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Grilled-Cheese-Sandwich mit Steinpilzpesto

Es ist wieder soweit, heute ist Pestotag und ich habe das Pesto des Monats für Euch. In diesem Monat hab ich mich für ein Steinpilzpesto entschieden, denn da mein Mann keine Pilze mag, komme ich viel zu selten in den Genuss. Ich muss also jede Gelegenheit nutzen. 
Ein Pesto ist nicht nur perfekt für die schnelle Feierabendküche, wenn Ihr mal wieder keine Lust habt, groß zu kochen, sondern es ist auch sehr vielfältig in der "Anwendung". Pesto mit Nudeln ist natürlich die klassische Version, aber Pesto kann noch viel mehr. Es schmeckt großartig als Dipp zu Gemüse, man kann damit sehr schnell und einfach Gebäck, Pizza oder Tartes aufpeppen und nicht zuletzt ein herrliches Grilled-Cheese-Sandwich zubereiten. 
Ich hab Euch deshalb heute ein reich belegtes Grilled-Cheese-Sandwich mit knusprig gebratenem Speck, viel Käse, Steinpilzpesto und Portweinzwiebeln zubereitet. Als Kontrast gibt's bei mir eine Gewürzgurke dazu, wenn Ihr mögt, könnt Ihr die auch noch aufs Sandwich legen. Das ergibt einen schönen Kontrast von aromatischem Pesto, leicht süßen Zwiebeln, würzigem Käse, knusprigem Speck und den sauren Gurken.  

Grilled-Cheese-Sandwich mit Steinpilzpesto
Für den heutige Pestodonnerstag habe natürlich nicht nur ich mir Gedanken zum Thema Pesto gemacht, sondern es gibt noch eine Menge für Euch zu entdecken. Viel Spaß beim Stöbern in der Nachbarschaft!
Steinpilzpesto
Steinpilzpesto

Zutaten
kochendes Wasser
2 confierte Knoblauchzehen, hausgemacht
100 ml Rapsöl
40 g gemahlene Mandeln
2 gehäufte EL Parmesan, frisch gerieben
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 TL Zitronensaft
1 TL Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten

Zubereitung
Die Steinpilze in eine Schüssel geben und mit lauwarmem Wasser bedecken. 15 - 30 Minuten ziehen lassen, dann in einem Sieb abgießen und mit den Händen ausdrücken. 
Die Steinpilze mit Öl, Mandeln und Knoblauch in einen Mixer geben und pürieren, bis die Steinpilze fein gemixt sind. Die restlichen Zutaten zufügen, verrühren und nochmals nach Geschmack abschmecken.
In ein kleines Schraubglas füllen und mit etwas Öl bedecken. Im Kühlschrank aufbewahren.

Grilled-Cheese-Sandwich mit Steinpilzpesto

Zutaten für ein Sandwich
2 Scheiben Kastenweißbrot
Käse nach Wahl (bei mir Cheddar, Purple Vintage)
4 Scheiben Speck
Steinpilzpesto, hausgemacht
Portweinzwiebeln, hausgemacht
Butterschmalz, hausgemacht

Zubereitung
Speckscheiben in einer Pfanne bei mittlerer Hitze knusprig braten, dann auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. 
Eine Scheibe Weißbrot mit Käse belegen, dann Speck, 1 EL Steinpilzpesto und 1 EL Portweinzwiebeln draufgeben. Erneut mit Käse belegen und mit einer zweiten Scheibe Weißbrot abschließen.
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, das Sandwich hineingeben und bei niedriger bis mittlerer Hitze anbraten, dabei mit einem Pfannenwender zusammendrücken. Das Sandwich wenden und braten, bis der Käse zerlaufen und das Sandwich knusprig braun ist. Sofort servieren. 
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Semmelknödel-Guglhupf mit Champignon-Ragout

Soulfood war schon am Dienstag das Thema im KuLa, als ich Euch meine aktuelle Lieblingssuppe, die zufällig auch die leckerste Suppe der Welt ist, vorgestellt habe. Heute leg ich noch ne Schippe drauf und serviere Euch "alpenländisches Soulfood", das so oder ähnlich auch auf der Speisekarte der Skihütten zu finden ist.
Für mich als Fischkopp gehören süddeutsche, österreichische und auch schweizer Rezepte natürlich nicht zu meiner heimischen Küche, daher hab ich mich umso mehr über das Rezeptebuch-Synchronkochen zum Thema Hüttenzauber gefreut und die Gelegenheit genutzt, mal wieder etwas tiefer in die Materie einzusteigen.

Semmelknödel-Guglhupf mit Champignon-Ragout
Ich selbst war zwar noch nie auf einer Skihütte, weil mich nichts in die Berge zieht, sondern ich lieber im überschaubaren Flachland bleibe, aber so ungefähr kann man sich ja denken, was dort serviert wird. 
Ein paar in Frage kommende Gerichte hab ich tatsächlich schon in meinem Archiv, denn in meinem Sortiment gibt's bereits 3 Sorten Schmarrn (klassischen Kaiser-schmarrn, Grieß- und Lebkuchenschmarrn), Schupfnudeln, Käsespätzle, Germ-knödelKäsefondue, Servietten- und Brezenknödel, usw.
Wahrscheinlich hab ich noch einige vergessen, aber bei mittlerweile über 1200 Rezepten verliere ich langsam aber sicher den Überblick. 

gewürfelter Speck in der Pfanne
Meine erste Idee für dieses Synchronkochen war in Backhendl, da ich aber beim Synchronkochen #Winterburger erst kürzlich einen Fried Chicken Burger gemacht habe und Euch dieses Fried Chicken (ohne den Burger) demnächst noch vorstellen möchte, war das schnell wieder aus dem Rennen. 
Ich hab also lieber meine Puddingform*, in der ich kürzlich schon den Kohlpudding zubereitet habe, wieder hervorgeholt und darin einen Semmelknödelguglhupf ausprobiert. Wie Ihr seht, hat dieser Versuch wunderbar geklappt, der Guglhupf ist herrlich locker geworden, lässt sich prima vorbereiten und später in Scheiben schneiden und entweder so servieren oder nochmal aufbraten. 

Natürlich schmeckt dieser Guglhupf hervorragend als Beilage zu einem kräftigen Braten, Rouladen oder einem Gulasch, bei mir gab es aber "nur" ein Champignon-ragout dazu und ich war im 7. Himmel. Wäre die Portion nicht irgendwann alle gewesen, ich hätte so schnell nicht mit dem Essen aufgehört. 

Die Reste des Guglhupfs hab ich am nächsten Tag aufgebraten und weil die Champignons alle waren, gab es dazu ein Paprikakraut - fast so gut wie mein Champignonragout!

Semmelknödelmasse in der Form
Wie immer, bin ich auch diesmal nicht die einzige, die sich ein Rezept zum Synchronkochen #Hüttenzauber überlegt hat, sondern außer mir haben noch einige andere Blogger teilgenommen und 7 weiter präsentieren Euch heute in ihren Blogs die Rezepte, die dabei rausgekommen sind. Viel Spaß beim Stöbern und Nachkochen!
Semmelknödelguglhupf
Semmelknödelguglhupf

Zutaten 
8 altbackene Brötchen (ca. 500 g)
200 ml Milch 
2 Eier 
1 rote Zwiebel
100 g Speck
1 Bund Schnittlauch
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Außerdem
Butter und Semmelbrösel für die Form

Zubereitung
Die Brötchen in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben, die Milch erhitzen und darüber verteilen. Ca. eine halbe Stunde ziehen lassen, währenddessen einmal mischen.
In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Speck ebenfalls würfeln. Die Speckwürfel in einer Pfanne auslassen, die Zwiebelwürfel dazugeben und beides glasig andünsten. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. 
Eier und Speck/Zwiebelmasse zu den eingeweichten Brotwürfeln geben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles gründlich vermengen. Zum Schluss die Schnittlauchröllchen unterheben.
Die Puddingform sehr gründlich ausbuttern und mit Semmelbröseln ausstreuen. Die Form ausklopfen, so dass überschüssige Semmelbrösel entfernt sind und die Masse hineindrücken. 
Die Puddingform verschließen und in einen Topf stellen. Soviel Wasser angießen, dass die Form zu ⅔ im Wasser steht und den Guglhupf bei mittlerer Temperatur ca. 45 Minuten garen. 
Die Puddingform aus dem Wasser nehmen, öffnen und den gegarten Guglhupf zügig stürzen. Den Guglhupf auf keinen Fall in der Form abkühlen lassen, da er sich dann nicht mehr gut aus der Form lösen lässt.

Entweder direkt in Scheiben schneiden und servieren oder die Scheiben in etwas Butterschmalz goldbraun anbraten. 

Champignons in der Pfanne
Pilzragout
Zutaten 
1 Schalotte 
300 g braune Champignons
1 EL Butterschmalz, hausgemacht
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
200 ml Sahne
1 TL Steinpilzpulver, hausgemacht
½ TL Mehl & 3 EL kalte Milch (optional)
½ Bund Schnittlauch

Zubereitung
Die Champignons putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln, die Schalotte schälen und sehr fein würfeln. Etwas Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Champignons rundherum kräftig anbraten. Mit Sahne ablöschen, das Steinpilzpulver dazugeben und leicht einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und je nach Vorliebe mit etwas in kalter Milch angerührtem Mehl abbinden. Schnittlauch in Röllchen schneiden und zu dem Ragout geben, dann servieren. 
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Pappardelle mit Pilzen und Tiroler Speck

Pilze sind hinter den Kulissen des Kuriositätenladens immer sone Sache, ich bin nämlich die einzige hier, die Pilze mag. Der Gatte ergreift sofort die Flucht und türmt aus der Wohnung, sobald ich ihm auch nur einen Pilz unter die Nase halte.
Da ich nur ungern doppelt koche, komme ich daher leider nur selten in den Genuss von Pilzen und genieße es dafür jedes Mal umso mehr. Besonders gerne mag ich Pilze in Kombination mit Pasta und daher habe ich neulich einen Strohwitwentag genutzt, mir große Tüte Pilze vom Wochenmarkt mitgebracht, frische Pappardelle zubereitet und dazu eine ganz einfache, aber mächtig leckere Pilzsauce gekocht. Heaven, I'm in heaven... 

Pappardelle mit Pilzen und Tiroler Speck
Zutaten
300 g gemischte Pilze (bei mir Pfifferlinge und flockenstielige Hexenröhrlinge)
Rapsöl zum Anschwitzen
50 g Tiroler Speck, sehr dünn aufgeschnitten
1 Schalotte
1/2 TL Thymian, getrocknet*
50 ml Noilly Prat*
200 ml Sahne
1 TL Steinpilzpulver, hausgemacht oder gekauft*
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 kleine Tasse Pastakochwasser (optional)

Außerdem 
200 g frische Pappardelle

Zubereitung
Die Pilze putzen und je nach Größe ganz lassen oder in Scheiben schneiden. Die Schalotte sehr fein würfeln, den Tiroler Speck ebenfalls in feine Streifen schneiden.
Etwas Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze darin sehr scharf anbraten und etwas Farbe nehmen lassen. Schalottenwürfel und Speckstreifen dazugeben und glasig anschwitzen, dann den Thymian dazugeben und einmal durchschwenken. 
Mit Noilly Prat ablöschen und etwas einreduzieren lassen, dann die Gemüsebrühe und Sahne dazugeben. Mit Steinpilzpulver, Salz und Pfeffer würzen und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Pasta in reichlich Salz-wasser al dente kochen.
Die Pasta abgießen, aber eine Tasse Kochwasser zurückbehalten. Die Pasta tropfnass zur Sauce geben und durchschwenken. Je nach Konsistenz das Kochwasser zur Sauce geben, nochmal abschmecken und sofort servieren.
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Brezenknödel, gedämpft


Knödel gehören für mich als Fischkopp nicht gerade zu den üblichen Beilagen. In meiner Kindheit gab es ab und zu mal Kartoffelknödel, meist hat meine Mama aber Salzkartoffeln, Kartoffelpüree, Bratkartoffeln oder etwas in der Art als Beilage zubereitet. Zu meiner ersten Begegnung mit einem Knödel, der nicht aus Kartoffeln bestand, kam es erst sehr viel später, als ich meinen ersten Serviettenknödel ausprobiert habe. 
Nach wie vor mag ich Serviettenknödel recht gerne, aufgrund meiner Kartoffel- prägung bleibe ich aber wohl auf ewig auf die Kartoffel fixiert. 
Brezenknödel habe ich erst vor Kurzem ausprobiert, mag sie aber sogar noch lieber als die Serviettenvariante. An erster Stelle kommen also nach wie vor Kartoffeln, dann diese Brezenknödel, Serviettenknödel und danach der Rest :o)

Brezenknödel, gedämpft
asiatischer Dämpfkochtopf
Was ich wirklich ganz und gar nicht mag, sind gekochte Brezen- oder Semmelknödel, zumindest habe ich noch keine gegessen, die mir geschmeckt haben. Die Konsistenz war immer fester und trotzdem wabbeliger durch das Wasser. Gefällt mir nicht, also dämpfe ich die Knödel, dann werden sie lockerfluffig. 
Bevor ich den Thermomix bekommen habe, hat das Dämpfen mein wunderschöner asiatischer  Dämpftopf übernommen, jetzt mache ich es mir einfach und schmeiß den Thermomaten an. Natürlich hab ich aber auch die Zubereitung im Dämpftopf beschrieben. Wenn Ihr einen richtigen Dampfgarer habt, also so einen Backofendampfgarer, folgt einfach den Anweisungen Eures Gerätes.

Brezenknödel im Thermomix

Zutaten 
300 g altbackenes Laugengebäck
150 g heiße Milch 
2 Eier 
1 rote Zwiebel
50 g gewürfelter Speck 
(200 g Pfifferlinge)
2 EL Schittlauchröllchen 
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung 
Laugengebäck in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben, die Milch erhitzen und darübergeben. Ca. eine halbe Stunde ziehen lassen, währenddessen einmal wenden. 
Inder Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Speckwürfel in einer Pfanne auslassen, die Zwiebelwürfel dazugeben und beides glasig andünsten. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. 
Für die Pilzvariante die Pilze putzen, in feine Würfel schneiden und zusammen mit den Zwiebel- und Speckwürfeln anbraten. 
Eier und Speck/Zwiebelmasse zu den eingeweichten Brotwürfeln geben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles gründlich vermengen. Zum Schluss die Schnittlauchröllchen unterheben. 
Mit einem Eiskugelportionierer gleichmäßige Portionen abteilen und mit feuchten Händen zu Kugeln formen. Die Semelknödel entweder im siedenden Wasser garziehen lassen (die Garzeit hängt von der Größe ab) oder in einem Dämpftopf für eine halbe Stunde dämpfen)

Dämpfen im Thermomix 
Varoma dünn mit Butter ausfetten, die Semmelknödel mit etwas Abstand einsetzen und den Deckel aufsetzen. 
500 ml Wasser in den Mixtopf füllen, den Deckel und Varoma aufsetzen und für 35 Minuten/Varoma/Stufe 1 garen. 

Dämpfen im Bambusdämpfer/Dämpftopf
Backpapier etwas kleiner als den Durchmesser des Dämpfeinsatzes, bzw. Damptopfes zuschneiden und mehrfach mit einem Messer einschlitzen, so dass der Dampf zirkulieren kann. 
Wasser in den Wok oder das Unterteil des Dämpftopfes füllen, Backpapier in den Dämpfer einlegen und die Brezenknödel auf das Backpapier setzen. Wasser zum Kochen bringen und die Ködel für ca. 35 Minuten garen.

Ofenkartoffeln mit Rote-Bete-Tzatziki und gebratenen Champignons

Was Beilagen betrifft, bin ich sehr einfach glücklich zu machen. Man muss mir eigentlich nur eine Schüssel Kartoffeln hinstellen und ich schon bin ich ruhiggestellt und höre erst wieder auf zu essen, wenn sie leer ist - ich liebe Kartoffeln. 
Wen die Kartoffeln so richtig gut sind, dann brauche ich eigentlich auch gar nichts dazu, evtl. ein wenig gute Butter und etwas Lieblingssalz oder ein leckerer Kräuterquark, das genügt mir völlig. 

Ofenkartoffeln mit Rote-Bete-Tzatziki und gebratenen Champignons
Heute habe ich Euch eine Backofenkartoffel mit Mädchentzatziki und gebratenen Champignons mitgebracht, in die ich mich hätte reinlegen können, so lecker war das alles zusammen. Tzatziki liebe ich sowieso sehr, da wir aber gerade keine Gurkensaison haben und alles was rosa ist, ja eh zu meinem natürlichen Beute- schema gehört, hab ich einfach mal Rote-Bete-Tzatziki ausprobiert und war begeistert. Diese Kombination schmeckt mindestens so gut wie die herkömmliche Gurkenvariante und ist obendrein noch viel hübscher. Nochmal eine Steigerung meines Radieschen-Tzatzikis und der war schon hübsch rosa :o)

Backofenkartoffeln
Für meinen Mann gab es gebratenes Hähnchen dazu und ich hatte endlich mal wieder Pilze. Da der Gatte keine Pilze isst, ist das für mich immer ein kleines Festessen - auch wenn es "nur" gewöhnliche Champignons sind. 
Die Kartoffeln müssen natürlich keine Backofenkartoffeln sein, meine sind ja auch nur so halb im Backofen zubereitet, weil es sonst ewig dauert, bis sie fertig sind. Richtige Backofenkartoffeln mache ich nur, wenn der Backofen eh mit etwas anderem beschäftigt ist und man die Kartoffeln noch dazulegen kann. Hier hab ich sie im Topf angegart und später nur im Backofen zuende. Beim nächsten Mal (und das gibt es für diese Kombination auf jeden Fall!), werden es wohl simple Pellkartoffeln, das schmeckt im Endeffekt nicht wirklich anders, ist aber schneller gemacht. 

Rote-Bete-Tzatziki
Zutaten 
4 Backkartoffeln
300 g braune Champignons
Rapsöl
1 EL glatte Petersilie 
Salz 
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Rote-Bete-Tzatziki
200 g frische Rote Bete, geputzt
400 g Süzme Joghurt, 10%
3 EL Rapsöl
2 EL Himbeer-Essig
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/2 Bund Dill 
1 EL frisch geriebener Meerrettich

Zubereitung
Die Kartoffeln waschen und in einem Topf mit etwas Wasser zum Kochen bringen. Für 20 Minuten kochen, dann abgießen und auf der ausgeschalteten Platte ausdampfen lassen. In Alufolie wickeln und für ca. 30 Minuten bei 180°C auf einem Backblech oder alternativ einem Schmortopf garen.

In der Zwischenzeit den Rote-Bete-Tzatziki zubereiten. Dafür die Rote Bete schälen und so fein wie möglich reiben. Einmalhandschuhe anziehen und die Raspel über der Spüle kräftig mit den Händen ausdrücken, so dass möglichst wenig Flüssigkeit zurückbleibt. 
Die Raspel mit dem Joghurt, Öl und Essig verrühren, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken und den fein geschnittenen Dill und fein geriebenen Meerrettich unterrühren.

Die Champignons putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. In etwas Öl kräftig anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Schluss die fein gehackte Petersilie dazugeben und durchschwenken. 

Die Kartoffeln halbieren, Rote-Bete-Tzatziki daraufgeben und mit den Champignons servieren. 

Safranrisotto mit Steinpilzen

Es gibt Rezepte, von denen weiß man als Foodblogger schon vor der Veröffentlichung, dass sie viel Aufmerksamkeit und Resonanz bewirken (Schokolade! ;o) ) und natürlich auch solche, die eher ein Schattendasein führen und wenn überhaupt mal 1-2 Kommentare bekommen.
Risotto ist so ein Gericht, das scheinbar niemanden hinterm Ofen hervorlockt und dabei ist es so lecker, wie kaum etwas anderes. Also, gebt dem Risotto eine Chance - Ihr werdet es sicher nicht bereuen!

Safranrisotto mit Steinpilzen
Für mich und meinen Mann ist dieser spezielle Risotto auch deshalb großartig, weil ich so endlich mal wieder in den Genuss von Pilzen komme, er den Risotto aber einfach ohne essen kann - er mag ja keine Pilze.
Die  Pilze kommen ja erst zum Ende dazu, d.h., vorher nehme ich seine Portion einfach ab und gebe dann für mich die Pilze dazu - perfekt!

Das Rezept stammt wieder aus Italien vegetarisch*, ich koche mich gerade einmal quer durch das Buch und bereite die nächste Rezension vor. Nächsten Samstag erzähl ich Euch dann noch mehr zu diesem schönen Kochbuch.

Safranrisotto mit Steinpilzen
Zutaten 
1 Schalotte
2 confierte Knoblauchzehen
Olivenöl
300 g Risottoreis (bei mir Arborio)
100 ml trockener Weißwein
1 Liter Gemüsebrühe
1 Briefchen Safranfäden (ca. 0,1 g)
Meersalz
1 EL Butter 
50 g Nordländer oder Parmesan, frisch gerieben

Außerdem
400 g Steinpilze
Salz und schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen 
1 TL glatte Petersilie, fein gehackt

Zubereitung
Die Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. In der Zwischenzeit die Gemüsebrühe in einem Stieltopf zum Kochen bringen. 
Die Schalottenwürfel in einem zweiten, größeren Topf in etwas Olivenöl anschwitzen. Den Reis dazugeben und ebenfalls glasig anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und komplett einkochen lassen. Mit etwas Salz würzen und nach und nach kellenweise die heiße Brühe angießen und den Risotto bei mittlerer Hitze garen.
In der Zwischenzeit die Steinpilze mit einem feuchten Tuch putzen und in Scheiben schneiden, beiseite stellen.
Gegen Ende der Garzeit die Safranfäden in einer kleinen Tasse in etwas heißer Brühe einweichen und zum Risotto geben. In der Zwischenzeit die Pilze in etwas Olivenöl anbraten, bis sie goldbraun sind. Einige besonders schöne Scheiben zur Dekoration beiseite stellen, den Rest unter den Risotto heben.
Der Risotto ist fertig, wenn die Reiskörner noch einen leicht festen Kern haben. 
Den geriebenen Käse und die Butter unterheben, mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und den Risotto für 3 Minuten ziehen lassen. 
Den Risotto anrichten und mit den beiseite gestellten Pilzscheiben, etwas fein gehackter Petersilie und grob gemahlenem Pfeffer servieren.
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Balsamico-Champignons

Eine Kleinigkeit für Zwischendurch und für den Fall, dass der Sommer noch einmal vorbeischauen sollte. 
Für eines meiner letzten Kochtreffen (ich glaube, das war der Eisworkshop) hab ich als kleine Stärkung zwischen den einzelnen "Gängen" eine Auswahl verschiedener Antipasti und Mezze vorbereitet, darunter waren eingelegte Zucchini- und Auber- ginenscheiben, Hummus, Ratatouille, verschiedene Pestosorten und eben diese eingelegten Champignons. 
So 100%ig haben sie mir damals noch nicht gefallen, aber ich hab die Rezeptur neulich noch einmal überarbeitet und nun mag ich sie richtig gerne. Ich bin ja eigentlich kein großer Balsamico-Fan, weil ich finde, dass es soviel bessere Essig- sorten gibt, als den immergleichen und meistens qualitativ wirklich gruseligen Balsamico, aber in diesem Fall passt das sehr gut und Ihr braucht auch keinen besonders guten Aceto Balsamico zu verwenden. Ich nehme für diese Champignons Balsamico von Mazetti, der hat genauso wenig mit einem echten Balsamico zu tun wie die deutschen Billigsorten, reicht in diesem Fall aber wirklich aus.
Die Champignons schmecken lauwarm, aber auch kalt und eignen sich ganz hervorragend als Grillbeilage.

Balsamico-Champignons
Zutaten
1 kg braune Champignons
1 rote Zwiebel
Olivenöl
2 Zweige frischer Rosmarin
Salz nach Geschmack
1/2 TL Piment d'Espelette
100 ml Balsamico
2 TL Rohrohrzucker

Zubereitung 
Die Champignons putzen und ggf. von vorhandenen Erdresten befreien. Je nach Größe im Ganzen weiterverarbeiten oder halbieren, bzw. vierteln. Die Zwiebel putzen und in sehr feine Streifen schneiden.

Olivenöl und 2 EL Knoblauchöl in einer Pfanne erhitzen und die Hälfte der Champignons, sowie der Zwiebelwürfel mit einem zerzupften Rosmarinzweig sehr scharf darin anbraten. Gelegentlich schwenken und von allen Seiten goldbraun braten. Mit Salz und Piment d'Espelette würzen, dann die Hälfte des Balsamicos dazugeben und durchschwenken. Einen TL Zucker darüberstreuen und verrühren. 
Einige Minuten einkochen lassen, dann in eine Schüssel geben und mit der anderen Hälfte der Champignons genauso verfahren. Die fertigen Pilze beiseite stellen und vor dem Servieren etwas ziehen lassen.

Scharf-saure Suppe

Chinesische Suppen gehören zu meinen absoluten Lieblingssuppen und diese hat sich letzte Woche den Spitzenplatz erobert. Erstaunlich, dass es nur ein wenig Sojasauce, Essig und ein paar Pilze braucht, damit eine so aromatische Suppe entsteht und das Tütchen mit dem weißen Wunderpulver komplett überflüssig macht. 
Besonders gut gefällt mir hier die säuerlich/scharfe Note, ich mag das so gerne, das ich diese Suppe tatsächlich trinken könnte  - deshalb gab es sie auch gleich zweimal innerhalb einer Woche.

Das Rezept stammt aus einem Buch, das schon seit einigen Jahren in meinem Regal steht, aus dem ich aber bisher noch kein einziges Rezept gekocht habe. Ich wollte es kürzlich sogar schon ausmustern, GSD hab ich das nicht gemacht!
Wok - Chinesisch kochen von Ken Hom* ist ein auf den ersten Blick recht unspektakuläres Buch, beim genaueren Durchschauen habe ich jetzt aber doch einige Rezepte gefunden, die ich in der nächsten Zeit ausprobieren möchte. Falls Ihr das Buch noch irgendwo auftreiben könnt, schaut unbedingt mal rein! 

Ich habe zwei Varianten ausprobiert, einmal die Originalversion aus dem Buch mit Hühnerbrühe und Schweinefleischstreifen und dann noch eine vegane Variante (meine Hühnerbrühe war überraschend alle ;o) ) mit Gemüsebrühe und Tofu. Die vegane Variante schmeckt fast so aromatisch wie das Originalrezept - es muss also nicht unbedingt mit Fleisch sein. 
 
Scharf-saure Suppe, vegane Variante
Zutaten 
200 g Schweineschulter im Stück 
2 TL Shao Xing* (alternativ trockener Sherry)
1 TL Maisstärke 
1 Prise Salz 
1 Prise Zucker 

Für die Suppe
1,5 Liter Hühnerbrühe
15 g Shiitake-Pilze
10 g Mu-Err-Pilze 
Salz und Pfeffer
5 TL Chiliöl 
2 Eier 
frisches Koriandergrün

Zubereitung
Das Schweinefleisch in sehr dünne Streifen schneiden und zusammen mit den restlichen Zutaten eine halbe Stunde marinieren lassen. Die Pilze mit kochendem Wasser übergießen und ebenfalls eine halbe Stunde ziehen lassen. Anschließend die Stiele der Shiitake-Pilze entfernen und die Pilze in dünne Streifen schneiden.

Die Brühe zum Kochen bringen und mit Sojassauce, Salz, Pfeffer, Reisessig und Chiliöl abschmecken. Die Pilze und das Fleisch dazugeben und kurz ziehen lassen. Das Ei verkleppern und in einem dünnen Strahl in die Suppe einrühren. Die Suppe selbst mit zwei Rührstäbchen bewegen, so dass feine Eierfäden entstehen. 
Mit frischem Koriandergrün servieren. 

Scharf-saure Suppe mit Fleisch
Vegane Variante
1,5 Liter Gemüsebrühe
15 g Shiitake-Pilze
10 g Mu-Err-Pilze 
250 g Tofu nach Wahl (bei mit Taifun)
Salz und Pfeffer
5 TL Chiliöl 
frisches Koriandergrün

Außerdem 
100 g Glasnudeln
200 g Sojasprossenkeimlinge

Zubereitung
Die Pilze mit kochendem Wasser übergießen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Anschließend die Stiele der Shiitake-Pilze entfernen und die Pilze in dünne Streifen schneiden. Den Tofu in Würfel schneiden. 
Die Brühe zum Kochen bringen und mit Sojassauce, Salz, Pfeffer, Reisessig und Chiliöl abschmecken. Die Pilze und den Tofu dazugeben und kurz ziehen lassen.
In der Zwischenzeit die Glasnudeln mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Das Wasser abgießen, die Glasnudeln etwas zerschneiden und zur Suppe geben. Abschließend die Sojasprossen zur Suppe geben. Nochmals erhitzen und servieren.

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Coq au Riesling

Ein neues Familienmitglied wie mein neuer Wundertopf muss natürlich mit einem anständigen Willkommensessen begrüßt werden, schließlich wollen wir beide viele Jahre miteinander schmoren, kochen und backen. 
Rouladen und Gulasch standen unter anderem zur Auswahl, schlussendlich hab ich mich aber doch für ein Coq au Riesling entschieden. Mein Neuer ist ja bekanntlich Franzose und soll sich daher schnell heimisch fühlen und Hähnchen und ich, das ist ja eh eine ganz große Liebesgeschichte ;o)

Coq au Riesling
Wenn ich ein Brathähnchen zubereite, dann kaufe ich natürlich ein ganzes Hähnchen, beim Schmoren greife ich aber sehr gerne auf die Schenkel zurück, die ganz zu Unrecht in der Beliebtheit hinter den faden und oft trockenen Brüsten stehen. Schenkel sind viel saftiger, aromatischer und verzeihen gerade beim Schmoren auch die ein oder andere Minute zuviel im Backofen.
Dass es unbedingt ein Hähnchen aus artgerechter Haltung und kein 2,50 € Huhn aus Massentierhaltung sein soll, muss ich sicher nicht noch einmal erwähnen, das sollte selbstverständlich sein. 

Hähnchenschenkel
Das Rezept basiert ganz grob auf einem Coq au Riesling-Rezept aus der essen & trinken. Ich hab es aber wie immer an unseren Geschmack und natürlich meinen pilzverschmähenden Problemfall, auch als Ehemann/Mitesser bekannt, angepasst, denn ich wollte unbedingt Champignons dabeihaben.
Damit der Gatte nicht direkt Reißaus nimmt oder stundenlang und mit langen Zähnen im Essen rumstochert und die Champignons raussucht um sie in Reih und Glied auf dem Tellerrand zu platzieren, habe ich sie extra angebraten und erst zum Schluss dazugegeben, bzw. nur ein paar fürs Foto auf dem Essen verteilt und den Rest dann für mich behalten und quasi dazu gegessen. So hat der Gatte eine pilzfreie Variante und ich musste keine totgeschmorten Pilze essen - eine eindeutige Win-Win-Situation! 
Wenn Ihr keine Pilzhasser dabeihabt, gebt die Champignons einfach zum Ende der Schmorzeit dazu und lasst alles noch einmal kurz durchziehen. 

Als Beilage gibt es bei uns nur ein leckeres Brot zum Dippen der großartigen Sauce dazu - seit ich den Wundertopf habe natürlich ein No Knead Bread, versteht sich von selbst ;o)

Was meint Ihr, was soll ich als nächstes schmoren? Habt Ihr ein ultimatives Lieblingsrezept, das ich unbedingt mal ausprobieren sollte? Ich freue mich immer über Tipps, Anregungen und Rezeptideen! 

Coq au Riesling
Zutaten 
6 Hähnchenschenkel
Butterschmalz 
150 g durchwachsener Speck 
Butterschmalz
2 Karotten 
150 g Schalotten
500 ml Riesling (Schmittges 2013, Riesling trocken)
500 ml Geflügelfond, hausgemacht
4 confierte Knoblauchzehen 
2 Lorbeerblätter
1 TL schwarzer Pfeffer, ganz 
5 Pimentkörner
3 Zweige Thymian
grobes Meersalz 

200 g braune Champignons 
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Die Hähnchenschenkel am Gelenk durchschneiden, salzen und pfeffern und von allen Seiten mehlieren. Gut abklopfen um überschüssiges Mehl zu entfernen. Den Speck in 3-4 große Stücke schneiden. 
Butterschmalz in einem Schmortopf erhitzen und die Hähnchenteile und den Speck von allen Seiten goldbraun braten. Je nach Größe des Topfes, in mehreren Etappen anbraten. 
In der Zwischenzeit die Schalotten putzen und schälen, die Karotten schälen und grob in Stücke schneiden. Den Speck in 3-4 Stücke schneiden. 
Die angebratenen Hähnchenteile und den Speck auf einen Teller geben und beiseite stellen. 
Als nächstes das Gemüse und die confierten Knoblauchzehen in den Bräter geben und ebenfalls von allen Seiten anschwitzen. Mit Wein und Geflügelfond ablöschen, die Hähnchenteile und den Speck wieder dazugeben und zum Kochen bringen.
Die Gewürze in einen Teefilter (alternativ ein Tee-Ei) geben, zubinden und dazugeben. 
Die Coq au Riesling im geschlossenen Topf im Backofen auf der untersten Schiene bei 180°C ca. 40 Minuten schmoren. 
In der Zwischenzeit die Champignons putzen und kurz vor Ende der Schmorzeit in einer Pfanne mit etwas Butterschmalz rundherum anschwitzen. Mit Salz nach Geschmack abschmecken. 

Den Bräter herausnehmen, die Pilze zufügen und mit einer Scheibe hausgebackenen No Knead Bread servieren. 
Coq au Riesling
 

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