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Entenrillettes ~ Rillettes de Canard

Ganz klassisch gibt es sicher bei vielen von Euch zu Weihnachten Ente. Ich hab Euch im letzten Jahr meinen Weihnachtsburger mit Ente vorgestellt und natürlich darf die Ente auch in diesem Jahr nicht fehlen, allerdings kommt sie bei uns nicht als Braten auf den Tisch, denn das Weihnachtmenü hab ich Euch ja neulich bereits gezeigt, sondern als Rillettes de Canard, d.h. sanft geschmorte Entenkeulen (zumindest bei mir, denn im Original verwendet man Entenbrust), die ähnlich wie Pulled Pork zerzupft und anschließend mit eingekochtem Kochsud und Schmalz vermischt werden.

Entenrillettes ~ Rilletes de Canard
Abgefüllt in kleine Gläschen, ist das Rillettes ein tolles Geschenk oder Mitbringsel und natürlich auch eine wunderbare Vorspeise. Da sie sich komplett vorbereiten lässt, habt Ihr dann beim Servieren auch überhaupt keine Arbeit mehr damit - mal abgesehen vom Brot, das Ihr in Scheiben schneiden müsst.
Wenn Ihr es auf die Spitze treiben möchtet, dann könnt Ihr das Brot natürlich auch frisch backen, ich empfehle Euch da besonders ein No Knead Bread, Land- oder Kartoffelbrot. Und die Krönung wäre natürlich, wenn Ihr es zusammen mit meinem Tannenbaumbrot serviert oder verschenkt. Ein Tannenbaumbrot und dazu ein Gläschen Entenrillettes, das wär's, oder?

Entenrillettes ~ Rilletes de Canard
Wenn die Fettschicht, mit der das Fleisch bedeckt wird, dick genug ist, so dass das Fleisch luftdicht abgeschlossen ist, Ihr sauber gearbeitet habt und die Gläser vorher ordentlich sterilisiert wurden (dazu kocht Ihr sie entweder ca. eine Viertelstunde in kochendem Wasser aus oder stellt sie ebenfalls eine Viertelstunde bei 180°C in den Backofen), ist das Fleisch kühl gelagert mindestens einen Monat, wenn nicht sogar bis zu einem Jahr haltbar.

Übrigens könnt Ihr auch Reste Eurer Weihnachtsente so weiterverarbeiten. Wenn die Ente also größer war als Euer Appetit, macht Rillettes draus!

Entenrillettes ~ Rilletes de Canard
Zutaten für ca. 450 g
2 Entenkeulen
Salz
1 TL Rohrohrzucker
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Abrieb einer halben unbehandelten Bio-Orange

1 Schalotte, fein gewürfelt
250 ml Weißwein (bei mit Grauburgunder von Diehl*)
400 ml Geflügelfond, hausgemacht
½ TL Gemüsebrühpulver, hausgemacht
2 Lorbeerblätter*
3 Wacholderbeeren*
3 Pimentkörner*
4 Zweige Thymian
2 Stiele glatte Petersilie
2 Körner Tellicherrypfeffer*
2 Körner Kubebenpfeffer*
ein kleines Stück Langer Pfeffer*
Salz

50 ml Kochsud
ausgelassenes Entenfett
150 g Gänseschmalz

Zubereitung
Die Haut von den Entenkeulen entfernen und beiseite legen. Die Entenkeulen mit Salz, Zucker, Pfeffer, Thymian und Orangenabrieb würzen, dann abgedeckt über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.
Am nächsten Tag die Entenhaut in Stücke schneiden und bei niedriger Hitze in einem Schmortopf auslassen, bis das komplette Fett ausgetreten ist und nur nochknusprige Kruste übrig bleibt. Die Kruste herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen, das Entenfett bis auf einen kleinen Rest zum Anbraten der Keulen in eine Schale umgießen und beiseite stellen. 

Die Entenkeulen rundherum von allen Seiten in Entenfett anbraten, dann die Schalottenwürfel dazugeben und glasig anschwitzen. Mit Weißwein und Gefügelfond ablöschen. Die Gewürze dazugeben, leicht salzen und zugedeckt alles ca. 2 Stunden bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis das Fleisch so zart ist, dass es sich leicht vom Knochen löst. 
Die Entenkeulen herausnehmen und beiseite stellen, den Sud durch ein eines Sieb gießen und in einem Topf auf die Hälfte einkochen. In der Zwischenzeit das Fleisch vom Knochen abziehen und zerzupfen, evtl. nach Belieben noch fein hacken, dann zusammen mit dem vorher ausgekochten Entenfett und 50 ml Kochsud vermischen und nochmals erhitzen. Auf zuvor sterilisierte Gläser verteilen. Das Fleisch fest andrücken und die Oberfläche glatt streichen.
Das Gänseschmalz in einem zweiten Topf erhitzen und die Rilettes damit bedecken. Vollständig erkalten lassen, dann im Kühlschrank aufbewahren.
Entenrillettes ~ Rillettes de Canard
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Weihnachtsburger mit Ente, Grünkohlpesto und Cumberlandzwiebeln

Tadaaaa, das isser nun, mein Mädchen-Weihnachtsburger im Festgewand. Schick hat er sich gemacht und das kleine Pinke rausgeholt und weil ich in diesem Jahr so ganz und gar nichts Vorweihnachtliches im Programm hatte, hab ich sogar die Weihnachtskugeln entstaubt und das Gesamtwerk damit ordentlich ausgeschmückt. Beeindruckend, oder? Jetzt ist auch im Kuriositätenladen endlich Weihnachten, wenn auch ein wenig verspätet :o)

Weihnachtsburger mit Ente, Grünkohlpesto und Cumberlandzwiebeln
Die klassischen Weihnachtsfarben sind ja rot und grün, ich hab das Thema farblich ein wenig moderner interpretiert und bin auf pink umgeschwenkt. Gefällt mir eh viel besser als rot und rotfärbende Lebensmittel sind im Dezember ja auch nicht an jeder Ecke zu finden. Rote Bete ist dagegen nicht nur saisonal, sondern kommt auch von ums Eck, genauso wie der Grünkohl für das Grünkohlpesto und selbst die Ente wurde vor den Toren Hamburgs aufgezogen. Saisonal, regional und Pink! 

Entenbrust und -keulen
Mein Käse der Wahl war mal wieder der Brie de Meaux, mein absoluter Lieblingsbrie und ein großartiger Burgerkäse. Esst mehr Brie auf Euren Burgern! Ach was, esst generell mehr Brie, Brie ist sooo lecker! 
Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal eine Lobrede auf den Brie halte, aber so ändert sich der Geschmack im Laufe der Zeit. Vor zwei Jahren hab ich noch einen riesigen Bogen um jeden gereiften Käse gemacht und außer Gouda und Butterkäse nichts gegessen, jetzt schnappe ich mir jeden Brie, der mir über den Weg läuft. Vorausgesetzt, es ist ein leckerer Brie ;o)

Bei der Ente habe ich auf Anraten meines Schlachters eine Mischung aus Brust und Keule verwendet. Das Fleisch habe ich vom Knochen gelöst, die Haut abgezogen und dann, wie schon hier gezeigt, gewolft und zu Patties gepresst.

karamellisierte Apfelspalten
Besonders lecker hat mir mal wieder die fruchtige Komponente auf dem Burger gefallen. In diesem Fall waren das karamellisierte Apfelspalten und Cumber- landzwiebeln. Beides kombiniert mit dem saftigen Patty, dem würzigen Pesto und dem geschmolzenen Käse ist der absolute Wahnsinn. 

Als Beilage hab ich übrigens Grünkohlchips zubereitet - ungefähr 5 Jahre, nachdem der Trend aus USA hier rübergeschwappt ist. Das Rezept dafür gibt's dann übermorgen. 

Weihnachtsburger mit Ente, Grünkohlpesto und Cumberlandzwiebeln
Zutaten für 4 Burger
3 Entenkeulen und 1 Entenbrust (ausgelöst insgesamt ca. 760 g Fleisch)
ca. 150 g Brie de Meaux
2 Äpfel 
Butter
1 Prise Salz
1 EL Honig
Pfeffer
Butterschmalz

Außerdem
4 Rote Bete Bagel (1/2 Rezept)

Zubereitung
Die Haut der Entenkeulen abziehen und die Entenkeulen entbeinen, so gut es geht die Sehnen entfernen (der Rest wird anschließend durchgewolft). Die Entenbrust ebenfalls abziehen und in grobe Würfel schneiden. Beides durch die grobe Scheibe des Fleischwolfs* drehen jeweils 190 g abwiegen und mit einer Burgerpresse* zu Patties formen. Abgedeckt beiseite stellen. 
Äpfel waschen, das Kerngehäuse mit einem Ausstecher entfernen und quer in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Etwas Butter in einer Pfanne schmelzen, mit einer Prise Salz würzen und die Apfelscheiben darin von beiden Seiten anbraten. Den Honig dazugeben und alles durchschwenken. Mit Pfeffer würzen und beiseite stellen. 

Eine Grillpfanne* langsam auf volle Temperatur aufheizen, dann die Temperatur wieder um 1/3 reduzieren. Ganz leicht mit Butterschmalz ausstreichen und die Entenpatties von jeder Seite je nach persönlicher Vorliebe ungefähr 3 Minuten braten. Dabei unbedingt nur einmal wenden. 
In der Zwischenzeit den Brie in Scheiben schneiden und sobald das Fleisch gewendet wurde, damit belegen. Die Patties schmecken natürlich besonders gut, wenn sie innen noch rosa sind. 

Die Bagel durchschneiden und auftoasten. Die Unterseite mit etwas Grünkohlpesto bestreichen, dann einen  Entenpatty daraufsetzen. Mit jeweils zwei Apfelscheiben belegen und noch einen EL Cumberlandzwiebeln daraufgeben. Mit der Bageloberseite servieren.
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