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Meatball Subs

HackbratenKöttbullarKohlpudding, Bolognese, Bratwurstbällchen, Rigatoni-kuchenBurger, türkische Pizza, gefüllte Paprika und Scotch Eggs... all diese Leckereien wären nicht möglich ohne Hackfleisch. Mein Mann geht sogar soweit, sich als weltgrößten Hackfleischfan zu bezeichnen, so sehr liebt er alle Gerichte, die damit zubereitet werden.  
Ich selbst würde nicht ganz soweit gehen, dafür ist meine Vorliebe für Speck zu ausgeprägt, aber auch ich mag Hackfleisch sehr gerne.
Glücklicherweise bin ich mit meiner Vorliebe für Hackfleisch auch in Foodblogger-kreisen nicht alleine und so haben Sonja und ich vor einer Weile ganz spontan beschlossen, ein Blogevent zum Thema Hackfleisch auszurichten. Jeder Teilnehmer hat sich zu diesem Anlass ein Rezept mit Hackfleisch überlegt und heute gebloggt. Just in diesem Moment sind also insgesamt 35 weitere Rezepte mit Hackfleisch gepostet worden - ein Schlaraffenland für alle Hackfleischfans! 

Ich selbst hab mich für Meatball Subs entschieden, das sind längliche Sandwich-brötchen mit Hackbällchen in Tomatensauce. Diese Sandwiches heißen deshalb Subs, weil sie die Form von U-Booten haben, im Englischen Submarine Sandwich.
Wer keine Hackbällchen im Brötchen mag, kann die natürlich auch mit Spaghetti essen, dann sind es keine Meatball Subs, sondern Spaghetti & Meatballs. Kennt Ihr sicher alle aus Susi & Strolch. Probieren solltet Ihr diese Meatballs, Fleisch-klößchen, Frikadellen, oder wie auch immer, aber auf jeden Fall. Die sind nämlich richtig lecker!

Meatball Subs
Damit Ihr so richtig in Hackfleischrezepten schwelgen könnt, habe ich Euch alle Teilnehmer inkl. der Rezepte aufgelistet. Ihr habt damit sicher genug Hackfleisch-rezepte für die nächsten Jahre und werdet außer den hier aufgeführten, bestimmt noch weitere in den jeweiligen Blogs finden, denn denkt dran: All you need is Hack!

Bake to the Roots ~ Fladenbrot mit Hackfleisch │ Gernekochen ~ Filet Americain │ Lebkuchennest ~ Beef Bowl │ Experimente aus meiner Küche ~ Überbackene Lasagnerollen │ happy plate ~ Kalbsbouletten │ Cuisine Violette ~ Albóndigas en salsa │ danielas foodblog ~ Lammhack-Bällchen auf Süßkartoffel-Rösti │ moey’s kitchen ~ Schwedische Köttbullar │ BackIna ~ Tagliatelle mit Minz-Hackbällchen │ Schnin’s Kitchen ~ Hackbällchen Toscana│ Stylish Living ~ Weltbestes Moussaka mit Auberginen │ USA kulinarisch ~ Taco Cups │ Raspberrysue ~ Italienische Hack-bällchen mit Mozzarella-Füllung │ Jankes*Soulfood ~ Bolognese-Crespelle │ Paprika meets Kardamom ~ Hackbällchen in Letscho │ Cookie und Co ~ Spaghetti-Pizza │ S-Küche ~ Ragù alla Bolognese │ Pottgewächs ~ Kritharaki Salat mit grünem Spargel │ The Apricot Lady ~ Gemüsepfanne mit Fleischbällchen │ Küchenliebelei ~ Zucchini-Apfel-Rosen mit Rinderhack │Was du nicht kennst… ~ Rigatoni al forno │ Zauberhaftes Küchenvergnügen ~ mediterraner Hackbraten │ Kleines Kulinarium ~ Köttbullar │ Münchner Küche ~ Spaghetti Bolognese │ Ofengeflüster ~ Hackfleisch-Brötchen-Sonne │ Karambakarina’s Welt ~ Chili Cheese Fries │ IRRE KOCHEN ~ Udon Nudelsuppe - scharfes Hackfleisch │ Cakes, Cookies and more ~ Hackfleischmuffins mit Kartoffelhaube │ Dynamite Cakes ~ Fruchtigwürzige Hackfleisch-Pastete│Haut Gôut ~ Tatar vom Reh │ Amor&Kartoffelsack ~ Big Mac Pizza │ Geschmeidige Köstlichkeiten ~ Blattspinat mit Hackknöderl │ LanisLeckerEcke ~ Yoghurtlu Eriste │ lecker macht laune ~ Hackfleisch-Spinat-Quiche │ Allerbester Kram ~ Beeftea 

Brioche Buns in Subform
Brioche Subs
Zutaten
500 g Mehl, Type 550
½ Würfel frische Hefe
40 g Rapshonig 
100 ml kalte Milch
150 ml kaltes Wasser
2 Eier 
11 g Salz
70 g weiche Butter

Außerdem 
1 Ei
1 EL Wasser oder Milch 
schwarzer und weißer Sesam

Zubereitung
Am Vorabend das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde in der Mitte formen. Die Hefe hineinbröckeln, Honig dazugeben und die Mulde mit der Milch und Wasser auffüllen. Einige Minute stehen lassen, bis die Hefe sich aufgelöst hat und anfängt zu arbeiten. 
Eier, Butter und Salz dazugeben und alles einige Minuten zu einem glatten weichen Teig verkneten. 
Teig abgedeckt eine halbe Stunde gehen lassen, dann über Nacht in den Kühlschrank oder eine kühle Zimmerecke stellen. 
Am nächsten Morgen den Teig in 6 Portionen teilen und auf der bemehlten Arbeits-fläche erst rund, dann länglich wirken. Die Teiglinge auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und mit einem Tuch abgedeckt nochmals für 30-45 Minuten gehen lassen, dann das Ei mit etwas Wasser oder Milch (mit Milch glänzen die Brötchen etwas mehr und bräunen auch stärker, ich bevorzuge aber Wasser) bestreichen und mit Sesam bestreuen. 
Im auf 200°C vorgeheizten Backofen (Ober- und Unterhitze) ca. 20 Minuten backen, bis die Brötchen gleichmäßig gebräunt sind. Auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen.

Fleischklößchen in Tomatensauce
Meatballs
Zutaten
½ Zwiebel
2 confierte Knoblauchzehen, hausgemacht
500 g Hackfleisch, halb und halb
1 Ei
50 ml Buttermilch
50 g Panko*(alternativ Paniermehl)
50 g Parmesan, fein gerieben
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
½ TL Fenchelsaat*, grob zerstoßen
¼ TL Cayennepfeffer*

1 TL Oregano*, getrocknet

Tomatensauce
700 g Sugo, hausgemacht
100 ml Rotwein
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 TL Oregano*, getrocknet
½ TL Piment d'Espelette*
Olivenöl* zum Anbraten

Außerdem
1 Kugel Mozzarella 
50 g Parmesan

Zubereitung
Die Zwiebel schälen und fein würfeln, den confierten Knoblauch mit einer Gabel zerdrücken. Zusammen mit dem Hackfleisch, Ei, Buttermilch, Parmesan und Panko gründlich in einer Schüssel miteinander vermischen. Die Gewürze dazugeben und gut unterkneten.  
Kleine Fleischklößchen formen und in Olivenöl rundherum anbraten. Herausnehmen und in eine Auflaufform geben.
Die Tomatensauce und den Rotwein in die Pfanne geben, die Gewürze zufügen und die Sauce 20 Minuten köcheln lassen. 

Die Sauce über die Fleischklößchen geben und für 1 ¼ Stunden bei 100°C im Backofen backen, dann den zerzupften Mozzarella und den Parmesan darüber verteilen. Nochmals für eine Viertelstunde backen, dann auf die Brötchen verteilen und servieren.
Meatball Subs
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Scotch Eggs

Ihr glaubt nicht, wie lange Scotch Eggs schon auf meiner Nachkochliste stehen, quasi schon fast so lange, wie es auch den Kuriositätenladen gibt. Das erste Mal gesehen hab ich sie bei den Hairy Bikers, meiner damaligen Lieblings-Kochshow. Ich war sofort sehr begeistert, denn schließlich geht es hier im Wesentlichen um Hack-fleisch, bzw. Bratwurstbrät und wie groß meine Leidenschaft für Bratwurstbrät ist, das hab ich Euch ja schon öfter erzählt, wenn es um Bratwurstbällchen ging. Warum es im Endeffekt doch so lange gedauert hat, bis ich mich endlich mal rangemacht habe, kann ich Euch gar nicht sagen - irgendwas is ja immer...

Scotch Eggs sind gekochte Eier, die mit Bratwurstbrät ummantelt, dann paniert und anschließend frittiert werden. Wie genau das Ergebnis aussieht, liegt völlig bei Euch. 
Scotch Eggs
Die simpelste Methode ist die, die ich gewählt habe und besteht im Wesentlichen aus nur zwei Zutaten + Panade. Ihr besorgt Euch sehr gutes Bratwurstbrät bei Eurem Schlachter, kocht Eier und wickelt die dann ein. Wenn das Bratwurstbrät nicht sehr kräftig gewürzt ist, könnt Ihr es noch mit Senf, Pfeffer, Paprikapulver, usw. nachwürzen. 
Ich hab dreierlei rohe Bratwurstsorten von meinem Schlachter gekauft und damit eine Trilogie vom Scotch Egg zubereitet. 
Die einfache Version bestand aus feinem Bratwurstbrät, quasi Thüringer Art. Das Ergebnis war lecker, allerdings hat sich der Bratwurstmantel an einigen Stellen gelöst - wahrscheinlich aufgrund des Wasseranteils in der feinen Bratwurst. 
Die zwei anderen Sorten waren hingegen perfekt, einmal mit Salsiccia- und Merguez-Brät. Beide  Sorten waren kräftig gewürzt und haben wunderbar ihre Form gehalten. Da musste nichts nachgewürzt werden und die Kruste war herrlich kross. Das Brät der beiden letzten Sorten war deutlich gröber und auch fester als das erste.
Fazit
Feines Bratwurstbrät ist perfekt geeignet für Bratwurstbällchen, für Scotch Eggs sollte das Brät aber eher grob sein und eine festere Konsistenz haben.
Scotch Eggs
Die Eier könnt Ihr entweder frisch kochen oder auch eingelegte, ja sogar Soleier verwenden. Für beides bekommt Ihr in der nächsten Zeit auch noch Rezepte von mir. 
Mein Ziel war es eigentlich, Eier mit einem möglichst flüssigen Eigelb zu kochen, "leider" waren aber die Eier so frisch, dass ich die Schale kaum runterbekam, also mussten sie doch einigermaßen fest sein, damit sie nicht völlig auseinanderfielen - sie schmecken aber auch so großartig.

Scotch Eggs sind eine perfekte Ergänzung für Euren Osterbrunch, das Partybuffet oder das nächste Picknick, wenn der Frühling endlich die Oberhand gewinnt. Wir haben dazu einen knackigen grünen Salat mit Holzapfeldressing und meine heißgeliebten Portweinzwiebeln gegessen und den Rest am nächsten Tag mit zur Arbeit genommen. 
Scotch Eggs
Zutaten
450 g Hackfleischbrät
6 Eier
evtl. Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und Senf zum Nachwürzen des Bräts

Für die Panade
Mehl
2 Eier
Paniermehl und Panko im Verhältnis 2:1
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Außerdem
Frittieröl

Zubereitung
Die Eier ca. 4-6 Minuten kochen, je nachdem, wie fest sie sein sollen. In eiskaltem Wasser abschrecken und vollständig abkühlen lassen, dann die Schale entfernen. 
Das Bratwurstbrät aus den Würsten drücken und gut mit den Händen verkneten, so wird es geschmeidiger. 
Je nach Brät, noch mit Senf, Salz und Pfeffer nachwürzen, dann jeweils ca. 75 g pro Ei abwiegen, auf der Handinnenfläche flachdrücken, ein Ei raufsetzen und das Ei in dem Brät einwickeln. Wie einen Knödel mit den Händen formen und darauf achten, dass die "Nahtstellen" gut miteinander verschlossen sind.

Das Mehl mit Salz und Pfeffer würzen, die Eier mit einer Gabel verkleppern, das Paniermehl mit dem Panko vermischen, dabei das Panko etwas zwischen den Hand-innenflächen zerbröseln, so dass es etwas feiner wird. 

Die in Hackfleisch eingewickelten Eier erst in Mehl wenden, dabei das überschüssige Mehl abklopfen. Anschließend in den Eiern wenden und dann sofort in der Panier-mehl-/Pankomischung, das Paniermehl gut festdrücken.

Frittieröl in einem hohen Topf auf 180°C erhitzen, dann die Eier 5-6 Minuten frittieren, bis sie rundherum goldbraun sind. Herausnehmen und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.
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Kohlpudding mit Pastinaken-Kartoffelpüree

Es gibt Momente im Leben, da sieht man ein Gericht und weiß sofort: "DAS isses, DAS muss ich nachmachen." Genau so war es, als Janke mir neulich ihren Kohl-pudding zeigte. Ich wäre am liebsten in den Monitor gekrochen und hätte mich zu ihr an den Mittagstisch gesetzt. 
Das ging natürlich nicht, denn dafür wohnt sie doch n büschen zu weit von Hamburg entfernt, aber ich habe das einzig logische gemacht, nämlich sofort eine Pudding-form* besorgt und am nächsten Sonntag nach Jankes Anweisungen losgelegt.

Natürlich ist mein Kohlpudding im Endeffekt ganz anders geworden, als der aus der Soulfoodküche, aber das ist ja das Schöne am Kochen. Jeder macht das aus einem Rezept, bzw. einer Idee, was ihm am besten schmeckt. 

Kohlpudding mit Pastinaken-Kartoffelpüree

Beim Kohl könnt Ihr den verwenden, den Ihr am liebsten mögt, bei mir ist das Wirsing. Der Kohlpudding funktioniert aber genauso gut mit Weiß- oder Spitzkohl und auch mit Rotkohl hab ich ihn schon gesehen. Ich habe den Kohlpudding in einer verschließbaren Puddingform fürs Wasserbad* zubereitet, wenn Ihr aber das mittlere Loch in einer Napfkuchenform verschließt und die befüllte Backform dann mit Alufolie verschließt, werdet Ihr ein ebenso leckeres Resultat bekommen wie ich. Wichtig ist nur, dass Ihr darauf achtet, dass kein Wasser in die Form gelangt.

Probiert dieses Rezept wirklich unbedingt aus, dieser Kohlpudding/Hackbraten im Kohlmantel ist so lecker, dass ich ihn in der Zwischenzeit schon zweimal gemacht habe - davon kriegt man einfach nicht genug. Eindeutig ein neues Lieblingsessen!

Sehr praktisch ist auch, dass der Pudding schon am Vortag komplett vorbereitet werden kann. Der Kohl wird blanchiert, die Füllung angemischt und die Form komplett gefüllt. 
Die Form steht dann bis zum nächsten Tag im Kühlschrank, wird 30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen, so dass er Temperatur annehmen kann und wandert dann direkt in den Topf. So muss man dann nur noch das Püree zubereiten, bzw. die Salzkartoffeln kochen und die Sauce fertig machen und hat ein wunderbares und sehr entspanntes Sonntagsessen auf dem Tisch.

So, und jetzt schnell rüber zu Janke, die hat nämlich zur Feier des heutigen Kohlpuddingtages das Rezept ihrer Oma mitgebracht und Ihr wisst ja, bei Mama und Oma schmeckt's immer am besten! Weil Janke Hessin ist, heißt der Kohlpudding bei ihr nicht Kohl-, sondern Krautpudding - immer ne Extrawurst :o)

Demnächst werde ich Euch auch noch zeigen, wie man Kohlpudding im Glas zubereitet und direkt einweckt, wieder eine weitere Leckerei für das Vorratsregal.

Kohlpudding mit Pastinaken-Kartoffelpüree

Zutaten
1 Wirsing
1 EL Natron*
1000 g Hackfleisch, gemischt
120 g Panko (Paniermehl ohne Rinde)
1 rote Zwiebel
100 g Speck gewürfelt
Butterschmalz, hausgemacht
2 Eier
100 ml Milch
2 TL Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

2 TL Senf
1 EL Delikatesspaprikapulver*
1 TL Pimenton de la vera dulce*
½ TL Lemon Myrtle*
¼ TL Cayennepfeffer*
2 EL glatte Petersilie, gehackt

Zubereitung
Die Blätter des Wirsings vorsichtig entfernen und jeweils den Strunk heraus-schneiden, dann die Blätter längs halbieren. Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und das Natron hineingeben. Kaltes Wasser in die Spüle einlaufen lassen und mit einigen Eiswürfeln maximal herunterkühlen. 

Die Kohlblätter in das kochende Wasser geben und 2 Minuten blanchieren, dann herausnehmen, abtropfen lassen und sofort ins kalte Wasserbad geben. Abkühlen lassen, dann herausnehmen und gut abtropfen lassen. Alle Blätter mit einem Geschirrhandtuch trockentupfen.

Für die Hackfleischfüllung die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in etwas Butterschmalz anschwitzen, die Speckwürfel dazugeben und mehrere Minuten anschwitzen, von der Platte ziehen und etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit das Hackfleisch mit dem Paniermehl, Milch, Ei, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Lemon-myrtle und Cayennepfeffer verrühren. Speck, Zwiebelwürfel und fein gehackte Petersilie dazugeben und zu einem glatten Fleischteig verrühren.

Eine Puddingform gründlich ausbuttern, dann leicht überlappend mit Kohlblättern auslegen, eine Schicht Hackfleisch einfüllen und gut festdrücken. 3-4 Schichten Kohl einlegen, dann wieder mit einer Schicht Hackfleisch weitermachen. So verfahren, bis das Hackfleisch aufgebraucht ist und mit Kohl abschließen. Die Puddingform verschließen und in einen Kochtopf stellen. Soviel Wasser angießen, dass der Topf zu ⅔ im Wasser steht und das Wasser zum Kochen bringen. Die Temperatur soweit reduzieren, dass das Wasser nur noch leicht köchelt und den Kohlpudding 60 Minuten kochen. 

Die Form herausnehmen, ca. 10 Minuten ruhen lassen, dann auf einen Teller stürzen (Vorsicht, es tritt einiges an Flüssigkeit aus) und in Scheiben schneiden.
Dazu gab es bei uns ein leckeres Pastinaken-Kartoffelpüree.
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Mangoldtarte mit Bratwurst

Die Herbst- und Winterzeit ist für mich automatisch auch immer Tarte- und Quiche-zeit. Im Sommer schmecken sie zwar auch, besonders, wenn sie so lecker sind wie die Tomatentarte mit Ziegenkäse, aber es geht doch Nichts über eine herzhafte Tarte, wenn es draußen kalt und ungemütlich ist.
Beim Synchrontarten und -quichen vor einer guten Woche haben wir die Tarte-saison deshalb auch gebührend eingeleitet und es sind wieder ganz wunderbare Varianten zusammengekommen. Schaut Euch unbedingt die Tartes an, da ist sicher auch die ein oder andere Idee dabei, die Euch interessieren wird!

Mangoldtarte mit Bratwurst im Anschnitt
Ich hab mich diesmal für zwei Tartes entschieden, eine Pilztarte mit Röstiboden für mich und diese Mangoldtarte mit Bratwurst für meinen Mann. Die Pilztarte stell ich Euch vielleicht auch noch vor, den Anfang macht aber jetzt erstmal die Mangold-tarte, von der hab ich nämlich mehr Bilder machen können, die Pilztarte muss ich nochmal nacharbeiten. 
Diese Mangoldtarte ist aufgrund des reichhaltigen Belages sehr mächtig und reicht auf jeden Fall für 4 Personen, vielleicht auch 6. Ihr könnt sie aber problemlos über Nacht im Kühlschrank lagern und dann nochmal aufwärmen oder sogar portioniert einfrieren und "bei Bedarf" aufwärmen oder auch kalt essen.

Mangoldtarte mit Bratwurst
Den Teig für meine Tartes bereite ich meist schon am Vorabend zu und lege ihn dann eine Viertelstunde vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank. Ihr könnt den Boden sogar auch schon am Vorabend vorbacken, das ist auch kein Problem. 
Theoretisch muss der Boden nicht unbedingt vorgebacken werden, ich bevorzuge diese Methode aber, denn ein vorgebackener Boden weicht beim anschließenden Backen inkl. Füllung nicht so durch, als wenn als wenn der Teig direkt mit der Füllung in den Backofen wandert. Der zweite Vorteil ist, dass der Boden durch das Blindbacken sehr viel besser die Form hält und der Rand nicht so stark nach unten sackt - das sieht einfach schicker aus. 

Bei meinen Quicheformen achte ich darauf, dass sie unbeschichtet sind und einen Hebeboden haben. So kann ich darin schneiden und die Stücke leicht entnehmen. Bei diesem Modell hier auf dem Bild handelt es sich um eine Form von Matfer*, ich hab sie aber natürlich günstiger in einem Küchenfachgeschäft hier um die Ecke gekauft und keine 60 Euro ausgegeben. Wenn ich es richtig sehe, müsste diese Form* die gleiche sein und sie kostet nur etwas mehr als ein Drittel. 
Der Rand wird besonders akkurat, wenn Ihr den Teig vorsichtig in die Form drückt und dann oben einfach "abknapst". Die Reste drücke ich gern noch in eine kleine Tarteletteform, für den Fall, dass auch von der Füllung noch etwa übrig bleibt.

Für die Füllung hab ich wunderbaren jungen bunten Mangold vom Wochenmarkt verwendet. Die Stiele waren noch schön dünn, die Blätter knackig und die Farben wunderschön knallig. 
Weil die Blätter sehr viel schneller garen, werden die kleingeschnittenen Stiele zuerst angeschwitzt und erst zum Schluss kommen kurz noch die Blätter dazu, die brauchen nämlich nur einen Moment, bis sie zusammenfallen - ganz ähnlich wie Spinat. Die Farben der Stiele werden durch das Garen ein wenig blasser, man kann sie aber in fertigen Tarte trotzdem noch gut erkennen. Wenn Ihr also mal bunten Mangold bekommt, schnappt ihn Euch!

Mangoldfüllung
Damit die Tarte auch für eine halbe Fußballmannschaft (oder alternativ einen Ehemann) reicht, hab ich die Bratwurst nicht nur in der Tarte versteckt, sondern sie auch noch halbiert draufgelegt. Der Gatte war begeistert und hatte so nicht nur am Back- und Folgetag etwas von der Tarte, sondern es ist ausnahmsweise sogar noch etwas zum Einfrieren übrig geblieben - Halleluja! :o)

Zutaten (für eine normale runde Tarteform)

Mürbeteig
250 g Mehl
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml kaltes Wasser

Belag
1 rote Zwiebel
700 g bunter Mangold
6 Eier
300 ml saure Sahne
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
1 TL Thymian, fein gehackt
frisch geriebene Muskatnuss nach Geschmack
1 1/2 Bratwürste
250 g Graukäse*(meiner hatte in etwa diese Konsistenz)

Außerdem
1 1/2 Bratwürste für den Belag

Zubereitung
Für den Mürbeteig alle Zutaten miteinander vermengen und möglichst zügig zu einem Teig verkneten. Den Teig in einen Gefrierbeutel geben, dünn ausrollen und für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen, alternativ am Vorabend zubereiten. Der Teig lässt sich sogar einfrieren.
Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmer- temperatur annehmen lassen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine Tarteform damit auslegen. Den überstehenden Teig einfrieren.
Den Teigboden in regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen, mit Back- papier bedecken und getrocknete Bohnen oder Blindbackkugeln* daraufgeben. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen, dann aus dem Backofen nehmen und beiseite stellen. (Der Boden kann auch schon am Vortag vorgebacken werden, wenn notwendig.)

Belag
Die Zwiebel schälen und fein würfeln, in etwas Rapsöl glasig anschwitzen. Die Mangoldstiele schräg in 1 cm lange Stücke schneiden, die Bratwurst längs halbieren und in Scheiben schneiden. Beides zu den Zwiebeln geben und einige Minuten bei mittlerer Hitze braten, dann die in Streifen geschnittenen Mangoldblätter dazugeben, verrühren und zusammenfallen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Thymian und Muskatnuss würzen, dann von der Platte ziehen und den Guss zubereiten. Dafür die Eier mit der sauren Sahne verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. 
Den Graukäse über der Mangoldfüllung zerbröseln, verrühren und auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen. Den Guss darübergießen, die Form mehrfach kräftig aufsetzen, so dass sich der Guss überall gleichmäßig verteilt und die längs aufgeschnittenen Bratwürste darauflegen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für 35-45 Minuten backen, bis der Guss komplett gestockt und die Tarte schön gebräunt ist. 
Die Tarte vor dem Anschneiden eine Viertelstunde stehen lassen, dann setzt sich der Guss und die Tarte lässt sich besser schneiden.
Mangoldtarte mit Bratwurst
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Rigatoni-Kuchen mit Bolognese

Langsam aber sicher leert sich das Gemüseangebot auf dem Wochenmarkt und wir können uns schon mal mental auf die kältere Jahreszeit vorbereiten und Eintopf-, Schmor- und Auflaufrezepte raussuchen. Ich liebe diese kräftigen Rezepte und hab in diesem Jahr besonders zeitig damit angefangen, als erstes gab es einen wunder-baren Nudelauflauf. 
Einer der leckersten Nudelaufläufe ist und bleibt eine hausgemachte Lasagne, heute habe ich aber eine "etwas andere" Version der klassischen Lasagne al formo für Euch, denn anstelle der typischen Lasagneplatten, werden in diesem Rigatoni-Kuchen - der Name verrät es ja schon - Rigatoni, also dicke Röhrennudeln verarbeitet. Das geht nicht nur ratzfatz, sondern sieht besonders im Anschnitt auch noch sehr hübsch aus.

Rigatoni-Kuchen mit Bolognese
Der einzig wirklich aufwendige Arbeitsschritt ist das Aufstellen der Rigatoni (vorausgesetzt, Ihr habt wie ich schon fleißig Sauce eingeweckt), aber auch das ist recht fix erledigt. 
Kocht die Rigatoni am besten nicht komplett durch, sondern nur so weit, dass sie noch seeeeehr bissig sind. Sie lassen sich dann nicht nur besser in Reih und Glied aufstellen, sondern weichen beim späteren Backen auch nicht komplett durch. Ihr wollt ja schlussendlich keine matschigen Nudeln im Auflauf haben.

Aufgestellte Rigatoni in der Form
Für die Sauce habe ich meine Bolognese und Tomatensauce gemischt. Beim ersten Rigatonikuchen habe ich nur Bolognese verwendet und das war im Endeffekt etwas dröge, weil die Bolognese ja deutlich kompakter und dicker eingekocht ist. Durch die Tomatensauce wird der Kuchen sehr viel saftiger. 
Ihr könnt aber natürlich auch jede andere Tomatensauce verwenden. Wenn Euer Rigatonikuchen vegetarisch werden soll, tauscht Ihr die Bolognese einfach komplett durch Tomatensauce aus.
Wenn Ihr die Sauce auf den Rigatoni verteilt, achtet darauf, dass die Sauce überall gleichmäßig reinläuft und setzt den Kuchen mehrfach kräftig auf, so dass die Sauce richtig einsinkt. Das Gleiche gilt auch für die Béchamel, die alle verbliebenen Zwischenräume ausfüllen sollte.

Einfüllen der Saucen in die Rigatoni
Obendrauf verteile ich noch kleingezupften Mozzarella und natürlich Pankoflocken, denn die verleihen dem Kuchen den richtigen Knusper.
Panko ist ein japanisches, rindenloses Paniermehl, dessen Flocken eine besonders große Körnung haben und deutlich gröber sind als unsere hiesigen Semmelbrösel oder Paniermehl.
Viele Pankosorten enthalten leider Palmöl oder Glutamat, achtet daher unbedingt auf die Inhaltsstoffe. Ich bekomme bei mir im Asiashop diese Pankosorte*, das nur aus Mehl, Wasser, Hefe und Salz besteht. Falls Ihr das also irgendwo seht, schaut es Euch mal an und greift zu.

Fertig belegter Rigatonikuchen vor dem Backen
Zutaten
500 g Rigatoni*
700 g Ragù alla Bolognese, hausgemacht
150 g Tomatensauce, hausgemacht
1 1/2 Mozzarella
Panko

Béchamelsauce
30 g Butter
30 g Mehl
350 ml kalte Milch
75 g Nordländer (alternativ Parmesan)
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
frisch gemahlene Muskatnuss

Zubereitung
Für die Béchamelsauce die Butter in einem Topf schmelzen und einmal aufwallen lassen. Das Mehl dazugeben und mit einem Schneebesen gut verrühren, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind.
Von der Platte ziehen und die kalte Milch unter stetigem Rühren dazugeben und verrühren. 15 Minuten auf kleiner Hitze köcheln lassen, dann mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen, den frisch geriebenen Käse dazugeben und verrühren, bis eine cremige Sauce entstanden ist.


Die Rigatoni in der Zwischenzeit in reichlich Salzwasser nicht ganz al dente kochen, sie sollen noch einen ausgeprägten Biss haben. Abgießen und abtropfen lassen. Eine Springform ausbuttern und die Rigatoni hochkant darin aufstellen, die Form soll komplett ausgefüllt sein.

Die Bolognese mit der Tomatensauce vermischen und in einem Topf erhitzen. Auf den Rigatoni verteilen und gleichmäßig reinlaufen lassen, darauf achten, dass die Nudeln möglichst gleichmäßig gefüllt sind. 
Die Béchamelsauce darüber geben und ebenfalls verteilen. 
1 1/2 - 2 Mozzarellakugeln zerzupfen und über der Béchamel verteilen, dann mit etwas Panko bestreuen. 
Bei 180°C für ca. 30 Minuten backen, bis der "Kuchen" knusprig braun ist, dann herausnehmen und etwas setzen lassen, dann zerfallen die Stücke  nicht so schnell. 
Rigatoni-Kuchen mit Bolognese
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Fusilli mit Bratwurstbällchen-Sahnesauce

Eine meiner Geheimwaffen für ein superschnelles und unwahrscheinlich leckeres Soulfood sind die ungebrühten Imbissbratwürste von meinem Schlachter. Ihr kennt sie ja bereits von meinem Hotdog von letzter Woche, heute zeige ich Euch mal, was man noch damit anstellen kann - und mit eigentlich jeder anderen ungebrühten feinen Bratwurst.

Gleichzeitig führe ich heute offiziell meine neuen alten Teller ein, denn ich habe neulich bei Ebay einen absoluten Glückstreffer gelandet und die passenden Teller zu meiner alten Terrine, Fleischplatte, Saucenterrine und Beilagenschüssel gefunden. Ab sofort werdet Ihr dieses Geschirr also noch öfter sehen, denn ich habe 11 Suppen- und 6 Essteller erstanden. Hach, ich könnte immer noch jubeln vor Freude. Nun fehlen mir nur noch Kuchenteller, Kaffeetassen und ein Zuckerdöschen und ich bin eigentlich komplett. Ich hoffe, Euch gefällt das Geschirr auch so gut wie mir, ich liebe, liebe, liebe es!

Fusilli mit Hackbällchen-Sahnesauce
Apropos Bratwurstbällchen - der Name allein schon, klingt das nicht toll? Braaat- wurstbällchen... Hach!
Ich liebe diese Bällchen unheimlich, denn sie schmecken soooviel besser als Hack- bällchen. Durch das Cuttern der Brätmasse werden die Bällchen ganz besonders zart und saftig. Sie vertragen es problemlos, auch mal ein paar Minuten mitgeschmort werden und geben der Sauce natürlich noch einen ganz wunderbaren Geschmack. 
Wir sind ja sowieso ganz große Bratwurstfans, diese Bällchen vergrößern unsere Leidenschaft aber nochmal um ein Vielfaches.

Casarecce mit Hackbällchen-Sahnesauce
Diese Sauce ist eine unserer Lieblingssaucen. Schnell gemacht, cremig, angenehmes Paprikaaroma. Genau das, was man nach einem langen Arbeitstag braucht. Dazu eine gute Pasta, in der sich die Sauce so richtig sammeln kann (in diesem Fall ganz oben Fusilli giganti und darunter in der Terrine Casarecce). 
Ich denke, dass mit dieser Sauce auch jeder Gast absolut zufrieden, bzw. durch und durch glücklich wäre. Wenn Ihr also mal Besuch bekommt, aber keinen allzu großen Aufwand betreiben möchtet, denkt an dieses Pastagericht.

Ungebrühte Bratwürste für Bratwurstbällchen
Leider funktioniert es nicht ganz so gut, bereits eingefrorene Bratwürste zu verwenden, weil sich daraus nicht mehr so schöne Bällchen formen lassen. Die Bratwürste sind dann insgesamt etwas fester und die Bällchen nach dem Braten auch trockener. Wenn Ihr also ungebrühte Bratwürste bekommt, verarbeitet die gleich frisch, die Sauce ist eh so lecker, dass Ihr das nicht auf die lange Bank schieben solltet.

Bratwurstbällchen
Zutaten 
4 ungebrühte feine Bratwürste (bei mir die "Imbissbratwurst" der Demeter-Metzgerei Dreymann)
Butterschmalz zum Anschwitzen
50 ml Weißwein
300 ml Sahne
200 ml Milch 
2 TL Fenchelsaat, fein gemörsert
1/4 TL Lemon Myrtle*
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL glatte Petersilie, fein gehackt 
400 g Fusilli giganti oder Casarecce

Zubereitung
Die Bratwurstdärme längs aufschneiden, das Brät rausdrücken und kleine Bällchen daraus formen. 
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Bällchen darin bei starker Hitze von allen Seiten anbraten. Mit Weißwein ablöschen und etwas einkochen lassen. Sahne und Milch dazugeben, mit Fenchel, Paprikapulver, Lemon Myrtle, Piment d'Espelette, Paprikaflocken, Salz und Pfeffer würzen und einige Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. 
Die in der Zwischenzeit al dente gekochte Pasta abgießen und tropfnass zu der Fleischbällchensauce geben. Nach Geschmack mit gehackter Petersilie durch- schwenken und servieren.
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Hotdog mit Bockbiersauerkraut, Senfmayonnaise und Röstzwiebeln

Heute wird gebaut, wir stapeln hoch und bauen den leckersten Hotdog, den Ihr jemals gegessen habt, bzw. ich, denn einen besseren hatte ich bisher wirklich noch nicht. 
Hotdogs sind ja eh so eine Sache. Gute Burger gibt es mittlerweile an jeder Ecke, aber Hotdogs führen hierzulande noch ein Schattendasein. Die Qualität geht selten über die dieser Wabbeldinger bei Ikea hinaus und scheiden so für mich eh aus - gibt's halt keinen Hotdog.
Ich bin aber, das muss ich fairerweise zugeben, eh kein großer Fan dieser klassischen Hotdog-Würste, schon gar nicht der dänischen Pølser, dann ess ich lieber ne schlichte, aber mordsleckere Bratwurst mit den weltbesten Fritten und Mayo am Imbissstand meines Schlachters und verzichte auf den ganzen Schnickschnack. 
Da ich leider keine Zeit hatte, die Wurst für meinen Deluxe-Hotdog selbst zu wursten, hab ich natürlich eben diese Imbissbratwurst meines Schlachters gekauft, denn die ist gut, sooooo gut!  

Hotdog mit Bockbiersauerkraut, Senfmayonnaise und Röstzwiebeln
So eine rustikale Bratwurst verlangt natürlich auch nach den passenden Brötchen und Beilagen. Das Rezept für die Laugenstangen habe ich Euch ja schon vorgestern verraten, heute ist nun der Rest dran und demnächst gibt's noch die Fritten, denn Fritten gehen immer. 
Das Sauerkraut, das ich schon immer sehr gerne auf Hotdogs gegessen habe, hab ich passend zu den Laugenstangen in einem kräftigen Bockbier geschmort (schmeckt übrigens auch ohne Hotdog sehr gut) und auch an die Mayo kam ein guter Löffel Bockbiersenf. Das Rezept dafür verrate ich Euch demnächst auch noch, der ist nämlich kinderleicht selbstgemacht und schmeckt großartig. 
Die Zwiebeln hab ich, weil alles was frittiert oder mit Speck zubereitet wurde, besser schmeckt, frittiert - das habt Ihr jetzt wahrscheinlich schon vermutet. 

Das Gesamtergebnis müsst Ihr Euch jetzt folgendermaßen vorstellen: Außenrum die superfluffige Laugenstange, dann das saftige und angenehm säuerliche Sauerkraut, dadruff die knackige Bratwurst, hausgemachte Mayo und ein riesiger Haufen knusprige Röstzwiebeln. Mehr geht einfach nicht! 


Also, auf geht's, esst mehr Hotdogs!

Bockbiersauerkraut
Bockbier-Sauerkraut

Zutaten
1/2 Zwiebel
Butterschmalz zum Anschwitzen
300 g Sauerkraut
1 TL Rapshonig
100 ml Bockbier (bei mir Ratsherren Senatsbock)
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Die Zwiebel schälen und halbieren. Eine Hälfte in dünne Streifen schneiden und in etwas Butterschmalz in einer Pfanne glasig anschwitzen. Das Sauerkraut und den Honig dazugeben und für 5 Minuten mit anschwitzen, dann mit Bockbier ablöschen und für ca. 20 Minuten bei mittlerer Temperatur schmoren lassen, bis das Bier komplett verkocht und das Sauerkraut weichgeschmort ist. 
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zur späteren Weiterverwendung beiseite stellen. 

Röstzwiebeln in Arbeit
Röstzwiebeln

Zutaten
2 Zwiebeln
2 gehäufte EL Mehl
Salz
1 Liter neutrales Öl zum Frittieren

Zubereitung
Zwiebeln schälen und längs halbieren. In ca. 3 mm breite Streifen scheiden und die einzelnen Schichten mit den Händen vereinzeln. Mehl, Salz und Zwiebelstreifen in einen Ziplocbeutel oder eine Schale geben und alles kräftig miteinander vermischen. 
Öl in einem hohen Topf erhitzen. Überschüssigs Mehl von den Zwiebelstreifen abschütteln, dann portionsweise im Tiefenfett frittieren, bis sie goldbraun sind. Mit einem Schöpflöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Beiseite stellen. 

Bockbiersenf-Mayonnaise
Bockbiersenf-Mayonnaise

Zutaten
1 zimmerwarmes Ei
1 EL Bockbiersenf
1 EL Cidreessig*
1 TL Salz
1 frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/2 TL Rapshonig
300 ml Rapsöl

Zubereitung
Die Knoblauchzehe in einen hohen Mixbehälter geben und mit einer Gabel zerdrücken. Das Ei, Senf, Essig, Gewürze und Öl dazu geben und mit einem Pürierstab* solange auf hoher Stufe mixen, bis eine dicke Mayonnaise entstanden ist.  

Im Thermomix
Die Knoblauchzehe in den Mixbehälter geben und mit einer Gabel zerdrücken. Das Ei, Senf, Essig und Gewürze dazu geben und 10 Sekunden auf Sufe 3 verrühren. Den Mixbecher aufsetzen und das Gerät auf 4 Minuten bei Stufe 4 einstellen. 
Den Thermomix starten und das Öl zunächst nur langsam auf den Deckel des Mixbehälters einlaufen lassen, sodass es am Deckel entlang nach innen tropfen kann. Die Ölmenge langsam erhöhen. Die Mayonnaise soll eine fein-cremige Konsistenz haben.

Hotdog mit Bockbiersauerkraut, Senfmayonnaise und Röstzwiebeln
Hotdog

Zutaten
4 Bratwürste nach Wahl
Bockbiersauerkraut 
Bockbiersenf-Mayonnaise
Röstzwiebeln

Zubereitung
Bratwürste braten, in der Zwischenzeit die Laugenstangen senkrecht mittig ein-, aber nicht komplett durchschneiden und etwas Sauerkraut darin verteilen. Jeweils eine Bratwurst daraufsetzen und mit Mayonnaise und Röstzwiebeln servieren. 
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