, wenn sie nicht zu bitter sind (das ist bei den hiesigen momentan nicht der Fall) sehr gerne, denn mir gefällt die Kombination der fruchtig-süßen Tomatensauce, der kräftigen Hackfüllung und der ganz leicht bitteren Paprika sehr gut. Ihr könnt aber natürlich auch rote oder gelbe Paprika verwenden, dann wird das Gericht insgesamt noch fruchtiger. Mir persönlich ist das oft ein wenig zu viel, daher hier der leichte Kontrast durch die grünen Schoten.

Den Reis koche ich deshalb kurz vor, damit er beim Garen mit der Hackfleisch-füllung nicht den ganzen Fleischsaft aufsaugt und die Füllung dadurch zu trocken wird. Wenn Euch das nicht stört, könnt Ihr den ungegarten Reis aber auch direkt unter das Hack mischen.

Gefüllte Paprika
Zutaten

Sauce
1 rote Zwiebel (die Hälfte davon)
Rapsöl
800 g Pelati*
1 TL Zucker
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Paprikafüllung
100 g Langkornreis*
150 g Wasser
Salz
4 Paprikaschoten
500 g Hackfleisch, gemischt
1/2 rote Zwiebel, fein gewürfelt
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
150 g Feta
1 EL glatte Petersilie

Zubereitung
Für die Sauce die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Hälfte in einem Schmortopf mit dem confierten Knoblauch in Öl anschwitzen, den Rest für die Füllung beiseite stellen. Den Knoblauch mit einer Gabel zerdrücken. Die Tomaten dazugeben und mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken, dann mit etwas Zucker, Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette würzen. Für etwa 15 Minuten bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze köcheln lassen.
In der Zwischenzeit den Reis für ca. 5-10 Minuten kochen, bis das Wasser komplett aufgenommen, der Reis aber noch fest ist. Beiseite stellen.
Hackfleisch mit Zwiebelwürfeln, Reis, Gewürzen, 100 g Feta und fein gehackter Petersilie vermischen, dann gleichmäßig auf die Paprikaschoten verteilen.
Paprikaschoten in den Schmortopf in die Tomatensauce setzen und den restlichen Feta darauf verteilen, die Paprikadeckel wieder draufsetzen. Bei 180°C für ca. 30-45 Minuten schmoren lassen, dann mit der Tomatensauce servieren.
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Gelbe Tomaten-Paprikasuppe mit Brotchips

Wenn man zur Zeit über den Wochenmarkt schlendert, fällt besonders die reichhaltige Tomatenauswahl auf. Auf dem Isemarkt gibt es Stände mit weit über 50 Sorten und ich steh jede Woche davor und weiß gar nicht, wo ich als Erstes anfangen soll. Der Einfachheit halber schnappe ich mir dann immer einen Beutel und arbeite mich einmal komplett durch - zuhause kommt allerdings nur gerade mal die Hälfte an, denn die kleinen Kirschtomaten sind so lecker und aromatisch, dass sie schon auf dem Heimweg ratzfatz mit einem Haps im Mund verschwunden sind.

Letzten Freitag habe ich zusätzlich zu einer nicht ganz so bescheidenen Auswahl Kirschtomaten noch einige gelbe Fleischtomaten mitgenommen und daraus am Wochenende diese Tomaten-Paprikasuppe zubereitet. Die perfekte Mahlzeit bei knapp 30°!

Gelbe Tomaten-Paprikasuppe mit Brotchips
Teller: westwing.de*, Bierglas: Braufactum*
Eine rote Tomatensuppe hab ich ja bereits im Archiv, deshalb habe ich mich diesmal bewusst für eine gelbe entschieden und an meinem Lieblingstomaten-stand reichlich gelbe "Suppentomaten" gekauft, also sehr reife und weiche Tomaten, die nicht mehr für den regulären Verkauf taugen, aber perfekt für Suppen und Saucen sind. Dazu noch zwei Paprikaschoten und fertig war die Grundlage für eine wunderbare und preisgünstige Sommersuppe.

Gelbe Tomaten-Paprikasuppe in der Cocotte
Tomatencocotte: Staub*
Als knusprige Beilage habe ich ein Fladenbrot vom Vortag zu Fladenbrotchips verarbeitet, ein paar mit Za'atar, den Rest mit ganz fein geriebenem Käse. Natürlich könnt Ihr aber auch jedes andere helle Brot verwenden - was Ihr halt gerade daheim habt. 
Ich hab in diesem Rezept mal wieder ein paar recht spezielle Zutaten verwendet, die ich sehr gerne mag. Selbstverständlich könnt Ihr diese Suppe aber auch ohne, bzw. mit einem anderen Essig, Chilipulver oder Wein zubereiten - wie immer ist mein Rezept nur eine Anregung, die Ihr nach vorhandenen Zutaten und Geschmack abwandeln könnt/sollt. Genau das Gleiche gilt für die Tomaten, wenn Ihr keine gelben Tomaten bekommt, verwendet einfach rote, letztendlich ist das nur ne optische Geschichte. Aber hübsch schaut es schon aus, oder?

Gelbe Tomaten-Paprikasuppe mit Brotchips

Zutaten
1 Zwiebel
Olivenöl zum Anschwitzen
50 ml Weißwein (bei mir Grauburgunder von Diehl*)
2 confierte Knoblauchzehen
1,5 kg gelbe Tomaten
500 g gelbe Paprika
2 TL Gemüsebrühpulver

1/4 TL Lemon Myrtle*
Salz 
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 TL Rohrohrzucker 
2 TL Lemon Basil Bay & Juniper Vinegar*
50 ml Olivenöl

Außerdem
200 g bunte Kirschtomaten
1 rote Frühlingszwiebel
1 Zweig Basilikum (ausschl. die Blätter)
grob gemahlener schwarzer Pfeffer
Salz
eine Prise Piment d'Espelette
Fladenbrotchips

Zubereitung
Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und aufkochen lassen. Die Tomaten und Paprika putzen, bei den Tomaten den Stielansatz und bei der Paprika das Kerngehäuse entfernen, dann zu den Zwiebeln geben. Mit Gemüsebrühpulver würzen, dann ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Tomaten und Paprika weich sind. Mit Piment d'Espelette, Salz, Pfeffer, Lemon Myrtle, Zucker und Essig abschmecken. 
Als Einlage die Kirschtomaten in Stücke und Scheiben schneiden, Basilikum zupfen oder in Streifen schneiden, miteinander vermischen und mit Pfeffer, Salz und Piment d'Espelette würzen.
Die fertige Suppe in einem Blender oder mit einem Stabmixer pürieren, dann durch ein feines Sieb passieren. Zurück in den Blender geben und im laufenden Betrieb das Olivenöl einlaufen lassen. Kräftig aufmixen, auf Teller verteilen, die vorbereiteten Kirschtomaten hinein geben und mit Fladenbrotchips servieren.
Gelbe Tomaten-Paprikasuppe mit Brotchips

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Tomatentarte mit Ziegenkäse

Wir starten mit einem meiner aktuellen Lieblingsrezepte in die neue Woche, diese Tomatentarte könnte ich nämlich zur Zeit jeden zweiten Tag essen und damit Ihr die Tomatensaison genauso intensiv ausnutzen könnt wie ich, möchte ich das Rezept so schnell wie möglich unter die Leute, resp. Leser bringen.
Eigentlich ist diese Tarte gar nichts Besonderes, man benötigt nur wenige Zutaten und sie ist auch sehr schnell gemacht. Sie hat einen ganz simplen Mürbeteigboden, keinen super aufwendigen Eierguss, sondern der Boden wird nur mit Senf bestrichen und mit Tomatenscheiben und Ziegenkäsetalern belegt, doch die Kombination mit etwas Honig macht daraus eine der leckersten Tartes, die ich bisher gegessen habe. 

Tomatentarte mit Ziegenkäse
Tarteform mit Hebeboden*
Ich kenne diese Tarte schon ein paar Jahre, bzw. habe sie bereits oft in französischen Blogs gesehen, fand die Kombination aber bisher sehr gewöhnlich und dachte, dass sie enorm dröge sein muss. 
In diesem Jahr hab ich aber einen enormen Tomatenjieper und probiere daher gerne auch mal was Neues aus, außerdem hab ich mich mittlerweile von "Ich esse nur Mädchenkäse" zu "Der Käse darf gerne auch ein kleinwenig Wumms haben" entwickelt, so dass junger Ziegenkäse absolut ok ist.

Tomatentarte mit Ziegenkäse in der Vorbereitung
Winkelpalette*
Die Tartes, die ich Euch bisher vorgestellt habe, hatten ja alle einen Eierguss und sind deshalb auch entsprechend sättigender. Diese Tarte ist aber eine wunderbar leichte Sommertarte und sie schmeckt dazu auch großartig bei dem bevorstehenden Frühherbstwetter oder mit einem leckeren Salat als leichtes Abendessen.
Verwendet für die Tarte unbedingt eine möglichst aromatische Fleischtomate, die haben einen geringeren Wasseranteil und setzen die Tarte daher nicht unnötig unter Wasser. Ich nehme am liebsten Vierländer Platte, eine hiesige Fleischtomatensorte, aber natürlich eignen sich auch Ochsenherzen ganz wunderbar. Schaut Euch einfach mal bei Eurem Gemüsehändler oder auf dem Wochenmarkt um, was es dort so für Sorten gibt und macht diese Tarte nach, ganz bald!

Tomatentarte mit Ziegenkäse

Mürbeteig
250 g Mehl, Type 405
125 g kalte Butter
1 Eigelb
50 ml kaltes Wasser
1/2 TL Salz

Belag
grober Senf (bei mir Bockbiersenf)
2-3 Fleischtomaten (bei mir Vierländer Platte)
Olivenöl
5 Picandou (französische Ziegenkäsetaler)
frischer Thymian
grober schwarzer Pfeffer
Akazienhonig*

Zubereitung
Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit einen Pastry Blender* möglichst schnell zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und in einem Gefrierbeutel 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine Tarteform damit auslegen.
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte darauf verteilen. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken, dann herausnehmen, die Hülsenfrüchte und das Papier entfernen und etwas abkühlen lassen.


Den Tarteboden mit Senf bestreichen, dann leicht überlappend mit Tomatenscheiben belegen. Etwas Olivenöl darüberträufeln und mit grob gemahlenem Pfeffer bestreuen. Die Ziegenkäsetaler quer halbieren und die Scheiben auf den Tomaten verteilen. Mit etwas frischem Thymian bestreuen und bei 180°C für ca. 35 Minuten backen, bis der Käse leicht gebräunt ist. 
Herausnehmen und sofort mit etwas Honig beträufeln, dann servieren. 
Vierländer Platte
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Egg-in-a-Hole-Frühstückssandwich

Ihr wisst ja, ich frühstücke, wenn denn überhaupt, denn das kommt nur vor, wenn ich einigermaßen ausgeschlafen hab, am liebsten herzhaft.
Marmelade, Schokocreme, Joghurt und Müsli können mir gestohlen bleiben, aber ein Käse- oder Wurstbrot, ein leckeres Fischbrötchen oder ne Currywurst sind für mich ein perfekter Start in den Tag :o)
Für alle, die Sonntagsmorgens ebenfalls nichts gegen eine herzhafte Mahlzeit haben und das Mittagessen gern mal auf die späten Nachmittagsstunden verschieben, habe ich heute mal wieder ein Sonntagsfrühstück für Euch, zu dem ich aber auch mittags oder abends nicht Nein sagen würde. 

Egg-in-a-Hole-Frühstückssandwich
Teller: westwing.de, Kanne, Tasse und Geschirr: Trödelladen

Zutaten für zwei Sandwiches
1 Hass-Avocado
1 Spritzer Limettensaft 
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
4 Scheiben Brioche Nanterre
2 möglichst frische Eier
4 Scheiben durchwachsener Speck 
1 Mozzarella
1 große Tomate 
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken. Mit Salz, Pfeffer und Limettensaft würzen, dann beiseite stellen.
Zwei Scheiben Brioche abschneiden und mit einem Scones-Ausstecher* ein Loch ausstechen, zwei weitere Scheiben ohne Loch belassen.
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, dann die beiden Brioche-Scheiben mit Loch von einer Seite leicht anrösten. Die Brotscheibe wenden und jeweils ein Ei vorsichtig in das Loch gleichen lassen. Bei mittlerer Hitze ausbacken, bis das Eiweiß vollständig gestockt, das Eigelb aber noch weich ist. Parallel den Speck anbraten und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen, sobald er fertig ist.
In der Zwischenzeit die anderen beiden Briochescheiben toasten, den Mozzarella und die Tomate in Scheiben schneiden. 

Jeweils eine Scheibe Brot auf einen Teller legen, Mozzarella und Tomate darauf verteilen und mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Die Guacamole daraufgeben und pro Brot zwei Scheiben Speck darauflegen, dann mit der Ei-Brotscheibe abschließen.
Nochmals etwas grob gemahlenen Pfeffer und Murray River Salt darübergeben und servieren.
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Honigtomaten-Röstbrot

Ihr kennt das sicher alle, nicht nur unter der Woche nach der Arbeit muss es manchmal schnell gehen, sondern auch sonst gibt es Tage, an denen keine große Luft aufkommt, den Kochlöffel zu schwingen.
Damit Ihr nicht ständig auf Käsebrot & Co ausweichen müsst, hab ich mir überlegt, zukünftig auch ab und zu mal ganz schnelle und einfache Rezepte zu bloggen. Rezepte, die ich bisher nicht unbedingt gebloggt hätte, weil sie einfach zu simpel sind. Aber was is schon zu simpel? Denn schließlich können auch solche Rezepte gnadenlos lecker sein und nicht jeder da draußen kennt die Rezepturen.

Honigtomaten-Röstbrot
Starten wir heute gleich mal mit einem Gericht, das ich momentan eigentlich jeden Tag essen kann, einem Honigtomaten-Röstbrot. Kirschtomaten haben ja zur Zeit Hochsaison und das sollten wir unbedingt ausnutzen! 
Die Tomaten für dieses Gericht werden nur kurz mit einer Marinade im Ofen gebacken und in der Zwischenzeit das Brot in etwas Öl in der Pfanne kross gebraten - wenn Ihr das Fett sparen wollt, könnt Ihr das Brot natürlich auch toasten. 

Durch das Backen der Tomaten entsteht eine wunderbar süß-säuerliche Sauce, die so richtig schön vom Brot aufgesogen wird - übrigens das einzige Rezept, bei dem ich es mag, wenn das Brot ein wenig klitschig wird, das ist nämlich so schnell aufgegessen, dass es gar nicht zu wabbelig werden kann ;o)
Dazu gibt's bei uns noch etwas zerzupften Mozzarella und frisch gehackten Basilikum und fertig ist ein superschnelles vegetarisches Sommergericht. 

Kirschtomaten vor dem Backen
Zutaten 
500 g bunte Kirschtomaten

1 EL Rapshonig
2 EL guter Apfelessig 
2 EL Rapsöl

2 Scheiben Krustenbrot 
1/2-1 Mozzarella
etwas Basilikum
grob gemahlener Pfeffer und Salzflakes

Zubereitung
Die Kirschtomaten waschen und längs halbieren. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit der Marinade aus Rapshonig, Essig und Öl beträufeln. Bei 200°C für ca. 15 Minuten backen. 
In der Zwischenzeit den Mozzarella zerzupfen und den Basilikum zerzupfen oder in dünne Streifen schneiden. 
Das Brot in etwas Öl in einer Pfanne knusprig braten oder alternativ toasten. Auf einem Teller anrichten, die geschmorten Tomaten mit dem entstandenen Sud und Mozzarella belegen und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Basilikum bestreuen und servieren.
Idee: Hugh Fearnley-Whittingstall - Täglich vegetarisch (Affiliatelink)

Gebackene Bohnen ~ Baked Beans

Von diesen gebackenen Bohnen muss ich immer ein paar Gläser in meinem Vorratsregal haben, mein Mann ist nämlich ein riesengroßer Fan dieses Gerichts. 
Wenn ihn dann aus heiterem Himmel der Hunger überfällt, aber nichts Frisches im Haus ist oder ich partout keine Lust habe ausgiebig den Kochlöffel zu schwingen, geh ich nur kurz nach nebenan in meinen kleinen privaten Tante-Emma-Laden, "kaufe" bei mir selbst ein Glas gebackene Bohnen, toaste eine Scheibe Kartoffel- brot und brate - wenn der Appetit denn richtig groß ist - auch noch ein Spiegelei dazu. Wer möchte, kann natürlich auch noch Speck oder kleine Würstchen braten.
In gerade einmal 5 Minuten steht dann auch schon eine wunderbar leckere und sehr sättigende Mahlzeit auf dem Tisch, die ungleich besser als die Dosenvariante schmeckt - versteht sich aber sicher von selbst ;o)

Das Ausgangsrezept stammt aus dem wunderbaren, allerdings mittlerweile vergriffenen Kochbuch Eingemacht von Nick Sandler*, ich hab es aber kräftig auf den Kopf gestellt und stark abgewandelt - viel ist also nicht mehr davon übrig. 
Wenn Ihr Euch für das Thema Haltbarmachen von Lebensmitteln interessiert und dieses Buch zufällig mal irgendwo entdeckt, greift zu, das ist wirklich ein besonderes Schätzchen!

Gebackene Bohnen mit Spiegelei
Zutaten 
500 g Cannelini-Bohnen (oder andere kleine weiße Bohnen nach Geschmack)
150 g Zwiebeln, sehr fein gewürfelt 
4 confierte Knoblauchzehen 
Rapsöl zum Anschwitzen
2 Liter passierte Tomaten
500 ml Apfelsaft 
Gewürzsäckchen mit:
  • 3 Lorbeerblätter
  • 3 Pimentkörner
  • 3 Nelken
  • 1 Stück Macis 
1 TL Salz 
3 TL Rohrohrzucker
2 TL Delikatess-Paprikapulver
2 TL Senf, mittelscharf
1 TL Salz
1/2 TL Piment d'Espelette*
Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung 
Die Bohnen in einer Schüssel in kaltem Wasser über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen und in frischem Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren und bei mittlerer Hitze je nach Alter der Bohnen ca. 20-60 Minuten gar kochen. Die Bohnen sollen nicht zu weich, aber vollständig durchgegart sein (ist wichtig für das spätere Einwecken). 

Für die Tomatensauce die Zwiebelwürfel mit dem Knoblauch in Rapsöl anschwitzen. Mit Apfelessig ablöschen und kurz einreduzieren lassen. Die Tomaten und den Apfel- saft dazugeben und zum Kochen bringen. Die restlichen Gewürze ebenfalls dazu- geben und alles ca. 1 1/2 Stunden bei mittlerer Hitze auf die Hälfte einkochen. 
Das Gewürzsäckchen entfernen. Mit Salz, Pfeffer und nach Geschmack etwas Piment d'Espelette abschmecken. 

Die gekochten Bohnen zur Sauce geben, zum Kochen bringen und etwas ziehen lassen. Mit einer Scheibe Toast und evtl. einer Scheibe kross gebratenem Speck servieren oder wie unten erläutert einkochen und auf diese Weise für einige Monate haltbar machen.

Einkochen
Die Gläser im Backofen sterilisieren. Dafür werden sie ohne Deckel in den Backofen gestellt und bei 150°C für 15 Minuten erhitzt. Die Deckel in einen Topf geben, mit Wasser und einem Schluck Essig bedecken und zum Kochen bringen. Für 5 Minuten kochen.  
Die Gläser herausnehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Wenn die Gläser direkt mit der heißen Sauce befüllt werden, platzen sie leicht.

Die vorbereiteten Gläser bis knapp unter den Rand mit Bohnen auffüllen (ca. 1-2 cm frei lassen). Fest mit dem Deckel verschließen und in einen Weck- oder einen anderen Topf, der groß genug ist und sich verschließen lässt, stellen. Das Wasser sollte ungefähr die Temperatur der gebackenen Bohnen haben. Bei 90°C erhitzen und für 90 Minuten einwecken. 
Die Gläser herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.
Tipp
Zum einfachen Beschriften meiner Gläser verwende ich einen weißen Pump-Edding*, der lässt sich später einfach mit einer Edelstahl-Spirale* entfernen. Einen Überblick über mein Einkoch-Equipment bekommt Ihr hier.  
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Auberginen-Käsekuchen

Vorletzte Woche erschienen, letzte Woche bei mir eingezogen, gestern das erste Gericht draus gekocht: Vegetarische Köstlichkeiten* von Yotam Ottolenghi. Ein ganz großartiges vegetarisches Kochbuch (vom üblichen wattierten Sitzkissen- einband mal abgesehen) mit vielen tollen und sehr raffinierten vegetarischen Rezepten. Ein Kochbuch, das sich auch, oder gerade Nichtvegetarier anschauen sollten, denn bei diesen tollen Rezepten wird garantiert niemand das Fleisch vermissen.

Auberginen-KäsekuchenMich hat beim ersten Durchblättern spontan dieses Rezept am meisten angesprochen, nicht nur der Zutaten wegen, sondern wahrscheinlich hauptsächlich aufgrund des Namens - ein herzhafter Käsekuchen klingt schon mächtig spannend. 
Tatsächlich ist es im Prinzip eine Gemüsetarte ohne Boden, der Guss ist nämlich genauso als Tarteguss einsetzbar. Beim nächsten Mal werde ich diesen Käsekuchen auch genauso backen, als Gemüsequiche und weil uns dieser "Käsekuchen" unglaublich gut geschmeckt hat, mach ich das gleich diese Woche noch einmal - noch gibt es die letzten Auberginen, das muss unbedingt ausgenutzt werden. 

Geschmacklich hatte ich mir dieses Rezept gar nicht so toll vorgestellt, wie es uns letztendlich geschmeckt hat. Die Kombination aus im Backofen gerösteter Aubergine und dem würzigen Feta-Sahne-Guss ist einfach großartig. So langsam wird Yotam Ottolenghi für mich die Adresse für Auberginenrezepte, das Auberginen-Risotto mit Zitrone aus Genussvoll vegetarisch* hat uns damals auch schon außergewöhnlich gut geschmeckt. 

Auberginen-Käsekuchen
Zutaten
2 große Auberginen
Olivenöl zum Bestreichen
200 g Feta 
200 g Frischkäse
100 g Sahne 
4 Eier 
2 TL Za'atar 
1/4 TL Piment d'Espelette
Salz und Pfeffer
300 g Kirschtomaten

Zubereitung
Die Auberginen waschen und quer in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Von beiden Seiten mit Olivenöl bepinseln und auf ein ebenfalls  geöltes Backblech legen. Im auf 200°C vorgeheizten Backofen für ca. 40 Minuten goldbraun backen, dabei einmal vorsichtig wenden. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. 
Den Feta zusammen mit dem Frischkäse, der Sahne und den Eiern in der Küchen- maschine zu einer glatten Masse verrühren. Die Gewürze dazugeben und nochmals verrühren. Die Kirschtomaten waschen und halbieren. 
Eine Auflaufform mit Öl ausfetten und die Gemüse darin verteilen. Die Käse- Sahnemasse darüber geben und im Backofen bei 180°C für 35-45 Minuten backen, bis die Eiermasse auch in der Mitte gestockt und goldbraun gebacken ist. 
Herausnehmen und entweder lauwarm mit einem Salat servieren oder vollständig abkühlen lassen. 
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Fattoush! ‏فتوش‎

Ein Salat darf beim Grillen natürlich nicht fehlen, oder wie seht Ihr das? Ich habe Euch heute eine orientalische Variante des italienischen Brotsalats (Panzanella) mitgebracht.
Fattoush [فتوش‎] ist genau wie Panzanella unheimlich wandelbar und es lässt sich so ziemlich alles an Gemüse darin verarbeiten, was Ihr gerade zur Verfügung habt. 
Traditionell wird Fattoush mit dünnem Fladenbrot zubereitet, ich mag es aber mit "Fladenbrotcroûtons" aus klassischem Pide lieber, die knuspern so richtig beim Draufbeißen. Nehmt also einfach das Brot, das Ihr besonders gerne mögt und bekommt und wandelt vor allem das Rezept ganz nach Eurem persönlichen Geschmack ab.  

Fattoush! ‏فتوش‎
Ich hab mich für diesen Salat einmal durch das Angebot meines bevorzugten Tomatenstandes auf dem Isemarkt gearbeitet, der bietet nämlich zur Zeit schon eine ganz wunderbare Auswahl an bunten Kirschtomaten an, da kann man beim Marktbummel gar nicht dran vorbeigehen. Außerdem kommen noch reichlich Gurkenwürfel und bunte Radieschen rein - die gibt es nämlich nicht nur im altbekannten rot, sondern auch in rot-weiß, violett, gelb und weiß. 
bunte Kirschtomaten
Damit es hübscher aussieht und weil es auch besonders gut schmeckt, wenn die Gemüse verschiedene in unterschiedliche Formen und Größen geschnitten sind, schneide ich sowohl die Tomaten, als auch die Radieschen mal in Scheiben, aber auch in Achtel, Viertel oder lasse sie auch schon einmal ganz - je nachdem, wie groß sie sind. 
Die gerösteten Fladenbrotwürfel kommen bei mir erst ganz zum Schluss dazu, sie werden also unmittelbar vor dem Servieren unter den Salat gehoben. Ich mag aufgeweichtes Brot einfach nicht, damit kann man mich jagen. 
Tipp!
Macht am besten gleich die doppelte Menge der Fladenbrot-Croûtons, die schmecken nämlich so lecker, das sie sich auch prima einfach nur so knabbern lassen :o)
Fattoush! ‏فتوش‎
Zutaten
500 g bunte Tomaten
1 Bund Radieschen (bei mir violett und rot/weiß 1:1)
3 Minigurken oder eine normale Salatgurke
1/2 Bund Petersilie, grob gehackt oder gezupft 
1/2 Bund Minze, grob gehackt oder gezupft

Fladenbrot-Croûtons
1/4 Pide oder ein anderes Fladenbrot
Olivenöl
1 TL Za'atar 
Salz
1/4 TL Piment d'Espelette 

Joghurtsauce 
2 EL Knoblauchöl
400 g türkischer Süzme Joghurt
1/2 TL Piment d'Espelette 
1/2 TL Sumach 
1 TL Cumin 
1/4 TL Lemon Myrtle

Zubereitung
Für die Croûtons das Fladenbrot in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Mit Olivenöl beträufeln und gur vermischen. Würzen und alles nochmals miteinander vermischen, so dass alle Brotwürfel mit Öl benetzt und gewürzt sind. 
Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei 200°C knusprig goldbraun backen. Herausnehmen, beiseite stellen und abkühlen lassen.

Die Gemüse waschen, putzen und in Würfel, Scheiben oder Viertel schneiden. Minze und Petersilie grob hacken oder zupfen und untermischen. 

Für die Joghurtsauce den confierten Knoblauch in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken. Die restlichen Zutaten zufügen und nach Geschmack abschmecken. 
Vor dem Servieren alles miteinander vermischen. 
 

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