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Apple Crumble mit Vanillesauce

DER Vanillesauce! 
Diese Sauce hab ich schon zu vielen Gelegenheiten und auch bei meinen Kochtreffen und einigen Bloggertreffen serviert und immer wurde ich dringlichst gebeten, das Rezept auf der Stelle rauszurücken oder wenigstens so schnell wie möglich zu bloggen. So schnell wie möglich hat jetzt mal locker 5 Jahre und einige Anläufe gedauert, denn ich hab einfach kein anständiges Bild hingekriegt - irgendwas war immer falsch, doof und gefiel mir nicht.
Nachdem auch am letzten Samstag beim Bloggertreffen hier in Hamburg die Vanille- sauce der heimliche Star meiner vorbereiteten Verpflegung war und insgesamt 1 Liter dieser Sauce zu Buttermilchwaffeln und Roter Grütze verputzt wurde, hab ich es jetzt noch einmal versucht und siehe da, es hat geklappt - das Bild gefällt sogar mir :o)

Apple Crumble mit Vanillesauce
Die Vanillesauce ist eigentlich nix anderes als ein zu flüssiggeratener Vanillepudding oder eine Vanilleeismasse. Für einen Pudding braucht es noch 1-2 Eigelbe mehr (oder man hilft mit Maisstärke nach) und für die Eismasse genügen weniger - ansonsten ist da aber kein Unterschied. 
Das eigentliche Geheimnis dieser Sauce und auch vom Vanilleeis und -pudding ist aber nur eins, Zeit, denn davon braucht es etwas, damit die Sauce möglichst aromatisch wird. 
Damit die Vanille ihr Aroma optimal entfalten kann, sollte die Milch, bzw. Sahne schon am Vorabend mit der Vanille aufgekocht und dann beiseite gestellt werden, dann hat sie ausreichend Zeit zu Ziehen und schmeckt am nächsten Tag unvergleichlich aromatisch. 
Denkt unbedingt daran, dass der eigentliche Geschmack in der Vanille- schote und nicht im Mark steckt, also auf keinen Fall auskratzen und wegschmeißen, sondern die Schoten mitziehen lassen!
Für die Zubereitung gibt es zwei Möglichkeiten. Ihr könnt sie wie beim Vanilleeis beschrieben, über dem Wasserbad aufschlagen, oder direkt im Topf rühren, bis die Sauce eindickt. Über dem Wasserbad ist die Gefahr natürlich geringer, dass die Eier gerinnen, im Topf geht's dafür schneller. 
Ich bereite sie immer im Topf zu und sollte sie mir dann doch gerinnen (weil ich mal wieder vergesse die Sauce kaltzurühren), lässt sie sich sehr gut retten, indem man sie mit dem Zauberstab* nochmals kräftig aufmixt - am besten gelingt das mit der Schlagscheibe*.

Apple Crumble mit Vanillesauce
Apple Crumble

Zutaten 
800 g Äpfel (bei mir Topaz, Wellant oder Rubinette)
Saft einer halben Zitrone
250 g Mehl 
150 g Butter
100 g brauner Zucker 
100 g 5-Korn-Flocken

Zubereitung 
Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Viertel quer in ca. 1/2- 1 cm dicke Scheiben schneiden, in eine Auflaufform geben und mit Zitronen- saft beträufeln. Gut vermischen und beiseite stellen. 
Mehl, Butter  und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit der Küchenmaschine möglichst zügig zu Streuseln verkneten. um Schluss die Flocken dazugeben und unterrühren. 

Die Streusel über die Apfelscheiben geben, gleichmäßig verteilen und für ca. 30 Minuten bei 180°C goldbraun backen. Der Crumble schmeckt lauwarm am besten und besonders gut mit einer leckeren Vanillesauce (s.u.) oder einer Kugel Vanilleeis.


Vanillesauce

Zutaten 
200 ml Milch 
100 ml Sahne 
2 Vanilleschoten
3 Eigelbe 
1 Prise Salz 
40 g Zucker 

Zubereitung
Die Vanilleschoten längs aufschneiden und mit dem Messerrücken auskratzen. Vanillemark und die ausgekratzten Schoten mit der Milch und Sahne in einem Topf zum Kochen bringen, dann beiseite stellen und bis zum nächsten Tag ziehen lassen. 
Am nächsten Tag die Vanillemilch durch ein Sieb gießen und die Eigelbe mit 3 EL kalter Vanillemilch und einer Prise Salz glattrühren. Die Vanillemilch erneut erhitzen, dann die Eigelbe unter stetigem Rühren einrühren. Bei mittlerer Hitze so lange Rühren, bis die Sauce cremig eingedickt ist, dann unbedingt im kalten Wasserbad kaltrühren, sonst stockt das Eigelb und die Sauce gerinnt.
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Rührei ~ Scrambled Eggs

Heute widmen wir uns mal wieder der ganz hohen Küche, wir bereiten Rührei zu! Wahrscheinlich werdet Ihr mir jetzt nen Vogel zeigen und Euch fragen, ob ich Euch demnächst auch noch zeige wie man Reis kocht (und in der Tat, das habe ich sogar irgendwann mal vor :o) ), aber ein wirklich gutes Rührei zu zubereiten ist gar nicht so ohne. 
In den meisten Fällen ist Rührei in Deutschland eher eine trockene und stückige Masse, die aussieht wie ein gummiartiger, fester Kaiserschmarrn und mit dem, was man daraus machen kann, ungefähr soviel zu tun hat wie Pressfleisch mit nem richtig guten Steak, denn ein richtig gutes Rührei ist eine absolute Delikatesse!
Es gilt also auch hier:

Kaum macht man's richtig, schon geht's! 

Rührei ~ Scrambled Eggs
Die Grundvoraussetzung für ein leckeres Rührei ist natürlich das Ei selbst. Das sollte selbstverständlich nicht aus Käfig- oder Bodenhaltung, sondern aus Freilandhaltung stammen. Wir haben hier in Hamburg das große Glück, Eier vom Bauckhof zu bekommen, also Demetereier, für deren "Produktion" nicht nur Biofutter gefüttert wird und die Hühner mehr, bzw. überhaupt Auslauf bekommen und Tageslicht sehen, sondern auf dem Bauckhof wurde die Bruderhahn Initiative gegründet, die Ihr vielleicht schon kennt, wenn Ihr dem Link in meiner Sidebar gefolgt seid. 
Damit Ihr im Groben wisst, worum es bei diesem großartigen Projekt geht, hier eine kurze Zusammenfassung:

Für die Zucht von Legehennen werden jedes Jahr Millionen männlicher Küken, die aufgrund der Rasseeigenschaften nicht für die Fleischproduktion geeignet sind, getötet. Zuerst werden sie aussortiert und werden dann vergast oder bei lebendigem Leib geschreddert. Ja, Ihr habt richtig gelesen. 
Die Bruderhahn Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen fürchterlichen Missstand zu beheben. Die männlichen Tiere werden nicht als Eintagsküken getötet, sondern unter Demeter-Bedingungen aufgezogen und im schlachtreifen Alter geschlachtet. Mein Schlachter verkauft diese Hähnchen unter anderem als Suppenhühner und ansonsten wird das Fleisch beispielsweise zu Babynahrung verarbeitet. 
Die Eier sind dadurch natürlich etwas teurer als reguläre Demeter-Eier, aber diesen Preis sollte uns ein Ei auch Wert sein.
Auf lange Sicht strebt die Bruderhahn Initiative die Nutzung von sog. Zweinutzungshühnern an, die sich also sowohl zur Mast, als auch der Eierproduktion eignen.  

Vorbereitungen für Scrambled EggsWenn Ihr die richtigen Eier parat habt, solltet Ihr unbedingt darauf achten, die Temperatur der Herdplatte nicht zu hochzudrehen, sonst habt Ihr ruckzuck den schon oben beschriebenen Gummischmarrn. 
Damit Ihr ein Gefühl für das "perfekte Rührei" bekommt, denn das ist in einem Zubereitungstext ja nur schwer zu erklären, schaut Euch unbedingt auch noch das Video von Jamie Oliver an, dort werden insgesamt drei verschiedene Versionen von Scrambled Eggs gezeigt, die britische, die französische und die amerikanische Art.
Ich mag am liebsten die britische, allerdings gehe ich nicht 100%ig mit Jamie Oliver konform und gebe noch einen ganz kleinen Klecks Sahne zum Ei, dann wird es einfach noch ein wenig cremiger. 

Wenn Ihr die Eier so zubereitet und sie auf einer Scheibe getoastetem Kartoffelbrot serviert, wird aus einem auf den ersten Blick banalen Essen wie einem Rührei in Nullkommanix eine absolute Delikatesse!

Rührei ~ Scrambled Eggs in der Pfanne

Zutaten 
2 Eier (pro Person)
Butter 
eine Prise Salz 
2 EL Sahne 

Außerdem 
Murray River Salt 
Tellicherry Pfeffer
Schnittlauch

Zubereitung
Die Eier mit einer Prise Salz in einer Schüssel grob verkleppern und einige Minuten stehen lassen, die Farbe der Eier intensiviert sich dadurch. 
Eine Casserolle oder eine kleine Pfanne mit weicher Butter ausstreichen und die verklepperten Eier dazugeben. Mit einem Silikonspatel oder einem Holzlöffel rühren und die auf dem Boden stockende Eiermasse so immer in Bewegung halten. 
Wenn die Eier deutlich angezogen sind und eine Konsistenz wie auf dem Bild oben haben, eine kleinen Klecks Sahne dazugeben und nochmals verrühren. 
Auf einer getoasteten Scheibe Brot anrichten und mit einem richtig guten und natürlich frisch gemahlenen Pfeffer und Fleur de Sel oder noch besser, Murray River Salt und Schnittlauchröllchen bestreut servieren.

White Chocolate Raspberry Swirl Eiscreme

Heute hab ich ein Eis für Euch, das ganz zu Unrecht schon so einige Extrarunden in meiner Warteschleife gedreht hat. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, weshalb es bis zur Veröffentlichung so lange gedauert hat. Wahrscheinlich hab ich es einfach vergessen, bin ja auch nicht mehr die jüngste ;o)

Das heutige Freitags-Eis ist zwar recht süß - das bedingt ja schon die weiße Schokolade - durch den Himbeer Swirl bekommt es aber eine angenehm fruchtige Note. Beides passt ganz wunderbar zusammen. 
Wenn Kinder mitessen, solltet Ihr den Wodka im Swirl natürlich weglassen, die Konsistenz der Fruchteinlage wird dann allerdings etwas fester und kristallisiert beim Gefrieren aus, der Alkohol das verhindert ansonsten. Es gibt aber sicher Schlimmeres und ich glaube nicht, dass sich Eure Kinder beschweren werden ;o)

In den nächsten zwei Wochen wird es erst mal kein Eisrezept geben, denn nächsten Montag beginnt mein 1. Grill Special, das über insgesamt zwei Wochen gehen wird. Euch erwarten unter anderem 2 Sorten hausgemachte Bratwürste, auf der Planke gegrillter Lachs und gefüllte Kräuterforellen, Chili-Hähnchen-Spieße, aber auch vegetarische Beilagen, Saucen und ein leckerer Sommer-Cocktail. Ich hoffe, Ihr werdet viel Freude an den Rezepten haben.
Ich werde dann in der Zwischenzeit weiter Eis zubereiten, meine laaaange ToDo-Liste abarbeiten und in drei Wochen gibt's auch schon die nächste Sorte. 

White Chocolate Rapsberry Swirl Eiscreme
Zutaten 
230 g weiße Schokolade oder gute Kuvertüre
250 ml Milch
100 g Invertzuckersirup
5 Eigelbe
30 g Zucker
1/4 TL Salz
500 ml Sahne 

Himbeer Swirl 
200 g Himbeeren 
1 EL Wodka 
Zucker nach Geschmack (ca. 2-3 EL)

Zubereitung
Die Schokolade grob hacken und in eine große Schüssel geben.
Die Milch und Sahne mit dem Invertzuckersirup in einem Topf erhitzen. In der Zwischenzeit die Eier mit dem Salz verrühren und 2-3 Minuten stehen lassen. Den Zucker zufügen und über dem siedenden Wasserbad sehr schaumig aufschlagen.

Die heiße Milch/Sahne in einem sehr dünnen Strahl unter stetigem Rühren einlaufen lassen und so lange über dem Wasserbad weiterrühren, bis die Masse deutlich eingedickt ist. 
Durch ein feines Haarsieb in die Schokolade laufen lassen und rühren, bis sie vollständig aufgelöst ist.

Kaltes Wasser in das Spülbecken einlaufen lassen und die Schüssel mit der Eismasse hineinstellen und kaltrühren. 
Sobald sie Masse runtergekühlt ist, kann sie entweder in der Eismaschine geforen werden, oder über Nacht im Kühlschrank weiter runtergekühlt werden, um am nächsten Tag weiterverarbeitet zu werden.

Die Eismasse in die Eismaschine* geben und für ca. 45 Minuten gefrieren.
In der Zwischenzeit den Himbeer Swirl zubereiten. Dafür die Himbeeren mit dem Zucker und Wodka verrühren und ca. 30 Minuten stehen lassen. Mit einer Gabel zerdrücken, aber darauf achten, dass noch kleine Stückchen zurückbleiben. 
Die fertige Eismasse Esslöffelweise in eine vorgefrorene Metallform geben und immer wieder Himbeer Swirl darüber verteilen. So fortfahren, bis beides vollständig aufgebraucht ist. 
Für ca. 2 Stunden im Gefrierschrank festwerden lassen, dann lässt es sich besser portionieren.

Abgewandelt nach einem Rezept aus The Perfect Scoop* von David Lebovitz (*Affiliatelink)

Grapefruit-Hibiskus-Eiscreme

So, jetzt ist mal langsam Schluss mit den ganzen Eiern in der Eiscreme! Ich werd am Gemüsestand schon komisch angeguckt, wenn ich schon wieder eine Packung Eier haben will. Besonders letzte Woche, als ich für die Vorbereitungen des Pasta-Kochtreffens die ein oder andere 10er-Packung brauchte, bin ich schon unangenehm aufgefallen ;o)
Also gibt's heute mal wieder ein eifreies Eis auf Joghurt-Basis. Das Rezept stammt aus Das beste Eis der Welt* von Jeni Britton Bauer. Das Buch selbst gefällt mir nicht besonders gut, es sind aber viele wirklich spannende Eiskombinationen enthalten, aus denen ich mir sicher noch einige rauspicken werde. Leider enthalten die Rezepturen einige Fehler und könnten für meinen Geschmack auch sorgfältiger ausformuliert sein - aber wie gesagt, mit den Ideen lässt sich schon eine ganze Menge anstellen.

Grapefruit-Hibiskus-Eiscreme
Nicht nur die Farbe dieser Eiscreme trifft natürlich genau meinen Geschmack (das ist fast haargenau der Farbton meines Kleinröschens), auch die leicht bittere Note der Grapefruit gefällt mir ganz besonders gut - man muss das aber mögen, denn insgesamt ist diese Eiscreme nicht besonders süß, dafür aber eben leicht bitter und angenehm fruchtig-säuerlich.

Die getrockneten Hibiskusblüten bekommt Ihr im Gewürzhandel (ich kaufe sie auf dem Isemarkt bei Philips Aromagarten) oder auch in Teefachgeschäften. Wenn Ihr sie gar nicht bekommt, könnt Ihr aber sicher auch einen oder zwei Teebeutel verwenden.

Grapefruit-Hibiskus-Eiscreme
Zutaten

Sirup 
130 g Grapefruitsaft 
30 g Zucker 
10 g getrocknete Hibiskusblüten

Eisbasis
20 g Maisstärke
180 g Vollmilch
60 g Sahne 
50 g Zucker
50 g Invertzuckersirup
30 g Frischkäse
500 g türkischer Süzme Joghurt

Zubereitung
Für den Sirup den Grapefruitsaft mit dem Zucker zum Kochen bringen. Die getrockneten Hibiskusblüten dazugeben, von der Platte ziehen und abkühlen lassen. Durch ein feines Sieb passieren und beiseite stellen. 

Für die Eisbasis die Maisstärke mit 3 EL der Milch in einer kleinen Schüssel glatt- rühren. Die restliche Milch mit der Sahne, Zucker und Invertzuckersirup in einem Topf zum Kochen bringen. Von der Platte ziehen, die glattgerührte Speisestärke einrühren und nochmals aufkochen. Rühren, bis die Masse ähnlich einem Pudding deutlich eingedickt ist. 
Erneut von der Platte ziehen und den Sirup, Frischkäse und Joghurt einrühren. Solange Rühren, bis die Masse cremig ist und keine Klümpchen mehr vorhanden sind. 

Kaltes Wasser in die Spüle einlaufen lassen und die Eismasse kalt rühren, dann in der Eismaschine* für ca. 45 Minuten gefrieren lassen. In der Zwischenzeit eine Metallform im Gefrierschrank vorgefrieren. Die gefrorene Eismasse nochmals für ca. 1-2 Stunden nachgefrieren. 
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Orangeneis mit saurer Sahne

Es ist Freitag!
Also hab ich heute mal wieder ein neues Eisrezept für Euch, eins ganz nach meinem Geschmack mit viel Frucht und einem wönzigen Schuss Schnappes, bzw. Grand Marnier. Den könnt Ihr aber natürlich auch weglassen, wenn Ihr keinen Alkohol trinken wollt, bzw. dürft oder Kinder mitessen. 
Das Rezept stammt, mal wieder, denn es ist mein ABSOLUTES Lieblingsbuch und ich werde nicht müde es immer und immer wieder zu erwähnen, aus The Perfect Scoop* von David Lebovitz - bald hab ich es durch ;o)
Nee, keine Sorge, der Sommer fängt ja gerade erst an und ich hab mir fest vorgenommen, auch meine anderen Eisbücher auf Herz und Nieren (passt jetzt thematisch nicht ganz) zu prüfen.

Zutaten
130 g Invertzuckersirup
Abrieb von 3 unbehandelten Bio-Orangen 
350 ml Orangensaft 
250 g saure Sahne 
125 g Sahne 
2 EL Grand Marnier 

Zubereitung
Alle Zutaten in einem Blender* aufmixen, bis der Orangenabrieb möglichst fein püriert und die Masse cremig aufgemixt ist.
In der Eismaschine* für ca. 45 Minuten gefrieren und je nach Vorliebe anschließend nochmals für 1-2 Stunden im Gefrierschrank fest werden lassen. 
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Schoko-Himbeer-Eiskonfekt

Teil III meines kleinen VIOLAS'*-Menüs. Nach der orientalischen Linsensuppe und dem Balsamico-Steak mit Pinienrisotto gibt es heute natürlich auch noch ein Dessert und weil heute Freitag ist und es freitags im Kuriositätenladen immer ein Eis gibt, mache ich heute keine Ausnahme.
Zur Abwechslung hab ich mir ausnahmsweise mal kein Kugel-Eis oder ein Parfait ausgesucht, sondern es gibt Eiskonfekt. Die meisten kennen Eiskonfekt sicher aus dem Kino, dies hier ist die Homemade-Variante für den heimischen DVD-Abend.  

Im Prinzip könnt Ihr Eiskonfekt aus jedem normalen Eis machen - ok, vielleicht nicht unbedingt aus einem Sorbet, aber Milcheis und Parfaits sind dafür super geeignet. Eigentlich ist das Konfekt ja nichts anderes, als in Würfel geschnittenes Eis, das noch mal in flüssige Schokolade getaucht ist. Aus jedem Eis, das man in Stücke schneiden kann, lässt sich also ein Eiskonfekt basteln.

Schoko-Himbeer-Eiskonfekt
Für mein erstes Eiskonfekt (das war sicher nicht das letzte) habe ich mir noch mal mein allerliebstes Lieblings-Schokoladeneis vorgenommen, ganz leicht an der Rezeptur geschraubt und es anschließend noch mit einer großzügigen Prise Himbeer-Fruchtpulver gepimpt. 
Die Fruchtpulver kennt Ihr ja schon aus vergangenen Rezepten, ich habe damit bereits Buttercremes und auch Pralinen zubereitet. Nachdem ich in den vergangenen Rezepten Cassis- und Erdbeerpulver verwendet habe, ist diesmal die Himbeer- variante dran.

Himbeerpulver
Wenn Ihr die vorbereiteten Eiswürfel in die Schokolade taucht, müsst Ihr recht zügig arbeiten, weil sie durch das kalte Eis enorm schnell anzieht und fest wird. Wenn Ihr zu langsam seid, klebt Euch das Konfekt buchstäblich an der Gabel, mit der Ihr das Konfekt in die Schokolade tunkt, fest und die Deko (Kakaonibs, gefriergetrocknete Himbeeren, etc.) haftet nicht mehr. 

Vor dem Verzehr würde ich das Konfekt kurz bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann wird es etwas weicher und hat einen schöneren Schmelz. Durch die Schokoladenhülle behält es ja seine Form und lässt sich trotzdem wunderbar essen.

Valrhona Kuvertüre
Der gefrorene Eisblock ist erstaunlich hart, jeder, der schon einmal ein Parfait zubereitet hat, wird das bestätigen können. Damit die einzelnen Eisscheiben beim Zerschneiden nicht brechen, ist es besonders wichtig, ein möglichst großes und scharfes Messer zu verwenden. 
Ich hab es zuerst mit meinem normalen Kochmesser versucht, das war aber nicht ganz ideal, weil ich zuviel Druck ausüben musste, das Brotmesser hat bessere Ergebnisse erzielt. Durch die Größe und den Wellenschliff musste ich nur wenig Druck ausüben, hab den Block in Nullkommanix "kleingemacht" und die Scheiben wurden sehr schön gleichmäßig. 
Noch ein Tipp!
Zieht Euch zum Schneiden UNBEDINGT Einmalhandschuhe an. Ihr müsst den Eisblock ja mit einer Hand festhalten und seht sonst danach aus, als hättet Ihr Eure Hand in einer Fangopackung gebadet. Schokolade ist zwar gut für die Haut, aber Ihr macht Euch die Arbeit ja nicht um im Anschluss besonders zarte Hände zu haben. Esst das Eiskonfekt lieber auf ;o)
Schoko-Himbeer-Eiskonfekt

Zutaten 
250 ml Sahne 
250 ml Milch 
100 g Valrhona Guanaja Kuvertüre, 70%
90 g Kakaopulver (Valrhona)
4 Eigelbe 
1/4 TL Salz 
100 g Invertzuckersirup
25 g Himbeerfruchtpulver

Glasur 
300 g Valrhona Guanaja Kuvertüre 70%
1 EL neutrales Öl

Außerdem
Kakaonibs
gefriergetrocknete Himbeeren
getrocknete Rosenblätter

Zubereitung
Die Schokolade grob hacken. Die Sahne mit der Milch aufkochen und von der Platte ziehen. Schokolade und Kakaopulver einrühren, bis die Schokolade aufgelöst und eine glatte Masse entstanden ist. 
Die Eigelbe mit dem Salz und Sirup verrühren und ebenfalls in die vorbereitete Masse einrühren. Bei mittlerer Hitze solange Rühren, bis die Eismasse deutlich eingedicht ist. Abschließend das Himbeerpulver dazugeben und unterrühren. Im kalten Wasserbad kalt rühren. 
Eine Auflaufform etwas einfetten (die Klarsichtfolie hält dann besser), mit Klarsichtfolie auslegen und die Eismasse einfüllen. Über Nacht im Gefrierschrank gefrieren. 
Am nächsten Tag in kleine Würfel schneiden, nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Brett legen und nochmals für 30 Minuten gefrieren. 
In der Zwischenzeit die Kuvertüre behutsam schmelzen und einen EL Öl unterrühren. Solange beiseite stellen, bis die Kuvertüre auf Zimmertemperatur runtergekühlt ist.
Die Schokoeiswürfel aus dem Gefrierschrank nehmen und nacheinander in die Schokolade tunken. Am Topfrand abklopfen, so dass die Schokoladenschicht möglichst dünn wird und mit Kakaonibs oder gefriergetrockneten Himbeeren bestreuen. Im Gefrierschrank festwerden lassen. 
Schoko-Himbeer-Eiskonfekt*Kooperationslink

Rhabarber-Gewittertorte

Mögt Ihr Rhabarber? Ich liebe Rhabarber!
Egal, ob im Kuchen, Tartes, Schnecken, Clafoutis, Eis, Sirup oder sogar als Ketchup - ich kann gar nicht genug davon bekommen. Als Kind hab ich mir immer Zucker in eine Tasse gefüllt, eine Stange Rhabarber aus dem Garten gemopst und ihn dann getunkt und herzhaft abgebissen. Heutzutage würd ich wahrscheinlich bereits nach einer Stange mit Magenkrämpfen daniederliegen, aber so ein Stückchen Kuchen geht schon noch - das MUSS gehen!

Bei der Wahl des Rhabarbers greife ich sehr gerne auf den sog. Himbeer-Rhabarber zurück, meist sind das die Sorten Holsteiner- oder Vierländer Blut. Die Stangen haben eine wunderschöne rote Farbe und müssen nicht geschält werden. Rhabarberkuchen schmeckt damit gleich noch einmal so gut :o)

Rhabarber-GewittertorteVon dieser Torte hab ich nicht zufällig nur ein Foto gemacht, einmal angeschnitten sieht sie nämlich nicht mehr ganz so appetitlich aus. 
Die Böden sind sehr zart und die Füllung nicht gerade standfest - schmecken tut sie aber himmlisch. 
Wenn Ihr sie nachbackt, solltet Ihr sie auch unmittelbar nach dem Zusammensetzen servieren - sie wird nicht besser, je länger sie steht. Vorbereiten und am nächsten Tag servieren klappt mit dieser Torte also leider nicht. 

Rhabarber
Zutaten

Tortenböden
125 g Butter
125 g Rohrohrzucker
5 Eigelb
1/4 TL Salz
150 g Mehl
5 g Backpulver


5 Eiweiß
200 g Rohrohrzucker
200 g Mandelblättchen


Füllung
750 g Rhabarber 
ein Schluck Wasser
200 g Rohrohrzucker (evtl. mehr, je nach Rhabarbersorte und Geschmack)

500 g Schlagsahne
3 TL Vanillezucker (oder mehr nach Geschmack)

Außerdem
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung  

Eine Springform (26 cm Ø) fetten und leicht mehlieren. Die Eier trennen, das Eiweiß im Kühlschrank kalt stellen. 
Die Butter mit Zucker und Salz in der Küchenmaschine cremig rühren. Die Eigelbe nach und nach dazugeben. 
Das Mehl mit dem Backpulver in einer Schüssel vermischen und nach und nach in die Teigmischung einrühren. 
Die Hälfte des Teiges in der vorbereiteten Backform verteilen und glatt streichen. Das Eiweiß steif schlagen, nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Solange weiterschlagen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die Hälfte des Eischnees auf dem Rührteig verteilen und grob verstreichen. Mit Mandelblättchen bestreuen und bei 180°C (Ober- und Unterhitze) ca. 30 Minuten backen. Etwas in der Form abkühlen lassen, dann herausnehmen und auf einem Kuchenrost komplett auskühlen lassen. 
Mit dem restlichen Teig und der Baisermasse ebenso verfahren. 

In der Zwischenzeit den Rhabarber putzen, waschen und in Stücke schneiden. In einen Topf geben und einem Schluck Wasser erhitzen. Den Deckel auflegen und bei milder Hitze dämpfen. Der Rhabarber enthält selbst soviel Feuchtigkeit, dass er fast von selbst zerfällt. 
Nach Geschmack süßen und beiseite stellen. Komplett abkühlen lassen. 
Die Sahne mit 3 TL Vanillezucker steif schlagen. Das abgekühlte Rhabarber- kompott gleichmäßig auf einem Tortenboden verteilen, dann mit Sahne bestreichen. Den zweiten Tortenboden daraufsetzen und mit Puderzucker bestäuben.
Quelle: zu Tisch in... Schleswig Holstein

Lachs-Terrine mit Saiblingsfilets

Was plant Ihr für den Ostersonntag? Ein ausgiebiges Frühstück, einen Brunch oder ein üppiges Mittagessen? Ich plädiere für die zweite Option, einen Brunch. Da hat man von allem etwas und die meisten Speisen lassen sich wunderbar vorbereiten, so wie die heutige Lachsterrine.  
Die Idee für diese Terrine hatte ich, weil ich meine neue Multifunktionsform* ausgiebig ausprobieren wollte und dazu gehört neben einer Pastete, einem Auflauf, Brot, Kuchen und nem Hackbraten, natürlich auch eine Terrine. 

Lachs-Terrine mit Forellenfilets
Diese Räucherlachsterrine wird nicht wie klassische Fleischterrinen gegart, sondern es ist im Prinzip eine Fischpaté, die durch die Gelatine eine gewisse Festigkeit bekommt, so dass man sie in Scheiben schneiden kann. Besonders gut schmeckt sie auf frisch geröstetem Brot. 
Im Herbst werd ich dann mal eine Wildterrine ausprobieren, aber das muss noch ein wenig warten. 

Zum Schneiden der Terrine verwende ich gerne ein Elektromesser. Das brauche ich nur alle Jubeljahre einmal, in solchen Fällen lohnt es sich aber, weil man auch solche relativ weichen und sehr zarten Massen schneiden kann, ohne Druck auszuüben. 
Allerdings kann man die Male, da das Messer in den letzten 10 Jahren zum Einsatz gekommen ist, wahrscheinlich wirklich an einer Hand abzählen ;o)

Lachs-Terrine mit Forellenfilets
Zutaten für ca. 10 Personen
800 g Räucherlachs in dünnen Scheiben
8 Blatt Gelatine

5 EL Milch
600 g Schlagsahne
2 TL Meerrettich, frisch gerieben
1 Bund Dill
2–3 EL Zitronensaft
Salz und Pfeffer
4 geräucherte Saiblingsfilets (à ca. 65 g)
4 TL Saiblingskaviar

Außerdem
Dill zum Garnieren

Zubereitung

Eine Terrinen- oder Kastenform (ca. 26 cm x 8,5 cm mit ca. 1,25 Liter Inhalt) leicht von innen einölen und mit Klarsichtfolie auslegen. Boden und Rand der Form mit der Hälfte des Räucherlachses dachziegelförmig auslegen, dafür die besonders schönen Scheiben aussuchen. Den Lachs an den Rändern der Form ca. 3 cm überstehen lassen.
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Den restlichen Lachs mit 200 g Sahne und Meerrettich fein pürieren. Dill fein hacken und unter das Lachspüree heben. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen. 1 Saiblingsfilet längs teilen und die schöne Hälfte für die spätere Dekoration kalt stellen. 

Milch in einen Topf geben und bei milder Hitze erwärmen.  Die Gelatine gut ausdrücken und unter Rühren darin auflösen. Die Gelatine soll nicht zu warm werden, da sie sonst ihre Gelierkraft verliert. 1–2 EL Lachspüree einrühren. Die Gelatinemischung unter das Püree rühren und ca. 10 Minuten kalt stellen. 

Die restliche Sahne steif schlagen und unter das Lachspüree heben. Die Hälfte der Lachsmousse in die Form füllen. Saiblingsfilets mittig darauflegen und mit der übrigen Mousse darauf bedecken, glatt streichen. Den seitlich überstehenden Räucherachs auf die Mousse klappen. Die Terrine mit Folie bedecken und über Nacht im Kühlschrank kalt stellen.
Die Folie abziehen und die Terrine aus der Form auf eine Servierplatte stürzen, übrige Folie abziehen. Das für die Dekoration kalt gestellte Saiblingsfilet in 8 Stücke schneiden und auf der Oberseite der Terrine anrichten. Jeweils mit einem Klecks Saiblingskaviar und etwas Dill garnieren.
Multifunktionsform von Staub
*Kooperationslink   Originalrezept: lecker.de

Vanilleparfait

Nachdem ich neulich das weltbeste Vanilleeis gebloggt habe, trudelten eine ganze Menge Mails und Nachrichten bei mir ein, die mich alle das gleiche fragten: "Kann man das auch ohne Eismaschine machen?" Die Antwort ist sehr einfach. Nein, kann man nicht. Zumindest nicht 100%ig. 
Das Besondere an der Zubereitung einer Eiscreme mit der Eismaschine ist ja die Cremigkeit, die durch das ständige Rühren der Eismasse während des Gefrier- vorganges entsteht, das lässt sich ohne Maschine so nicht wirklich hinkriegen. 
Aber man kann sich natürlich behelfen und aus der Masse ein Parfait machen. Das ist dann vielleicht ein bisschen fester als die Original-Eiscreme, kommt dem aber schon sehr nahe und Ihr braucht dafür keine Maschine, sondern nur eine Form und ein Gefrierfach. 
Hier also jetzt die Parfaitvariante der weltbesten Vanille-Eiscreme, also quasi das weltbeste Vanille-Parfait ;o)

Vanilleparfait mit Applecrumble
Zutaten
600 ml Sahne
2 Vanilleschoten
5 Eigelb
1/4 TL Salz
90 g Inverzuckersirup

Zubereitung

Vanilleschoten längs aufschneiden und mit dem Messerrücken auskratzen. Vanillemark und ausgekratzte Schoten (darin sitzt das Aroma) zur Sahne geben und einmal aufkochen lassen. Von der Platte ziehen und im kalten Wasserbad abkühlen lassen. Über Nacht ziehen lassen. 

Eine 20 cm Kastenform mit etwas Öl einfetten und mit Klarsichtfolie auslegen, die Folie haftet durch das Öl besser in der Form. 

Die Eigelbe zusammen mit dem Salz in einer Metallschüssel verrühren und etwas stehen lassen (die gelbe Farbe wird dadurch intensiver). In der Zwischenzeit das Wasserbad vorbereiten, dafür Wasser in einem passenden Topf zum Kochen bringen. Die Temperatur zurückdrehen, dann die Eigelbe mit dem Invertzuckersirup über dem Wasserbad aufschlagen, bis die Eigelbmasse deutlich andickt und in etwa die Konsistenz einer Mayonnaise annimmt. Kaltes Wasser in die Spüle einlassen und die erkaltete Eigelbmasse darin kalt komplett rühren. Die Sahne direkt aus dem Kühlschrank steif schlagen und behutsam unter die Eimasse heben.

Die Parfaitmasse in die vorbereitete Kastenform einfüllen und über Nacht im Gefrierschrank gefrieren. Zum Servieren aus der Form stürzen, die Folie entfernen und in Scheiben schneiden. 

Vanilleeis, das weltbeste!

Auch wenn die Temperaturen draußen gerade eher wieder dazu einladen, es sich auf dem Sofa mit einer Tasse Kakao und einer dicken Wolldecke gemütlich zu machen, hab ich heute ein Eisrezept für Euch im Angebot - wenn wir schon frieren, dann aber auch richtig! 
Dieses Vanilleeis ist aber nicht irgendein Eis, sondern DAS Vanilleeis, das einige von Euch schon von Koch- und Forentreffen kennen und das ich schon seit mindestens einem Jahr bloggen wollte. 

Vanilleeis
Das Ursprungsrezept stammt aus The Perfect Scoop* von David Lebovitz, ich hab es aber ein wenig abgewandelt, damit es nicht nur besonders cremig wird, sondern auch  soviel Vanillearoma aufnehmen kann, wie nur möglich. Dazu braucht es natürlich Vanille, aber vor allem eines, Zeit - viel Zeit. 
Dieses Vanilleeis ist daher wahrscheinlich auch eine der zeitaufwendigsten Eissorten überhaupt :-)
Sahne/Milch-Mischung
Wenn ich beispielsweise für Sonntag ein Vanilleeis einplane, beginnen die Vorbereitungen schon am Freitag, dann wird nämlich die Sahne/Milch-Mischung mit den Vanilleschoten aufgekocht und darf erstmal für 24 Stunden ziehen, damit das Aroma der Vanille in die Grundmasse einziehen kann. 
Ich fülle die Sahne/Milch-Mischung dafür in eine große 1Liter-Flasche und stelle sie in den Kühlschrank, spart Platz.
Am nächsten Tag wird die Eismasse fertiggestellt und kann theoretisch auch sofort verwendet werden (sofern man sie runterkühlt), ich mach es mir aber einfach und lasse sie erst auf Zimmertemperatur runterkühlen und stelle sie dann über Nacht nochmals kühl. 
Am Sonntag kann die Eismasse dann direkt in die Eismaschine* umgefüllt werden und je nach Maschine steht schon 45 Minuten später der Eisbecher auf dem Tisch. Wenn man die fertige Eismasse in einen vorgefrorenen Behälter umfüllt und nochmals für 1-2 Stunden einfriert, werden die Kugeln natürlich deutlich fester und lassen sich besser formen. Am besten schmeckt das Eis aber direkt aus der Maschine :o)

Buttermilchwaffeln mit Roter Grütze und Vanilleeis
Ich selbst bin ja eher für die fruchtigen Eissorten, allen voran meinem heißgeliebten Zitroneneis. Ein selbstgemachtes Vanilleeis mit frischgebackenen Waffeln und einem Klecks Roter Grütze ist aber auch nicht ganz so schlecht.
Die bei Facebook versprochene Parfaitvariante reiche ich nach, sobald mein Mann diese Vanilleeisportion "vernichtet" hat, Vanilleeis und Parfait auf einmal schafft aber selbst mein Mann nicht ;o)

Vanilleeis
Zutaten
500 g Sahne
500 g Milch
3 Vanilleschoten
6 große Eigelbe (sonst evtl. 7)
50 g Rohrohrzucker 
1/4 TL Salz

Zubereitung
Sahne, Milch und Invertzuckersirup in einen Topf geben. Vanilleschoten längs aufschneiden und mit dem Messerrücken auskratzen. Vanillemark und ausgekratzte Schoten (darin sitzt das Aroma) zur Sahne/Milch-Mischung geben und einmal aufkochen lassen. Von der Platte ziehen und über Nacht ziehen lassen. 
Am nächsten Tag die Eier mit dem Salz in eine große Metallschüssel geben, grob miteinander verrühren und einige Minuten stehen lassen (die Farbe intensiviert sich dadurch). Den Zucker dazugeben und über dem siedenden Wasserbad mit dem Schneebesen aufschlagen, bis das Ei deutlich angedickt und schaumig ist. In der Zwischenzeit die vorbereitete Sahne/Milch-Mischung in einem Stieltopf wieder erhitzen.
Die Schüssel mir den aufgeschlagenen Eiern vom Wasserbad ziehen und die heiße Sahne/Milch-Mischung in einem dünnen Strahl unter stetigem Rühren unterrühren. Wieder auf das Wasserbad stellen und solange Rühren, bis die Eismasse deutlich eindickt und cremig wird - das dauert bis zu 15 Minuten. 
Komplett abkühlen lassen (evtl. über Nacht), dann je nach Eismaschine für ca. 40 Minuten runterkühlen. In der Zwischenzeit eine Form im Kühlschrank vorfrieren. 
Die Eismasse in die vorbereitete Form geben und nochmals ca. 2 Stunden im Gefrierschrank fest werden lassen. 
Vanilleeis
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Kürbiskernparfait

Eis geht für mich immer, egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Ich würde auch bei Minusgraden und Schneegestöber mit ner Tüte Eis durch die Gegend laufen ;o)

Während im Sommer natürlich fruchtige Eissorten, allen voran mein heißgeliebtes Zitronensorbet im Vordergrund stehen (obwohl, gerade das wirklich zu jeder Jahres- und auch Tageszeit geht), darf es in der kalten Jahreszeit auch ab und zu mal ein etwas gehaltvolleres Sahneeis, bzw. in diesem Fall ein Parfait sein. 
Für ein Parfait benötigt man keine Eismaschine, da es nicht gerührt, sondern direkt im Block eingeforen wird. Dass es trotzdem sehr geschmeidig und cremig wird, verdankt es der geschlagenen Sahne, die zum Ende der Zubereitung untergehoben wird.
KürbiskernparfaitIch verwende zum Gefrieren von Parfaits, aber auch der anderen Eissorten und Sorbets, gerne kleine 20 cm Kastenkuchenformen*, die halten durch das Vorgefrieren sehr gut die Temperatur und nehmen im Gefrierschrank nicht soviel Platz ein wie eine runde Schüssel. Mein Torrone  gebe ich übrigens auch in diese Form - ich glaube, zum Backen hab ich die tatsächlich noch nie verwendet.

Das Rezept für dieses wirklich großartige Parfait stammt aus Meine Heimatküche von Johann Lafer*. Das Buch stelle ich Euch in den nächsten Wochen im Rahmen einer Rezension noch genauer vor - bis dahin solltet Ihr dieses Parfait aber unbedingt schon einmal ausprobieren. Ihr würdet Euch sonst wirklich grünärgern :o)

Zutaten 
125 g Kürbiskerne
125 g Rohrohrzucker 
5 Eigelb 
1/4 TL Salz
60 g Inverzuckersirup
4 EL Kürbiskernöl
500 ml Sahne

Zubereitung
Eine 20 cm Kastenform mit etwas Öl einfetten und mit Klarsichtfolie auslegen (die Folie haftet durch das Öl besser in der Form) und im Gefrierschrank vorgefrieren. 
Die Kürbiskerne trocken in einer Pfanne anrösten, bis sie knistern und zu duften beginnen. Herausnehmen und auf einem Teller beiseite stellen. Den Zucker in der Pfanne schmelzen und rühren, bis der Karamell hellbraun ist, dann die Kürbiskerne dazugeben, verrühren und die Masse auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Komplett abkühlen lassen, dann grob zerbrechen und in einem Mörser zerstoßen. 
Die Eigelbe zusammen mit dem Salz in einer Metallschüssel verrühren und etwas stehen lassen (die gelbe Farbe wird dadurch intensiver). In der Zwischenzeit das Wasserbad vorbereiten, dafür Wasser in einem passenden Topf zum Kochen bringen. Die Temperatur zurückdrehen, dann die Eigelbe mit dem Invertzuckersirup über dem Wasserbad aufschlagen, bis die Eigelbmasse deutlich andickt und in etwa die Konsistenz einer Mayonnaise annimmt. Kaltes Wasser in die Spüle einlassen und die erkaltete Eigelbmasse darin kalt rühren, das Kürbiskernöl und den Krokant dazugeben und unterrühren. Die Sahne steif schlagen und behutsam unter die Eimasse heben.
Eine kleine Kastenform mit Klarsichtfolie auslegen, dann die Parfaitmasse einfüllen und über Nacht im Gefrierschrank gefrieren.

Zum  Servieren aus der Form stürzen, die Folie entfernen und in Scheiben schneiden. Mit Rotweinzwetschen servieren.
Quelle: Johann Lafer - Meine Heimatküche*  
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Whiskytrüffel

Wenn man, wie jetzt in der Weihnachtszeit, schon mal so richtig hemmungslos schlemmen und in Schokolade schwelgen kann, dann sollte man das auch ausnutzen - Gedanken um die Pfunde können wir uns dann im neuen Jahr wieder machen. Um meinem Blogmotto also alle Ehre zu machen, hab ich daher heute noch eine weitere schokoladige Kleinigkeit für Euch, die Ihr auch so kurzfristig vor dem Fest noch zubereiten könnt.  

Pralinen sind ja eigentlich eine ziemlich anspruchsvolle Geschichte, da muss Schokolade auf den Punkt temperiert werden, damit sie nicht stumpf und grau wird, sondern schön glänzt, Hohlkörper werden gegossen, gefüllt, geigelt, usw. usf. 
Ich kann das alles nicht, bei mir wird die Schokolade, auch wenn ich mir einbilde sie richtig und nach Anweisung zu temperieren, trotzdem grau und sieht schon nach einer Stunde aus, als würde sie seit 3 Jahren in der hintersten Ecke der Küche rumliegen. Vielleicht gönne ich mir nächstes Jahr mal einen Pralinenkurs... 

Whiskytrüffel
Wenn es Euch auch so geht und Ihr Euch deshalb bisher nicht an Pralinen und Konfekt gewagt habt, gibt's jetzt endgültig keine Ausrede mehr.
Diese Pralinen sehen vielleicht nicht so mordsprofessionell und schick aus wie die klassischen Igeltrüffel oder gegossene Pralinen, dafür sind sie aber auch einfacher gemacht ;o)

Solltet Ihr also noch eine Kleinigkeit zum Verschenken suchen oder zur weihnachtlichen Kaffeetafel oder als Abschluss Eures Weihnachtsmenüs ein leckeres Konfekt anbieten wollen, dann hab ich heute eine sehr einfache, unkomplizierte und wirklich schnell gemachte Variante für Euch. 

Valrhona Kuvertüre
Den hier verwendeten Whisky könnt Ihr natürlich auch komplett weglassen oder durch einen anderen Alkohol, wie Rum oder Amaretto ersetzen oder, falls Ihr die Pralinen nicht schon zu Weihnachten verschenken oder genießen möchtet, solltet Ihr unbedingt mal die Fruchtversion probieren. Dafür bieten sich Fruchtpulver an, die aus gefriergetrockneten Früchten hergestellt werden. 
Ich hab das Pulver schon beim Mokka-Cassis-Konfekt vorgestellt, damals mit dem Cassispulver*, aber auch Himbeer-*, Brombeerpulver* schmecken klasse in Kombination mit dunkler Schokolade. Für die unten angegebene Menge gebt Ihr ungefähr 15-20 g Fruchtpulver zu der fertigen Schokomasse. 

Whiskytrüffel
Zutaten 
200 ml Sahne
1 Prise Salz
300 g 70% Kuvertüre (Valrhona Guajana)
20 g Butter 
3 EL Whisky (Balvenie Single Barrel, 15 Jahre, 47,8%) 
Kakaopulver zum Wälzen

Zubereitung 
Die Sahne mit dem Salz in einen Topf geben und einmal aufkochen. In der Zwischenzeit die Kuvertüre fein hacken. 
Die Milch von der Herdplatte ziehen und die gehackte Schokolade nach und nach einrühren. Die Butter dazugeben, zum Schluss den Whisky unterrühren. 
Für die eckigen Trüffel, die Ganache in ein kleine eckige, mit Folie ausgekleidete Form geben und im Kühlschrank über Nacht fest werden lassen. Am nächsten Tag in Form schneiden und in Kakaopulver wälzen.
Für die runden Trüffel teelöffelweise kleine Ganacheportionen abstechen und zwischen den Händen rund rollen. Ebenfalls im Kühlschrank runterkühlen und fest werden lassen, am nächsten Tag in Kakaopulver wälzen.
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