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Macaroni & Cheese

Jetzt gab es hier fast 2 Wochen nichts zu Essen, da wird es so langsam wieder Zeit. Um die verlorenen Kalorien aufzuholen, und weil der Winter ja erneut voll zugeschlagen hat, nutze ich die Gelegenheit, Euch mal wieder eine kleine  Kaloriensünde unterzujubeln ;o).
Dieses Nudelgericht hab ich bisher 2x gemacht. Beim ersten mal die klassische Variante, also quasi überbackene Nudeln mit Käsesauce - lecker, aber kein Knaller.
Beim zweiten Mal war ich schlauer und hab unter die Käsesauce noch angebratenen Speck und Zwiebeln gemischt - eine gute Entscheidung ;o)

Dies ist absolut kein Essen für die schlanke Linie und bei 25° im Schatten würd ich es auch nicht gerade servieren, wenn aber draußen der Winter wütet und man die fiesen Kalorien mal außer Acht lässt, ist es ein absolutes Wohlfühlessen.
Der Auflauf kann komplett vorbereitet werden und zu einem späteren Zeitpunkt in den Ofen geschoben werden. Ich hab die Portionen immer auf mehrere kleine Auflaufformen verteilt, so hatte mein Mitesser noch eine Portion für den nächsten Tag. 

Was Ihr da oben auf dem Käse seht, ist natürlich mal wieder Panko, ich kann den kleinen Flocken einfach nicht widerstehen ;o). Sie geben dem Gericht noch ein wenig Crunch

Zutaten
500 g kurze Maccheroni oder andere kurze Nudeln wie Penne oder Hörnli
200 g durchwachsener Speck
4 Zwiebeln
etwas Zucker zum Karamellisieren der Zwiebeln
60 g Butter
40 g Mehl
500 ml kalte Milch
2 TL grober Senf
1 Ei, verkleppert
450 g frisch geriebener Cheddar, Gruyère (oder ein anderer würziger Käse)
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
je 1 gute Prise Chili- und Paprikapulver

Zubereitung
Die Nudeln in reichlich gesalzenem Wasser kochen, bis sie nicht ganz al dente sind, also noch deutlich Biss haben. Abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
Den Speck in Streifen schneiden und bei mittlerer Hitze in einer Pfanne auslassen, herausnehmen und beiseite stellen. In dem ausgelassenen Speckfett die Zwiebeln goldbraun braten, mit etwas Zucker bestreuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Beiseite stellen.
In einem großen Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl dazugeben und für 5 Minuten unter regelmäßigem Rühren köcheln lassen - dabei aufpassen, dass die Mischung nicht braun wird.
Die kalte Milch unter ständigem Rühren langsam einrühren. Den Senf dazugeben und alles ca. 5 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen, bis die Milch eingedickt ist. Vom Herd nehmen.
Das Ei in eine kleine Schüssel geben und mit einer Gabel oder einem kleinen Schneebesen verkleppern. Vorsichtig etwas von der Mehlschwitze dazugeben und gründlich verrühren.
Die Eimischung behutsam unter die Mehlschwitze rühren. Den Käse nach und nach unterrühren und die Käsesauce mit Salz, Pfeffer und den restlichen Gewürzen abschmecken.
Die gründlich abgetropften Nudeln mit der Speck-Zwiebel-Mischung vermischen und alles zu der Käsesauce geben und miteinander vermischen. In eine oder mehrere Auflaufformen geben und mit Panko bestreuen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 20 Minuten backen, bis die Oberfläche schön gebräunt ist.

Maccheroni-Fleischkäse-Torte mit Gorgonzola

Wann habt Ihr das letzte Mal Maccheroni gegessen? Bei mir ist das sicher über 15 Jahre, vielleicht aber auch 20 Jahre her - damals gab es bei uns im Großen und Ganzen 3 Nudelsorten, Spaghetti, Spirelli und eben Maccheroni.
Mit dem Auftauchen von geschätzten 1365 "neuen" Nudelsorten verschwanden die Maccheroni dann immer mehr - bei uns ist es mittlerweile so, dass es im Geschäft zwar ca. 35 verschiedene Sorten Tagliatelle gibt, aber nur eine, max. 2 Sorten Maccheroni, wenn überhaupt.
Eigentlich bin ich gar kein großer Maccheroni-Fan, mich hat immer gestört, dass sich die heiße Sauce in den Maccheroni gesammelt hat - das kann ganz fiese enden! ;o)
Für diese Nudeltorte sind Maccheroni aber deshalb perfekt, weil sie den Auflauf durch ihre Länge zusammenhalten und man ihn so sehr schön in Tortenstückchen portionieren kann - außerdem sehen die Maccheroni so kreisrund ausgelegt auch ziemlich hübsch aus, also rettet die Maccheroni, esst mehr Aufläufe!

Obwohl ich eigentlich kein großer Freund von Aufläufen bin, hat es dieser bei uns von 0 auf 100 geschafft - es war quasi Liebe auf den ersten Biss.
Die Kombination des knusprig gebratenen Fleischkäses mit den Zwiebeln und dem würzigen Ei-Gorgonzolaguss ist nur klasse - da mag selbst ich die kräftige Gorgonzolanote, und das will was heißen ;o)
Neben dem Geschmack ein weiterer großer Pluspunkt ist für uns, dass man die Reste dieser Torte sehr gut portioniert einfrieren kann - so hat mein Mitesser wieder eine weitere Abwechslung in seinem Wochenexil.

Zutaten
500 g Maccheroni
Salz
2 Zwiebeln
400 g Fleischkäse
4 Zweige Thymian
300 g Sahne
100 g Gorgonzola
5 Eier
Pfeffer
frisch geriebener Parmesan
Panko
Butterflöckchen

Zubereitung
Die Maccheroni nicht ganz al dente kochen, die Nudeln sollen noch deutlich Biss haben, abschrecken und gründlich abtropfen lassen.
Zwiebeln fein würfeln und in  einer Pfanne glasig anschwitzen, den Fleischkäse dazugeben und ebenfalls anbraten.
Eine Springform gründlich fetten. Die Hälfte der Nudeln kreisförmig darin verteilen. 
Die Zwiebel-Fleischkäsemischung darauf geben und dabei einen ca. 2 cm breiten Rand lassen.
Den Rest der Nudeln am Rand und über der Zwiebel-Fleischkäsemischung verteilen.
Sahne, Gorgonzola und Eier mit einem Stabmixer verquirlen.
Mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen und über die Nudeln gießen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für 30 Minuten backen. Herausnehmen und mit Panko und Parmesan bestreuen, sowie mit Butterflöckchen belegen und weitere 30 Minuten backen.
Die Maccheronitorte aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden ca. 15 Minuten ruhen lassen.

Idee: EatSmarter

Spaghetti-Gemüse-Torte

Ich mag Gerichte, die wandelbar und unkompliziert sind. Wenn sie dann noch Pasta beinhalten sind sie quasi schon perfekt.
Diese Spaghetti-Torte hab ich neulich hier gefunden und gleich markiert. Das Schöne bei dieser "Torte" ist, dass man sowohl Spaghetti-, als auch Gemüse-Reste verwerten kann. Ein tolles Resteessen, dass unbegrenzt wandelbar ist.
Ich hab sie vegetarisch zubereitet, aber selbstverständlich kann auch Wurst, Hackfleisch oder evtl. Fisch unter die Spaghetti gemischt werden.
Bei den Mengenangaben war ich sehr frei, deshalb hat die Menge auch nicht in die Kranzform gepasst - ich kann halt keine kleinen Mengen kochen ;o)
Die Torte lässt sich übrigens auch prima vorbereiten und schmeckt sowohl warm als auch kalt sehr gut.


Zutaten
500 g Spaghetti
1 Knoblauchzehe
2 Karotten
1 Aubergine
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 rote Paprika
3 frische oder 1 Handvoll getrocknete Tomaten
1 Bund glatte Petersilie
200 g geriebener Bergkäse
5 Eier
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Die Spaghetti nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser al dente kochen und unter kaltem Wasser abschrecken (in diesem Fall wirklich von Vorteil).
Die Gemüse in kleine Würfel schneiden und entsprechend ihrer Garzeit kurz in Olivenöl anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und von der Platte nehmen. Die feingehackte Petersilie unterheben und mit den Spaghetti vermischen.
Die Spaghettimasse in eine gut gefettete Springform geben und den geriebenen Käse darüber verteilen.
Eier verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Eimasse über den Spaghetti verteilen und in den auf 180°C vorgeheizten Backofen schieben. Die Torte ca. 30 Minuten backen, bis das Ei gestockt und der Käse schön gebräunt ist.
Die fertige Torte ca. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann den Rand lösen. Nochmals abkühlen lassen, die Torte schmeckt lauwarm am Besten.

Schmeckt sehr gut zu einem grünen Salat.

Sehr lecker kann ich mir auch eine Spaghetti-Torte griechischer Art mit Feta und Hackfleisch vorstellen - das probier ich dann beim nächsten Mal aus.

Cannelloni mit Kartoffelfüllung und Tomaten-Auberginen-Ragú

Dieses Gericht wollte ich schon seit Monaten ausprobieren, es fand sich aber immer etwas, das dringlicher gekocht werden musste.
Beim erneuten Stöbern im Kochbuch meines großen Nudelidols Sante de Santis "Il mondo della pasta" bin ich nun wieder drauf gestoßen und da ich sowieso Auberginen daheim hatte, für die ich sonst keine spontane Idee gehabt hätte, war es nun endlich soweit.
Die Mengen habe ich ein wenig angepasst - wenn es nach Sante ginge, würden diese Cannelloni wahrscheinlich in Béchamel-Sauce baden. Außerdem hab ich meine eigene Tomatensauce verwendet.



Zutaten

Nudelteig
200 g gemahlener Hartweizengrieß
2 Volleier
1/2 TL Salz
1 EL Annatto- oder Olivenöl

Cannelloni-Füllung
500 g gekochte Kartoffeln
30 g Thymian
200 g Mozzarella
Salz und Pfeffer

Béchamelsauce
250 ml Milch
Salz, Pfeffer und Muskat
20 g Mehl
20 g Butter

1 l Tomatensauce

2 Auberginen
1 Bund frisches Basilikum
Olivenöl
200 g frisch geriebener Parmesan

Zubereitung

Nudelteig
Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen.
Mit der Nudelmaschine bis zur dünnsten Stufe ausrollen, in die Größe von Lasagneplatten schneiden und
mit gemahlenem Hartweizengrieß bestreuen - auf Geschirrtücher legen.

Cannelloni-Füllung
Kartoffeln kochen und noch warm durch die Kartoffelpresse drücken. Thymian fein hacken, Mozzarella reiben und zu den Kartoffeln in eine Schüssel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und alles miteinander vermengen. In einen Spritzbeutel ohne Tülle geben und zur Seite stellen.

Bèchamelsauce
Die Milch zusammen mit Salz, Pfeffer und Muskat in einem Topf erhitzen. Die Butter in einem weiteren Topf erhitzen und das Mehl nach und nach unter ständigem Rühren hinzufügen, so dass keine Klümpchen entstehen.
Die Milch vorsichtig zur Mehlschwitze geben und dabei mit einem Schneebesen cremig rühren. Die Sauce durch ein feines Edelstahlsieb passieren und weitere 5 Minuten auf sehr kleiner Flamme köcheln lassen, bis der Mehlgeschmack verschwunden ist. Bei Bedarf noch etwas nachwürzen.

Auberginen waschen, trockentupfen und in Würfel schneiden. Die Würfel in viel Olivenöl goldgelb frittieren und auf Küchenpapier entfetten.

Die Lasagneplatten in einem großen Topf blanchieren, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Geschirrtüchern auslegen.
Die Füllung auf das obere Drittel der Nudelblätter spritzen, zusammenrollen und in einer geölten Auflaufform nebeneinander legen.
Die Auberginen darüber verteilen und mit der Tomaten- und der Béchamelsauce begießen. Geriebenen Parmesan und Basilikum dazugeben, mit ein wenig Olivenöl beträufeln und im auf 180°C vorgeheizten Backofen 30 Minuten gratinieren lassen.


Norddeutscher Kartoffel-Matjesauflauf

Dieser Auflauf ist noch nicht lange in unserem Repertoire - wahrscheinlich, weil er mir früher nicht pfiffig genug erschien und ich sowieso nicht der größte Auflauf-Fan bin.
Irgendwann hab ich ihn dann aber doch mal ausprobiert, schließlich sind nur Zutaten enthalten, die wir gern mögen ... Das Ergebnis hat uns total verblüfft, dieser Auflauf ist aber sowas von lecker - wenn er nicht so mächtig wäre, würden wir ihn sicher öfter essen ;o)
Ein knackiger, frischer Salat als Begleitung und zum Abschluss ein leckerer Dill-Aquavit (ich ziehe die antialkoholische Variante vor und trink lieber nen leckeren schwarzen Tee) - gutes Essen kann so einfach sein.




Zutaten
400 g Matjesfilets (ca. 8 Filets)
4 Zwiebeln
½ TL Zucker
600 g festkochende Kartoffeln
300 ml Sahne
Salz & Pfeffer
Panko* (alternativ auch Semmelbrösel)
1 Msp. Kurkuma
weiche
Butter, zum Einfetten der Auflaufform

Zubereitung

Je nachdem, wie salzig der Matjes ist, sollte er vorher evtl. gewässert werden.
Kartoffeln in dünne Scheiben hobeln oder schneiden und ca. 5 Minuten kochen. Ich füge dem Kochwasser gern eine Prise Kurkuma hinzu, das gibt eine wunderschöne Farbe. Die Kartoffeln abgießen und in einem Durchschlag abtropfen lassen.
Zwiebeln in Streifen schneiden und in der Pfanne dünsten, bis sie eine schöne Farbe genommen haben. Mit dem Zucker bestreuen und leicht karamelisieren lassen.
Matjesfilets abspülen, trockentupfen und in Streifen schneiden. Auflaufform mit weicher Butter einfetten.
Die Hälfte der Kartoffeln reingeben, salzen und pfeffern, darüber die Zwiebeln verteilen, dann mit den Matjesstreifen belegen und zum Schluss mit den restlichen Kartoffelscheiben bedecken. Wieder salzen und pfeffern. Sahne darüber gießen und mit Panko bestreuen. Ca. 45 Minuten bei 180°C backen. 5 Minuten vor Backende den Grill zuschalten und den Auflauf schön bräunen und knusprig überbacken.




* Panko sind japanische Semmelbrösel, die um Einiges gröber gemahlen sind als hiesige Semmelbrösel. Durch die größere Oberfläche wird das Paniergut besonders knusprig, die Pankoflakes plustern beim Frittieren regelrecht auf.
Ich streue Panko gern anstelle von herkömmlichen Semmelbröseln über Aufläufe, sie geben dann den besonderen Crunch. Man bekommt Panko in Asia-Läden oder auch in gut sortierten Supermärkten.



 

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